Diagnose & Therapie

Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie

Das Fachgebiet der Urologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie der Erkrankungen der Nieren, der Harnleiter, der Harnblase, der Prostata, der Harnröhre und der männlichen Geschlechtsorgane. Tumorerkrankungen bilden dabei einen Schwerpunkt.

  • Onkologische Chemotherapie
  • Medikamentöse Tumortherapie bei Prostatakarzinom
  • Blasenkarzinom
  • Nierenkarzinom
  • Peniskarzinom
  • Hodenkarzinom

Hier führen wir eine Spezialsprechstunde durch.

Neben den beschriebenen diagnostischen, endourologischen und minimal invasiven Verfahren ist das gesamte konservative urologische Therapiespektrum etabliert, Schwerpunkt ist die onkologische Betreuung (Immuntherapie, Chemotherapie, Nachsorge usw.) sowie die konservative Therapie der Impotenz und der Inkontinenz.

Andrologische Fragestellungen zum alternden Mann „Aging male“ oder zur erektilen Dysfunktion einschließlich umfangreicher Hormondiagnostik sind in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen in Diagnose und Therapie ein Schwerpunkt der ambulanten Tätigkeit.

Ausführliche Informationen zum PET-CT finden Sie ebenfalls separat auf unserer Internetseite gelistet.Nierensteine (Nephrolithiasis), Harnsteine (Urolithiasis) Harnsteine sind im Harntrakt auskristallisierte Salze. Diese können verschiedene Größen haben. In Abhängigkeit von ihrer Lage verursachen sie unterschiedliche Beschwerden, bis hin zur plötzlichen Behinderung des Urinabflusses in den harnableitenden Systemen.

Nierensteine bestehen aus Bestandteilen des Urins. Diese Konkremente bilden sich in den Kanälchen der Niere, im Nierenbecken und den ableitenden Harnwegen (Harnleiter). Verursacht werden sie vor allem durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder auch durch falsche Ernährung.

Die allgemeine Steinmetaphylaxe (Steinvorsorge) ist eine therapeutische Empfehlung für jeden Steinpatienten. Das Ziel der Metaphylaxe besteht in der Senkung der relativen Übersättigung des Urins und damit der Wahrscheinlichkeit einer Steinbildung. Die Patienten sollten über den Tag verteilt mindestens 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit trinken.

Dazu werden vor allem harnneutrale Getränke wie Früchte- oder Kräutertee und Mineralwasser empfohlen. Zusätzlich ist eine ausgewogene vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung empfohlen.

Die ESWL desintegriert ca. 80 % aller Harnwegskonkremente (Nierensteine, Harnsteine). Prinzipiell werden die Steine nicht beseitigt, sondern durch Zerkleinerung (Desintegration) der Spontanabgang erleichtert.

Nierenkonkremente zeigen dabei deutlich bessere Erfolgsraten als Harnleiterkonkremente.

Die PCNL kommt vor allem bei größeren Steinen im Bereich des Nierenbeckens und der Nierenkelche zum Einsatz.

Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt ein Endoskop eingeführt, über welches anschließend der Stein mittels Stoßwellen oder Laser zertrümmert wird.

Die ureterorenoskopische Steinentfernung wird bei Harnleitersteinen angewendet. Dabei wird ein halbstarres oder flexibles dünnes Endoskop mit einem optischen Instrument über die Harnröhre (Urethra) und die Harnblase in den Harnleiter (Ureter) eingeführt.

Über den Zugangsweg lassen sich unterschiedliche Instrumente zur Zertrümmerung und Entfernung der Harnleitersteine einführen. Dies können Ultraschall-, Laser-, spezielle Sonden oder Zangen sein.

Mit Primärprävention bezeichnet man Maßnahmen und Verhaltensweisen, die geeignet sind, eine Krankheit zu verhindern. Im Gegensatz dazu wird bei der Sekundärprävention (Vorsorge) eine Krankheit möglichst früh entdeckt.Bei der Sekundärprävention (Vorsorge) soll eine Krankheit möglichst früh entdeckt werden.

Es handelt sich also um die klassischen Vorsorgeuntersuchungen (PSA-Testung, Darmspiegelung etc.).Regelmäßige urologische Vorsorgeuntersuchungen sind für eine frühzeitige Erkennung von urologischen Krebserkrankungen von entscheidender Bedeutung. Je früher eine urologische Erkrankung erkannt wird, desto eher kann man sie heilen. Dies betrifft alle urologischen Organe, wie Prostata, Niere, Harnleiter, Harnblase und Hoden.

