Naturheilkunde

Medizinisches Versorgungszentrum Stiftland gGmbH

Die Naturheilkunde ist eine Disziplin in der Medizin, die davon ausgeht, dass sprichwörtlich „gegen alles ein Kräutchen gewachsen ist“, das heißt dass verschiedene Substanzen aus der Natur gegen viele Krankheiten erfolgreich verwendet werden können.

Die Naturheilkunde ist die älteste Form der Medizin überhaupt, bereits in der Steinzeit erkannten Menschen die heilende Wirkung verschiedener Kräuter, zu späteren Zeiten wurden daraus Tees gekocht.

Heute versteht sich die Naturheilkunde als Ergänzung zur Schulmedizin.

Auf dieser Seite stelle wir Ihnen verschiedene Verfahren aus dem Bereich alternativer Heilverfahren vor, die wir auch bei uns im MVZ durchführen.

Mit Akupunktur gegen Schmerzen – altbewährte chinesische Medizin als Therapie.
Die Akupunktur ist eine weit verbreitete Behandlungsmethode, die ihren Ursprung vor mehr als 5000 Jahren in China hat. Erste Überlieferungen in Europa sind erst seit den 30er Jahren bekannt. Seit den 60er Jahren gibt es Bemühungen, die Akupunktur auf wissenschaftliche Basis zu stellen.

Wörtlich übersetzt heißt Akupunktur „acus – Nadel“ und „pungere – stechen“

Die Akupunktur wirkt über spezielle Akupunkturpunkte. Insgesamt existieren weit über 300 Akupunkturpunkte am gesamten Körper.

Diese Hauptpunkte haben im Vergleich zu ihrem Umfeld einen erniedrigten Hautwiderstand. Unter dem Mikroskop sind in diesen Bereichen viele Nervenendungen und kleine Blutgefäße zu entdecken. Durch unterschiedliche Stichtechniken können diese Punkte sediert oder tonisiert werden, je nach Indikation, ob ein geschwächtes Organ gestützt werden soll oder ein schmerzhaft verspannter Muskel Ruhe finden soll.

Akupunkturpunkte lassen sich jedoch nicht nur mit der Nadel beeinflussen, man kann mit Laser oder durch Druck Punkte stimulieren. Die Akupunkturpunkte befinden sich auf bestimmten Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Diese Bahnen verbinden die Akupunkturpunkte zum einen miteinander, aber auch die Akupunkturpunkte mit Organen, Gewebe und Muskeln.

Die Akupunktur funktioniert auf energetischer Ebene. Neben dieser lokalen Wirkung hat die Akupunktur auch eine allgemeine Wirkung auf Schmerzen. Durch Ausschüttung von bestimmten chemischen Stoffen im Gehirn und Rückmark wird die Weiterleitung des Schmerzreizes blockiert. Im Gehirn werden schmerzlindernde Endorphine ausgeschüttet, die als körpereigene Schmerzmittel hervorragend wirken und ausgezeichnet verträglich sind.

Die Schmerzlinderung der Akupunktur basiert also auf 3 Säulen
  • lokale Wirkung auf Muskeln, Gewebe und Organe
  • Hemmung der Schmerzweiterleitung
  • Ausschüttung von körpereigenen Schmerzmitteln

Das Haupteinsatzgebiet der Akupunktur ist die Behandlung von Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Schulter-Arm-Syndrom, Tennisellbogen, Ischias), atypischer Gesichtsschmerz, Migräne, menstruationsbedingte Kopfschmerzen, aber auch Erkrankungen wie Heuschnupfen und Allergien lassen sich durch Akupunktur gut beeinflussen. Die Gewichtsreduzierungen und Raucherentwöhnung lassen sich durch Akupunktur hervorragend positiv beeinflussen.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Akupunktur in der Schwangerschaft bei Schwangerschaftserbrechen, Rückenschmerzen, geburtsvorbereitende Akupunktur und Schmerzlinderung während der Geburt.

