Ihr Wissen war gefragt. Informationen aus der Urologie und aus der Neurologie hielten die Experten beim ersten "Neuro-Uro-Tag" in Weiden parat (von links): Ute Gleissner, Dr. Johannes Kaiser, Chefarzt Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, Joanna Ostaszewska, Dr. Cornelia Schnorrer und Ingo Krause. Bild: hcz

Erster „Neuro-Uro-Tag“ in Weiden vermittelt wichtige Erkenntnisse

Warum sind Babys inkontinent? Weil sich die Nervenzellen erst im Laufe des Wachstums bilden

Das war eine von vielen Informationen, die Experten beim ersten „Neuro-Uro-Tag“ in Weiden vermittelten. Dazu eingeladen hatte die Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie der Kliniken Nordoberpfalz AG am Samstag in die Max-Reger-Halle. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Chefarzt Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer erläuterte eingangs den Zusammenhang zwischen Nerven und Urologie unter anderem am Beispiel der Babys. Erst wenn sich die Nervenzellen im Laufe des Wachstums gebildet haben, ist es mit den unkontrollierten Ausscheidungen vorbei.

Doch falls diese Nervenverbindungen vom Uro-Genitaltrakt zum Gehirn geschädigt werden, kommt es zu Harn- oder Stuhlinkontinenz. Dies könne beispielsweise durch Querschnittsverletzungen, Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall oder Diabetes geschehen. Bschleipfer zeigte auf, mit welchen Mitteln die moderne Medizin die neurogene Blase zu therapieren versuche. Er ging auf Selbstkatheterisierung, Blasen-Schrittmacher-Implantation und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten ein. Injektionen von Botox in die Blasenmuskulatur hätten sich bewährt, müssten aber regelmäßig wiederholt werden.

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