News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Leuchtturm der Palliativmedizin – weit über die Region hinaus

Oktober 2018

Palliativstation Neustadt an der Waldnaab feiert zehnjähriges Bestehen

Damals, im Jahr 2008, war die Skepsis gegenüber der Palliativstation in Neustadt an der Waldnaab groß. Heute, zehn Jahre später, hat sich dieses Bild mehr als gewandelt: die Bedeutung und Wichtigkeit der Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz AG mit ihrem ganzheitlichen und multiprofessionellen Betreuungsansatz ist tief in der Bevölkerung verankert. In diesen Tagen feiert die Einrichtung ihr zehnjähriges Bestehen.

Die ersten Pläne für eine Palliativstation gehen in die 90er Jahre zurück. Nach einer langen und akribischen Vorbereitungsphase konnte das Team um die damalige Leitung Dr. Susanne Kreutzer und Beate Spickenreuther dann im Juli 2008 die Palliativstation eröffnen. Am Tag der offenen Tür damals kamen schon vor der Fertigstellung rund 3.000 Interessierte und machten sich selbst ein Bild von einer der damals größten Stationen bayernweit.

Auch heute werden am Fuße des Klosters St. Felix Patienten betreut, die an weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren und lebensbegrenzenden Erkrankungen leiden. Dazu gehören Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung ebenso wie Patienten mit anderen internistischen oder neurologischen Krankheitsbildern – mehr als 3.300 Patienten waren es in den vergangenen zehn Jahren. „Unser Ziel ist, die vorhandenen Beschwerden unserer Patienten mit individuell angepassten Maßnahmen zu lindern. Neben palliativärztlicher und pflegerischer Betreuung gehören dazu auch Physiotherapie, Musik- und Atemtherapie, Seelsorge und vieles mehr“, erklärt Dr. Stephanie Kuchlbauer, die die Station seit Januar 2017 leitet. Zusätzlich zur medizinischen Betreuung ergänzen verschiedene Aktionen den Alltag der Patienten, wie zum Beispiel musikalische Nachmittage mit der Musikschule Neustadt oder die Besuche von Haustieren oder Therapiehunden.

Doch nicht immer ist eine Heilung möglich. Dann geht es darum, den Patienten ein möglichst beschwerdefreies Leben ermöglichen zu können. Doch ein Aufenthalt auf der Palliativstation ist kein Weg ohne Rückkehr, betont Dr. Kuchlbauer: „Palliativ heißt nicht, dass ein Patient die Station nicht wieder verlässt. Wir sind keine Sterbestation.“

Über die Jahre hinweg wurde das ohnehin hohe Niveau des ärztlichen und pflegerischen Personals stetig ausgebaut. „Fast alle Mitarbeiter haben eine Palliativ-Care-Ausbildung, hier haben wir fast ein Alleinstellungsmerkmal weit über die Region hinaus. Und auch andere Weiterbildungen werden regelmäßig wahrgenommen“, so Dr. Kuchlbauer. Fortbildungen, die – ähnliche wie die damalige Verwirklichung der Palliativstation – aufgrund begrenzter staatlicher Förderung nur mit Hilfe aus der Region umgesetzt werden konnten bzw. können. Viele Geld- und Sachspenden durch Privatpersonen oder Unternehmen, aber auch der große Rückhalt durch die Kliniken Nordoberpfalz AG und führende Politiker der Region haben die Palliativstation zur heutigen Bedeutung geholfen.

Eine besonders wichtige Rolle kommt hier noch immer dem Förderverein für Schwerkranke zu. „Wir haben in den vergangenen Jahren enorm viel finanzielle Unterstützung durch den Förderverein für Schwerkranke erhalten, der für unsere Arbeit und den Dienst am Patienten eine der wichtigsten Stützen ist“, betont Beate Spickenreuther, pflegerische Stationsleitung der Palliativstation. „Nur so können wir beispielsweise Aus- und Weiterbildungen zu Musik- oder Atemtherapeuten oder andere große Projekte überhaupt umsetzen.“ Basis dafür ist eine über die Jahre gewachsene Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen, Schulungen, Unterricht oder Führungen. Zudem ist die Palliativstation in Neustadt eine beliebte Hospitationsstelle für alle medizinische Disziplinen und Hospizbegleiter. Über die Jahre hinweg wurden außerdem unzählige Ärzte zu Palliativmedizinern weitergebildet.

Fast pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum ist wieder einiges in Bewegung bei der Palliativstation. Im Dezember wird der Umzug in den Neubau neben dem Klinikum Weiden, den achten Bauabschnitt, umgesetzt. „Wir haben dort mehr Platz und können auch unser therapeutisches Spektrum erweitern, unter anderem um Akupunktur, Aromatherapie, Klangschalenmassagen und vieles mehr“, freut sich Dr. Kuchlbauer auf die neuen Räumlichkeiten. Auch von dort aus soll die Zusammenarbeit mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, der SAPV Waldnaab, weiter fortgeführt und ausgebaut werden.

Dort, wo die Palliativstation derzeit untergebracht ist, wird dann ein Hospiz sein. Zuvor wird aber das zehnjährige Jubiläum gefeiert – im Wissen, einen Leuchtturm der Palliativmedizin geschaffen zu haben, der weit über die Region hinausstrahlt.


 
 

Chefärzte im Gespräch

Oktober 2018

Prof. Dr. Anton Scharl eröffnet achtteilige Vortragsreihe am Klinikum Weiden

Was tun gegen Rückenschmerz, wenn die konservative Therapie versagt? Welche therapeutischen Möglichkeiten bietet eine Endoskopie? Ist chronischer Blasenschmerz heilbar? Und was sind eigentlich die wirklich gefährlichen Risiken des Alltags? Diese und noch mehr medizinische Fragestellungen stehen bei der achtteiligen Vortragsreihe des Klinikums Weiden im Mittelpunkt. Eröffnet wird die Vortragsreihe am 11. Oktober durch Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg – Tirschenreuth – Weiden.

Die Vortragsreihe bietet einen breiten Überblick über das medizinische Spektrum des Klinikums Weiden. „Wir wollen mit diesen Vorträgen informieren, Themen aus dem Alltag in den Mittelpunkt stellen und die Bevölkerung damit natürlich auch aufklären“, beschreibt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, die achtteilige Reihe, an der insgesamt mehr als zehn Chefärzte im Eingangsbereich des Klinikums informieren und nach der Veranstaltung für weitere Fragen bereitstehen.

Den Auftakt bildet dabei die Frage, welche Risiken für Menschen tatsächlich bedrohlich sind. Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg – Tirschenreuth – Weiden, wird in seinem Vortrag „Risiken des Alltags – lösen Deodorants Brustkrebs aus?“ erklären, dass viele Risikofaktoren in der Bevölkerung zu präsent sind. „Risiken, die wir nicht kontrollieren können, werden überschätzt, während andere Risiken, die wir selbst in der Hand haben und etwas dagegen tun können, stark unterschätzt werden“, so Prof. Dr. Scharl, der dabei beispielsweise auch auf die unterschiedlichen Risiken verschiedener Fortbewegungsarten (Flugzeug – Auto) eingehen wird.

Zu den am häufigsten unterschätzten Risiken des Alltags zählt aber die Lebensführung eines jeden Einzelnen. „Dass der Lebensstil Auswirkung auf die Gesundheit hat, ist in der Gesellschaft zumindest einigermaßen bekannt. Wichtig ist aber, auch den Mechanismus von Gefahren zu verstehen“, erklärt Prof. Dr. Scharl, der beispielsweise darauf verweist, dass die Angst vor Krebs in vielen Fällen größer ist als vor Herz-Kreislauf-Leiden, obwohl letzteres oft doppelt so gefährlich ist.

Neben den Aspekten einer ungesunden Ernährung, Rauchen oder Bewegungsmangel auf die Gesundheit wird Prof. Dr. Scharl in seinem Vortrag am 11. Oktober um 19 Uhr in der Eingangshalle des Klinikums Weiden aber auch auf weitere alltägliche Risiken eingehen und dabei auch klären, ob Deodorants wirklich Brustkrebs fördern oder ob es hierbei – wie so oft – immer eine Frage des richtigen Maßes ist.


 
 

Krankenpflege ist Herzenssache

September 2018

Eine harte Zeit des Lernens liegt hinter der Abschlussklasse der Berufsfachschule für Krankenpflege der Gesundheitsakademie “New Life”. 14 Absolventen durften jetzt in einer Feierstunde ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Am Ende der Ausbildung wurde gefeiert. 14 Absolventen haben es geschafft und die staatliche Abschlussprüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgreich bestanden. Alle Absolventen sollen übernommen werden. Bei der Abschlussfeier wurden ihnen die Zeugnisse überreicht. 4600 Stunden theoretische und praktische Ausbildung lagen hinter den Absolventen. Praxiseinsätze in Wöllershof und ambulanten Pflegeeinrichtungen kamen dazu. Sechs Stunden Abschlussprüfung, sechs Stunden praktische Prüfung sowie die mündliche Prüfung folgten.

Dass mit der Ausbildung auch ein ganzer Lebensabschnitt zu Ende gehe, sagte Pflegedirektor Thomas Baldauf. „Doch jedes Ende ist ein neuer Anfang“ gab dieser den Absolventen als Empfehlung mit auf den Weg. Ratschläge für die berufliche Zukunft formulierte auch Schulleiterin Beate Mark. „Freuen Sie sich über das Erreichte, denn Freude gibt dem Leben Flügel“. Mark empfahl auch sich immer seiner eigenen Ressourcen bewusst zu sein und diese auszuschöpfen. Lernprozesse im Lebenslauf könnten jetzt zielgerichtet selbst bestimmt werden und „Enttäuschungen sollten als Lernsituation betrachtet werden“.

Als Prüfungsbeste wurden Sandra Hulin (Note 1,66), Sandra Bartha (2,0), Ludwig Kutzer (2,0) und Julia Tretter (2,0) ausgezeichnet. Hulin darf sich um ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung bewerben. Sie möchte Pflegepädagogik oder Medizinische Pädagogik studieren, wie sie sagte. Julia Jahn und Ludwig Kutzer sprachen im Namen der Absolventen. „Ich kann diese Ausbildung nur jedem ans Herz legen“, sagte Kutzer. Für die musikalische Umrahmung der Abschlussfeier sorgte das Saxophontrio unter Leitung von Markus König. Den Abschlussgottesdienst gestalteten Sabine Dachauer und Helmut Brandl.

Hier geht es zum vollständigen Artikel im Neuen Tag.

(Quelle: onetz.de)


 
 

Wichtiger klinischer Knoten für den Beckenboden

September 2018

Klinikum St. Marien Amberg und Kliniken Nordoberpfalz AG setzen Startschuss

Ursachen von Erkrankungen des Beckenbodens können ebenso wie die damit verknüpften Beschwerdebilder sehr unterschiedlich sein. Umso wichtiger bei der Versorgung ist der enge Austausch der niedergelassenen Ärzte, der Fachärzte und der Klinik gebunden Spezialisten. Im Sinne der Patientinnen und Patienten sind die beiden großen Kliniken in der nördlichen Oberpfalz, das Klinikum St. Marien Amberg und die Kliniken Nordoberpfalz AG, jetzt noch einen Schritt weiter gegangen und setzten den Startschuss für ein überregionales Kontinenz- und Beckenbodenzentrum. „Profitieren sollen und werden die Patienten“, gab sich Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer bei der thematisch wie fachlich hochkarätig besetzten Auftaktveranstaltung zuversichtlich. Der Chefarzt der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden konnte mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen in Weiden begrüßen.