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Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsform, die nicht nur bewegungsbedingte Störungen heilen, sondern auch einen positiven Einfluss auf Stoffwechsel und Allgemeinbefinden erreichen will.

Wörtlich übersetzt heißt Osteopathie „Krankheiten der Knochen“, doch ist dieser Begriff irreführend, weil die Osteopathie weit über die Behandlung von Knochen- oder Gelenkstörungen hinausgeht.

Der Begründer der Osteopathie, der amerikanische Mediziner Dr. Andrew Taylor Still stellte bereits im 19. Jahrhundert fest, dass viele Erkrankungen des Körpers mit Veränderungen von Knochen- und Gelenkfunktionen einhergehen.

Auf dieser Basis entwickelte der Arzt ein medizinisches Konzept, das die Wechselbeziehungen aller Teile des Körpers miteinander berücksichtigte.
Das „Werkzeug“ des behandelnden Arztes sind dabei allein seine Hände.

Während in den USA der „Osteopath“ ein eigener medizinischer Studiengang und damit ein eigenes Berufsbild ist, ist die Bezeichnung in Europa bislang nur als Zusatzqualifikation von Ärzten, Physiotherapeuten oder Heilpraktikern zu finden.

Wie verläuft eine osteopathische Behandlung?

Zunächst wird ausführlich die Krankengeschichte des Patienten erörtert und analysiert (Anamnese). Anschließend folgt die Untersuchung durch den Osteopathen zur Feststellung von Funktionsstörungen. Diese Störungen werden daraufhin mit den bloßen Händen behandelt.

Anders als bei der Chiropraktik, die sich allein auf das Einrenken (die Lösung von Wirbelblockaden) konzentriert, stehen dem Osteopathen weit mehr Techniken zur Verfügung, um Störungen aufzuspüren und zu behandeln.

Bei welchen Beschwerden kann die Osteopathie helfen?

Die Osteopathie als sanfte Heilmethode kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen Linderung verschaffen, darunter vor allem Beschwerden am Bewegungsapparat (Muskeln, Knochen, Gelenke), Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Verdauungssystems, Kopfschmerzen, u.v.a.

Die Grundprinzipien der Osteopathie

Die Osteopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie beruht auf dem Grundprinzip, dass im Menschen eine dynamische Wechselbeziehung zwischen Körper, Geist und Seele herrscht. Äußere und innere Einflüsse schwächen die Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung und begünstigen daher die Entstehung von Krankheiten.
Der Körper des Menschen wird in drei osteopathische Systeme unterteilt…

  • Das parietale System…
    …umfasst das Stützsystem, das Gerüst des Körpers, also Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke.
  • Zum cranio-sacralen System…
    …gehören Schädel, zentrales und peripheres Nervensystem mit Gehirn, Rückenmark und Nerven, Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit, einschließlich der zugehörigen Bindegewebshäute und das Kreuzbein.
  • Das viscerale System…
    …wird aus den inneren Organen mit ihren bindegewebigen Hüllen und Platten, das zugehörige Gefäßsystem mit Blut und Lymphe sowie das Nervensystem gebildet.

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Im Laufe der Jahrtausende entstand im kulturell hoch entwickelten China eine ganzheitliche Medizin, die aber auch als einen wesentlichen Bestandteil die Vorsorge im täglichen Leben beinhaltet. Also das, was heute oft gefordert, aber leider selten umgesetzt wird.

Wirksamkeit der Akupunktur ist längst bewiesen

Bei uns bekannt ist vor allem die Akupunktur, die schon im 17. Jahrhundert den Eingang nach Europa fand. Mit Hilfe von Nadeltechniken werden Energieflüsse im Körper in den so genannten Meridianen wieder harmonisiert, Energieblockaden aufgelöst. Die Wirkung der Akupunktur ist nicht nur an Millionen Chinesen erprobt, sondern auch mit wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen. Von der WHO (World Health Organization = Weltgesundheitsorganisation) werden viele Indikationen für die Akupunktur genannt.

