Ultraschallzentrum

Medizinische Klinik I

Ein traditioneller Schwerpunkt am Klinikum Weiden ist die Utraschall- Diagnostik. Unsere Klinik leitet gemeinsam mit der Klinik für Gefäßchirurgieund dem Institut für radiologische Diagnostik und interventionelle Radiologie ein interdisziplinäres Ultraschallzentrum.

Jährlich werden mehr als 13.000 Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Die Abteilung verfügt über moderne High-End Geräte der neuesten Generation. Mit der immer besseren Auflösung der Geräte werden detaillierte Bilder der inneren Organe erzeugt. Vorteile der Ultraschall-Diagnostik gegenüber anderen bildgebenden Verfahren liegen in der breiten Verfügbarkeit, den geringen Kosten und der Abwesenheit von Röntgenstrahlung.

Informationen zur Vorbereitung: Die Untersuchung sollte möglichst in nüchternem Zustand durchgeführt werden, da zum Beispiel eine Tasse Kaffee kurz vor der Untersuchung bereits ein Zusammenziehen der Gallenblase hervorrufen und damit die Feststellung von Gallensteinen erschweren kann. Für die Untersuchung der Harnblase, der Prostata, der Gebärmutter und der Eierstöcke ist eine gefüllte Harnblase vorteilhaft, da hierdurch die Einsehbarkeit verbessert ist.

Die Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt. Zur Ankopplung des Ultraschallkopfes an die Haut wird ein Kontaktgel auf die Bauchhaut aufgetragen. Damit die Organe des Oberbauches besser einsehbar sind, werden Sie wiederholt aufgefordert werden, tief einzuatmen und die Luft anzuhalten.

Die Sonographie hat keine Nachwirkungen. Bis heute sind keine Hinweise für eine schädigende Wirkung der Ultraschallwellen bekannt. Nach der Untersuchung können Sie ohne Risiko wieder am Straßenverkehr teilnehmen oder Auto fahren.

Von großer Bedeutung für die Gastroenterologie ist die Beurteilung der Organe des Bauchraumes. Besonders gut darstellbar sind Leber, Gallenblase, Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Bauchgefäße. Die Abbildung der Organe ermöglicht das Erkennen krankhafter Veränderungen.

So können zum Beispiel Gallenblasensteine, Zysten, gut- und bösartige Tumore dargestellt oder Veränderungen der Leber bei Leberzirrhose beurteilt werden.Die Untersuchung wird am liegenden Patienten durchgeführt.

Der Kontakt zwischen Ultraschallkopf und Haut wird zur besseren Schallleitung durch ein wasserlösliches Gel optimiert. Die Untersuchung dauert zwischen 5 und 15 Minuten. In vielen Fällen kann die Ultraschalluntersuchung die Computertomographie (Röntgenstrahlung) oder die Kernspintomografie ersetzen.

Eine spezielle Technik (Doppler/ Duplex) ermöglicht den Blutfluß in den Gefäßen oder die Durchblutung von Geweben zu bestimmen. Dies kann farblich angezeigt und auch quantifiziert werden.

Die Methode ist insbesondere für Leberpatienten von großer Bedeutung, da wir Aufschluß über die Gefäßversorgung der Leber, mögliche Ursachen einer Lebererkrankung (Budd-Chiari-Syndrom), über Umgehungskreisläufe bei Verschluß der Pfortader, die Durchblutung einer transplantierten Leber oder die Offenheit eines TIPS (Lebershunt) erhalten.

Mittels hochwertiger Schallköpfe können die Wandschichten des Magendarmtraktes im Detail dargestellt werden. Mit dieser Methode sind entzündliche Veränderungen wie z.B. bei Appendizitis, bei Divertikulitis oder bei chronisch entzündlichen Darmerkankungen (M. Crohn/Colitisulcerosa) gut darstellbar.

Speziell bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkankungen setzen wir die Darmsonographie zur Verlaufskontrolle ein.

Bei der KM-Sonographie wird kein Kontrastmittel im eigentlichen Sinne gegeben sondern vielmehr ein Mittel zur verbesserten Schallreflexion. Hierzu werden winzige Gasbläschen intravenös injiziert.

Diese Bläschen können vom Ultraschall mit hochauflösende Ultraschallgeräten in den Gefäßen und Organen dargestellt werden.

Speziell in der Leber können mit der KM-Sonographie gutartige von bösartigen Tumoren oder Metastasen sicher unterschieden werden. Die KM-Sonographie ist in den Händen geübter Untersucher gleichwertig mit einer CT- oder Kernspinuntersuchung. Da kein Jod wie bei üblichen bekannten Kontrastmitteln appliziert wird, besteht keine Gefährdung z.B. bei Schilddrüsenvorerkrankungen.

Die Ultraschalltechnik ermöglicht auch eine gezielte Probenentnahme (Feinnadelpunktion) aus Organen. In unserer Abteilung werden auf diese Weise Raumforderungen u.a. in der Leber, Schilddrüse etc. abgeklärt.

Nach Kontrolle der Blutgerinnung wird unter sterilen Bedingungen und nach einer örtlichen Betäubung mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird anschließend mikroskopisch untersucht. Hierdurch ist in den meisten Fällen eine Sicherung der Diagnose möglich. Dies hat für die weitere Therapie entscheidende Konsequenzen.

Die Ultraschalltechnik wird auch genutzt um bei Infektionen des Bauchraumes gezielt Ableitungen (Drainagen) zu legen.

Dadurch kann in der Regel eine Operation vermieden werden.

Einen zunehmenden Stellenwert nimmt derzeit auch die Durchführung der intraoperativen Ultrasonographie inklusive Einsatz mit Kontrastmittel ein.

Es handelt sich um ein hochgradig präzises Verfahren zur Lokalisation von Lebertumoren oder Metastasen.

Schon im Praktischen Jahr findet für unsere Medizinstudenten eine erste aktive Anleitung in der Sonographieabteilung statt.

Während der Weiterbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin, für Innere Medizin, Gastroenterologie oder Rheumatologie wird Wert auf eine qualifizierte strukturierte Ausbildung im Ultraschall gelegt. Es erfolgt Einzelteaching durch den verantwortlichen Oberarzt und ebenso eine regelmäßige Rotation zur kontinuierlichen Ausbildung der Assistenten.

Ein Curriculum zur Ultraschallweiterbildung mit entsprechenden Lernzielen dient Weiterzubildenden wie Anleitenden zur Orientierung.

Leitstelle Ultraschallzentrum

Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Telefon: 0961 303-4320

Termine für ambulante Ultraschalluntersuchungen vereinbaren Sie bitte über das Chefarztsekretariat.
Telefon: 0961 303-3102