Das Spektrum der Fachvorträge umfasste im ersten Block die Differentialdiagnose der Inkontinenz zur korrekten Auswahl der Therapieoptionen, konservative Therapien der Drang- und Belastungsinkontinenz und Injektionstherapie mit Botulinum-Toxin, besser bekannt als „Botox“, das seine eher zweifelhafte Berühmtheit in der Faltentherapie alternder Filmsterne beiden Geschlechts erlangt hat. In der Urologie kann es jedoch ohne Gefahr größerer Nebenwirkungen und mit hervorragendem Erfolg zur Behandlung von therapieresistenter Dranginkontinenz eingesetzt wird.

Im zweiten Teil stand die operative Versorgung von Dezensus, also Senkungszuständen, im Mittelpunkt. Mögliche Auslöser dieses Krankheitsbildes sind Schwangerschaft, Geburten, Bindegewebsschwäche, schwere körperliche Tätigkeit, chronische Verstopfung oder chronischer Husten. Über die Möglichkeiten und Vorteile der laparoskopischen, also minimal-invasiver Operationsmethoden bestand seitens der aufgerufenen Fachreferenten kein Zweifel. Zur Darstellung der Vorteile einer neuen Operationsmethode hatte Prof. Dr. Dr. Bschleipfer mit Dr. Michael Anapolski aus Dormagen einen erfahrenen Operateur eingeladen. Standardtherapie und neue Herangehensweise wurden kritisch verglichen. Beide umfassend vorgestellten Operationsmethoden kommen zu hohen Erfolgsquoten von deutlich über 90 Prozent.

„Von Kollegen zu Kollegen“ oder noch stärker: „Kooperation statt Konkurrenz“ – Vom gelebten Motto der Initialveranstaltung werden die Patienten zukünftig vor allem dadurch profitieren, dass die Fälle umfangreich und aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln betrachtet werden können – und das möglicherweise sogar ortsunabhängig. „Beckenbodenkonferenzen, die beispielsweise auch als überregionale Videokonferenzen abgehalten werden können, bringen Erfahrung und Expertise unmittelbar zu den Patienten“, blickt Prof. Dr. Dr. Bschleipfer in die Zukunft. Geplant sind Patientenveranstaltungen, ein Kliniken Nordoberpfalz AG gezieltes Kommunikationskonzept, um Innovationen zeitnah einem breiten Publikum zugängig zu machen, und natürlich weitere ärztliche Fortbildungen.


 
 

Detaillierte Informationen über breites Spektrum

September 2018

Krankenhaus Kemnath informiert bei Vortragsreihe

Wie gehe ich am besten mit Schmerz um? Was kann jeder selbst gegen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall tun? Und worauf ist bei Schulter-, Hüft- oder Knieprothesen zu achten? Diese und weitere Fragen stehen bei der Vortragsreihe des Krankenhauses Kemnath im Mittelpunkt, die Mitte September startet und bei der bis Ende März monatlich ein medizinisches Kernthema des Hauses beleuchtet wird.

„Wir wollen den Zuhörerinnen und Zuhörern bei unserer Vortragsreihe einen verständlichen Überblick bieten und dabei aber nicht nur allgemein informieren, sondern auch auf spezielle Probleme eingehen“, erklärt Carina Ascherl, Leiterin des Krankenhauses Kemnath. Sie hat gemeinsam mit den Ärzten das Vortragsprogramm organisiert, für das Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. „Es freut mich, dass die Vortragsreihe in diesem Jahr wieder auflebt. Gerade die Möglichkeit, direkt auf die verantwortlichen Ärzte zugehen zu können, ist wichtig und macht dieses Format so besonders“, so Kemnaths Bürgermeister.

Den Auftakt bildet der Vortrag von Anästhesist Dr. Hans-Jürgen Honikel, der am 20. September auf das Thema Schmerz und Schmerzbewältigung eingehen wird. Was jeder selbst tun kann, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden, darüber informiert am 25. Oktober Dr. Gerhard Jilge, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Im letzten Vortrag des Jahres 2018 am 29. November stellt Dr. Florian Höhler, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, die Schilddrüsenchirurgie in den Mittelpunkt.
Zum Auftakt des Jahres 2019 erläutert Marc Schmidt aus dem MedCenter am 31. Januar die Bedeutung von neurochirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule. Dr. Wolfgang Gruber, ärztlicher Leiter des MedCenters, wird am 28. Februar Wissenswertes über Schulterendoprothetik berichten. Den Abschluss bildet der gemeinsame Vortrag der Orthopäden Dr. Michael Kampe und Dr. Holger Eggers am 21. März, die das Thema Hüft- und Knieendoprothesen genauer beleuchten werden.

Alle Vorträge starten um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Kemnath. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei!


 
 

Mehr Gemeinsamkeit wagen

August 2018

1. Interprofessionelles Forum Intensivmedizin vertieft Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegepersonal

Intensivmedizinische Versorgung und Pflege können nur dann optimal funktionieren, wenn Ärzte und Pflegekräfte eng zusammenarbeiten. Beim von der Kliniken Nordoberpfalz AG erstmals organisierten „Interprofessionellen Forum Intensivmedizin“ werden diese beiden Berufsgruppen nun erstmals in einer Weiterbildungsveranstaltung zusammengebracht. Und das Programm für die Veranstaltung am 17. November in der OTH Weiden ist hochkarätig.

In zwei Sälen werden dabei Themen wie Delir, Beatmung, Sepsis und vieles mehr behandelt. Rund 30 Referenten werden dabei über aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich der Intensivmedizin berichten – sowohl aus dem Klinikum Weiden, aber auch bundesweit renommierte Experten der Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf, der Charité Berlin, Freiburg oder Düsseldorf werden dabei über ihre Erfahrungen sprechen. Dazu kommen mehrere Workshops, von denen zwei praxisnah direkt im Klinikum Weiden durchgeführt werden. „Gerade die operative Intensivmedizin ist einem ständigen Wandel ausgesetzt, so dass die Vernetzung zwischen ärztlichem und pflegerischem Bereich immer wichtiger wird“, erklärt Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der St. 83 ITS am Klinikum Weiden und Hauptorganisator des Forums: „Durch neue, aber oft auch technisch und pflegerisch aufwändige Behandlungsmethoden erfährt diese Zusammenarbeit immer höhere Bedeutung, aber stellt gleichzeitig auch höchste Anforderungen an das behandelnde Personal“.

Entscheidende Bedeutung kommt daher dem Fachwissen und der Erfahrung aller Berufsgruppen zu, um eine optimale Betreuung, Behandlung und Genesung zu ermöglichen. Bisher waren Weiterbildungsveranstaltungen aus diesem Bereich aber oftmals nur auf eine der beiden Berufsgruppen Pflege oder Ärzte ausgelegt. „Aber den neuen Herausforderungen in diesem sich so dramatisch schnell entwickelnden Bereich der Medizin kann man nur als interprofessionellem Team begegnen“, so Faltlhauser. Die Veranstaltung am 17. November zielt aber genau darauf ab: eine noch intensivere Verbindung zwischen den Berufsgruppen zu bilden.

Das Interprofessionelle Forum Intensivmedizin ist also eine logische Weiterentwicklung der bisherigen Weidener Intensivpflegetage. Bei denen stand bisher die Pflege im Mittelpunkt, ärztliche Inhalte wurden nur teilweise behandelt. Mit dem berufsgruppenübergreifenden Forum soll sich das nun ändern.

Dass großes Interesse für ein solches Format besteht, zeigen die bereits eingegangenen zahlreichen Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Für Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG ist die Teilnahme an der Veranstaltung übrigens kostenfrei. Informationen gibt es unter www.forum-intensivmedizin-weiden.de.


