Kurzprofil

Perinatalzentrum Nordostbayern Amberg - Weiden

Eine Schwangerschaft dauert durchschnittlich 40 Wochen. Wird das Kind vor der 37. Woche geboren (Frühgeburt), ist das Neugeborene zum Leben außerhalb des Mutterleibs unzureichend gerüstet.

Je kürzer die Schwangerschaft, desto größer sind die daraus erwachsenden Probleme. Unter den optimalen Voraussetzungen eines Perinatalzentrums (PNZ) hat ein neugeborenes Kind ab der abgeschlossenen 24. Schwangerschaftswoche eine Chance, gesund zu überleben.

In einem Perinatalzentrum (PNZ) betreuen spezialisierte Geburtshelfer (Schwerpunkt Geburtshilfe und Perinatalmedizin) und spezialisierte Kinderärzte (Schwerpunkt Neonatologie) gemeinsam Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt.

Durch sorgfältige Diagnostik und zielgerichtete Therapie bei drohender Frühgeburt wird die Geburt so lange wie möglich verhindert. Ist sie nicht mehr aufzuhalten, kommt das Kind möglichst schonend zur Welt und wird sofort von den bereits anwesenden Kinderärzten behandelt.

Die Voraussetzungen für ein PNZ der höchsten Stufe sind sehr streng. Entscheidend ist die unmittelbare Nachbarschaft von Kreißsaal und neonatologischer Intensivstation und die Rund-um-die-Uhr Präsenz von Experten.

Um diese optimale Versorgung in der Region zu gewährleisten, haben die Kliniken St. Marien Amberg und Weiden ein gemeinsames PNZ eingerichtet, welches für die Betreuung auch der kleinsten Frühgeborenen befähigt ist. Spezialisten aus beiden Kliniken erarbeiten gemeinsam für jede Patientin und jedes Kind die beste Behandlung nach dem aktuellen Stand der Medizin.

Für die betroffenen Eltern ist eine Situation, in der sie das PNZ brauchen, natürlich eine immense seelische Belastung. Um diese zu bewältigen bieten wir vielfältige Unterstützung. Neben der gemeinsam durch Geburtshelfer und Kinderärzte erfolgenden Beratung und Begleitung leisten speziell ausgebildete Psychologen Hilfe.

Natürlich können die Eltern so viel wie möglich beim Kind sein, es betreuen und streicheln und viel Körperkontakt haben. Durch die Hilfe ausgebildeter Stillberaterinnen wird das Stillen auch kleinster Kinder gefördert.

Das Ergebnis: Der Kontakt reißt nicht ab wenn das Kind aus der Klinik entlassen ist. Wir wollen langfristig seine Entwicklung verfolgen und unterstützen.

Gott sei Dank kommen derart frühe Geburten nicht häufig vor. Aber auch wenn alles normal läuft und die Geburt erst bei ausreichender kindlicher Reife beginnt, gibt die Kompetenz des PNZ Sicherheit. Notfälle unter der Geburt sind selten voraus zusehen.

Da ist es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass – falls nötig – das Kind innerhalb weniger Minuten zur Welt geholt und von den anwesenden spezialisierten Kinderärzten optimal behandelt werden kann.

Die Fachleute des PNZ stehen natürlich auch zur Verfügung für die Mitbetreuung während der Schwangerschaft.

Ergeben sich aus der Vorgeschichte oder den Vorsorgeuntersuchungen Anhaltspunkte für ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko, können durch Ihren Frauenarzt weiterführende Untersuchungen veranlasst werden. Hierzu zählen z.B. Erstrimesterscreening, Triple-Test, Ultraschallfeindiagnostik, Dopplerultraschall und Fruchtwasseruntersuchung.

Auch eine humangenetische Beratung und psychosoziale Beratung ist gewährleistet.