News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Neue Führungsstruktur der Kliniken Nordoberpfalz AG

Josef Götz bleibt Vorstand – Erarbeitung einer neuen Führungsstruktur

Der Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz AG hat in seiner gestrigen Sitzung eine Änderung der Führungsstruktur beschlossen. Josef Götz, der seit Gründung der AG Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG ist, wird das Unternehmen weiterhin leiten. Ein externes Beratungsinstitut wird damit beauftragt, eine Führungsstruktur mit drei Vorständen auszuarbeiten. Dann erfolgt die Ausschreibung der zu besetzenden Vorstandspositionen.

Anders lautende Pressemeldungen entsprechen nicht der Beschlusslage des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Wolfgang Lippert ist erschüttert, dass interne Beschlüsse des Aufsichtsrats direkt und unkorrekt an die Presse weitergegeben werden. Das Vertrauen in den Aufsichtsrat ist dadurch erheblich belastet. Er lässt prüfen inwieweit hier rechtliche Schritte einzuleiten sind.

Die Umsetzung des erweiterten Zukunftskonzepts 2020, das in der Aufsichtsratssitzung am 9. Februar beschlossen wurde, wird uneingeschränkt weiterverfolgt.

Positive Signale für die Umsetzung des weiterentwickelten Zukunftskonzepts 2020

Aufsichtsratssitzung am 10. April: Fortschritte in den Gesprächen mit niedergelassenen Ärzten, Ministerium und Kostenträgern zur Realisierung umfassender medizinischer Versorgungsmöglichkeiten in der Region

Die Leitung der Kliniken Nordoberpfalz AG hat den Aufsichtsrat in der Sitzung am 10. April über den aktuellen Stand zur Umsetzung des erweiterten Zukunftskonzepts 2020 informiert. Dabei ging es insbesondere um die Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten des geplanten Intersektoralen Gesundheitszentrums (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung. Die Klinikleitung befindet sich hierzu in laufenden Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie mit den Kostenträgern. Parallel dazu ist die Gewinnung niedergelassener Ärzte für das geplante Gesundheitszentrum bereits angelaufen.

Das erweiterte Zukunftskonzept 2020 sieht eine Umwandlung des Standorts Waldsassen in ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung vor. Das IGZ stellt unter Einhaltung des Facharztstandards die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztlichen, internistischen und weiteren Angeboten auch in Zukunft sicher.

Um die notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen zu finanzieren, prüft die Klinikleitung aktuell zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Möglichkeiten der Förderung durch Investitionsmittel aus dem Krankenhaus-Strukturfonds. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Voraussetzungen für eine Förderung des IGZ durch den Strukturfonds erfüllt. Entscheidend hierfür sind die Förderrichtlinien, die voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinen. Der Antrag wird aktuell vorbereitet und sofort nach Veröffentlichung der Förderrichtlinien gestellt. Erste Gespräche mit Krankenkassen bezüglich des angedachten Konzepts waren positiv.

Parallel arbeitet die Klinikleitung weiter an einem Konzept für eine erweiterte ambulante Versorgung in Waldsassen, wie sie im erweiterten Zukunftsplan 2020 vorgesehen ist. Mit 15 bis 20 Betten würde es Patienten damit ermöglicht, für wenige Tage stationär in Waldsassen behandelt zu werden. Der Erfolg des Konzepts hängt jedoch entscheidend davon ab, ob eine juristische Grundlage für die Realisierung gefunden werden kann. „Wir prüfen aktuell mögliche Umsetzungsszenarien für die erweiterte ambulante Versorgung“, sagt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. „Alle Beteiligten sind engagiert, Lösungen zu finden und rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, um das Konzept umsetzen zu können.“

Ein weiteres Ziel der Kliniken Nordoberpfalz AG ist nach wie vor, die orthopädische Rehabilitation in Waldsassen langfristig zu erhalten. Hierzu befindet sich die Klinikleitung in Gesprächen mit den Rentenversicherungsträgern. Damit ein Versorgungsvertrag abgeschlossen werden kann, müssen zunächst die Strukturanforderungen der Rentenversicherungsträger erfüllt werden. Ob dies der Fall ist, wird bis Ende Mai durch die Kliniken Nordoberpfalz AG intern geprüft.

Gespräche mit dem Betriebsrat
Nach einem ersten Sondierungsgespräch sind weitere Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat für den 24. April geplant. Das Zukunftskonzept soll ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. „Es ist unser erklärtes Ziel, unsere gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten“, betont Götz. „Wir werden hier eng mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften zusammenarbeiten, um unter Berücksichtigung aller Interessen zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen.“

Klinikumsapotheke Weiden erneut ausgezeichnet

April 2019

Best-Practice-Award für Projekt über Arzneimitteltherapiesicherheit verliehen

Die Apotheke im Klinikum Weiden beliefert die Häuser der Kliniken Nordoberpfalz AG und weitere Einrichtungen nicht nur mit Arzneimitteln, sondern sorgt mit verschiedenen Dienstleistungen auch für eine nachhaltige Verbesserung der Medikation von Patienten. Dafür wurde die Klinik-Apotheke jetzt erneut ausgezeichnet: so kann sich das Team um Dr. Werner Speckner, Leiter der Apotheke der Kliniken Nordoberpfalz AG, über den mit 5.000 Euro dotierten Best-Practice-Award „Erfolgreich durch Innovation“ freuen, der auf dem Prospitalia Jahreskongress in Stuttgart verliehen wurde.

Das von Apothekenleiter Dr. Werner Speckner vorgestellte Projekt „Medikationsmanagement für niereninsuffiziente Patienten – Digitalisierung im Dienste der Personalentwicklung“ befasst sich mit dem Schutz von Patienten, deren Nieren mittel bis stark geschädigt sind. Diese Patienten sind besonders anfällig für Arzneimittelnebenwirkungen.
Die Arzneimitteltherapiesicherheit ist seit langem ein zentrales Thema bei der Kliniken Nordoberpfalz AG. So prüft das Team der Apotheke unter Leitung von Dr. Werner Speckner die verordneten Arzneimittel in der elektronischen Patientenakte. Dabei gibt es in der Regel drei Möglichkeiten die Medikation zu verbessern: Die Dosierung kann optimiert werden, es liegt eine Kontraindikation vor und es können Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Medikamenten auftreten. Von der Labordiagnostik bis zur Arzneimittelgabe wurde ein geschlossener und verbesserter Medikationsprozess entwickelt. „Unsere Ergebnisse besprechen wir mit den Ärzten und dem Pflegepersonal. In der Regel läuft das im Hintergrund, ohne dass der Patient dies mitbekommt“, erklärt Dr. Speckner. „Die Medikation des Patienten wird über digitale Medien durch Fachapotheker fernkontrolliert.“

Die Ergebnisse sprechen für sich: so können pro Tag etwa sieben Medikationen verbessert werden. „Der Nutzen für den Patienten steht bei uns im Vordergrund und bei den Ärzten und der Pflege kommt der Nutzen primär an. Aber auch für den Patienten ist es natürlich wichtig zu wissen, dass die Medikationen nach dem Vier-Augen-Prinzip überprüft werden. Denn wir sehen bei der Hälfte der Fälle Verbesserungsmöglichkeiten und daher ist dies für alle Beteiligten von Vorteil.“, so der Apotheker. Und das Personal wird nicht nur digital unterstützt: So stellt die Apotheke den Ärzten auch Karten mit gezielten Informationen für die Patienten zur Verfügung, die im Arztkittel griffbereit sind.

Jetzt wurde dieser Beratungsservice mit dem 1. Preis des Best-Practice-Awards 2019 der Prospitalia GmbH ausgezeichnet. Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt, Sprecher Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule Ökonomie & Management Essen, zeigte sich als Vorsitzender der Jury beeindruckt von der innovativen und effizienten Vorgehensweise. Besonders die intelligente Vernetzung der Patientenidentifikation, der Diagnostik, der Verordnungen und der Dokumentation dieser Medikationen, ganz im Sinne von Gesundheit 4.0, fand die Jury bei diesem Projekt sehr stimmig.

Bereits im Vorjahr erhielt die Apotheke der Kliniken Nordoberpfalz AG eine Auszeichnung vom ADKA Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker. Die damals gewürdigte Fortführung einer Diplomarbeit, die sich um die Medikationsanalyse für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beschäftigte, wurde in der Apotheke nun über Automatisierung, Spezialisierung und Personalentwicklung auf Dauer etabliert.
Auch Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, gratulierte dem Team zum erneuten Erfolg: „Die Arbeit unserer Apotheke zeigt, dass auch Krankenhausapotheken ohne universitären Auftritt in Wissenschaft und Lehre nachhaltig hochrelevante Leistungen für die Arzneimitteltherapiesicherheit erbringen können. Die patientenindividuelle Krankenhauspharmazie ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Schwerpunkt geworden. Daher freue ich mich umso mehr über die Auszeichnung, weil sie die herausragenden Leistungen unserer Apotheke zum Wohle unserer Patienten bestätigt.“

 

 

Aufklärungsarbeit und Unterstützung bis zum Lebensende

April 2019

Klinisches Ethikkomitee der Kliniken Nordoberpfalz AG informiert sich über Hospiz St. Felix in Neustadt/WN

Seit Mitte Februar werden im Hospiz St. Felix in Neustadt an der Waldnaab unheilbar Kranke bis zu ihrem Tod gepflegt, aber auch Angehörige im Umgang mit den Sterbenden begleitet und bei der Trauerarbeit unterstützt. Aufgaben, die sich in großen Teilen auch mit den Tätigkeiten des Klinischen Ethikkomitees (KEK) der Kliniken Nordoberpfalz AG decken. Im Rahmen der regelmäßigen Sitzungen des Ethikkomitees konnten die Mitglieder jetzt das Hospiz St. Felix besichtigen und sich mit dem dortigen Personal fachlich austauschen.

Susanne Wagner, Leiterin des Hospiz St. Felix, führte die KEK-Mitglieder durch die umgestalteten Räumlichkeiten der früheren Palliativstation und gab einen Einblick in die tägliche Arbeit des fast 20-köpfigen Teams vor Ort, wo bis zu neun Gäste betreut werden können. „Wir verhelfen unheilbar Kranken bis zuletzt zu einem Leben in Würde“, betonte Wagner. Neben der Palliativstation, der ambulanten Palliativversorgung und dem ambulanten Hospizdienst der Malteser komplettiert das stationäre Hospiz nun die Hilfe für schwerstkranke Patienten in der Region.

Die Mitglieder des Klinischen Ethikkomitees um Leiter Dr. Manfred Hausel zeigten sich beeindruckt von den Tätigkeiten im Hospiz St. Felix. Dabei wurden auch mehrere Gemeinsamkeiten herausgestellt. Denn auch das Klinische Ethikkomitee, das seit 2008 besteht und inzwischen rund 25 Personen umfasst, bietet ein Forum für die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Patientenaufklärung, Patientenverfügung, Grundlagen der klinischen Ethikberatung, aber auch der Sterbebegleitung. „Mit unseren klinischen Ethikberatungen können wir einen wichtigen Beitrag leisten, ethisch schwierige Entscheidungen mithilfe von Experten und Moderatoren zu besprechen und zu finden“, erklärt Dr. Manfred Hausel, Leiter des Ethikkomitees. So kommt es häufig vor, dass nicht klar ist, welche Maßnahmen für betroffene Patienten die besten sind oder wenn es Uneinigkeit darüber zwischen den Beteiligten gibt – hier kann das Ethikkomitee mit ausgebildeten Ethikberatern unterstützend und helfend zur Seite stehen.

Neben der Besichtigung des Hospizes St. Felix tauschten sich die Mitarbeiter vor Ort und die Mitglieder des Ethikkomitees auf fachlicher Ebene über Anmeldungs- und Aufnahmeverfahren und Besonderheiten in der Versorgung aus. Zudem wurde vereinbart, dass bei Bedarf auch eine Beratung des Klinischen Ethikkomitees mit Angehörigen eines schwer erkrankten Patienten vor Ort im Hospiz erfolgen könne.

