Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Die Zahl der CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist im Vergleich zur Vorwoche leicht angestiegen.

Weiden / Tirschenreuth, 24. November 2020. Die Zahl der CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist im Vergleich zur Vorwoche leicht angestiegen. Am Klinikum Weiden werden weiterhin zwei Isolierstationen für die Normalpflege genutzt, aktuell werden dort 29 Patienten behandelt. Am Krankenhaus Tirschenreuth befinden sich 10 CoVid-19-Erkrankte auf einer Isolierstation. In beiden Häusern werden zudem 12 Patienten mit einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch betreut (Weiden: 8, Tirschenreuth: 4).

Am Klinikum Weiden werden ständig drei Intensivbetten (zwei Betten für Covid-19-Erkrankte, ein Bett für Traumapatienten) und am Krankenhaus Tirschenreuth ein Intensivbett freigehalten. Um weiterhin auf einen möglichen schnellen Anstieg der Patientenzahl, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, vorbereitet zu sein, finden mehrfach täglich enge Abstimmungen zwischen OP-Koordination, Intensivstationen und Belegungsmanagement statt. „Wir können das Patientenaufkommen weiterhin beherrschen und haben Kapazitäten auf den Intensivstationen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinischen Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG, bei der alle Informationen zusammenlaufen. „Dafür müssen wir aber kleinere Einschränkungen hinnehmen, wie zum Beispiel die Verschiebung von manchen nicht-lebensbedrohlichen Operationen, die einen Aufenthalt auf der Intensivstation nach sich ziehen würden. Notfall-Operationen und zwingend nötige Eingriffe, wie zum Beispiel Tumor-Operationen, werden weiterhin durchgeführt. Das werden wir auch weiterhin gewährleisten!“, betont Michaela Hutzler.

Auch Verlegungen im Normalpflege- und im Intensivbereich innerhalb wie außerhalb des Klinikverbunds sorgen dafür, dass weiterhin Kapazitäten zur Verfügung stehen. „Auch wenn die Zahl der Patienten mit CoVid-19, die einen stationären Aufenthalt benötigen, in den vergangenen Tagen wieder angestiegen ist, ist die Zahl der derzeit behandelten Intensivpatienten nicht vergleichbar mit der Anzahl der Patienten während der ersten Welle“, erklärt Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Weiden.

Seit mehreren Monaten werden im DIVI-Register (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) die verfügbaren Intensivkapazitäten in den Kliniken täglich aktualisiert abgebildet. Darin enthalten sind auch die verfügbaren Kapazitäten in den Akuthäusern der Kliniken Nordoberpfalz AG, die CoVid-Fälle behandeln – also am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth. „Wir unterscheiden zwischen Intensivbetten, in denen eine invasive Beatmung erfolgen kann – sogenannten ICU-Betten (Intensiv Care Unit) – und den IMC-Betten (Intermediate Care), die die Möglichkeit zur Überwachung ohne Beatmung bieten“, erklärt Michaela Hutzler. Insgesamt stehen in Weiden und Tirschenreuth 56 ICU- und 18 IMC-Betten zur Verfügung. Hinzu kommen noch elf zusätzliche Intensivkapazitäten der Kinderklinik am Klinikum Weiden. Diese werden nicht zur CoVid-Versorgung genutzt, müssen in den Onlineregistern aber – falls nicht beispielsweise durch Frühchen belegt – als freie Betten angegeben werden. Für die Intensivversorgung von Erwachsenen können diese Betten aber aktuell nicht genutzt werden. „Weder ambulant noch stationär hatten wir in der Kinderklinik seit Beginn der Pandemie einen einzigen CoVid-19-Fall“, so die Medizinische Direktorin.

Doch natürlich hofft man im Klinikverbund, dass es so weit nicht kommt. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger darum, die entsprechenden Schutzmaßnahmen und Regelungen einzuhalten. Dazu zählt auch die Einhaltung der Besucherregeln in unseren Häusern, die das grundsätzliche Tragen von Masken vorsehen! CoVid-19 wird weiterhin eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft und insbesondere für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens bleiben. „All meine Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen zeigen auch in der aktuellen zweiten Welle wieder außerordentliches Engagement. Das kann man gar nicht oft genug loben!“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.