Viele Statistiken zeigen: Männer haben eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen, sind für Präventionsprogramme nur schwer erreichbar und gehen auch seltener zum Arzt. Um das Gesundheitsbewusstsein zu fördern und Krankheiten frühzeitig erkennen zu können, gibt es seit kurzer Zeit eine neue Vorsorgeuntersuchung namens „U25“, die sich speziell an junge Männer richtet.

Die Andrologie bzw. Männerheilkunde ist ein Spezialgebiet der Urologie, welches sich mit der Sexualität des Mannes, der Fruchtbarkeit, der Geschlechtsentwicklung und geschlechtsspezifischer Erkrankungen (auch Impotenz) befasst.

Ebenso wie Frauen können Männer unter den Symptomen der „Wechseljahre“ leiden, wenn z. B. ein Testosteronmangel-Syndrom vorliegt. Diese Beschwerden, auch „Aging-Male-Beschwerden“ genannt, können die Lebensqualität des Mannes beeinträchtigen. Durch eine Testosterontherapie, deren Vor- und Nachteile genau abgewogen werden müssen, lassen sich diese Beschwerden und Symptome oft gut beheben.Bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine medizinische Abklärung notwendig.

Bei der Fertilitätsabklärung des Mannes erfolgt eine fundierte umfangreiche Anamnese und klinische Untersuchung, welche auch eine Untersuchung des Ejakulates (Sperma) beinhaltet.

Der vorzeitige Samenerguss ist eine sexuelle Störung, bei der „Mann“ nicht in der Lage ist, den Zeitpunkt der Ejakulation zu kontrollieren bzw. der Samenerguss findet „zu früh“ statt. In der Regel tritt der Samenerguss bereits während oder unmittelbar nach Einführen des Penis in die Scheide auf.

Immer mehr Menschen, auch Männer, möchten Einfluss auf den äußeren Aspekt des Genitalbereichs nehmen. Es gibt jedoch auch krankhafte Genitalveränderungen, die man operativ korrigieren kann. Hier besteht eine Spezialsprechstunde.

Einer erektilen Funktionsstörung bzw. einer erektilen Dysfunktion können sowohl psychische als auch physische (organische) Ursachen zugrunde liegen. Zur Abklärung einer erektilen Funktionsstörung stehen heute umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung und somit auch eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. die medikamentöse Behandlung mittels PDE-5-Hemmern, SKAT (Schwellkörperautoinjektionstherapie) etc.

Da eine erektile Funktionsstörung häufig aber auch ein Vorbote anderer Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschluss, Depression) ist, sollte jedoch zwingend vor einer Behandlung eine allgemeinmedizinische Abklärung erfolgen.

Transsexualität ist keine sexuelle Störung sondern eine Geschlechtsidentitätsstörung.

Es sind umfangreiche Abklärungen und Voruntersuchungen notwendig. Hier führen wir eine spezielle Transsexualismussprechstunde durch.

Des Weiteren wird das gesamte Spektrum der urologischen Traumatologie abgedeckt.
Nieren- und Harnleiter

Harnsteintherapie inkl. Steinzertrümmerung mit ESWL, minimal-invasive ureteroskopische Steinentfernung, perkutane Litholapaxie und offene Operationstechniken. Laparoskopische Niereneingriffe gehören als „Schlüssellochchirurgie“ zum Standard.

Diagnostische Harnleiterspiegelung, sämtliche Operationsverfahren einschließlich der radikalen Tumorchirurgie und organerhaltender Eingriffe. Etabliert sind alle plastischen Eingriffe, wie z.B. Pyeloplastik bei Harnleiterabgangsengen.

Organerhaltende Tumorresektion

Wenn es sich um einen kleinen Tumor handelt, kann dieser meist organerhaltend operativ entfernt, d.h. die Niere bleibt erhalten und nur der Tumor wird entfernt. Die Operation kann sowohl offen als auch laparoskopisch (Schlüsselloch-Technik) erfolgen. Dies hängt vom Einzelfall ab.

Laparoskopie bzw. Schlüsselloch-Chirurgie

In den letzten Jahren hat der Trend zu minimal invasiven Therapien (Schlüsselloch-Chirurgie) in der Urologie eine deutliche Aufwertung erlebt.

Die Vorteile der Laparoskopie liegen im geringen Blutverlust, im geringen postoperativen Schmerz sowie einer verkürzten Rekonvaleszenz und sind in den meisten Kriterien den offenen OP-Verfahren ebenbürtig. Es muss jedoch jeweils eine Einzelfallentscheidung stattfinden.

