Krampfaderleiden (Varizen)

Klinik für Gefäßchirurgie

Das Krampfaderleiden ist eine Volkskrankheit und kommt sehr häufig vor. Junge und alte Menschen, Frauen und Männer, Sportliche und Unsportliche sind davon betroffen.

Unsere Klinik bietet Ihnen eine moderne und individuelle Therapie an.

In der Sprechstunde stimmen wir die Behandlung zusammen mit unseren Patienten ab. Vor der Operation führen wir immer eine ausgiebige Gefäßultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) der Venen durch. In einzelnen Fällen auch eine Darstellung des Venensystems mit Kontrastmittel (Phlebographie).

So können wir selbst Patienten an Krampfadern operieren, die früher einmal eine Thrombose erlitten haben.

Mit Venenstripping ist das Herausziehen einer erweiterten und funktionsgestörten Stammvene, kombiniert mit der Crossektomie, d.h. dem Abtrennen aller Seitenäste am Venenstern in der Leiste, wo die Stammvene in die tiefen Venen mündet, gemeint. Auch hier gibt es eine moderne Therapievariante, das invaginierende Stripping. Wenn es gelingt, (bei ca. 80% der Fälle), kommt es zu deutlich weniger ausgeprägten Blutergüssen als beim herkömmlichen Stripping.

Die sicht- und tastbaren Seitenäste, die die Patienten kosmetisch meist stark stören, werden über sehr kleine Schnitte entfernt (Miniphlebektomie). Diese Schnitte werden oft nicht genäht, sondern nur mit Klammerpflastern zusammengezogen.

Ohne Schnitt in der Leiste: In der Venenchirurgie gibt es neue Verfahren, bei denen die Stammvene verschlossen wird. Sie muss dann nicht herausgezogen werden. Auch auf die Crossektomie, d.h. den Schnitt in der Leiste wird verzichtet. Wir wenden bei uns das„VNUS fast closure-Verfahren“, die Radiofrequenzablation an. Hierbei wird die Vene mit einer Stromsonde behandelt. Die Miniphlebektomie der Seitenäste erfolgt zusätzlich.

Dieses Verfahren ist gut geeignet, um auf eine Vollnarkose zu verzichten und in einer speziellen Form von lokaler Betäubung (Tumeszenzanästhesie) zu operieren.

Leider werden die Kosten dieses Verfahrens noch nicht von allen Krankenkassen übernommen. Bisher tragen es die Privatkassen oder der Patient bezahlt selbst dafür. Wir erstellen Ihnen gern einen Kostenvoranschlag.

Krampfaderoperationen werden heute meist ambulant durchgeführt. Dies ist Vorschrift und wird von den Kostenträgern, der Krankenkasse verlangt.

Selbstverständlich gibt es aber auch Patienten, bei denen es aufgrund von Begleitkrankheiten gerechtfertigt ist, die Behandlung von Krampfadern in einem kurzen stationären Aufenthalt durchzuführen.

Zusätzlich bieten wir auch unseren Patienten an, sie gegen einen sehr geringen Kostenzuschuss über Nacht zu betreuen.

Das offene Bein, hervorgerufen durch einer Venenerkrankung (Ulcus cruris) ist nach wie vor sehr häufig. Viele tausend Mitbürger leiden unter diesem teilweise sehr schmerzhaften Krankheitsbild, oft unnötigerweise. Auch Jahre und jahrzehntelange bestehende Ulcera können sehr häufig zur Abheilung gebracht werden.
Notwendig ist eine ausführliche Untersuchung des Venensystems. Meist entstehen diese Geschwüre auf dem Boden eines Krampfaderleidens, nur in Ausnahmefällen nach erlittenen Thrombosen.

Eine erfolgreiche Therapie ist in den meisten Fällen möglich. Die Krampfadern werden operativ behandelt, das Geschwür entweder in gleicher Sitzung oder nach Vorbehandlung, z.B. mittels eines Unterdruckverbandes, in Narkose abgetragen (Shaving) und die Wunde in dieser oder einer weiteren Operation mittels Hautverpflanzung (Spalthaut) gedeckt.

Wichtig ist eine konsequente Begleittherapie u.a. mit Lymphdrainagen.

Krampfaderoperationen werden meist ambulant durchgeführt. Dies ist Vorschrift und wird von den Kostenträgern, den Krankenkassen, verlangt.

Außerordentlich wichtig ist eine konsequente Nachbehandlung nach der Entlassung aus der stationären Behandlung. In der Regel muss die Kompressionstherapie mittels Wickelung oder angepassten Kompressionsstrümpfen fortgesetzt werden, eine Mitbehandlung durch erfahrene Wundtherapeuten erfolgen und die Lymphdrainagenbehandlung auch ambulant weitergeführt werden.

Entgegen dem durchaus verbreiteten Aberglauben, dass ein offenes Bein bestehen bleiben sollte, damit „schlechte Säfte abfließen“ oder „dass man Sterben muss, wenn der „Kindsfuß“ abheilt“, können wir die Geschwüre in den meisten Fällen zur Abheilung bringen und so unseren Patienten langjährige Schmerzen und Unannehmlichkeiten ersparen.