Auch in diesem Jahr überreichten Christian Wolf (2.v.l.) und Tobias Wolf (2.v.r.) eine Spende der Lilly-Groß-Stiftung an das SPZ am Klinikum Weiden. Dr. Susanne Rinnert, Ärztliche Leiterin (r.) und ihr Team bedankten sich für die finanzielle Unterstützung.

Große Spende für kleine Patienten

Lilly Groß-Stiftung unterstützt Sozialpädiatrisches Zentrum am Klinikum Weiden

Durch spielerisches Training verbesserte Konzentrationsleistungen erreichen – das funktioniert mit dem Neurofeedback-Gerät des Sozialpädiatrischen Zentrums am Klinikum Weiden. Zur Anschaffung des Geräts hat die Lilly Groß-Stiftung jetzt große Unterstützung geleistet – mit einer Spende über 1.800 Euro an das SPZ. „Wir freuen uns, mit der Spende einen Teil dazu beizutragen, dass es schwer erkrankten Kindern ermöglicht wird, einen Schritt nach vorne in ihrer Entwicklung oder Genesung zu machen“, so Christian Wolf, Filialleiter der HypoVereinsbank Weiden, die die Vorstandsarbeit ehrenamtlich leistet.

Die Ärztliche Leitung des SPZ, Dr. Susanne Rinnert, bedankte sich für die erneute Spende der Stiftung, mit dem der Kauf von Therapiegeräten für Kinder realisiert werden kann. Ein Beispiel dafür ist das Neurofeedback-Gerät, mit dem Kinder aufgrund erhöhter Konzentration – quasi per Gedankenkraft – ein Spiel oder einen Film am Monitor laufen lassen können. Verringern sich der Konzentrationsgrad und damit auch die gewünschte Gehirnaktivität, herrscht hingegen Stillstand auf dem Monitor. „Diese Spiele machen den Kindern viel Spaß und wir können dadurch die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen verbessern. Die kleinen Patienten lernen, dass sie dazu selbst in der Lage sind, das macht sie zusätzlich stolz und erhöht ihr Selbstbewusstsein“, so Dr. Susanne Rinnert, die auf die enorme Wichtigkeit der finanziellen Unterstützung durch Spenden hinwies. „So große Anschaffungen wie das jetzt geplante Gerät können wir dankenswerterweise durch die Mithilfe von mehreren Spendern realisieren.“

Auch Christian Wolf war von der Vorstellung des Neurofeedback-Geräts und der täglichen Arbeit des SPZ begeistert: „Ich finde es wertvoll, dass es kranken Kindern im Sozialpädiatrischen Zentrum ermöglicht wird, die bestmögliche Betreuung im Zusammenspiel aller Ärzte und Therapeuten zu bekommen. Vor allem für die betroffenen Eltern stellt das ein Höchstmaß an kompetenter Beratung und Behandlung ihrer Kinder in allen Bereichen sicher.“

Die Lilly Groß-Stiftung wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Der Stifterin war es ein besonderes Anliegen, sowohl die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder als auch die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Tiere im Sinne des Tierschutzgedankens in den Mittelpunkt zu stellen. Die ehrenamtlichen Stiftungsvorstände freuen sich darüber, dass mit der finanziellen Unterstützung der Stiftungszweck erfüllt und das Wirken der Stifterin in ihrem Sinne für Projekte zu Gunsten Kinder in ihrer Heimat fortgeführt wird.

 
 

Weitere Informationen zum Neurofeedback-Gerät:
Das Neurofeedback ist eine Sonderform des Biofeedbacks. Es beruht auf der computergestützten Analyse der elektrischen Potentiale des Gehirns. Die Messung und Aufzeichnung erfolgt mittels Elektroencephalographie (EEG) in Form eines Frequenzspektrums. Der Therapeut stellt je nach Therapieziel eine bestimmte gewünschte Aufspaltung des Frequenzspektrums ein.
Beim Neurofeedback-Training schaut der Patient auf einen Bildschirm, auf dem beispielsweise ein Videofilm läuft. Die elektrische Hirnaktivität wird beim Zuschauen gemessen und analysiert und der Patient erhält unmittelbar daraufhin ein Feedback. So wird bei unerwünschten Reaktionsmustern (zum Beispiel bei mangelnder Aufmerksamkeit) der Film unscharf oder stockt. Bei der erwünschten Reaktion läuft der Videofilm weiter.
Die Patienten verfolgen den Trainingsverlauf mit, müssen jedoch aktiv nichts dazu beitragen. Neurologisch ist es so, dass das Gehirn allein und unbewusst das neue Verhaltensmuster lernt und die unerwünschte Reaktion abbaut. Durch die Rückmeldung (Feedback) ist es möglich, eine bessere Selbstregulation zu erreichen. Dies ist im Wesentlichen ein Lernprozess, bei dem ein bestimmtes Verhalten verstärkt wird. Weil dies ohne gezielte aktive Einbeziehung des Bewusstseins stattfindet, ist hierfür keine bewusste Anstrengung nötig. Im Prinzip kann jede Person Neurofeedback erlernen (Lerntheorie). Beim Neurofeedback werden durch diesen Lernprozess neue Synapsen und neue neurologische Netzwerke im Gehirn gebildet. Aus diesem Grund ist der Trainingserfolg dauerhaft.
Das Ziel wird meist nach 20 bis 40 Sitzungen dauerhaft erreicht. Dennoch sind auch schon nach wenigen Sitzungen deutliche Verbesserungen zu spüren.