Egginger

Notarztstandort Eschenbach: Kliniken Nordoberpfalz AG steht bereit

Die Lage ist verzwickt: Die Kliniken Oberpfalz Nord AG will Geld für ihre Ärzte im Notarzteinsatz in Eschenbach – Die KVB sträubt sich dagegen

Die Situation wirkt skurril: Zum 1. Juli lässt die Kliniken Oberpfalz Nord AG die Institut-Ermächtigung für den Notarztstandort auslaufen. Damit muss die AG keine Notärzte mehr stellen. Die Verantwortlichen wollen dafür aber weiterhin Mediziner in Eschenbach haben. Verantwortlich für die Besetzung ist die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB). Und obwohl Notärzte knapp sind, will sie von der Hilfe der Kliniken derzeit nichts wissen. Schuld am scheinbar unlogischen Verhalten sind das liebe Geld und die Bürokratie.

„Es steckt tatsächlich ein Bürokratie-Spiel dahinter“, sagt Dr. Thomas Egginger. Der Ärztliche Direktor der Kliniken ist zuständig für die Einteilung der Mediziner. Er ist auch verantwortlich, dass die Kliniken im April die bis 30. Juni laufende Vereinbarung mit der KVB nicht verlängert haben. „Das heißt aber nicht, dass wir uns vom Notarztdienst in Eschenbach zurückziehen.“ Allerdings möchte die AG für die Arbeit ihrer Ärzte in Eschenbach bezahlt werden, so wie dies bei den Notärzten in Kemnath und Tirschenreuth der Fall ist.

In Eschenbach leistete die AG den Dienst immerer donnerstags und freitags ohne Verpflichtung, damit freiwillig und somit beinahe kostenlos, es fließt lediglich eine Aufwandsentschädigung. „Die Anästhesisten, die wir für Eschenbach abstellen, fehlen in den Operationssälen und damit unseren Patienten“, sagt Egginger. Würde die KVB die Kliniken zum Notarztdienst verpflichten, würde auch Geld fließen. „Wir könnten zusätzliche Stellen für Ärzte schaffen“, erklärt Egginger.

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