Förderverein für Schwerkranke spendet – Bilanz der Menschlichkeit

Was Staat oder Krankenkassen nicht leisten, aber notwendig ist, schaffen Fördervereine. In der Bevölkerung ist oft gar nicht bekannt, wer hinter dieser für selbstverständlich gehaltenen Hilfestellung steht.

Wenn Menschen auf der Palliativstation des Klinikums Nordoberpfalz in den vielleicht letzten Wochen ihres Lebens Musik- oder Atemtherapie bekommen, kann es sein, dass dies dem Förderverein für Schwerkranke zu verdanken ist. Er hat dafür Spenden gesammelt. Ähnliches gilt für die Betreuung von Angehörigen schwerstkranker Kinder oder Erwachsener. Auch, dass in der “Frühgeborenen-Station” der Kinderklinik die Eltern ihre Kinder von zuhause auf dem PC oder dem Smartphone beobachten können, ist ein Beispiel für Aktivitäten des Fördervereins für Schwerkranke.

Kurz vor Jahresende hat der Vorstand des Vereins jetzt Bilanz für 2017 gezogen. “Es ist gelungen, 37 000 Euro Spendengelder zu sammeln und damit die ambulante und klinische Behandlung von Schwerkranken und chronisch Kranken zu unterstützen”, sagt Vorsitzende Waltraud Koller-Girke. Neben vielen kleinen Einzelmaßnahmen zählt sie vier große Bereiche auf, für die das Geld eingesetzt wurde. So könnten auf der Palliativstation im Krankenhaus Neustadt/WN wöchentlich zehn zusätzliche Stunden Musik- oder Atemtherapie durch Therapeutin Eveline Angstmann geleistet werden. Die zweite große Fördermaßnahme betrifft die Umsetzung eines Vorschlags der Ethikkommission. “Ihr Vorsitzender Manfred Hausel hat angeregt, die Ausbildung eines Ethik-Beraters zu finanzieren”, berichtet Koller-Girke. Dieser soll Angehörigen von Schwerstkranken in Krisensituationen zur Seite stehen. Auch Ärzten und Patienten selbst sollen unterstützt werden.

Viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit hat die Ausstattung der Frühgeborenen-Station in der Kinder- und Jugendklinik mit “Baby-Watch-Kameras” ausgelöst. Auch diese Aktion wurde vom Förderverein möglich gemacht. Erst zuletzt sei es gelungen, dafür die Technik zu vervollständigen, unter anderem um eine Beobachtungsmöglichkeit für Mobilfunkgeräte, erläutert Michaela Hutzler, Pflegeleiterin an der Kinderklinik.

Quelle: Der Neue Tag

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