"Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, ist sie nicht mehr behandelbar." Zitat: Dr. Angerer, Experte bei der Zecken-Telefonsprechstunde, über FSME

Tipps rund ums Thema Zecken – Gefahr lauert im Gebüsch

Das gefährlichste Tier Deutschlands ist kein wildes, schnelles, intelligentes Raubtier. Es ist die Zecke. Sie überträgt gefährliche Krankheiten, vor allem FSME und Borreliose. Unsere Zeitung bietet eine Telefon-Sprechstunde von Experten aus der Region an.

Endlich wieder wärmer. Endlich wieder Weiher, Wald und Wiesen. Die frühlingshafte Natur der Oberpfalz ist jedoch Brutstätte für Zecken. Die kleinen Spinnentiere brauchen Blut, um zu überleben. Auf der Suche nach ihren Wirten lauern sie im Gebüsch, um sich an vorbei streifenden Lebewesen festzuhalten. Bei einem Zeckenstich können sich Krankheitserreger übertragen, allen voran Borreliose und FSME. Die Krankheiten sind schwer zu diagnostizieren, aufwendig zu therapieren, die Folgen können grausam sein. In einer Telefon-Sprechstunde beantworten Fachleute die Fragen unserer Leser rund um das Thema Zecken.

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, hervorgerufen durch spiralförmige Bakterien, die Borrelien. Einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich tritt oft – aber nicht immer – eine Wanderröte auf. Es ist der charakteristische rote Fleck, der sich um die Einstichstelle ausbreitet. „Das ist die Krux an der Krankheit, dass die Symptome sehr vielgestaltig und unspezifisch sein können, und deshalb die Diagnose schwierig ist, wenn keine Wanderröte vorliegt“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Amberg-Sulzbach, Dr. Roland Brey.

Auch die Ergebnisse von Bluttests sind wenig aussagekräftig. Ute Fischer von der Patientenorganisation „Borreliose- und FSME-Bund Deutschland“ geht noch weiter: „Die Tests sind vollkommen unzuverlässig.“ Diese Einschätzung bestätigt auch Dr. Michael Angerer, Chefarzt der Neurologischen Klinik in Weiden, einer unserer Experten bei der Telefon-Sprechstunde: „Das kann ich voll unterstreichen.“ Auch ein positiver Bluttest weise nicht nach, ob die Borrelien im Körper wirklich aktiv sind. Von Nachtschweiß, schmerzhaften Schwellungen der Gelenke, Kopfschmerzen berichten Betroffene. Durch die schwere Diagnostik brauchen sie Monate bis Jahre, bis sie die richtige Behandlung bekommen, erklärt Fischer.

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