14. Niederbayerisches-Oberpfälzisches Kardiologie-Forum

Mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte nehmen an Online-Veranstaltung teil

Das Niederbayerische-Oberpfälzische Kardiologieforum hat sich im jährlichen Terminplan von Kardiologen der beiden Bezirke und darüber hinaus inzwischen fest etabliert. Und so fand das Forum jetzt zum bereits 14. Mal statt, zum zweiten Mal in Deggendorf unter der Leitung von Privat-Dozenten Dr. Martin Giesler (DONAUISAR-Klinikum Deggendorf) statt.

Zielgruppe waren alle Mediziner, die mit kardiologischen Patienten zu tun haben. Bei dem erstmals als Online-Veranstaltung durchgeführten Forum wurde ein eindrucksvoller Überblick über die Leistungsstärke der primärversorgenden kardiologischen Kliniken der Region Niederbayern und Oberpfalz gegeben. Beteiligt waren das Klinikum Amberg (Prof. Dr. Birner), das Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg (Prof. Dr. Endemann), das DONAUISAR-Klinikum Deggendorf (PD Dr. Giesler), das Klinikum Landshut (Prof. Dr. Holmer), das Krankenhaus Landshut-Achdorf (Prof. Dr. Zrenner), das Klinikum Neumarkt (Prof. Dr. Grewe), das Klinikum Passau (Prof. Giesler), das Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg (Prof. Dr. Luchner), das Universitätsklinikum Regensburg (Prof. Dr. L. Maier), das Klinikum St. Elisabeth in Straubing (Prof. Dr. S. Maier) sowie das Klinikum Weiden (Prof. Dr. Schwinger).

Ausgefeilte Therapieoptionen, sowohl medikamentöser als auch interventioneller Natur, wurden dabei vorgestellt und auch unter Einbeziehung der Klinik für Herzchirurgie der Universität Regensburg (Prof. Dr. Schmid) ausführlich diskutiert. Dabei konnte die Online-Veranstaltung insgesamt 319 Ärztinnen und Ärzte von Passau bis Weiden und von Deggendorf bis Landshut fesseln.

Unter dem Vorsitz von Professor Dr. Schmid (Herzchirurgie Uniklinikum Regensburg) und Professor Dr. Luchner (Barmherzige Brüder Regensburg) stellte Professor Holmer (Klinikum Landshut) Neuerungen in der gerinnungshemmenden Therapie mit Marcumar und den neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) vor. Professor Dr. Elsner aus dem Klinikum Passau demonstrierte eindrucksvoll den kathetergestützten Herzklappenersatz bei Aortenklappenstenose. PD Dr. Giesler zeigte ein Tutorial, wie chronisch verschlossene Koronargefäße interventionell, d. h. im Herzkatheterlabor ohne Herzchirurgie, wieder eröffnet werden können.

Im zweiten Themenblock unter Vorsitz von Professor Maier (Klinikum Straubing) und Professor Dr. Endemann (Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg) wurden die neuen Leitlinien zur Herzinfarktbehandlung (NSTEMI) von Professor Dr. Birner (Klinikum Amberg) diskutiert. Wie Herzrhythmusstörungen auch interventionell im Herzkatheterlabor behandelt und abladiert werden können, zeigte Professor Dr. Zrenner (Klinikum Landshut-Achdorf) eindrucksvoll.

Den Abschluss bildete eine Sitzung zu neuen Therapieoptionen für Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die mit dem „Zuckermedikament“ Empagliflozin oder Dapagliflozin sehr erfolgreich zukünftig behandelt werden können. Professor Dr. Schwinger, Herzinsuffizienzspezialist aus Weiden, referierte über die Indikationen des Herzinsuffizienzmedikamentes Sacubitril/Valsartan für Patienten mit Herzschwäche und zeigte auf, dass jeder Patient mit eingeschränkter Pumpfunktion die „big five“ der Herzinsuffizienztherapie (Sacubitril/Valsartan oder ACE-Hemmer, β-Blocker, MRA, SGLT2-Hemmer, Diuretika) bekommen sollte.

Professor Grewe vom Klinikum Neumarkt beendete die Veranstaltung mit einer herzlichen Einladung zum 15. Niederbayerisch-Oberpfälzischen Kardiologieforum 2022 nach Neumarkt, die hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann.