Nuklearmedizinische Untersuchungen

Institut für Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin kommt bei einer Vielzahl von Erkrankungen zum Einsatz. Im Folgenden stellen wir Ihnen anhand einiger Bildbeispiele szintigraphische Befunde unterschiedlicher Organe vor.

Vergrößerungen der Schilddrüse und/oder Knotenbildungen sind nach wie vor eine häufig anzutreffende Erkrankung. Eine Aussage, ob es sich um so genannte kalte oder heiße Knoten handelt, kann nur die Szintigraphie liefern. Diese kommt auch zur Abklärung von Funktionsstörungen der Schilddrüse zum Einsatz.
 

sd_aa Beispiel einer unauffälligen Schilddrüsenszintigraphie
sd_ob So genannter heißer Schilddrüsenknoten mit intensiver Aufnahme des Radiopharmakons. Das um den Knoten herumliegende Schilddrüsengewebe sowie der linke Schilddrüsenlappen sind nicht aktiv. Der Patient weist klinisch die typischen Symptome einer Überfunktion auf: Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen und Herzrhythmusstörungen.
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Unauffällige Darstellung des Skelettsystems eines 55-jährigen Patienten Zahlreiche Knochenmetastasen bei einem Patienten mit Prostatakarzinom. Befallen sind die Schädelkalotte, die Wirbelsäule, nahezu alle Rippen, das Becken, beide Oberschenkel- und Oberarmknochen.
Anhand so genannter dynamischer Studien lassen sich Funktionsabläufe über einen bestimmten zeitlichen Rahmen verfolgen. Klassisches Beispiel ist die Nierenfunktionsszintigraphie. Mit Hilfe dieser Szintigraphie kann sowohl eine Aussage über die Seitanteiligkeit einer Niere getroffen werden (Funktionsanteil der linken und rechten Niere) sowie auch über etwaige Parenchymschäden oder Durchblutungs- oder Abflussstörungen einer Niere.

Nierenszintigraphie nibhy
Bei der linken Niere findet sich eine erhebliche Parenchymschädigung mit eingeschränkter Funktion. Entsprechende Funktionskurven im Bild 2 geben die Befunde wieder. Nach intravenöser Injektion wird das Radiopharmakon über die Nieren ausgeschieden. Die Untersuchung zeigt eine unauffällige Funktion der rechten Niere.