Blase

Sämtliche transurethralen endoskopischen Operationstechniken inkl. Lasertherapie.
Radikale Blasentumorchirurgie mit Ersatzblasenbildung. Inkontinenzoperationen inklusive neuer Verfahren wie TVOT (Inkontinenzbänder) einschließlich Prothetik wie artifizieller Sphinkter. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur photodynamischen Diagnostik, mit deren Hilfe eine frühzeitige Erkennung von Blasentumoren möglich ist.

Prostata

Als Prostatakarzinomzentrum stehen sämtliche transurethrale, endoskopische Prostataoperationen inklusive moderner Lasertechniken zur Verfügung.

Offene Tumor-Eingriffe wie radikale Prostatektomie. Minimal invasive Techniken wie die laparoskopische Lymphadenektomie.

Kinderurologie

Alle urologischen Eingriffe bei Kindern älter als 6 Monate. Von der Circumcision (komplett, partiell, plastisch) über Hodenhochstandsoperationen bis hin zu Harnleiterneueinpflanzungen und Refluxoperationen, sowie Therapie von Hypospadien und anderen häufigen urologischen Fehlbildungen.

Es besteht eine enge interdisziplinäre Kooperation zur Kinderklinik. Mutter-Kind-Einheiten bei stationärem Aufenthalt sind problemlos.

Genitalchirurgie – Genitalchirurgisches Zentrum

Die Klinik für Urologie weist als Schwerpunkt genitalchirurgische Eingriffe der männlichen Genitale auf. Dazu gehören insbesondere:

  • Penisverkrümmungen (angeboren und erworben)
  • Harnröhrenplastiken
  • Geschlechtsangleichung bei Transsexualismus (Mann zu Frau)
  • Refertilisierungen (mikrochirurgische Vaso-Vasostomie)
  • Hypospadiekorrektur
  • Schwellkörperimplantation bei Erektionsstörungen
  • Inkontinenzoperationen
  • Vorhauterhaltende Beschneidung
Männliche Genitale

Sämtliche gängigen Operationsverfahren von der Vasektomie (Sterilisierung), Mikrochirurgie bis zur radikalen Hodentumorchirurgie inklusive operativer Therapie von Lymphknotenmetastasen. Außerdem moderne Therapieverfahren bei Zeugungs-unfähigkeit, wie die antegrade Varicocelensklerosierung. Komplettes Spektrum der Prothetik e

inschließlich Penisprothesen. Operative plastische Behandlung der Penisverkrümmung und Induratio penis plastica inkl. Stoßwellentherapie (ESWT). Sämtliche plastischen Verfahren zur Harnröhrenchirurgie inkl. Mundschleimhauttransplantate. Weiterhin mikrochirurgische Refertilisationen wie die Vaso-Vasostomie oder Neurolyse.

Penisbegradigung

Bei einer Penisverkrümmung ist zwischen einer angeborenen (kongenital) oder erworbenen (IPP – Induratio penis plastica) zu unterscheiden. Eine Penisverkrümmung ist nicht selten kosmetisch oder funktionell störend. Entscheidend für die Indikation zu einer Begradigungsoperation ist neben dem Leidensdruck des Patienten, dass Beschwerden aufgrund der Verkrümmung beim Geschlechtsverkehr bestehen.

Bei erworbenen Verkrümmungen muss vor einer operativen Intervention das Krankheitsbild mindestens 6 Monate stabil sein, d.h. die Verkrümmung darf nicht weiter zunehmen.

Penisverlängerung

Dem Wunsch einer Penisverlängerung liegt oft eine Versagensangst der Patienten zugrunde. Allerdings kann ein erfolgreicher Eingriff, bei sorgfältig ausgewählten Patienten, zu einem erhöhten Wohlbefinden führen bzw. das Selbstwertgefühl des Patienten positiv beeinflussen. Bei einer Penisverlängerung wird durch einen kleinen Schnitt unter dem Schambein das Ligamentum suspensorium penis durchtrennt und die Peniswurzel in einer herausgezogenen Position neu fixiert.

Die schwerste Form der Geschlechtsidentitätsstörung ist die Transsexualität. Die Betroffenen fühlen sich stark und anhaltend dem konträren Geschlecht zugehörig. Dies gilt sowohl in Bezug auf die seelische und soziale Identität als auch in Form einer völligen Entfremdung und Ablehnung gegenüber der eigenen Genitalausstattung. Dies führt zu dem Wunsch nach hormoneller und chirurgischer Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.

Behandlungsschwerpunkte

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