Volkskrankheit Osteoporose

Oktober 2018

Patientenforum der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik stellt Osteoporose am 20. Oktober in den Mittelpunkt

Der 20. Oktober ist der Weltosteoporosetag – denn nicht nur in Deutschland ist diese Volkskrankheit immer weiter auf dem Vormarsch. Rund sechs Millionen Deutsche leiden unter dieser Krankheit. Die Dunkelziffer liegt jedoch wohl deutlich höher, da die Krankheit häufig unerkannt bleibt. Nicht nur aus diesem Grund steht die Osteoporose beim 7. Patientenforum in Tirschenreuth im Mittelpunkt – unter dem Motto „Heile Knochen – Knochenheilung“.

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine chronische Erkrankung, die Knochen porös und brüchig macht. Die Knochen verlieren an Festigkeit und brechen leichter. „Bis etwa zum 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse zu. Der Knochenabbau überwiegt dann spätestens ab dem 40. Lebensjahr. Wer an Osteoporose leidet, bei dem verringert sich die Knochenmasse viel schneller als normal“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Ascherl, Chefarzt der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik am Krankenhaus Tirschenreuth. Die Folge sind vermehrte Knochenbrüche, vor allem an Wirbelsäule und Oberschenkel.

Rund 90 Prozent aller Osteoporose-Erkrankungen sind dabei hormonell bedingt. Frauen nach den Wechseljahren sind daher von Osteoporose stärker betroffen, da der Abfall des Östrogenspiegels dazu führt, dass sie jährlich bis zu vier Prozent ihrer Knochenmasse verlieren. Geschlechterübergreifend gilt: das Knochenbruchrisiko steigt mit dem Alter. Daher sollten Frauen ab 70 Jahren und Männer ab 80 Jahren einen Osteoporose-Check mit Messung der Knochendichte durchführen lassen.

„Risikogruppen, also Patienten mit Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Herzinsuffizienz, sollten sogar noch früher daran denken“, weiß Prof. Ascherl.
Besonders wichtig, nicht nur für diese Risikogruppen, ist aber eine entsprechende Prävention: „Neben einem gesunden Lebensstil ist vor allem ausreichend Bewegung wichtig. Zu wenig Bewegung führt zu einem Abbau von Knochenmasse. Muskeln und Knochen stehen in einer engen Beziehung: weniger Muskeln bedeuten auch weniger Knochen“, so der Chefarzt der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik.

Passend zum Weltosteoporosetag steht deshalb auch das Thema Osteoporose beim 7. Patientenforum am 20. Oktober ganz im Mittelpunkt. Mit Dr. Torsten Friese, Dr. Kai Wolfram, Dr. Svend Hofmann, Robert Drechsel, Walter Kutschker und Prof. Dr. Rudolf Ascherl referieren dabei echte Experten und klären dabei über die Krankheit selbst, verschiedene Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Prävention, neue Therapieansätze und wichtige Tipps sowie Hilfsmittel rund um Osteoporose. Ein gemeinsames Quiz rund um das Thema Knochen rundet die Veranstaltung dann ab. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr im Ärztehaus am Krankenhaus Tirschenreuth im Vortragssaal im 1. Stock. Der Eintritt ist frei.