KPS Verabschiedung

Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflege

September 2017

Eigentlich hätten Schüler bei der Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflege dabei sei sollen. Selten ist so viel über Krankenpflege zu hören wie an diesem Tag.

Neustadt/Weiden. (sbü) Zunächst die schlechte Nachricht: Nicht alle haben bestanden, 23 aber doch. Deren Übernahmechancen gelten angesichts des Mangels an Pflegekräften als ausgezeichnet. Nach dreijähriger Ausbildung an der Akademie für Gesundheit „New Life“ der Kliniken Nordoberpfalz bekamen sie ihre Prüfungszeugnisse. Höhepunkt der Feier in der Klinikum-Personalcafeteria in Weiden war, als Janice Ramsauer als Prüfungsbeste ausgezeichnet wurde. Überrascht von diesem Ergebnis und der Ehrung gab es Freudentränen und eine kleine Ehrenrunde durch den Festsaal.

Die Besten:
Neben Janice Ramsauer, die als Prüfungsbeste mit der Gesamtnote 1,66 abgeschlossen hatte, wurden Magdalena Lang (2,0), Sophie Grüner, Ramona Haas, Anastasia Rogatschev, Sofia Schmidt und Anna Stephan (alle 2,33) als Prüfungsbeste ausgezeichnet. Sofia Schmidt und Magdalena Lang erhalten den Staatspreis der Regierung der Oberpfalz.

Ramsauer hat nun die Möglichkeit, sich um ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung zu bewerben. Mitschüler und Ehrengäste freuten sich mit und spendeten ihr viel Beifall. Überhaupt gab es in den Festreden reichlich Lob und weitere Auszeichnungen.

Viel war über die Besonderheiten der Krankenpflege zu hören. „Der Beruf fordert, gibt aber mehr als die meisten anderen Berufe zurück“, sagte dazu Schulleiterin Christel Glück-Baisch. Ähnlich sieht dies Weidens Bürgermeister und Klinikums-Aufsichtsrat Jens Meyer. Er erinnerte aber auch daran, dass man in der Krankenpflege oft mit Leid und Trauer konfrontiert werde. „Man trifft auch auf Menschen, denen man nicht mehr helfen kann.“ Die Absolventen müssten auch mit dem Gefühl leben, wegen zahlreicher Dokumentationsarbeiten zu wenig Zeit für die Patienten zu haben.

Schmunzeln löste Meyer mit seiner Bemerkung aus, „dass, wenn ich einmal da drüben liege, Sie mich bitte auch gut pflegen“. Ansonsten war in beiden Ansprachen auch viel über die Erfordernis von Fortbildungen zu hören. „Sie müssen ein Leben lang lernen“, sagte Meyer dazu. Weil die Berufsfachschule für Krankenpflege sich am Modellversuch „Doppelqualifizierung Berufsausbildung und Fachhochschulreife“ beteiligt, érhielten die Absolventinnen Juliane Greiner und Anastasia Rogatschev auch das Zeugnis der Fachhochschulreife. Verbunden war damit ein Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik von insgesamt 480 Stunden. Musikalisch begleitete das Saxofon-Ensemble von Markus König die Feierstunde. Vorher hatten Pfarrer Dominic Naujoks und Pastoralreferent Helmut Brandl den Abschlussgottesdienst zelebriert.