Gibt es die Wechseljahres des Mannes?

März 2018

Prof. Dr. Theodor Klotz informiert bei Vortrag am Klinikum Weiden

Bei Frauen ist es ein bekanntes Phänomen: die Wechseljahre. Die Umstellung des Hormonhaushalts, die meist im Alter zwischen 40 und 50 Jahren erfolgt, führt zu einer Vielzahl an Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwanken oder Schlafstörungen. Was jedoch vielen nicht bekannt ist: nicht nur Frauen sind von den Wechseljahren betroffen, sondern auch Männer.

Genau dieses Thema wird Prof. Dr. Theodor Klotz, Chefarzt der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie, bei seinem Vortrag am Dienstag, den 06. März um 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden in den Mittelpunkt stellen.

„Auch bei Männern können ab dem 50. bis 60. Lebensjahr die Wechseljahre eintreten. Viele tun diese Symptome aber als Alterserscheinungen ab“, so Prof. Dr. Klotz. Zu den Symptomen, die von vielen als normale Begleiterscheinungen des Alters gezählt werden, gehören Gefühlsschwankungen oder Mattigkeit ebenso wie eine Gewichtszunahme ohne Veränderung der Lebensgewohnheiten – aber auch Potenzstörungen. Und gerade das Sexualhormon Testosteron ist von entscheidender Bedeutung. Denn ungefähr bis zum 30. Lebensjahr nimmt die Produktion des Hormons zu, verläuft dann rund zehn Jahre gleichbleibend und nimmt danach häufig um ein bis zwei Prozent jährlich ab. Viele Männer geraten dann auf dem eigentlichen Gipfel ihrer Schaffenskraft mit aufgrund eines verringerten Hormonspiegels und den daraus resultierenden Symptomen, die sich schleichend einstellen, unter erheblichen Leidensdruck.

Wenn sich die Symptome häufen, die auf einen Hormonmangel hinweisen, sollte der Weg deshalb zu einem Arzt führen. Aber auch die äußeren Faktoren sind wichtig: die grundsätzliche Lebensführung, die bedingt wird durch Ernährung, körperliche und auch sexuelle Aktivität, beeinflusst die Hormonproduktion erheblich. „Männer können frühzeitig mit einer entsprechenden Lebensführung das Risiko eines späteren Hormonmangelsyndroms minimieren“, so Prof. Dr. Klotz. Auch eine medikamentöse Behandlung ist möglich, wenn Prävention oder Lebensstiländerungen nicht zum Ziel führen.

Dass der Lebensstil Auswirkung auf die Gesundheit hat, ist in der Gesellschaft inzwischen ja ganz gut verankert. Aber vielleicht bringt der Vortrag von Prof. Dr. Theodor Klotz am 06. März im Besuchercafe des Klinikums Weiden ja noch mehr Männer (und natürlich auch Frauen) dazu, sich frühzeitig Gedanken über die eigene gesundheitliche Zukunft zu machen.