 

 

Aus Tirschenreuth für Tirschenreuth

März 2019

Zahl der Geburten unter Dr. Michael Rüth weiter angestiegen

Seit mehr als eineinhalb Jahren ist Dr. Michael Rüth Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth. In dieser Zeit konnte die Frauenklinik neu aufgestellt und auf zukünftige Herausforderungen ausgerichtet werden. Und während anderswo Geburtshilfen geschlossen werden, steigt die Zahl der Geburten im Stiftland an.

Mehr als 600 Neugeborene haben seit dem Dienstantritt von Dr. Michael Rüth als Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth das Licht der Welt erblickt. Mit 368 Geburten im Jahr 2018 konnte man sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern und auch 2019 befindet man sich auf einem guten Kurs. „Wir haben die heimatnahe Geburtshilfe in der nördlichen Oberpfalz weiterhin gesichert und durch die Anstrengungen der vergangenen Monate auf ein herausragendes Qualitätsniveau gehoben, das für ein Haus dieser Größenordnung ihresgleichen sucht“, erklärt Dr. Rüth, der seit August 2017 Chefarzt in seiner Heimatstadt ist.

Nach der Etablierung neuer Strukturen ist man in Tirschenreuth also auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet und für die Zukunft bestens aufgestellt. Die Versorgung durch Fachärzte und Hebammen ist rund um die Uhr gesichert. Ermöglicht wird das Dr. Rüth sowie seinem Team auch durch die Unterstützung bei Nacht- und Wochenenddiensten durch Dr. Konrad Schmid (Tirschenreuth), Dr. Ladislav Dedek (Waldsassen), Dr. Elena Kitaynik (Weiden) und Dr. Helmut Neumann (Cham). Bei den Hebammen sei der eingeleitete Generationenwechsel hervorragend umgesetzt worden, so Dr. Rüth, der auch auf die enorme Bedeutung der engen Kooperation mit der Frauenklinik am Klinikum St. Marien Amberg hinweist. Denn die dortige Hebammengemeinschaft hat sich bereit erklärt, zum Teil auch am Krankenhaus Tirschenreuth tätig zu werden. Sechs Beleghebammen sowie fünf Hebammen aus Amberg stellen somit die Anwesenheit einer Hebamme im Krankenhaus rund um die Uhr sicher. „Vor zwei Jahren war noch nicht klar, ob überhaupt Hebammen zur Verfügung stehen. Jetzt können wir eine ruhige, familiäre Geburtshilfe mit individueller Betreuung durch die Geburtshelfer bieten und unsere Patientinnen werden so betreut, wie man es sich im Idealfall vorstellt“, erklärt Dr. Rüth.

Geleitet wird das Hebammenteam Tirschenreuth seit November 2018 von Klaudyna Golkowski-Nizewski, die nach ihrer Ausbildung zur Hebamme auch Hebammenwissenschaft studiert hat. „Mit diesem Kreis können wir ein äußerst kompetentes Team im Kreißsaal versammeln, mit einem Chefarzt, der die Qualifikation hat, die Geburtshilfe in einem Perinatalzentrum zu leiten und einem herausragenden Hebammenteam mit viel Erfahrung“, fasst Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg Tirschenreuth Weiden die Situation zusammen. Auch die räumliche Nähe zu Tschechien stelle einen großen Vorteil

 

 

Beständige Weiterentwicklung

März 2019

Dr. Florian Höhler leitet seit einem Jahr als Chefarzt die Chirurgie am Krankenhaus Kemnath

Der 01. März des Vorjahres war der Beginn einer neuen Zeitrechnung am Krankenhaus Kemnath. Denn an diesem Tag übernahm Dr. Florian Höhler den Chefarztposten der Chirurgie und folgte auf Dr. Ludwig Hofmann, der zuvor 16 Jahre lang diese Position innehatte. In diesem einen Jahr konnte in der Klinik für Chirurgie viel auf den Weg gebracht werden – doch ausruhen will man sich darauf nicht.

„Wir haben in dieser Zeit den Patienten in der Region wie bisher eine ausgezeichnete unfall- und visceralchirurgische Behandlungsmöglichkeiten geboten“, so Dr. Florian Höhler. Die operative Therapie orthopädischer, unfallchirurgischer und visceralchirurgischer Krankheitsbilder konnte im vergangenen Jahr weiterhin mit modernsten operativen Verfahren sichergestellt werden.

