Zweitmeinung Uroonkologie –
Prostatakrebs, Blasenkrebs, Nierenkrebs

Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie

Auf der Basis einer sorgfältigen Untersuchung legen Ärzte ihre Therapiestrategien fest. Dies erfolgt bei den Krebserkrankungen in der Regel leitlinienorientiert. Allerdings stellen sich im Laufe einer Erkrankung, vom einzelnen Patienten abhängig, unterschiedliche Alternativen dar, die komplex und für Patient und Angehörige schwer nachzuvollziehen sind.

Zweitmeinung ist sinnvoll

Das Erfragen einer Zweitmeinung ist, wie bei jeder Erkrankung, sinnvoll und nachvollziehbar. Insbesondere wenn es keine standardisierten Behandlungswege mehr gibt, kann es notwendig sein, sich die Meinung eines weiteren Experten einzuholen.

Unserer Meinung nach ist eine Zweitmeinung unabdingbar bei folgenden Voraussetzungen:

  • Es steht ein sehr großer, das Leben verändernder Eingriff an (radikale Prostataentfernung, Blasenentfernung, Nierenentfernung).
  • Rückfall nach bereits durchgeführter Ersttherapie (z.B. Metastasenbildung).
  • Einleitung einer intensivierten medikamentösen Tumortherapie (z.B. Chemotherapie, Immuntherapie oder TKI-Therapie).
  • Ausgeprägte Schmerzen oder Beschwerden, die sich durch die bisherige Tumortherapie nicht lindern ließen.

Nicht zögern – der Arzt ist nicht beleidigt

Aus den oben genannten Gründen sollte ein Patient eine zweite Meinung einholen. Hier werden sich in der nächsten Zeit Zweitmeinungszentren, wie an den Kliniken Nordoberpfalz AG, etablieren.

Viele Patienten befürchten, dass ihr behandelnder Arzt beleidigt sein könnte, weil ein Vertrauensbruch vorliegen könnte. Dies ist in der Regel nicht der Fall. Im Gegenteil wird jeder vernünftige Arzt oder Ärztin das Einholen einer Zweitmeinung unterstützen.
 

Krankenkassen unterstützen

Die Krankenkassen übernehmen nach dem Patienten-Rechte-Gesetz die ärztlichen Beratungskosten, auch wenn Patienten mehrere Ärzte konsultieren. Im Zweifel kann bei der zuständigen Krankenkasse nachgefragt werden.

Wichtig ist, dass die Zweitmeinung schriftlich formuliert wird. Natürlich kann die Zweitmeinung auch dem behandelnden Arzt vorgelegt werden.

Folgende Dinge sollten vor Einholung einer Zweitmeinung bedacht werden:

  1. Der Arzt, der die Zweitmeinung erstellen soll, benötigt alle Unterlagen und Röntgenbilder, die zur Diagnose führten.
  2. Wichtig ist die Vorlage von früheren Arztbriefen oder Laborbefunden.
  3. Bei Anmeldung sollte explizit dargestellt werden, dass eine Zweitmeinung gewünscht wird, sodass die entsprechenden Spezialisten zur Erstellung der Zweitmeinung anwesend sind.