PD Dr. Alexandra Barthmann hat am Krankenhaus Tirschenreuth inzwischen mehr als 100 Endoprothesen eingesetzt

Angekommen in der nördlichen Oberpfalz

Elisabeth Haulena ist mehr als zufrieden mit dem, was in den vergangenen Monaten passiert ist: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es woanders besser gelaufen wäre als im Tirschenreuther Krankenhaus.“ Im Sommer wurde ihr von der Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Speziellen Chirurgie und Endoprothetik, PD Dr. Alexandra Barthmann, eine neue Hüfte eingesetzt – einer von inzwischen mehr als 100 Erst- und Wiederholungseingriffen an Hüfte und Knie, die die Chefärztin seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im April inzwischen umgesetzt hat.

Dass man sich in der Klinik vor allem an die Diagnosestellung, die Operation und die Behandlung von Elisabeth Haulena erinnert, das liegt auch an der Patientin selbst. Fast jeder Tirschenreuther kennt die agile Rentnerin – aus dem Schwimmbad, vom Rad oder von Spaziergängen durch die Stadt. „Von heute auf morgen waren die Schmerzen in der Hüfte nicht mehr zum Aushalten“, erinnert sich Haulena, die sich damals plötzlich kaum mehr bewegen oder aktiv sein konnte. Und so führte sie der Weg ins Krankenhaus Tirschenreuth zu PD Dr. Alexandra Barthmann. „Ich war bereits nach unserem ersten Kontakt enorm überzeugt von ihr und habe großes Vertrauen entwickelt, so dass ich mir – obwohl sie es mir angeboten hat – nicht einmal mehr eine zweite Meinung eingeholt habe“, so Haulena. Das wiederum freute auch PD Dr. Alexandra Barthmann: „Es ist schön, wenn man als letztlich „Fremde“ doch so schnell Zugang zu den einheimischen Patienten erhält.“

Dass die Entscheidung von Elisabeth Haulena zur Operation in Tirschenreuth gefallen ist, habe sie nie bereut, obwohl viele Bekannte diesen Schritt nicht verstehen wollten. „Aber hier bin ich daheim, was soll ich in der weiten Welt? Und jetzt, ein paar Monate nach der OP, schauen die ganz schön, wie ich schon wieder unterwegs bin und dass so etwas auch bei uns hier in der Region möglich ist.“

Die Diagnose der Chefärztin ergab eine fortgeschrittene Hüftgelenksarthrose auf der rechten Seite, die Knorpel waren bereits fast vollständig verschwunden. Durch eine zusätzlich eingetretene Hüftkopfnekrose entstanden die massiven Schmerzen. Der Einsatz der Hüft-TEP verlief dabei völlig komplikationslos. „Für die Indikationsstellung ist die Erklärung der Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten enorm wichtig. Wir wollen und werden die Patienten hierbei niemals überreden, sie müssen von allein kommen. Ist das der Fall, dann zeigt sich auch eine aktivierende Haltung bei den Patienten, die nach der Operation enorm wichtig ist“, erklärt PD Dr. Barthmann.
Wie wichtig eine solche aktivierende Haltung ist, wissen auch die Physiotherapeuten am Krankenhaus Tirschenreuth, die nach der Operation mit Elisabeth Haulena arbeiteten. „Wir kennen uns schon lange“, erklärt die zufriedene Patientin, „und auch diesmal war wieder alles bestens.“ Christian Träger erklärt: „Wenn die Patienten trotz einer Erkrankung positiv eingestellt sind, geht vieles leichter, sie nehmen unsere Hinweise besser an und machen gut mit.“ Auch Karolina Schmid erinnert sich bestens an den Aufenthalt von Elisabeth Haulena: „Sie ist bereits am ersten Tag nach der OP vor dem Bett gestanden, da mussten wir sie bremsen. Wichtig war dabei auch, dass ihr die Situation klar erklärt wurde, das macht es für die Patienten auch immer einfacher.“

Nach zehn Tagen im Krankenhaus Tirschenreuth ging es für Elisabeth Haulena für drei Wochen in die Orthopädische Reha nach Waldsassen – „reibungslos organisiert und perfekt im Ablauf“, wie sie betont. Dass diese auch noch in der Nähe war, sei natürlich umso besser gewesen – doch sie weiß auch um einen weiteren Vorteil der heimatnahen Versorgung: „Als ich nach der Reha auf dem Marktplatz unterwegs war, habe ich die Physiotherapeuten getroffen. Da gab es dann gleich die Ansage, dass ich mein Knie beim Gehen durchstrecken muss. Das gibt es in der Großstadt halt nicht.“

Und damit ist sie auch ein Musterbeispiel für das, was PD Dr. Barthmann in den vergangenen Monaten auf die Beine gestellt hat. Vor einigen Tagen hat sie die 100. Hüft-TEP eingesetzt. Besonderen Fokus legt sie dabei auf eine schnellstmögliche Mobilisation nach der OP. „Unser Ziel ist, keine Drainagen zu nutzen, sondern die Blutungen am Ende der Operation zu stillen. Das ist nicht immer möglich, aber in vielen Fällen – so wie auch bei Elisabeth Haulena. Und das hilft natürlich bei der Mobilisation und beim Heilungsverlauf.“