Kommunikation mit Angehörigen trotz Corona

Förderverein für Schwerkranke e.V. unterstützt Kliniken Nordoberpfalz AG mit Tablets für Kommunikation mit Angehörigen per Skype

Seit mehreren Wochen gelten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG strikte Besucherregelungen. Ab sofort können sich Patienten und Angehörige aber wieder sehen – zumindest digital. Denn der Förderverein für Schwerkranke e.V. hat die Anschaffung von 50 Tablets unterstützt, mit denen jetzt ein „virtueller Krankenbesuch“ möglich wird.

Auf jeder Station ist dafür ab sofort ein Tablet hinterlegt. Wollen Ehepartner, Kinder oder Enkel mit einem Angehörigen per Skype sprechen und sich dabei auch sehen, muss dafür nur ein Anruf auf der entsprechenden Station erfolgen, wo die Angehörigen ihren eigenen Skype-Benutzername hinterlegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station bringen das Tablet dann zum jeweiligen Patienten und stellen die Verbindung mit den Angehörigen her. „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung durch den Förderverein und hoffen, dass unsere Patientinnen und Patienten und deren Angehörige diesen Service gut annehmen“, so Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der Interdisziplinären Intensivstation 83i, der das Projekt angestoßen hatte.

Insgesamt 50 Tablets konnten jetzt am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Kemnath an die Stationen verteilt werden, aus technischen Gründen ist das Projekt in Tirschenreuth derzeit noch nicht umsetzbar. Die Kosten über rund 10.000 Euro wurden vom Förderverein für Schwerkranke e.V. übernommen. „Wir sehen dieses Projekt als extrem wichtig an und freuen uns, dass wir dabei helfen können, dass die Patienten im Haus die Möglichkeit haben, Kontakt zu ihren Angehörigen aufzunehmen“, erklärt Vorsitzende Waltraud Koller-Girke, an deren Verein bereits weitere Bitten zur Unterstützung hinsichtlich der Bewältigung der Corona-Krise eingegangen sind. Wer den Förderverein für Schwerkranke e.V. selbst unterstützen möchte, kann dies über eine Spende auf das Konto des Vereins tun (Sparkasse Oberpfalz Nord, DE 78 7535 0000 0000 1058 41).

Medizinische Direktorin Michaela Hutzler bedankte sich für die Unterstützung durch den Förderverein. „Für unsere Patienten kann es eine enorme psychische Erleichterung sein, dass sie ihre Angehörigen, egal ob Ehepartner, Kinder oder Enkel, sehen können – wenn auch nur über den Bildschirm“, so Hutzler.