Reha-Klinik Erbendorf für CoVid-19-Patienten

KNO AG reagiert auf aktuelle Entwicklungen

Seit drei Wochen kommt der Krisenstab der Kliniken Nordoberpfalz AG täglich zusammen, um auf aktuelle Entwicklungen angepasst reagieren zu können. Dabei wurde auch festgelegt, dass neben dem Krankenhaus Vohenstrauß auch die Nutzung der Steinwaldklinik in Erbendorf angepasst wird, um Kapazitäten für die akutstationären Häuser in Weiden, Tirschenreuth und Kemnath zu schaffen.

Aufgrund des Anstiegs von stationär zu behandelnden CoVid-19-Fällen wird jetzt auch die geriatrische Rehabilitationsklinik in Erbendorf kurzfristig anderweitig genutzt: „Wir können hier Patientinnen und Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung unterbringen, für die noch keine Entlassung in das häusliche Umfeld möglich ist, weil dort beispielsweise eine bisher noch nicht oder negativ getestete Person lebt“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG. Durch die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege dieser Patienten werden an den Standorten, an denen Corona-Patienten stationär betreut werden, Kapazitäten für deren Behandlung frei. Inzwischen befinden sich in der Steinwaldklinik Erbendorf keine Patienten mehr, die eine geriatrische Rehabilitation durchführen. Am Montag soll dort dann eine Kurzzeitpflege starten, in der CoVid-positive Patienten betreut werden. „Aufgrund der aktuellen Situation stehen wir immer wieder vor kurzfristigen strukturellen Anpassungen, um alle Ressourcen unseres Verbundes bestmöglich auszunutzen“, so Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Aber nicht nur auf das Wohl der Patientinnen und Patienten, auch auf das der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird verstärkt geachtet. „Alle Kolleginnen und Kollegen bringen derzeit Höchstleistungen, um unsere Patienten in der Krise zu versorgen. Deshalb freut es mich, dass sich verschiedene therapeutisch tätige Kolleginnen und Kollegen bereit erklärt haben, in dieser Zeit für unser Personal da zu sein“, so der Vorstand des Klinikverbunds. Aus diesem Grund wurde ein „Fürsorge-Team“ geschaffen, das aus Psychologen, Seelsorgern und Freiwilligen mit entsprechender Erfahrung in diesen Bereichen besteht. „Es ist uns wichtig, Angebote zu schaffen, die es unseren Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, diese Krise mental bestmöglich zu überstehen. Denn die momentane Situation ist mit nichts vergleichbar, was wir schon erlebt hätten“, erklärt Elisabeth Eißner, Ärztliche Direktorin der Region Nord / West, die das Team mit konzipiert hat. Dafür wurden verschiedene Hotlines für Mitarbeiter geschaffen, auf der Homepage startet in Kürze ein Bereich zum Download von Texten, Entspannungs- und Atemübungen.

Aber nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch den Patientinnen und Patienten der Kliniken Nordoberpfalz AG fordert die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen vieles ab. Um diese psychisch und seelisch zu stützen, wurde eine Telefonhotline geschaffen, die montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr über die Telefonsysteme der Häuser unter 100 555 (am Klinikum Weiden) oder 10 555 (an allen anderen Standorten) erreichbar ist. Diese psychotherapeutische Hilfe ist auch für Mitarbeiter gedacht und von außerhalb der Kliniken Nordoberpfalz AG unter 0961 / 303 – 132 32 oder – 132 31 verfügbar.