Radikale Prostatektomie (Radikaloperation)

Interdisziplinäres Prostatazentrum

Bei rechtzeitiger Diagnose besteht durch die Operation mit Entfernung des Tumors die Chance zur Heilung. Die Radikaloperation kommt vor allem bei Patienten in gutem Allgemeinzustand in Frage.

Es handelt sich um einen relativ großen Eingriff, der allerdings mittlerweile als Standardoperation gilt. Die Operationstechnik hat sich in den letzten Jahren sehr verfeinert und perfektioniert, so dass die Komplikationen als gering einzustufen sind.

Gleichzeitig werden in der Regel die Lymphknoten aus dem kleinen Becken entfernt und untersucht. Bei einem komplikationslosen Verlauf ist mit einem Krankenhausaufenthalt von ca. 14 Tagen zu rechnen.

Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor des urologischen Fachgebiets und der häufigste bösartige Tumor des älteren Mannes.

Im Rahmen unseres Prostatakarzinomzentrums (interdisziplinäre Prostatakarzinomsprechstunde) wird zusammen mit dem Patienten entschieden, ob die radikale Prostatektomie als Therapiemaßnahme in Frage kommt bzw. den bestmöglichen Behandlungserfolg garantiert.

Bei der radikalen Prostatektomie wird die gesamte Prostata mit ihrer Kapsel, den anliegenden Samenbläschen und den dazugehörenden Lymphknoten entfernt. In Abhängigkeit von der Ausbreitung des Tumors kann der ein- oder beidseitige Erhalt des neben der Prostata verlaufenden Gefäßnervenbündels erfolgen („nerve sparing“). Die Schonung des Gefäßnervenbündels kann zur Erhaltung der erektilen Funktion sowie zur Erhaltung der Kontinenz beitragen.