Im Dialog mit Ärzten der Region

Chefärzte des Krankenhauses Tirschenreuth stellen niedergelassenen Ärzten Spektrum vor und setzen auf Kooperation

Ein breites Spektrum, viele Neuerungen, modernste Ausstattung und höchste medizinische Qualität. Dass diese Eigenschaften auf das Krankenhaus Tirschenreuth zutreffen, haben mehrere Chefärzte jetzt ihren niedergelassenen Kollegen der Region unter Beweis gestellt. Auf Interesse stieß dabei vor allem eine personelle Neuerung. Dr. Josef Pova versprach bei der Begrüßung einen Einblick auf das, wie Patienten der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus derzeit und zukünftig am Krankenhaus Tirschenreuth behandelt und versorgt werden können.

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann, Chefärztin der Klinik für Traumatologie, spezielle Chirurgie und Endoprothetik, verwies auf die verschiedenen Herausforderungen, die sowohl bei Erst- als auch bei Revisionseingriffen in der Endoprothetik bestehen würden. Hierbei handle es sich um medizinisch anspruchsvolle Patienten. Dem begegne man am Krankenhaus Tirschenreuth mit einer klaren Strategie: „Wir leben ein interdisziplinäres Miteinander zwischen verschiedenen Abteilungen und entwickeln für jeden Patienten einen individuellen Therapieansatz.“ Die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten sei für den weiteren Behandlungsverlauf daher unverzichtbar.

Einen ähnlichen Ansatz verfolge man auch in der Klinik für Inneren Medizin, erklärte Chefarzt Dr. Rafael Ulrych. Er hob die moderne Ausstattung der Abteilung mit der neuen Funktionsdiagnostik hervor, die vor einigen Monaten in Betrieb ging: „Wir haben zwar ein kleines Spektrum, müssen uns vor Häusern mit einer vergleichbaren Größe aber nicht verstecken.“

Das liege auch an der engen Zusammenarbeit und Abstimmung mit Dr. Josef Pova, der zur Jahresmitte aus dem Gesundheitszentrum Waldsassen nach Tirschenreuth gekommen ist. Er berichtete vom geplanten Aufbau einer Akutgeriatrie vor Ort. Dadurch wolle man sich auch der demographischen Entwicklung stellen: „Wir wollen betagte Patienten versorgen, die aufgrund einer akuten Erkrankung oder Verletzung stationär behandelt werden müssen. Dabei achten wir besonders auf begleitende chronische Erkrankungen.“ Auch er stellte den interdisziplinären Ansatz bei der Behandlung von Herz- und Nierenschwäche, Diabetes, Hypertonie und ähnlichen Erkrankungen als elementar hervor – und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Ärzten nach dem Krankenhausaufenthalt.

Dr. Svend Hofmann, Sektionsleiter Unfallchirurgie, gab einen Überblick über die Möglichkeiten der Versorgung in der Traumatologie. Neben Sportverletzungen gehören dabei auch die Behandlung von Osteoporose-bedingten Erkrankungen und Fußerkrankungen zu seinem Hauptspektrum: „Unser Ziel ist immer, schnellstmöglich die Funktionalität wieder herzustellen. Dazu gehört aber auch, kleinste Schäden zu entdecken und entsprechend zu therapieren.“

Einen besonderen Fokus auf Kooperation setzte auch Dr. Mathias Kappl, der kommissarische Leiter der Anästhesie und Intensivmedizin. Er stellte unter anderem das breite Spektrum der Anästhesie heraus: „Wir bieten unseren Patienten – vom Kleinkind bis zu hochbetagten Senioren – fast alle Narkosearten an.“ Die Intensivstation vor Ort sei zudem bestens ausgestattet und auf die Versorgung auch bei schweren Fällen eingestellt.

Besonders aufmerksam verfolgt wurden die Ausführungen von Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, der seit 1. Oktober auch die Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Tirschenreuth leitet. Er betonte, dass auch in Tirschenreuth komplexe Operationen möglich seien und der Weg nicht immer nach Weiden oder andere Häuser außerhalb der nördlichen Oberpfalz führen müsste. „Wir haben hier eine enorm motivierte Mannschaft, die in der Lage ist, Außerordentliches zu leisten. Unser Ziel ist klar: wir wollen, dass die Patienten gerne zu einer Operation ins Krankenhaus Tirschenreuth kommen, weil sie sich hier bestens versorgt fühlen“, so Prof. Dietl, der ab sofort auch regelmäßig am Krankenhaus Tirschenreuth Patienten behandeln und operieren wird.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die niedergelassenen Ärzte noch ausführlichGelegenheit, mit den Ärzten des Krankenhauses ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden Lob, aber auch Kritikpunkte und Wünsche klar artikuliert – aber genau dies sei auch der Zweck einer solchen Informationsveranstaltung gewesen, so Krankenhausleiterin Claudia Kost. Wichtig sei dabei vor allem auch, den Ärzten der Region aus erster Hand zu zeigen, dass der Patient im Krankenhaus Tirschenreuth an erster Stelle stehe und man großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Ärzten der Region lege. Deshalb gebe es auch einen weiteren Termin Mitte Oktober für alle Mediziner, die nicht an der ersten Veranstaltung teilnehmen konnten.