Zusammenarbeit verstärken

April 2018

Kliniken Nordoberpfalz AG informiert regionale Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen über aktuelle Entwicklungen

Seit mehr als zehn Jahren steht die Kliniken Nordoberpfalz AG in einem engen Austausch mit Vertretern der regionalen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Beim inzwischen 18. Treffen dieser Art wurden jetzt die Änderungen und Auswirkungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtung des seit Oktober 2017 gültigen Rahmenvertrags zum Entlassmanagement besprochen. Auch die Influenzawelle wurde dabei thematisiert.

Der Rahmenvertrag Entlassmanagement soll einen möglichst nahtlosen Übergang vom stationären in den ambulanten Sektor ermöglichen, habe den bürokratischen Aufwand aber deutlich erhöht und sei auch nicht immer wie ursprünglich gedacht umsetzbar, erklärte Susanne Wagner, Zentrumsleitung der Kliniken Nordoberpfalz AG. Das stehe im Gegensatz zum vom Gesetzgeber angeführten Ziel, eine bedarfsgerechte und kontinuierliche Versorgung der Patienten im Anschluss an die Krankenhausbehandlung zu gewährleisten.

Stefany Dürr, Leiterin der Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention der Kliniken Nordoberpfalz AG, blickte auf die Herausforderungen der Influenzawelle zurück und betonte den enormen Aufwand der stationären Behandlung und Unterbringung von weit mehr als 300 stationär aufgenommen Patienten. Sie verwies auf die zusätzlichen körperlichen Belastungen für das ärztliche und pflegerische Personal, das konsequent mit Schutzausrüstung arbeitete, aber auch auf die Belastungssituation des Personals der Wirtschaftsbetriebe. Dieses hatte aufgrund der Isolationssituation eine erhöhte Anzahl an Zimmer und Betten zu reinigen. Sie stellte abschließend fest, dass die Kliniken Nordoberpfalz AG der Herausforderung der Influenzawelle – trotz eigener hoher krankheitsbedingter Personalausfälle – gerecht wurde, da alle Beteiligten eine außerordentliche Einsatzbereitschaft an den Tag gelegt hätten.

Der Leiter des Gesundheitsamtes Neustadt/Weiden, Dr. Thomas Holtmeier, erläuterte die Influenzasituation aus Sicht seiner Behörde. Die wöchentliche Anzahl der Erkrankten sei in diesem Jahr dreimal so hoch wie in den Spitzenzeiten der 2009 grassierenden Schweinegrippe gewesen. Er betonte, dass Menschen über 60 Jahren zu den Risikogruppen gehörten und eine Influenzawelle immer auch erhebliche Auswirkungen auf die ambulante und stationäre Altenpflege habe. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für das überdurchschnittliche Engagement und die gute Zusammenarbeit. Zudem warb er eindringlich für die Impfbereitschaft und eine Auseinandersetzung mit dem Influenza-Pandemieplan des Robert-Koch-Instituts, um auch gegen stärkere Influenzawellen gewappnet zu sein.