Positives Fazit nach erstem Besucher-Wochenende

Stufenkonzept zur Rückkehr in den Regelbetrieb

Am vergangenen Wochenende, 10. Mai, waren in fast allen Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG wieder Besuche erlaubt. Die Erfahrungen dieser ersten Tage sind dabei positiv. Doch nicht nur hinsichtlich der Besucher, sondern auch für den Alltag werden derzeit Stufenkonzepte zur Rückkehr in den Regelbetrieb erstellt – wenn auch in reduziertem Umfang.

An den akutstationären Standorten in Weiden, Tirschenreuth, Kemnath und Vohenstrauß konnten am vergangenen Wochenende erstmals wieder Patientinnen und Patienten besucht werden, wenn auch weiter unter strikten Vorgaben. Die dafür getroffenen Vorbereitungen stellten sich dabei als gelungen dar. „Wir freuen uns darüber, dass unsere Patientinnen und Patienten erstmals wieder Besuch empfangen konnten. Außerdem wollen wir uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr großes Verständnis hinsichtlich der Einhaltung der relevanten Schutzmaßnahmen, aber auch die begrenzte Zeit des Besuchs der Patienten sowie die Dokumentation, die beim Eintritt in die Häuser nötig ist, bedanken“, so Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Als positiv stellte sich, gerade beim ersten großen Andrang am Samstag die Zusammenarbeit zwischen der Rezeption und dem Sicherheitsdienst dar. „Wir konnten alle Herausforderungen recht schnell und unproblematisch lösen. Wir möchten aber noch einmal darauf hinweisen, dass jeder Patient nur von einer festen Kontaktperson besucht werden kann – und auch das nur einmal am Tag“, betont Renata Thaller, Leiterin der Rezeption am Klinikum Weiden. Die Nutzung der Besucherausweise wurde an allen Standorten gut angenommen und dass Besuche von Covid-19-positiv getesteten Patienten oder Verdachtsfällen nicht möglich waren, stieß ebenfalls auf viel Verständnis.

Die Änderung der Besucherregelung ist einer von vielen Schritten auf dem Weg zurück zu mehr Normalität. Dazu gehört auch der teilweise Rückbau des Diagnostik-Zelts am Klinikum Weiden, das zu einer Entlastung der Notaufnahme bei der Behandlung von Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen genutzt wurde. „Die Situation hat sich weitestgehend entspannt, so dass wir hier seit einigen Tagen alle Abläufe wie vorgesehen über die Notaufnahme abbilden können“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Medizinische und technische Infrastruktur wurden inzwischen entfernt, das Zelt selbst bleibt allerdings noch weiter vor Ort. „Sollte sich die Infektionslage wieder verschärfen, können wir in kürzester Zeit wieder umstellen“, so Hutzler.

Im Klinikverbund laufen in der Zwischenzeit die Vorbereitungen auf die Zeit ab 18. Mai auf Hochtouren. Dieses Datum markiert einen weiteren Meilenstein, denn ab dann sind elektive Eingriffe wieder erlaubt. Bisher wurden nur Notfall-Operationen und dringliche Eingriffe, zum Beispiel bei Tumoren, durchgeführt. Dieses Angebot wird ab dem genannten Datum ebenso ausgebaut wie ambulante Therapien, zum Beispiel in der Schmerztagesklinik, wo bereits Einzelsprechstunden stattfinden – unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen natürlich.

Für alle akutstationären Häuser wurden strikte Konzepte zur Trennung von Patienten erarbeitet, so dass CoVid-19-Patienten auf speziellen Stationen gesammelt und dort behandelt werden können. Dadurch können viele Stationen wieder wie zuvor genutzt werden. Jeder neu aufgenommene stationäre Patient wird vorab auf CoVid-19 getestet. Corona-Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, werden inzwischen auf eine Intensivstation konzentriert. „Durch all diese Maßnahmen ist ab 18. Mai wieder ein Regelbetrieb in reduziertem Umfang möglich. Wir werden die Bereiche dann stufenweise wieder hochfahren“, so Michaela Hutzler, die in Kürze die niedergelassenen Fach- und Hausärzte über weitere Details der Abläufe an allen Standorten informieren wird.