Eine wesentliche Bedeutung in der TCM hat die Kräutertherapie

Von den mehreren tausend Kräutern werden etwa 500 verwendet. Der Arzt erstellt eine Rezeptur in der mehrere Kräuter mit ähnlicher, oder sich unterstützender Wirkung gemischt werden. Daraus wird ein Tee (Dekokt) zubereitet und über eine bestimmte Zeit getrunken. Mit diesen Teezubereitungen lassen sich auch bei Erkrankungen, die unsere westliche Medizin nicht heilen kann, erstaunliche Erfolge erzielen, so auch eine Stärkung des Immunsystems.
Tui Na Massage hat mit der Massage, die wir kennen nicht viel gemeinsames. Es gibt viele spezielle Techniken, die auf die Muskeln, Sehnen, Gelenke, Gewebe, auch innere Organe aber besonders auf Akupunkturpunkte und Leitbahnen einwirken.

Regelmäßige Bewegung für mehr Energie

Als Chinareisender sieht man schon in der Morgendämmerung einzelne Menschen oder Grüppchen auf der Straßehinter einem Baum oder im Park morgendliche Übungen durchführen. Mit Qi Gong, einer Art Gymnastik zur Anregung der Atmung und des Energieflusses, zur Verbesserung der Haltung und um sich mit meditativen Übungen zu sammeln, ertüchtigen sich die Chinesen in der Früh, am Arbeitsplatz und auch in der Schule. Das gleiche erreicht man auch mit Taijiquan, nur dass hier auch noch der Aspekt der Selbstverteidigung dazu kommt.

Innere und äußere Harmonie

Mit der chinesischen Diätetik werden Krankheiten behandelt, aber auch von vorn herein vermieden. Sie klassifiziert Lebensmittel nach ihrem Geschmack, der Temperatur (z.B. heiß für Pfeffer und Ingwer, kalt für Pfefferminze), Wirkrichtung und der Zuordnung zu bestimmten Organen. Es wird Rücksicht auf die Jahreszeiten und auch auf die geografische Lage (kaltes Gebirge oder heiße Wüstengegend) genommen. Jeder kann die wohltuende Wirkung einer gut durchgekochten Hühnersuppe bei Schwäche nach einer Erkältung selbst ausprobieren.

Da unser Wohlbefinden und auch die Gesundheit stark von unserer Umgebung abhängen, befasst sich Feng Shui mit der Gesamtharmonie im Haus und am Arbeitsplatz. Im Idealfall wird schon das Grundstück nach bestimmten Kriterien ausgesucht, das Haus und die Raumaufteilung geplant. Aber auch bei bestehenden ungünstigen Gegebenheiten lassen sich mit bestimmten Kunstgriffen Raumklima und Wohlbefinden wieder herstellen. Dazu reicht manchmal nur das Aufstellen einer Pflanze oder eines Springbrunnens an einer bestimmten Stelle, die Farbwahl, das Umstellen des Schreibtisches oder das Anbringen eines Spiegel an der richtigen Stelle. Runde Formen werden spitzen oder scharfen Kanten vorgezogen.

Der ganzheitliche Ansatzpunkt findet sich in der TCM genau so, wie bei uns in der Homöopathie. Hahnemann hat als erster Mediziner durch saubere, systematische Forschung gefunden. So wie ihm, werden auch der TCM von Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen. Die WHO empfiehlt bei unzähligen Krankheiten die TCM. Aber, dass dieser Ansatz der richtige ist, setzt sich allmählich auch in der universitären Schulmedizin durch. So wie unlängst in Zürich, als Dr. Suwanda den Ruf an den neu geschaffenen Lehrstuhl für TCM erhalten hatte. Er sucht seit Jahren im Reich der Mitte nach Meistern, die noch in stillen Winkeln die „Kulturrevolution“, die alles Traditionelle zu vernichten versuchte, überlebten.

Deren Wissen wird so der modernen Medizin erhalten.

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