Klinikum Weiden erhält Bayerischen Organspendepreis 2018

Juli 2018

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zeichnet Klinikum Weiden aus

Das Klinikum Weiden gehört bei der Durchführung von Organspenden bayern- und bundesweit zur Spitzengruppe. Dies liegt vor allem am bewussten und sensiblen Umgang mit dieser Thematik, einer Vielzahl von Schulungen des pflegerischen und ärztlichen Personals sowie der Schaffung nachhaltiger und professioneller Strukturen. Für dieses Engagement wurde das Klinikum Weiden jetzt vom Freistaat mit dem Bayerischen Organspendepreis 2018 ausgezeichnet.

Überreicht wurde der Preis jetzt von Melanie Huml, der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, in München. Huml lobte dabei das große Engagement und die Vorbildfunktion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der geehrten Kliniken. Neben dem Klinikum Weiden wurden auch das DONAUISAR-Klinik Deggendorf und das Klinikum rechts der Isar Technische Universität München ausgezeichnet. „In den ausgezeichneten Kliniken zeigt sich beispielhaft, wie wichtig das Engagement der Transplantationsbeauftragten für das Gelingen der Organspende ist.“

Am Klinikum Weiden wurden vom transplantationsbeauftragten Arzt Andreas Faltlhauser (DEAA), dem Leiter der interdisziplinären Intensivstation 83, mit der Schaffung entsprechender Strukturen die nötigen Weichen gestellt. „Wir können den fachlichen und emotionalen Anforderungen in diesem schwierigen Arbeitsbereich nur mit Nachhaltigkeit und Professionalität gerecht werden. Besonders wichtig ist uns dabei die Begleitung der Angehörigen von Organspendern“, so Faltlhauser.

Außerhalb des eigentlichen Krankenhaus-Budgets wurde mit Fördermitteln der DKG (Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft) eine zusätzliche Stelle geschaffen, in der sich eine Mitarbeiterin organisatorisch um alle Themen der Organspende an der Klinken Nordoberpfalz AG kümmert. Dies umfasst alle organisatorischen und logistischen Abläufe im Umfeld einer Organspende sowie die Planung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und Pflegepersonal. Besondere Aufmerksamkeit wird auch auf die Durchführung von Informationsveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit gelegt. Mit einem Qualitätszirkel Organspende werden alle Maßnahmen in diesem Bereich koordiniert und überwacht.

Der Ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger, lobte das Engagement des Teams: „Die Auszeichnung mit dem Organspendepreis beweist, dass hier bei uns vorbildliche Arbeit geleistet wird. Die Entnahme von Organen und die Sicherstellung der Voraussetzungen und Abläufe hierfür sind ein eindeutiges Qualitätsmerkmal für die Arbeit einer Klinik.“

Die Vergabe des Bayerischen Organspendepreises erfolgt durch den Fachbeirat der DSO-Region Bayern (Deutsche Stiftung Organtransplantation). Entscheidend für die Auszeichnung ist dabei nicht die Anzahl der durchgeführten Organspenden, sondern das Engagement der einzelnen Kliniken. Hierzu gehört zum Beispiel die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, die Fortbildung des Klinikpersonals oder die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall der Organspende.

Die Zahl der Organspender in Bayern ist im Vorjahr – entgegen dem bundesweiten Trend – angestiegen. Mehr als 140 Menschen wurden nach dem Tod Organe zur Transplantation entnommen. Bayernweit warten derzeit rund 1.400 Patienten auf eine Transplantation. Umso mehr freut sich auch Franz Nowy, Vorsitzender des Landesverbands Niere Bayern e.V. und Leiter der Regionalgruppe Weiden, über die Auszeichnung des Klinikums Weiden und die enorme Leistungen des Transplantationsteams vor Ort: „Ich kann nur Danke sagen im Namen all jener, welche jahrelang auf eine Organspende warten. Es ist ein nicht zu beschreibendes Gefühl und tiefe Dankbarkeit, wenn einem so etwas zuteil wird.“