Amerikanische Ärzte bildeten sich bei Dr. Wolfgang Gruber am Krankenhaus in Kemnath über neueste Operationsmöglichkeiten bei Schultern weiter. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG

Ärzte aus Übersee bilden sich im Krankenhaus Kemnath weiter

Kliniken Nordoberpfalz AG erhält Besuch aus Amerika – Dr. Wolfgang Gruber informiert über neueste OP-Methode an der Schulter

Besuch aus Übersee bei der Kliniken Nordoberpfalz AG: Aus den USA kamen sowohl Entwickler als auch Ärzte zu Besuch ins Krankenhaus Kemnath, um sich bei Dr. Wolfgang Gruber aus dem MedCenter Bayreuth bei der Implantation von inversen Schulterprothesen zu informieren, und Hinweise für die Weiterentwicklung, aber auch die Operation, mitzunehmen.

„Die inverse Schulterprothese wird bei einem nicht mehr wiederherstellbaren Sehnenriss oder dem Totalverlust der Sehnen am Schultergelenk, meist von einer schweren Arthrose begleitet, implantiert“, berichtete Dr. Gruber. Der Kopf des künstlichen Gelenks befinde sich da, wo sonst die Pfanne liege und die Gelenkpfanne werde auf den Oberarm-Schaft implantiert. Dadurch verlagere sich das Drehzentrum des Gelenks so, dass die Schulter allein über den Schulterkappenmuskel bewegt werden könne, was die Bewegung ohne die kaputten Sehnen möglich mache.

„Die Besonderheit des Prothesentyps liegt darin, dass sofort nach der Operation mit der aktiven Bewegung begonnen wird“, so Dr. Gruber seinen amerikanischen Kollegen gegenüber. Auch eine Reha­ Maßnahme könne gleich an den Krankenhausaufenthalt anschließen. Nach zwei Wochen werde angestrebt, die Horizontale aktiv zu erreichen. Die vollständige Bewegungsfähigkeit werde in der Regel nach sechs Wochen erreicht.

Fakten, von denen sich die amerikanischen Ärzte beeindruckt zeigten. Bereits seit Jahren kommen regelmäßig Operateure aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, um bei diesen Operationen zu hospitieren und von Dr. Grubers Erfahrung zu profitieren. Das MedCenter Bayreuth war an der Entwicklung der neuesten Prothesengeneration in einer Arbeitsgruppe mit vier Universitätskliniken (München, Mannheim, Heidelberg, Zürich) maßgeblich beteiligt und gilt zusammen mit dem Krankenhaus Kemnath als führendes Zentrum für Schulterendoprothetik.