Die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe aus Schwandorf wurden von Dr. Irina Kern, Chef-ärztin der Steinwaldklink Erbendorf (l.), und Krankenhausleiterin Carina Uhrle (r.) recht herzlich willkommen geheißen. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG

Schlaganfall-Selbsthilfegruppe informiert sich in Steinwaldklinik

30 Mitglieder vom Vortrag der Chefärztin Dr. Irina Kern begeistert – Einblicke über Rehabilitations-Möglichkeiten gegeben

„Wichtig sind die ersten sechs Wochen. In denen muss nach einem Schlaganfall angeschoben werden – in allen Reha-Bereichen“, weiß Dr. Irina Kern, Chefärztin der Steinwaldklinik Erbendorf. Und sie erntet für diese Aussage zustimmendes Kopfnicken. Das kommt von den rund 30 Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Schlaganfall-Betroffener aus dem Landkreis Schwandorf, die am Mittwochnachmittag bei einem Ausflug in die nördliche Oberpfalz die Chance nutzten und sich über die Geriatrische Rehabilitations-Einrichtung der Kliniken Nordoberpfalz AG informierten.

„Das war ungemein interessant“, sagte Marga Ermer, zweite Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, dann auch. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen wurden in Erbendorf erst von Krankenhausleiterin Carina Uhrle aufs Herzlichste begrüßt, ehe Dr. Kern zunächst die Steinwaldklinik und ihr medizinisches Spektrum vorstellte und sie dann in ihrem Vortrag speziell auf Rehabilitations-Möglichkeiten für Schlaganfall-Patienten einging. „Wir sind eine der großen geriatrischen Kliniken in Bayern. Wir haben auch sehr viele Patienten aus dem Landkreis Schwandorf“, erklärte Dr. Kern.

Die Chefärztin beantwortete dabei die Frage, was die geriatrische Rehabilitation bei Schlaganfall-Patienten leisten könne. Sie nannte zudem bekannte und auch unbekannte Risikofaktoren, die einen Schlaganfall begünstigen würden, zeigte die Warnanzeichen auf und unterstrich, dass nach einem Schlaganfall so früh wie möglich mit der Rehabilitation begonnen werden sollte. „Heutzutage wird schon auf den Stroke Unit-Stationen die Reha eingeleitet“, wusste Dr. Kern.

Immer entscheidend dabei: „Die Therapien müssen Hand in Hand arbeiten. Und die gelähmte Seite muss ebenso trainiert werden“, fügte die Chefärztin an. Sie hatte nach dem Vortrag, bevor es zu Kaffee und Kuchen ging, dann logischerweise viele Fragen zu beantworten.