Manuelle Lymphdrainage – Bestandteil der Physiotherapie

Medizinisches Versorgungszentrum Stiftland gGmbH

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) drainiert die Gewebeflüssigkeit (Lymphe) über Lymphgefäße und Gewebespalten zurück in den Blutkreislauf.

Das Prinzip der MLD beruht auf bestimmten Grifftechniken (z. B. rhythmisch kreisenden und pumpenden Bewegungen durch flaches Auflegen der Hände mit fein dosiertem Druck und einer dem Krankheitsbild entsprechenden Reihenfolge), wodurch auch der eigene Pumpmechanismus der Lymphgefäße angeregt wird. Somit schafft die MLD nicht nur eine Verringerung des Ödemausmaßes (vermehrte Ansammlung von Gewebeflüssigkeit), sondern auch eine deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens.

Was sind Indikationen für MLD?

Es gibt umfangreiche Anwendungsmöglichkeiten für MLD und die Indikationen sind sehr vielfältig, denn sie greift durch ihre Wirkung in völlig unterschiedliche physiologische Funktionen des menschlichen Körpers ein. Optimale Ergebnisse können durch die Kombination von MLD, Bewegungstherapie und Kompression (z. B. durch spezielle Kompressionsstrümpfe) erzielt werden.

Indikationsgruppen

  • Lymphödeme (primärer u. sekundärer Art)
  • Phlebödeme (aufgrund venöser Probleme / Varikosis oder nach Thrombose)
  • Traumatische Schädigungen (Blutergüsse, Distorsionen, Frakturen, Muskelfaserrisse, Luxationen)
  • Morbus Sudeck
  • Schlechte Wundheilung / Narbenbildung oder Ulcerationen
  • Rheumatische, chronische-entzündliche Erkrankungen (Sklerodermie, Bronchitis, chron. Schnupfen
  • Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen)
  • Osteoporose (Behandlung kleiner Hämatome an der Wirbelsäule)
  • Trigeminusneuralgie, Facialisparese, Tinnitus
  • Multiple Sklerose