Ein Wissenschaftler mit internationalem Ansehen als Chefarzt der Urologie an den Kliniken Nordoberpfalz: Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer. Der Mediziner ist u. a. als Kapazität bei der European Medicin Agency (EMA) gefragt. Bild: cf

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer entdeckt „Wächter-Zelle“ im Harntrakt

Wie ein Wächter postiert sich die „schmeckende“ Zelle: Nicht nur auf der Zunge oder in der Nase, sondern auch im Harntrakt

Die Entdeckung sorgte in der Medizin international für Furore. Der Fund liegt drei Jahre zurück, nun stellen sich die Folgen ein – zum Wohl der Patienten. „Im menschlichen Körper derzeit eine neue Zelle zu entdecken und ihr sogar eine Funktion zuweisen zu können, passiert im Leben eines Wissenschaftlers nur einmal. Da geht einem das Herz auf.“ Der Wissenschaftler Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, seit 2014 Urologie-Chefarzt an den Kliniken Nordoberpfalz, ging mit einem hochkarätigen Team jahrelang der Funktion der sogenannten Bürstenzelle (Brush Cell) in der Harnröhre auf den Grund. Deren Entdeckung unter dem Fluoreszenz- und Elektronenmikroskops war noch die – vergleichsweise – leichteste Aufgabe …

Das Bundesland Hessen stufte die Forschungsarbeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen so bedeutend ein, dass es 230 000 Euro Fördergelder überwies. Die diffizilen und langwierigen Studien, erst bei Mäusen und Ratten – später bei Affen, Schweinen, Rindern und Pferden – erbrachten schließlich den Nachweis, dass diese chemo-sensorische Zelle spezielle Moleküle und Bitterstoffe von Bakterien „schmeckt“, um dann über Nervenzellen die Blase zu stimulieren, die „Feinde“ des Körpers auszuschwemmen.

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