Frühe Hilfen von Anfang an

März 2018

Kooperation zwischen Klinikum Weiden und KoKi hat sich bewährt – Kliniksprechstunde gibt es seit fünf Jahren

Die Entbindungsstation des Klinikums Weiden unterstützt werdende oder junge Familien und das gesunde Aufwachsen von Babys nicht nur durch medizinische, ärztliche und pflegerische Hilfe, sondern trägt durch die Kooperation mit den KoKis der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt a.d.Waldnaab dazu bei, dass junge Eltern von Anfang an bestens über „Frühe Hilfen“ informiert sind.

Die KoKi (Koordinierende Kinderschutzstelle) ist Anlaufstelle für werdende und junge Eltern und hilft bei einem guten Start ins Kinderleben. Deshalb informieren Fachkräfte der KoKis auf der Entbindungsstation im Klinikum Weiden regelmäßig darüber, was die KoKi ausmacht und welche Hilfen und Angebote es für Familien mit Babys und Kleinkindern in der Region gibt.

Die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Klinikum und den KoKis begeht nun ein kleines Jubiläum. Bereits seit fünf Jahren gibt es die Kliniksprechstunde. Anfangs einmal und seit 2014 zweimal pro Woche sind die KoKi-Mitarbeiter auf der Entbindungsstation, gratulieren den Eltern zur Geburt, überreichen eine Broschüre mit den wichtigsten Informationen und Kontaktadressen und selbstgestrickte Babyschühchen von Strickrunden aus der Region als Willkommensgeschenk für den Nachwuchs. „Diese Form der Information und des Kennenlernens erweist sich als ein Erfolgsmodell und baut Hemmschwellen ab“, so die Einschätzung von Norbert Meister von der KoKi Neustadt an der Waldnaab, Grit Mediger (Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin) sowie Andrea Frank und Brigitte Piper von der KoKi der Stadt Weiden. Sie sehen in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem Klinikum einen großen Vorteil für die Familien. „Junge Eltern melden sich gerade wegen des Kennenlernens auf der Entbindungsstation und des persönlichen Kontakts viel eher bei den KoKi-Fachkräften, wenn sie unsicher sind oder einfach Fragen haben“, bestätigt Michaela Hutzler, stellvertretende Pflegedirektorin. Unter dem gemeinsamen Motto „Damit aus Sorgen keine Probleme werden“ wollen das Klinikum und die KoKis weiterhin eng zusammenarbeiten und somit das gesunde Aufwachsen von Kindern fördern.

Die ersten Lebensmonate sind von ganz besonderer Bedeutung für die weitere gesunde Entwicklung eines Kindes. Auch wenn scheinbar alles passt, erleben viele Eltern gerade in den ersten Monaten nach der Geburt Momente der Sorge und Unsicherheit: Machen wir als Eltern alles richtig? Deuten wir die Signale des Kindes richtig? Was ist in bestimmten Situationen zu tun?

Viele Neugeborene sind von Anfang an auf Unterstützung angewiesen, zum Beispiel wenn sie als Frühchen oder mit gesundheitlichen Problemen auf die Welt kommen. In diesen Situation entstehen häufig Überlastungssituationen, vor allem, wenn sich die Lebenssituation der Familie als schwierig darstellt, keine Unterstützung durch Angehörige vorhanden, die Mutter alleinerziehend oder noch sehr jung ist, berichten die KoKi-Fachkräfte. Durch die Vermittlung von Frühen Hilfen kann der Start ins Kinderleben durch die KoKi hier positiv unterstützt werden. Die KoKi begleitet junge Eltern auf Wunsch ab der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes.

Für Michaela Hutzler, stellvertretende Pflegedirektorin, und Doris Rundel, Stationsleitung auf der Entbindungsstation, besteht in der Vernetzung mit den KoKi-Fachkräften ein großer Vorteil, da im Rahmen der Kliniksprechstunde Familien auf unkomplizierte Art über Unterstützungsangebote informiert werden. Denn dadurch haben auch sie die Gewissheit, dass sich die frischgebackenen Eltern nach der Entlassung aus dem Klinikum bei Bedarf Unterstützung von Fachkräften holen können.