Hilfe im Doppelpack: Diplom-Psychologin Dr. Daniela Runkel (rechts) und SPZ-Leiterin Dr. Susanne Rinnert übernehmen die Betreuung von Kindern onkologisch kranker Eltern am Sozialpädiatrischen Zentrum. Dabei hat sich die therapeutische Trauerarbeit ziemlich schnell als Schwerpunkt herauskristallisiert. Foto: Schönberger

Wenn Mama oder Papa an Krebs erkrankt: Kinder trauern anders

Der wichtigste Rat von Dr. Daniela Runkel vom SPZ: „Seien Sie offen und ehrlich. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum.“

Dann fällt es Kindern leichter, selbst mit tragischen Situationen umzugehen. Und was kann tragischer sein, als die Nachricht, Mama ist an Krebs erkrankt?

Nichts. Das gleiche gilt natürlich für den Fall, dass der Vater an der gefährlichen Krankheit leidet. Doch wie sag ich’s meinem Kinde? Muss ich es nicht vor dieser brutalen Wahrheit schützen? Diese Sorge treibt viele betroffene Eltern um, weiß die Diplom-Psychologin. Dabei stellt sie in der Praxis immer wieder fest: „Wenn diese Sprachlosigkeit überwunden ist, sagen fast alle Eltern: Ich bin so froh, dass es jetzt kein böses Geheimnis mehr gibt.“ Sie können die Energie, die für die Geheimhaltung nötig war, dann für Besseres nutzen.

Daniela Runkel betreut als Psychologin und systemische Familientherapeutin im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) in Zusammenarbeit mit SPZ-Leiterin Dr. Susanne Rinnert Kinder von onkologisch kranken Eltern, wenn sie als Folge davon unter Schulproblemen, Verhaltensstörungen, Konzentrationsschwäche oder anderem leiden. In einem Erstgespräch mit den Eltern wird zunächst geklärt, welche Unterstützung die Familie benötigt und ob die Kinder bereits über die Krankheit von Mutter oder Vater informiert sind. Und – ganz wichtig: Ob die Eltern mit der Information einverstanden sind. Denn, so Dr. Runkel: „Wir dürfen uns nicht über den Willen der Eltern hinwegsetzen.“

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