Die Bewohner des Pflegeheimes St. Laurentius und die Mädchen und Jungen des Städtischen Kindergartens Eschenbach treffen sich beim Projekt „Begegnungen auf Augenhöhe“ künftig regelmäßig. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG

Neues Projekt bringt Kinder und demente Menschen zusammen

Pflegeheim St. Laurentius der Kliniken Nordoberpfalz AG und Städtischer Kindergarten Eschenbach kooperieren künftig – Regelmäßige Treffen geplant

Erfolgreiche Premiere, deren Wiederholung garantiert ist – auf diesen Nenner lässt sich das neuen Projekt des Pflegeheimes St. Laurentius der Kliniken Nordoberpfalz AG bringen, das am Dienstag gemeinsam mit dem Städtischen Kindergarten Eschenbach gestartet wurde. Unter dem Motto „Begegnungen auf Augenhöhe“ treffen sich nämlich ab sofort regelmäßig demente Menschen und Vorschulkinder zu gemeinsamen Aktivitäten. „Es war ein gelungener Start“, freuten sich Einrichtungsleitung Daniela Jenke und Kindergartenleiterin Elvira Brand.

In Deutschland leben derzeit rund 1,2 Millionen Menschen mit Demenz. Allein zwei Drittel davon, so Jenke, sind von der bisher unheilbaren Alzheimer-Krankheit betroffen. „Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass es bis 2020 etwa 1,4 Millionen und bis 2050 rund zwei Millionen Demenzkranke geben wird“, weiß die Einrichtungsleitung.

Daher sei es unabdingbar, dass den Kindern schon frühzeitig das Verständnis fürs Alter gelernt wird, lautet eines der Hauptziele des ins Leben gerufenen Projektes „Begegnungen auf Augenhöhe“, dessen Idee im November letzten Jahres entstanden  war, nach und nach geplant und nun in die Praxis umgesetzt wurde. Dabei spielte auch die Nähe des Pflegeheimes St. Laurentius zum Städtischen Kindergarten eine nicht unwesentliche Rolle.

Aufgrund der von Jenke genannten Zahlen, definiert sich ein weiterer Inhalt des Projektes: „Es kommt demnach vor allem darauf an, persönliche Beziehungen zu alten Menschen herzustellen, damit Kinder das hohe Alter als etwas Selbstverständliches kennenlernen können. Sie entwickeln so ihre soziale Kompetenz“, so die Einrichtungsleitung. Auf der anderen  Seite würden bei den Heimbewohnern die vorhandenen Fähigkeiten gefördert und gefordert.

Aber, so Jenke und Brand unisono: „Entscheidend ist, dass Jung und Alt normal miteinander umgehen und viel Spaß an den gemeinsamen Aktivitäten haben.“ Mit wie viel Freude die Bewohner und die Mädchen und Jungen zu Werke gehen, wurden beim Auftakt deutlich. An dem nahmen neben Jenke und Brand fünf Kinder, zwei Elternteile, sechs Bewohner und zwei Betreuungs-Assistenten teil. Sie planten zunächst ein gemeinsames Obstfrühstück, schnitten dann die Früchte, richteten diese entsprechend appetitlich an und frühstückten dann. Das Erstellen von selbstgedichteten Reimen sowie das Singen von Liedern beschlossen das über einstündige Treffen.

Das soll in Zukunft im ersten Halbjahr 2017 einmal pro Monat jeweils am Dienstag stattfinden, nach der Gewinnung und Auswertung der gesammelten Erfahrungen dann ab dem neuen Schuljahr dann eventuell sogar zweimal monatlich.