Schmerztherapie

Medizinisches Versorgungszentrum Stiftland gGmbH

Kopf- und Rückenschmerzen hängen mit den Zähnen zusammen. Eine bestehende Fehlbisslage ist häufig der Auslöser der Schmerzen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule oder auch für Spannungskopfschmerzen.

Dieser Zusammenhang wurde in umfangreichen Untersuchungen immer wieder nachgewiesen (weit über 550 wissenschaftliche Veröffentlichungen, beginnend ca. 1870).

Die Traditionelle Chinesische Medizin – und neuerdings auch immer mehr die westliche Schulmedizin – betrachten den gesamten Menschen von Kopf bis Fuß. Dabei werden Veränderungen des Gebisses, der Stellung von Oberkiefer zu Unterkiefer, der Kiefergelenke sowie Zahnherde als Störfelder in die ganzheitliche Behandlung des Patienten mit einbezogen.

Die Osteopathie spürt die Ursachen der Beschwerden im ganzen Körper auf, aktiviert Selbstheilungskräfte und hilft Ihrem Körper, wieder ins Lot zu kommen. Dazu gehört es auch, immer wiederkehrende Störfaktoren z. B. im Gebiss oder an den Füßen zu behandeln und soweit wie möglich zu beseitigen. Denn ein dauerhafter Behandlungserfolg ist nur dann möglich, wenn die Ursachen der Rückenbeschwerden gefunden und nachhaltig therapiert werden – nicht nur die Symptome. Deshalb wird eine ganzheitliche Behandlungsmethode erst durch die enge, fachübergreifende Kooperation von Orthopäde und Orthopädietechniker mit Zahnarzt und Zahntechniker möglich. Neurologische Erkrankungen müssen selbstverständlich ausgeschlossen werden.

Eine individuell angefertigte Aufbissschiene, die sogenannte Cranio-Mandibuläre Orthopädische Positionierungsapparatur (COPA, www.gressman.de) und spezielle Schuheinlagen verhindern, dass bei einer bestehenden Fehlbisslage die Wirbelsäule einen schiefen Biss oder ungleiche Füße ausgleichen muss. So gewährleistet die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Orthopäde, kombiniert mit dem Können der modernen Schulmedizin und dem Wissen aus alternativen, ganzheitlichen Behandlungsmethoden, ein individuelles Behandlungskonzept für Ihre Beschwerden.

Unsere Wirbelsäule mit ihren 34 Wirbelkörpern ist tagtäglich enormen Kräften ausgesetzt: Sie trägt die Hauptlast unseres Körpers, stützt uns und hält uns aufrecht. Normalerweise schafft sie das. Doch vorwiegend sitzende Tätigkeiten und mangelnde Bewegung machen ihr immer häufiger zu schaffen.

Doch neben der einseitigen Belastung setzen ihr auch Störungen und Krankheiten in anderen Bereichen des Körpers zu. So muss die Wirbelsäule bestehende Fehlbisslagen zwangsläufig über eine Verbiegung/Verdrehung (skoliotische Fehlhaltung/Torsion) ausgleichen. Auch eine durch Zahnspangen verursachte Änderung der Bisslage kann im Einzelfall zu Wirbelsäulenproblemen führen. Denn das Gebiss beeinflusst die Statik und Bio-Mechanik des gesamten Körpers, über die Kiefergelenke von oben. Die Füße wirken über Beine und Becken von unten. Ein Schiefstand, der sich durch den ganzen Körper zieht und am Ende ist die Wirbelsäule die Leidtragende.
Das Resultat: Rückenschmerzen…

Wie bei einem komplizierten Uhrwerk können selbst kleinste Störungen große Auswirkungen haben. Bis hin zum Bandscheibenvorfall.
Deshalb: Nachdem mögliche lokale Schmerzursachen ausgeschlossen sind, kann die ganzheitliche Therapie „von Kopf bis Fuß“ neue Wege aufzeigen, wie Sie Ihren Rückenschmerz bessern oder sogar besiegen können.

Eine minimalinvasive Therapie zur lokalen Behandlung von schmerzhaften Entzündungen der Gelenkschleimhaut (Synovitis/Arthritis).

Chronisch entzündliche Gelenkerkrankungen sind häufig mit einer Entzündung der Gelenkschleimhaut verbunden, welche zu immer wiederkehrenden Ergüssen, Schmerzen und einer zunehmenden Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes führen.

Schmerzhafte chronische Entzündungen der Gelenkschleimhaut können verschiedene Ursachen haben
  • Rheumatoide Arthritis (Gelenkrheuma)
  • Seronegative Spondylarthropathie (M. Bechterew)
  • Aktivierte Arthrose (Gelenkverschleiß in einer akuten schmerzhaften Phase)
  • Kristallarthropathie (z.B. Gicht)
  • Nach arthroskopischer Synovektomie (operativer Entfernung der Gelenkschleimhaut)
  • u.s.w.

Sollte die Behandlung mit Medikamenten zu keinem ausreichenden Erfolg geführt haben, kommt die Radiosynoviorthese (RSO) zunehmend zur Anwendung. Auch als Ergänzung zu einer operativen Therapie.

Der Wirkstoff, das Radionuklid, wird nach der Injektion in das Gelenk von der entzündlich veränderten Gelenkschleimhaut aufgenommen. Diese wird bestrahlt und zerstört. Die Dosierung des Radiokolloides wird vorher durch ein Skelettscintigramm bestimmt.

Die Bestrahlung bleibt weitgehend auf die Synovialmembram (entzündlich Veränderte Gelenkschleimhaut) beschränkt, da die verwendete radionuclide Bestrahlung nur eine Reichweite von wenigen Millimetern hat.

Die Entscheidung (Indikation) zur Radiosynoviorthese sollte von den behandelnden Ärzten gemeinsam getroffen werden um sicher auf das interdisziplinäre Behandlungskonzept abgestimmt zu sein.

Die Radiosynoviorthese wird grundsätzlich in Deutschland nur von Nuklearmedizinern durchgeführt.

Kontraindikationen für eine Radiosynoviorthese
Absolut

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Massiver Hämarthros (Bluterguss im Gelenk)
  • Lokale Infektionen und Hauterkrankungen in der Umgebung der Injektionsstelle am Gelenk
  • Rupturierte Poplithealzyste (geplatzte Zyste in der Kniekehle)
Relativ

  • Patienten unter 20 Jahren
  • Weitgehende Gelenkinstabilität mit Knochendestruktion

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