 
 

Bessere Heilerfolge durch neue Techniken

August 2018

Klinikum Weiden bietet verbesserte Behandlungsmethoden bei Bauchspeicheldrüsen- und Speiseröhrenkrebs

Rund 470.000 Krebs-Neuerkrankungen wurden 2016 in Deutschland registriert. Statistisch gesehen wird demnach jeder zweite Deutsche im Lauf seines Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Besonders auf dem Vormarsch ist dabei Bauchspeicheldrüsenkrebs: bis zum Jahr 2050 könnten Pankreaskarzinome für die Hälfte aller tödlichen Krebserkrankungen verantwortlich sein. Nicht nur deshalb rückt das Pankreas am viszeral-onkologischen Zentrum des Klinikums Weiden immer mehr in den Mittelpunkt – und damit auch neue Behandlungstechniken der Erkrankung.

Durch die sogenannte Endodrainage, also die Einlage von Schläuchen in den Gang der Bauchspeicheldrüse und den Gallengang, können aggressive Verdauungssäfte für einen Zeitraum von rund zwei Wochen nach außen abgeleitet werden. Damit kann an der Verbindung zwischen Organ und Darm kein Sekret mehr in den Bauchbereich austreten. Die Folge: das Risiko des Auftretens von Fisteln, die zu schweren Nebenwirkungen wie Nachblutungen führen können, wird auf unter fünf Prozent gesenkt – deutschlandweit ist eine Rate von bis zu 20 Prozent üblich. „Durch das Einlegen der Schläuche und die Ableitung der Verdauungssekrete kann der Heilungsverlauf bei Patienten beschleunigt werden. Wir haben mit dieser neuen Behandlungstechnik sehr positive Ergebnisse erzielen können“, erklärt Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie sowie Leiter des Viszeral-Onkologischen Zentrums am Klinikum Weiden.

Doch nicht nur Bauchspeicheldrüsenkrebs, sondern auch Krebserkrankungen der Speiseröhre werden immer häufiger. Kleine Tumore können dabei im Rahmen einer Speiseröhrenspiegelung behandelt werden, bei fortgeschrittenen Erkrankungen erfolgt in fast allen Fällen eine Strahlenbehandlung mit medikamentöser Behandlung. Eine simultane Chemotherapie und Bestrahlung zeigt bei der operativen Entfernung dieser Ösophaguskarzinome die größte Erfolgsrate und ist ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zur Gesundwerdung.

Wird die Speiseröhre entfernt, muss für diese ein Ersatz durch einen Magenschlauch geschaffen werden. Bisher war hierfür eine sogenannte „Zwei-Höhlen-Operation“ nötig – also eine Öffnung des Bauchraums sowie des Brustkorbes. „Wir nutzen hierfür aber seit gut zwei Jahren eine Hybrid-Technik: der Brustkorb wird wie bisher geöffnet, der Bauchraum jedoch minimal-invasiv, also im Schlüsselloch-Verfahren, operiert. Die Vorteile sind deutlich spürbar, denn Patienten erholen sich auf diese Weise deutlich schneller von dem Eingriff als bei der herkömmlichen Vorgehensweise“, so Prof. Dr. Dietl. Durchgeführt wird diese Hybrid-Technik im integrierten Operationssaal. „Das ist ein hochmoderner Saal für minimal-invasive Verfahren mit dem höchsten Integrationsgrad weltweit. Die Komplikationsrate ist dabei stark von der Erfahrung des Operateurs und den zur Verfügung stehenden OP-Gegebenheiten abhängig. Daher sollten solche Operationen auch nur in spezialisierten Zentren wie bei uns durchgeführt werden“, betont der Chefarzt der Allgemeinchirurgie am Klinikum Weiden.

Und so zeigt sich bei Bauchspeicheldrüsen- und Speiseröhrenkrebs – ähnlich wie bei vielen anderen Behandlungsmethoden – eine klare Tendenz: durch immer modernere Operationstechniken verbessert sich nicht nur die Heilungsrate bei der Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen, sondern wird der operative Eingriff auch so verändert, dass der Patient weniger Schmerzen erdulden muss – und noch wichtiger: schneller wieder gesund wird.


 
 

WM wird durch Spende doch noch erfolgreich

Juli 2018

fotopuzzle.de unterstützt den Bunten Kreis Nordoberpfalz

Das Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft mit dem Vorrunden-Aus war für viele Fußballfans vor allem Eines: enttäuschend. Ein positiver Aspekt dieser WM bleibt aber dennoch: denn der Bunte Kreis Nordoberpfalz profitiert von einer Gewinnspielaktion des Altenstädter Unternehmens fotopuzzle.de, das jetzt 250 Euro an die Nachsorgeeinrichtung am Klinikum Weiden übergeben konnte.

Der Betrag stammt aus einer Aktion von fotopuzzle.de, die im Rahmen des WM-Fan-Fests in Altenstadt bei den Spielen der deutschen Elf durchgeführt wurde. Leider waren das nur drei Partien – am Ende kamen dennoch 250 Euro zusammen. „Der Bunte Kreis ist eine wichtige Einrichtung in unserer Region, die wir gern unterstützen“, erklärt Christoph Kastner, Leiter Online-Marketing bei dem international tätigen Unternehmen aus Altenstadt.

Die Leiterin des Bunten Kreises, Marina Frister, sowie ihre Kollegin Anja Schricker freuten sich über die Spende: „Um Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können, sind wir auf Spendengelder angewiesen. So können wir weiterhin schnell und unbürokratisch Hilfe für Familien leisten, die auf Unterstützung angewiesen sind.“
Seit Beginn der Nachsorge durch den Bunten Kreis Nordoberpfalz konnten rund 500 Familien unterstützt werden, zum Teil über einen Zeitraum von drei bis neun Monaten. Das hierfür tätige Team besteht aus Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern und jeweils einer Sozialpädagogin und Psychologin. Durch Spenden wie die von fotopuzzle.de kann individuell und unbürokratisch geholfen werden – sei es bei therapeutischen Mitteln, der Finanzierung von Spezialnahrung oder auch bei Fahrtkosten oder der Bezuschussung behindertengerechter Autos.


 
 

Neue Behandlungsmethode für Prostatapatienten

Juli 2018

Die Urologische Abteilung der Kliniken Nordoberpfalz stellt ihren Patienten mit Prostatabeschwerden eine neue Therapieoption vor: iTind ist ein vorübergehend eingesetztes Implantat, das prostatavergrößerungsbedingte Beschwerden beim Wasserlassen ohne Operation für Jahre beseitigt.

Ein gutartiges Wachstum der Prostata ist bei Männern eine sehr häufige Alterserscheinung: Ab 50 Jahren zeigt knapp die Hälfte der Männer eine solche Prostatavergrößerung und ab dem 75. Lebensjahr sind mit 90% nahezu alle Männer betroffen. Das Organ, welches die Harnröhre ringförmig umschließt und im vergrößerten Zustand einengt, kann zu Beschwerden beim Wasserlassen führen. Die Patienten haben dann häufig einen sehr schwachen Urinstrahl, müssen pressen, um zu urinieren oder können nur mit Unterbrechungen Wasser lassen.

Da die Symptome jedoch gut behandelbar sind, sollten Betroffene keinesfalls den Weg zum Arzt scheuen. Von Medikamenten bis hin zu Laserbehandlungen und Operation stehen je nach Schweregrad verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Mit iTind bietet die Kliniken Nordoberpfalz nun eine weitere an. Es handelt sich um ein kleines, vorübergehend eingesetztes Implantat aus Nitinol, einem Metalldraht mit Formgedächtnis. Das iTind wird vor dem Eingriff in einen gefalteten Zustand gebracht und als flacher Draht in die Harnröhre eingesetzt. Sobald es implantiert ist, beginnt es sich auszudehnen und präzisen Druck auf drei Punkte innerhalb der Prostata auszuüben. In den folgenden fünf bis sieben Tagen erzeugt dieser kontinuierliche Druck eine Erweiterung der Harnröhre, so dass der Urin deutlich besser austreten kann. Das Implantat wird nach einer Woche wieder vollständig entfernt.

