Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Unterstützung durch Soldaten der Bundeswehr ab Dienstag – Konzentration auf CoVid-19-Behandlung am Krankenhaus Tirschenreuth

Derzeit werden am Klinikum Weiden 64 und am Krankenhaus Tirschenreuth 46 CoVid-19-Patienten stationär betreut. An beiden Standorten erhalten 18 CoVid-19-Patienten eine intensivmedizinische Behandlung (Weiden: 10, Tirschenreuth 8). Aufgrund ansteigender Personalausfälle in vielen Bereichen werden ab morgen 15 Soldaten der Bundeswehr am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth zur Unterstützung eingesetzt.

„Wir bedanken uns außerordentlich für das Engagement der ‚Helfenden Hände‘ in den kommenden Tagen. Das ist nötig, weil wir wegen einiger Ausfälle unserer Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Bereichen Unterstützung benötigen“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger. Über das FüGK wurde die Unterstützung angefordert, ab morgen helfen die Soldaten vor Ort aktiv mit. Die Soldaten werden dabei keine pflegerischen Tätigkeiten übernehmen, sondern unter anderem bei logistischen Abläufen auf den Stationen helfen, Botengänge erledigen oder Telefondienste übernehmen. Eingesetzt werden sie in verschiedenen Bereichen wie der Abstrichstelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der Notaufnahme oder an der Pforte.

Weiterhin werden an allen Standorten des Klinikverbunds elektive Eingriffe und Operationen nur in reduziertem Maß durchgeführt. Dringliche Eingriffe und Notfalloperationen sind weiterhin möglich. Um zusätzliche Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-19-Patienten zu schaffen, werden seit Freitagnachmittag am Krankenhaus Tirschenreuth nur noch CoVid-19-positive Patienten oder Patienten mit einem begründeten Verdacht darauf aufgenommen. „Wir konzentrieren uns am Krankenhaus Tirschenreuth damit rein auf die Behandlung von CoVid-19-Patienten. Das hat sich bereits in der ersten Corona-Welle im Frühjahr bewährt. Die Erstversorgung in Notfällen bleibt dort aber weiterhin möglich! Das bedeutet, dass Patienten bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen nicht zwangsläufig an das Klinikum Weiden fahren müssen. Sie werden auch am Krankenhaus Tirschenreuth erstversorgt“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG, die ergänzt: „Beide Notaufnahmen, sowohl in Tirschenreuth als auch in Weiden, stehen in vollem Umfang zur Verfügung!“

Bereits vor einigen Tagen wurde die Geburtshilfe und Gynäkologie am Krankenhaus Tirschenreuth vorübergehend geschlossen. Entbindungen sind im Klinikverbund damit weiterhin nur am Klinikum Weiden möglich. Die ambulante Versorgung mit einem geburtshilflich erfahrenen Arzt ist über das MVZ St.-Peter-Straße in Tirschenreuth aber weiterhin gewährleistet. Hier werden auch Geburtsplanungen aus dem Raum Tirschenreuth für das Klinikum Weiden durchgeführt. „Sobald das Infektionsgeschehen es zulässt, wird die Frauenklinik in Tirschenreuth wieder eröffnet“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger. Am Klinikum Weiden steht die Geburtshilfe in vollem Umfang zur Verfügung. Der Zugang für die Aufnahme zur Entbindung erfolgt ausschließlich über die Notaufnahme.