Spende Bunter Kreis

Kath. Frauenbund Kemnath übergibt Spende an „Bunten Kreis Nordoberpfalz“

Spendenübergabe an Marina Frister, Leiterin vom „Bunten Kreis Nordoberpfalz“ im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Kath. Frauenbundes Kemnath

Auf Einladung des Kath. Frauenbundes Kemnath im Rahmen der Jahreshauptversammlung berichtete die Leiterin des „Bunten Kreis der Kliniken Nordoberpfalz“ Marina Frister über ihre Arbeit. Die Kinderkrankenschwester und Casemanagerin des Bunten Kreises veranschaulichte die Ziele dieser Einrichtung. Das Team um Marina Frister bietet eine ganzheitliche und individuelle Begleitung von Familien mit kranken und schwerstkranken Kindern nach einem Klinikaufenthalt an. Sie unterstützen die betroffenen Familien und erleichtern den Weg in den Alltag.

„Für Familien mit Kindern, die zu früh geboren, in ihrer Entwicklung gefährdet, schwer erkrankt oder chronisch erkrankt sind, ändert sich das Leben schlagartig,“ versuchte Frau Frister deutlich zu machen. „Nach dem Krankenhausaufenthalt fangen die Probleme ja erst richtig an und führen eventuell zur Überforderung. Denn oft tauchen erst daheim Probleme und Fragen auf und es wird deutlich, welche neuen Herausforderungen zu meistern sind. Es gibt zwar weiterführende Hilfen, aber die Eltern stehen diesen Angeboten meist hilflos gegenüber. Da setzen dann unsere Bemühungen ein. Wir haben so eine Art Lotsenfunktion mit dem Ziel, den Behandlungserfolg zu Hause fortzuführen und eine Brücke zwischen stationärer und ambulanter Betreuung entstehen zu lassen. Wir koordinieren in dieser oftmals für die ganze Familie sehr schwierigen Zeit die Termine bei den verschiedenen Fachärzten, Physiotherapeuten, Heilpraktikern usw., besorgen die lebensnotwendigen Hilfsmittel und helfen den Eltern dabei, die Krankheit und die eventuelle Behinderung ihrer Kinder zu akzeptieren. Wir bieten also Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Familien ihren roten Faden wiederfinden,“ erklärte Frau Frister ihr Aufgabengebiet.

Der Bunte Kreis Nordoberpfalz setze sich seit 2007 für so betroffene Familien ein. Der Kreis stehe 50 bis 60 Familien und Netzwerkpartnern in der nördlichen Oberpfalz mit Rat und Tat zur Seite. Die Nachsorge übernehme zum Teil die Krankenkasse und sei für die betroffenen Familien kostenlos. Die Kassen würden aber nur für die Hilfe in den ersten drei Monaten zahlen, das reiche meistens nicht aus, deshalb sind Spender und Sponsoren ein wichtiger Baustein des Projektes. Zur Arbeit des Bunten Kreises Nordoberpfalz gehöre auch das Sensibilisieren der Öffentlichkeit für die Sorgen und Nöte von Kindern und deren Eltern. Auch die Verantwortlichen des Kath. Frauenbundes um Rita Ponnath wollten diese wichtige Arbeit unterstützen und überreichten einen Scheck in Höhe von 300 Euro.