Influenzawelle rollt an

Februar 2018

Klinikum Weiden verstärkt Präventionsmaßnahmen

Die Zahl der Influenza-Erkrankungen in der Oberpfalz nimmt weiter zu. Aus diesem Grund hat das Klinikum Weiden seine Präventionsmaßnahmen verstärkt und will so erkrankte Personen besser versorgen und weitere Ansteckungen verhindern.

„Aufgrund der Menge an Nachweisen, die derzeit eingehen, müssen wir davon ausgehen, dass weitere Patienten an der Influenza erkrankt sind und im Klinikum behandelt werden müssen“, so Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG. Schwer erkrankte Personen werden deshalb stationär aufgenommen und zentral auf einer Station untergebracht – dieser Bereich ist als Infektionsstation ausgelegt. Die Influenza-Patienten werden hier überwiegend von Mitarbeiterinnern und Mitarbeitern des Klinikums betreut, die einen Vierfach-Impfstoff gegen Influenza erhalten haben.

Bei der Einlieferung in die Notaufnahme werden alle Patienten, die Atemwegsbeschwerden haben, auf Influenza getestet. Bei einem positiven Befund und wenn eine stationäre Behandlung erforderlich ist, erfolgt diese auf einer zentralen Station.

Die zentrale Behandlung von an Influenza erkrankten Personen ist jedoch nicht die einzige Präventionsmaßnahme: So werden alle in der Notaufnahme wartenden Personen – egal, ob Patienten oder Angehörige – gebeten, sich die Hände zu desinfizieren und einen Mundnaseschutz zu tragen, der bereit gestellt wird. Noch wichtiger ist aber, dass Angehörige, die sich krank fühlen, von einem Besuch ihrer Angehörigen absehen. „So kann verhindert werden, dass mögliche Infekte zu Patienten getragen werden, die in vielen Fällen ein bereits angeschlagenes Immunsystem haben“, erläutert Dr. Egginger. Nicht-geimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums werden in Bereichen, in denen Influenza-Patienten behandelt werden, ebenfalls mit Atemschutzmasken tätig sein.

„Der normale Klinikbetrieb ist davon nicht betroffen, es entstehen keine Versorgungsprobleme. Bei den von uns getroffenen Maßnahmen handelt es sich um reine Vorsichtsmaßnahmen. Wir tun alles dafür, um eine Weiterverbreitung zu verhindern“, erklärt Dr. Egginger.

Neben der Ärztlichen Direktion ist der Infektiologe Dr. Werner Heinz sowie die Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention eng in die weitere Entwicklung der Situation eingebunden. Das Klinikum Weiden ist jedoch vorbereitet auf das, was möglicherweise noch kommen könnte.