Interdisziplinäres Prostatazentrum

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

das Prostatakarzinomzentrum Nordoberpfalz wurde als erstes Zentrum in Bayern nach den strengen Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und kann anerkannte Qualitätsmanagementstandards nach DIN EN ISO 9001:2008 vorweisen.

Jedes Jahr erkranken in der Oberpfalz mehr als 300 Patienten an einem Prostatakarzinom. Die Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms in den verschiedenen Stadien hat dabei in den letzten Jahren außerordentlich an Komplexität gewonnen. Hierbei ist entscheidend, dass die optimale Therapiemodalität für den jeweiligen Einzelfall in Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis ausgewählt wird.

Insbesondere haben interdisziplinäre Konzepte an Stellenwert gewonnen und die Therapie zum Wohle des Patienten bereichert. Dem hohen Informations- und Abstimmungsbedarf trägt die Etablierung eines Prostatazentrums Nordoberpfalz Rechnung. Klar ist, dass die Koordination der Diagnostik, Therapie und Nachsorge in der Hand des niedergelassenen Urologen liegt. Die Aufgabe eines Prostatazentrums besteht v. a. in der Festlegung von interdisziplinären Therapiekonzepten und in der gemeinsamen Beratung von komplexen Fällen.

 

Die Prostata im Griff

Das Klinikum Weiden ist Referenzzentrum für Prostataerkrankungen. Die Urologie und das Institut für Strahlentherapie nutzen neue Erkennungs- und Therapiemöglichkeiten.

Das Klinikum Weiden ist ab sofort Referenzzentrum für Fusionsbiopsie und HDR-Brachytherapie. Die Diagnostik und Therapie von Prostatakarzinomen wird damit mit Technik auf dem modernsten Stand möglich – ein Vorteil nicht nur für Patienten, sondern auch die behandelnden Ärzte.

Bei der Fusionsbiopsie handelt es sich um eine Fusion von Kernspintomographie und Ultraschall. Damit können gezielt Proben aus verdächtigen Arealen der Prostata entnommen werden. „Wir haben so die Möglichkeit, einen Tumor mit höchster Wahrscheinlichkeit nachzuweisen und exakt in der Prostata zu lokalisieren“, erklärt Prof. Dr. Theodor Klotz, Chefarzt der Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden.

Bei der HDR-Brachytherapie handelt es sich um eine moderne Therapieform des aggressiven, lokalen Prostatakarzinoms. Über Hohlnadeln wird dabei gezielt eine Strahlenquelle (Iridium) an verschiedenen Stellen der Prostata positioniert. Das ermöglicht eine gezielte Bestrahlung des Tumors von innen bei einer optimalen Schonung des gesunden, umliegenden Gewebes, so PD Dr. Bernd Gagel, Chefarzt des Instituts für Strahlentherapie und Radioonkologie: „Aggressive Tumore können so effektiv durch eine lokale Dosiserhöhung bestrahlt und die Tumorkontrollrate damit erhöht werden.“

Voraussetzung für beide Methoden ist eine exakte Darstellung der Prostata im Ultraschall. Möglich wird dies durch eine Entwicklung der Firma bk medical mit einem Ultraschall-Gerät der neuesten Generation. Das Klinikum Weiden hat sich mit den Abteilungen Urologie und Strahlentherapie als erstes Referenzzentrum für beide Methoden qualifiziert.

Beitrag von Onetz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlungsschwerpunkte