Informationsveranstaltung zum Umgang mit Demenz

Weil immer mehr Menschen ins hohe Alter kommen, wächst auch die Zahl der Demenzkranken. Besondere Probleme ergeben sich, wenn diese in den Regelstationen der Krankenhäuser behandelt werden müssen. Hier gibt es Handlungsbedarf.

“Wir brauchen neue Grundkonzepte für Demenzkranke”, fordert Daniela Jenke, Leiterin des Hauses St. Laurentius Eschenbach bei ihrem Vortrag. Das ehemalige Krankenhaus Eschenbach habe sich speziell auf die Behandlung von Demenzkranken spezialisiert. Kämen diese wegen eines zusätzlichen Leidens in Regelstationen der Krankenhäuser, bedürften sie eines besonderen Verständnisses. Konflikte könne es dort “wegen der auf Effizienz getrimmten Arbeitsabläufe” geben, stellt Jenke fest. Im Haus St. Laurentius werde mit festen “Tagesstrukturen” gearbeitet. Diese würden zwar “mitgeschickt”, könnten aber nicht immer umgesetzt werden.

Im Rahmen der “Initiative Demenz Partner” sollen alle Pflegekräfte, aber auch andere Berufsgruppen und vor allem die Angehörigen über den Umgang mit Demenzkranken geschult werden. Das Konzept werde am Klinikum Weiden in den kommenden Monaten erarbeitet. Zum Auftakt der Kampagne fand jetzt eine Informationsveranstaltung für Angehörige, Klinikpersonal und ehrenamtlich Engagierte statt. Dabei trug Jenke erste Grundinformationen zum Umgang mit Demenzkranken vor. Leider werde Demenz noch viel zu oft als Folgeerscheinung anderer Krankheiten betrachtet, stellte sie fest und betonte: “Demenz ist eine eigenständige Krankheit.”

Quelle: Der Neue Tag

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