Logopädie

Unser logopädisches Team:

Die Logopädie beschäftigt sich mit der Diagnostik, Beratung und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Kommunikationsstörungen. Im Fall der Einschränkungen mehrerer Bereiche spricht man auch von einer komplexen Beeinträchtigung der Kommunikation. Diese kann häufig auf angeborene oder erworbene Erkrankungen zurückzuführen sein. Angeborene Erkrankungen sind beispielsweise genetische Veränderungen. Zu erworbenen Erkrankungen kann man die Folgen aus einem Sauerstoffmangel bei der Geburt zählen.

Die Aufgaben der Logopädie sind die Prävention, Früherkennung, Beratung und Therapie.

Schwerpunkte der logopädischen Diagnostik und Therapie m Sozialpädiatrischen Zentrum sind Sprachstörungen in Verbindung mit weiteren Entwicklungsauffälligkeiten wie z.B. in der motorischen Entwicklung oder bei Epilepsie.

Zu uns kommen Kinder mit:

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Sprachentwicklungsbehinderungen
  • Sprechstörungen
  • Redeflussstörungen
  • Stimmstörungen
  • Fütter- und Schluckstörungen
  • Autismusspektrumsstörungen
  • Mutismus
  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
  • Rhinophonie/lalie
  • Cerebrale Bewegungsstörungen
  • Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Fehlbildungen

Folgende standardisierte und normierte Testmaterialien stehen uns zur Verfügung:

  • FRAKIS (Fragebogen zur frühkindlichen Sprachentwicklung, Langversion, Kurzversion)
  • SETK 3-5 (Sprachentwicklungstest für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren)
  • SET 5-10 (Sprachentwicklungstest für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren)
  • ESGRAF-R (Modularisierte Diagnostik grammatischer Störungen)
  • TROG-D (Test zur Überprüfung des Grammatikverständnisses)
  • LiSe-DaZ (Linguistische Sprachstandserhebung für Deutsch als Zweitsprache)
  • ESGRAF-MK (Evozierte Diagnostik grammatischer Fähigkeiten für mehrsprachige Kinder)
  • PDSS (Patholinguistische Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen)
  • LTB-J (Leipziger Testbatterie für Jugendliche)

Da einige der o.g. Störungen mit standardisierten Tests nicht erfassbar sind, beziehen wir uns in den Befunden auch auf Beobachtungen der jeweilig relevanten Situation, z. B. Interaktion und basale Kommunikation im Freispiel nach Zollinger oder Betrachtung der Nahrungsaufnahme.

Therapeutische Angebote und Beratung:

  • Therapie bei Sprachentwicklungsverzögerungen beispielsweise in Form von Freispieltherapie nach B. Zollinger
  • Verbesserung der Fütter- und Nahrungsaufnahmesituation anhand von entsprechender Hilfsmittelversorgung und Ernährungsberatung
  • Förderung und Erweiterung des Wortschatzes sowie der Äußerungslänge mittels Therapiekonzepten wie beispielsweise Patholinguistische Therapie bei Sprachent-wicklungsstörungen nach Siegmüller & Kauschke, Handlungsorientierte Therapie nach Marianne Reddemann-Tschaikner, Konlab nach Zvi Penner
  • Verbesserung der Artikulation mittels Therapieangeboten in Anlehnung an die Arti-kulationstherapie nach v. Riper sowie die Lautunterstützung nach TAKTKIN® von Beate Birner-Janusch
  • Hilfsmittelversorgung bei Bedarf der Unterstützten Kommunikation mit elektronischen Kommunikationsgeräten, z.B. Step-by-Step, GoTalk oder Sprachcomputern
  • Anwenden von nicht-elektronischen unterstützenden Kommunikationsmitteln wie z.B. Gesten (GUK, Schau doch meine Hände an), Bild- und Symbolmaterialien (z.B. mittels Boardmaker, PECS)
  • Besonders für autistische Kinder geeignete Therapiestrukturierung nach TEACCH, ABA