Instrumentenkreislauf

Zentrale Sterilgut-Versorgungs-Abteilung

Die Tätigkeit der ZSVA hängt direkt mit dem Medizinischen Fortschritt zusammen. Sie ist heute interdisziplinär, interprofessionell und basiert auch immer mehr auf Technik. Zu berücksichtigen ist, dass die Eingriffe in den Kliniken jedes Jahr an Schwere und Komplexität zunehmen. Ebenso hat sich die Qualität maßgeblich verändert.

Was noch vor Jahren nicht vorstellbar war, (z. B. die minimal-invasive-Chirurgie (MIC), – Endoprothetik kann heute durch die moderne Medizintechnik durchgeführt werden. Auch in der Zentralen Sterilgut Versorgung ist dieser Fortschritt spürbar und zu erleben, welchem bei der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten Rechnung getragen werden muss. Somit stellt die ZSVA in der Klinik einen Bereich mit hohem Maß an Verantwortung gegenüber dem Patienten dar.

Um die Qualität der Aufbereitung sicherzustellen, bestehen entsprechende Anforderungen an die Qualifikation des Personals. (MPBetreibV §4). Durch die dreistufige Ausbildungsrichtlinien der DGSV. e.V. erfolgt die Qualifikation der Mitarbeiter. Aus- und Fortbildung der ZSVA Mitarbeiter durch Fachkundelehrgänge zum Technischen Sterilgutassistenten/-in.

Arbeitsbereiche

Hier ist vor allem die Trennung von reinem und unreinem Bereich zu nennen. Diese Trennung muss so organisiert sein, dass keine Mikroorganismen oder Partikel vom unreinen in den reinen Bereich übertragen werden können. Raumlufttechnische Anlagen (RLT) sind entsprechend der DIN 1946, Teil 4, Raumklasse 2 ausgelegt.

Personalschleusen, Materialschleusen und Wagenschleusen verbinden die drei Bereiche untereinander bzw. stellen die Anbindung zum Klinikum dar. Die Bereiche können nur durch eine Zugangskontrolle / Berechtigung betreten werden.

Hier werden die kontaminierten Medizinprodukte MP angeliefert, angenommen, sortiert, bevorzugt maschinell gereinigt, desinfiziert und getrocknet.

Die sauberen und desinfizierten Medizinprodukte werden den Reinigungs- Desinfektionsgeräten RDG der Schleuse entnommen.

Die Instrumente müssen auf Sauberkeit und Funktion geprüft, gepflegt, verpackt, etikettiert werden. MP welche für den Einsatz am Patienten keiner Sterilisation benötigen, werden zur Ausgabe bereitgestellt.

MP die für die Anwendung steril sein müssen werden zur Sterilisation entsprechend vorbereitet. Die Sterilisatoren werden beladen und betrieben.

Nach dem erfolgten Sterilisationsprozess werden die MP aus den Sterilisator entnommen. Dieser Aufbereitungsdurchlauf wird als Charge definiert.

Die sterilisierten MP bleiben bis zur Abkühlung und der Endkontrolle in der ZSVA. Anschließend werden sie zur Verwendung am Patienten nach vorgegeben und definierten Freigabekriterien geprüft. Wenn alle Kriterien erfüllt sind, wird das MP direkt an den Anwender zur Anwendung am Patienten weitergeleitet.

Der gesamte Aufbereitungsprozess wird im EDV – System dokumentiert. Eine exakte Rück-verfolgbarkeit jedes einzelnen wieder verwendbaren MP ist gewährleistet und entspricht der 30-jährigen Dokumentationspflicht.