Informationen für Einweiser

Palliativstation im Krankenhaus Neustadt

Wir betreuen auf unserer Palliativstation Menschen mit unheilbarer Krankheit und geringer Lebenserwartung. Leiden und Symptome sind nur noch stationär zu lindern.

In der Palliativstation werden keinen lebensverlängernden Maßnahmen vorgenommen.

Der Patient leidet an einer nicht mehr heilbaren Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, wie

  • fortgeschrittenes Tumorleiden
  • fortgeschrittene neurologische Erkrankung mit progredienter Verschlechterung (z.B. ALS)
  • Endzustand einer nicht malignen, chronischen Erkrankung ( z.B. COPD, pAVK …)
  • eine Festlegung auf bestimmte Krankheitsbilder besteht nicht

Der Patient leidet an schweren Symptomen, die ambulant nicht (mehr) beherrschbar sind, wie

  • starken Schmerzen
  • Atemnot-Angst-Syndrom
  • starken gastro-intestinalen Beschwerden wie Übelkeit, unstillbares Erbrechen, Kotimpaktion, Diarrhoe
  • schweren Lymphödemen, problematischen Wundverhältnissen o.ä.
  • wenn der Patient auf eine intensive, komplexe Pflege und palliativärztliche Betreuung angewiesen ist, welche die Möglichkeiten von Hausärzten und ambulanter Pflege übersteigen.

Der Patient und seine Angehörigen sind über Art und Prognose der Erkrankung aufgeklärt, auch dass keine kurative Behandlung mehr indiziert oder möglich ist.

Der Patient ist einverstanden, auf die Palliativabteilung zu kommen und wünscht keine lebensverlängernden Maßnahmen.

Vor Aufnahme eines Patienten ist wegen der begrenzten Bettenzahl eine Anmeldung notwendig (Telefon 0961 303-6370).

„Notfallaufnahmen“ und Aufnahmen an Wochenenden und Feiertagen auf die Palliativstation sind selten möglich.

Palliativpatienten mit schweren Problemen können jedoch in der Zentralen Aufnahme des Klinikums Weiden jederzeit im Haus aufgenommen und versorgt werden. Die Übernahme von dort auf die Palliativstation erfolgt zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Gegen eine Übernahme auf die Palliativstation sprechen

  • das Fehlen einer palliativtherapeutischen Zielsetzung
  • falsche Hoffnungen und Erwartungen einer „neuen“ Heilbehandlung
  • ausschließliche Pflegebedürfnisse, die in einem Pflegeheim unter hausärztlicher Betreuung erfüllt werden können
Nach Besserung der Beschwerden wird die Entlassung in die Häuslichkeit angestrebt. Vor jeder geplanten Entlassung wird der Hausarzt frühzeitig informiert.

In Zusammenarbeit mit unserer Überleitungsschwester bereiten wir die Entlassung nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder in ein Hospiz in vollem Umfang vor.

Bei palliativmedizinischen Fragestellungen im weiteren Verlauf stehen unsere Ärzte gerne zur Verfügung unter der Telefonnummer des Brückenteams: 0961 303-6370

Das Brückenteam berät auch vor Aufnahme auf die Palliativstation.

Zur Übernahme des Patienten aus dem Krankenhaus bitten wir um einen aussagekräftigen Verlegungsbericht (für das Klinikum Weiden im „medico Medizinische Dokumentation“).

Bei Einweisungen von zu Hause oder aus dem Pflegeheim bitten wir den Hausarzt die Vorberichte auswärtiger Krankenhäuser in Kopie beizulegen.

Frau Dr. Stephanie Kuchlbauer hat die volle Weiterbildungs-Befugnis von 12 Monaten für die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin.