MVZ-Geschäftsführerin Bettina Wolf (l.) und  Ltd. Arzt PD Dr. Johann Schönberger (r.) freuen sich über das SPECT/CT der allerneuesten Generation. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG

MVZ Weiden GmbH investiert in neuestes bildgebendes Verfahren

Ab dem 23. Januar geht hochmoderne SPECT/CT-Kamera für ambulante und stationäre Patienten in den Vollbetrieb

Das Beste ist gerade gut genug: Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Weiden der Kliniken Nordoberpfalz AG investiert in die medizinische Zukunft. Um genauer zu sein: In die Zukunft und die Versorgung seiner Patienten, denen ab dem 23. Januar in den Praxisräumlichkeiten der Abteilung Nuklearmedizin des MVZ Weiden unter der Leitung von PD Dr. Johann Schönberger zur Untersuchung und Diagnose eine SPECT/CT-Kamera der neuesten Generation zur Verfügung steht. „Es ist das derzeit modernste Gerät, in dem zwei Verfahren kombiniert sind“, weiß Bettina Wolf, Geschäftsführerin des MVZ.

In den letzten Wochen wurden in den Praxisräumen des MVZ Weiden am Klinikum Weiden die baulichen und räumlichen Voraussetzungen für die SPECT/CT-Kamera geschaffen, die im Laufe dieser Woche von der Firma GE Healthcare installiert wurde und ab dem 23. Januar in den Vollbetrieb gehen wird. Für das neueste technische Highlight der medizinischen Bildgebungstechnik investierte das MVZ Weiden eine hohe sechsstellige Summe.

Das SPECT/CT kombiniert zwei unterschiedliche bildgebende Verfahren. „Mit den Schnittbildern des CT (Computerthomograph) hat man eine genaue Übersicht über die Anatomie des Patienten“, so PD Dr. Schönberger. Mit einer SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography)-Untersuchung wird mit einer Gamma-Kamera mittels schwach radioaktiver Medikamente die normale oder krankhafte Funktion von Organen oder Strukturen im Körper sichtbar gemacht. Die SPECT besitzt allerdings nur eine begrenzte Ortsauflösung – hier hilft in Zukunft die Verbindung mit dem CT weiter.

Kommt beispielsweise ein Patient zur Schilddrüsenuntersuchung, lässt sich mit dem CT die genaue Lage eines Knotens feststellen. Die SPECT zeigt, ob es sich um einen sogenannten kalten oder heißen Knoten handelt. Bei Knochenuntersuchungen, der sog. Skelettszintigraphie, zeigt die CT die Veränderung am Knochen, die SPECT gibt Auskunft, ob es sich um eine gutartige Veränderung handelt oder womöglich eine Metastase vorliegt. Oftmals wird die Skelettszintigraphie auch bei Patienten mit künstlichen Gelenken und Schmerzen an der Prothese eingesetzt. Die SPECT klärt, ob eine Lockerung der Prothese Ursache der Schmerzen sein kann, die CT dann die genaue Lokalisation bzw. welcher Teil der Prothese betroffen ist.

Einen großen Vorteil bietet dieses Verfahren auch für Patientinnen mit Brustkrebs. „Das Auffinden des sogenannten Wächterlymphknotens wird mit Hilfe der SPECT/CT-Untersuchung für den Operateur wesentlich vereinfacht, so PD Dr. Schönberger.

„Die Untersuchungswege werden kürzer, die Diagnostik noch genauer und deren Bearbeitung  schneller“, fasst MVZ-Geschäftsführerin Wolf zusammen. Damit werde man der medizinischen Entwicklung sowie dem sehr hohen Versorgungsstandard am MVZ Weiden gerecht. Zudem bekommt, so Wolf weiter, die Bevölkerung in der Region eine weitere Alternative bildgebender Untersuchungsverfahren geboten.

Von der neuen SPECT/CT-Kamera profitieren nicht nur die ambulanten Patienten der MVZ Weiden GmbH, sie steht auch den stationären Patienten der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Verfügung. Eine Terminvereinbarung über das MVZ Weiden/Nuklearmedizin ist jederzeit unkompliziert unter Tel.: 0961/303-3490 möglich.