Von der Kunst, Schmerz zu beherrschen

Februar 2019

Kliniken Nordoberpfalz AG setzt auf multimodale Schmerztherapie und weitere verschiedene Verfahren

Menschen, die seit Jahren unter Schmerzen leiden, Fachärzte aufgesucht haben und etliche Untersuchungen über sich ergehen haben lassen, teilen ihr Schicksal mit fünf bis acht Millionen anderen Bundesbürgern. Chronische Schmerzen führen dabei häufig zu einer Beeinträchtigung von Lebensqualität, seelischem Wohlbefinden, Mobilität und sozialen Kontakten. Nicht nur daher legt man bei der Kliniken Nordoberpfalz AG großen Wert auf eine entsprechende Behandlung chronischer Schmerzen.

Oft vergehen Jahre, bis chronische Schmerzpatienten in eine spezialisierte Fachabteilung überwiesen werden, in der sich speziell ausgebildete Schmerztherapeuten ausführlich mit ihnen beschäftigen. Möglich ist das zum Beispiel in der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden, wo ein spezialisiertes Team auf langjährige Erfahrung in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen für Patienten zur Verfügung steht. „Wir sind eine interdisziplinäre Abteilung“, erklärt Chefärztin Dr. Susanne Neumeier, die die Schmerztagesklinik seit 2013 leitet. Zu dem Team zählen Ärzte verschiedener Fachrichtungen mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie, Diplom-Psychologen und psychologische Psychotherapeuten und Krankengymnasten.

Vor der Therapie in der Schmerztagesklinik steht eine ausführliche Befragung und Untersuchung der Patienten durch einen auf Schmerztherapie spezialisierten Arzt, Psychologen und Physiotherapeuten. „Dafür nehmen wir uns Zeit. Denn anhand dieser Gespräche und Untersuchungen können wir individuell entscheiden, welches Programm für den jeweiligen Patienten das richtige ist“, so Dr. Neumeier.

Die Programme zur Schmerzbewältigung sind vielfältig. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Erlernen von Strategien zur Selbsthilfe, um besser mit dem Schmerz umgehen zu können. Nach einer erfolgreichen Therapie haben Patienten die Möglichkeit, ein einwöchiges vertiefendes Programm zu durchlaufen, bei der die bisher erfolgreiche Strategie zur Schmerzbewältigung überdacht und individuell angepasst werden kann. Dazu kommen spezielle Gruppen für Senioren, die häufig unter chronische Schmerzen leiden, oder auch für Kinder und Jugendliche. Denn fast jedes zehnte Kind leidet unter Migräne- oder Spannungskopfschmerzen. Auch ihnen soll geholfen werden, ihren Alltag selbst bewältigen zu können.

Eine große Rolle spielt das Thema Schmerz bzw. dessen Bewältigung auch in der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen. Neben der klassischen physiotherapeutischen Behandlung, psychologischen und sozialmedizinischen Betreuung gehören auch anerkannte Kliniken Nordoberpfalz AG Verfahren der Komplementärmedizin zum Therapiekonzept: zum Beispiel Akupunktur und Aromatherapie. Aber auch Hypnose wird angewandt: „Die ärztliche Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und langjährig erprobtes psychotherapeutisches Verfahren, das mit großem Erfolg bei der Therapie von Schmerzen angewandt wird. Aber auch Akupunktur und Aromatherapie werden von uns im schmerztherapeutischen Bereich häufig eingesetzt“, erklärt Elisabeth Eißner, Chefärztin der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen.

Vor allem die Aromatherapie wird in Waldsassen häufig angewandt. Diese alte Heilmethode, bei der verschiedene Pflanzen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken verwendet werden, rückt immer mehr in das Bewusstsein. Im Bereich der Schmerztherapie wird hier vor allem auf Lavendelöl gesetzt, das schmerzlindernd und wundheilend wirkt. Doch auch Hypnose findet immer öfter Anwendung.

Beim Orthopädietag der Kliniken Nordoberpfalz AG am Samstag werden dann sowohl Dr. Susanne Neumeier als auch Elisabeth Eißner über Schmerztherapie und verschiedene Strategien zur Schmerzbewältigung referieren. Und gerade aufgrund des Volksleidens Rückenschmerzen besteht hier sicher großer Informationsbedarf.