Mehrere Studien zeigten, dass mit dem iTind-Verfahren längerfristige Verbesserungen erzielt werden können. Dabei konnte bei allen behandelten Männern eine deutliche Verbesserung des Harnflusses festgestellt werden. Die von den Patienten selbst eingeschätzte Beurteilung ihrer Lebensqualität stieg innerhalb des ersten Jahres von durchschnittlich Note 4 auf Note 1.

Prof. Dr. Dr. Th. Bschleipfer, einer der beiden Chefärzte der Urologischen Abteilung im Klinikum Weiden, empfiehlt iTind insbesondere Patienten, welche die medikamentöse Therapie beenden möchten, aber bisher zu wenig Leidensdruck für einen Eingriff mittels Laserbehandlung oder Operation haben. Vorteil des Verfahrens ist insbesondere, dass keine Einschränkungen der sexuellen Funktion (Erektion und Ejakulation) zu erwarten sind. Er lädt Betroffene ein, einen Beratungstermin zu vereinbaren, um gemeinsam die individuell beste Therapieentscheidung zu treffen.

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Stahl: “Klinik eine Topadresse”

Juli 2018

In das neue Ärztehaus in Tirschenreuth, eine neue Notaufnahme, Renovierung der bestehenden Notaufnahme, Sanierung der alten OP-Säle und Schaffung neuer OP-Säle investiert die Kliniken Nordoberpfalz AG rund 30 Millionen Euro.

“Ein Batzen Geld, der gleichzeitig Symbol für die Weiterentwicklung des Hauses und dessen Bestandsgarantie ist.” Das sagte Franz Stahl, der in der Doppelfunktion Bürgermeister und Landrat zu einer kleinen Feierstunde in den Vortrags- und Besprechungsraum im Ärztehaus gekommen war. Anlass war, dass Professor Rudolf Ascherl und Chefarzt Dr. Gregor Stohlmann in der Focus-Ärzteliste 2018 als Top Mediziner und Ärzteempfehlung weit vorne rangieren. Stahl sagte, man müsse sich vor Augen halten, dass eine solche Investition in ein Krankenhaus für eine 9000 Seelenstadt sehr außergewöhnlich sei, genauso wenig, wie ein Haus dieser Größenordnung mit allen fachmedizinischen Abteilungen ausgestattet sei. Wie bei allen Krankenhäusern werde die Wirtschaftlichkeit immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Der Landkreis sei stets gewillt Defizite mitzutragen. Denn man wisse, dass Kompetenz und Spitzenmedizin viel Geld kosteten. Das Tirschenreuther Haus bezeichnete Stahl im Verbund der Kliniken Nordoberpfalz als eine Top-Adresse. Das sei in erster Linie auch ein Verdienst all derer, die hier jeden Tag motiviert mitarbeiten. In Tirschenreuth seien alle Voraussetzungen für Spitzenmedizin gegeben. Kompetenz und Team seien ein Aushängeschild für die Region. “Medizinisch und menschlich ist der Patient hier gut aufgehoben.” Professor Ascherl erhielt seine Auszeichnung, es ist nicht die erste im Magazin, im Bereich Knie- und Hüftchirurgie.

Außerdem ausgezeichnet wurde Dr. Gregor Stohlmann für seine Leistungen als Anästhesist und Palliativmediziner. Beide Ärzte seien darüber hinaus auch verantwortlich für die Intensivbetreung, die genauso wesentlich für die Genesung sei, erklärte Krankenhausleiterin Claudia Kost. Die hochwertig ausgestattete Intensivstation und das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung mit seinem Leiter Professor Ascherl, bezeichnete sie als besonderen Gewinn. Gregor Stohlmann freute sich besonders, dass Anästhesie und Palliativmedizin einmal als preiswürdig wahrgenommen wurden und lobte das persönliche Engagement des Teams innerhalb der Intensivmedizin. “Patienten und Familienmitglieder können jederzeit kommen oder anrufen, sie werden immer ein offenes Ohr finden, ob bei Ärzten oder Pflegepersonal, deshalb ist das eine Auszeichnung der gesamten Abteilung.”

Quelle: Der Neue Tag

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