Das Klinikum Weiden und die Leukämiehilfe Ostbayern e.V.  rücken durch das Projekt Patientenhaus noch näher zusammen. Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Meier (li.),
Ärztlicher Direktor Dr. Thomas H. Egginger (2.v.li.) und Chefarzt Prof. Dr. Frank Kullmann (r.) bekräftigten die
Kooperation mit Prof. Dr. Reinhard Andreesen von der Leukämiehilfe  Ostbayern e.V.

Das Patientenhaus schafft Raum für das Medikament „Zuneigung“

Kooperation zwischen Klinikum Weiden und der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. bekräftigt

„Es ist ein logischer Schritt, dass wir das Modellprojekt unterstützen“, bekräftigte der Ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas H. Egginger, die Kooperation zwischen dem Klinikum Weiden und der Leukämiehilfe Ostbayern e.V.. Deren Vorsitzender, Prof. Dr. Reinhard Andreesen, stellte im Beisein von Neustadts Landrat Andreas Meier, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG und Chefarzt Dr. Frank Kullmann das bundesweite Pilotprojekt Patientenhaus der Leukämiehilfe vor, das derzeit am Universitätsklinikum Regensburg entsteht. „Wir wollen damit die Bürde, die Patienten und Angehörige auf sich nehmen, leichter machen“, erklärte Prof. Andreesen. Noch müssten Angehörige in der schwierigen Transplantationsphase weite Wege und hohe Belastungen auf sich nehmen, um wichtige Zeit mit den Patienten verbringen zu können.

„Das Medikament Zuneigung darf nicht unterschätzt werden“, so Prof. Andreesen weiter. Das Patientenhaus, das spätestens Anfang 2018 in Betrieb gehen wird, wird 18 Wohneinheiten und Gemeinschaftsräume umfassen – und befindet sich in fußläufiger Nähe zu der Station des Universitätsklinikums Regensburg, in der beispielsweise auch die Leukämiepatienten aus Weiden in der kritischsten Phase der Erkrankung versorgt werden müssen und können.

„Wir müssen und auch um die Angehörigen kümmern“, betonte Prof. Dr. Frank Kullmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I im Klinikum Weiden, der im Sinne der Patienten sehr intensiv mit den Kollegen des Universitätsklinikums zusammenarbeitet. Deshalb sei das Patientenhaus „ein sehr phantastisches Projekt für die Region“ und „ein Modell mit absoluter Zukunft“.

Finanziert wird das Modellprojekt Patientenhaus mit einem Investitionsvolumen von 4,5 Millionen Euro ausschließlich aus Spendengeldern, die Prof. Reinhard Andreesen in sehr persönlichem Engagement mit seinem Verein einwirbt. Diesen kleinen Imperativ nahm Andreas Meier, Landrat des Landkreises Neustadt/WN und Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG, auf, um sich einerseits im Rahmen des Termins für das Engagement der Leukämiehilfe zu bedanken. „Das ist ein Haus auch für unsere Region“, so Meier. Andererseits wolle er das Projekt in der nächsten Vorweihnachts-Sitzung des Aufsichtsrates vorstellen, der „überwiegend mit Multiplikatoren bestückt ist“. Die Botschaft könnte lauten: Spenden statt Geschenke.

Spendenkonto Patientenhaus der Leukämiehilfe Ostbayern

IBAN: DE25 7505 0000 0780 0170 00

BIC: BYLADEM1RBG

Sparkasse Regensburg

Verwendungszweck: Patientenhaus

Die Leukämiehilfe Ostbayern

Die Leukämiehilfe Ostbayern e.V. wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, dort unbürokratisch und direkt zu helfen, wo Patienten Begleitung und Unterstützung brauchen und diese durch die derzeitigen medizinischen Einrichtungen und Kostenträger noch nicht gegeben ist. In den 16 Jahren ihres Bestehens sammelte die Leukämiehilfe Ostbayern bereits mehr als 1,8 Millionen Euro und unterstützt in Niederbayern und der Oberpfalz Projekte, unter anderem in der Palliativmedizin, in der psychoonkologischen Betreuung und durch kunsttherapeutische Angebote. Für das Projekt Patientenhaus akquirierte der Verein bisher 1,5 Millionen Euro.