„Unser Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem MedCenter und den Belegärzten der Bevölkerung in der Region ein möglichst weites Behandlungsspektrum auf dem Gebiet der Unfallchirurgie, Orthopädie und Visceralchirurgie anzubieten. Wichtig sind uns dabei vor allem eine zeitnahe Versorgung mit möglichst kurzen Aufenthaltszeiten und einer gut organisierten Nachsorge“, erklärt der Chefarzt der Chirurgie. Durch die Verstärkung des Teams mit Dr. Alfred Stelzl, einem erfahrenem Unfallchirurgen und langjährigem Oberarzt am Klinikum Weiden, konnte das Behandlungsspektrum zudem erweitert werden. Auch die Zusammenarbeit mit den Niedergelassenen Ärzten wurde und soll auch weiterhin verstärkt werden.

„Dr. Höhler wird langfristig das neue Gesicht für das Krankenhaus Kemnath und auch die Kooperation mit dem MedCenter und Dr. Kampe weiter vertrauensvoll fortführen. Es freut uns natürlich besonders, dass er aus unseren eigenen Reihen, nämlich der Klinik für Allgemeinchirurgie unter Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, kommt“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Dr. Florian Höhler studierte von 1993 bis 2000 an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und war seit 2002 Assistenzarzt in der Chirurgie in Weiden. Seit 2006 war er als Facharzt am Klinikum tätig. Seine Schwerpunkte in Kemnath sind neben der unfallchirurgischen Versorgung vor allem die laparoskopische Hernienversorgung, Entfernung von Gallenblasen und Portimplantationen sowie die Schilddrüsenchirurgie. Dabei wird er von Oberarzt Dr. Peter Heckrodt unterstützt.

 

 

Chronischer Blasenschmerz – eine unheilbare Krankheit?

März 2019

Dr. Susanne Neumeier und Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer informieren über Behandlungsmöglichkeiten

Anhaltende Schmerzen im Bereich des Harntrakts, häufiger Harndrang mit bis zu 60-maligen Wasserlassen am Tag, starke Schmerzen im gesamten Unterleib – Patienten mit Interstitielle Zystitis / Blasenschmerzsyndrom (IC/BPS) müssen häufig enorme Einschränkungen ihrer Lebensqualität erfahren. Welche Therapie-Möglichkeiten es gibt und worauf besonders geachtet werden muss, darauf werden Dr. Susanne Neumeier, Chefärztin der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden, und Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, Chefarzt der Urologie am Klinikum Weiden, im Rahmen der Vortragsreihe „Chefarzt im Gespräch“ eingehen.

Im vergangenen Jahr wurde unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Bschleipfer eine deutschsprachige Leitlinie zur IC/BPS verabschiedet. Insgesamt 23 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren daran beteiligt. Das Ziel: eine bessere Erkennung, Diagnostik und individualisierte Behandlung dieser seltenen, bislang relativ unbekannten, nicht-infektiösen und chronisch-wiederkehrend verlaufenden Harnblasenerkrankung. „Die Diagnostik stellt sich häufig als schwierig dar, weil eine Vielzahl verwechselbarer Erkrankungen existieren, zum Beispiel bösartige Tumoren, Infektionen, Überaktivität der Blase, Blasensteine, Genitalvorfall oder Scheidenschmerz. Die Interstitielle Zystitis muss daher als eine Ausschlussdiagnose betrachtet werden“, erklärt der Chefarzt der Urologie am Klinikum Weiden. Bislang müssten Patienten oft jahrelang Ungewissheit, Frustrationen und Rückschläge hinnehmen, bis eine Interstitielle Zystitis als Ursache der Beschwerden diagnostiziert würde, so Prof. Dr. Dr. Bschleipfer: „Diese Zeit soll künftig deutlich verkürzt werden, um für die Patienten schneller eine individuelle und passende Therapie zu finden.“

Neben einem ausführlichen Patientengespräch, der Auswertung von Miktions- und Schmerztagebüchern sowie von Fragebögen, einer körperlichen Untersuchung mit einem „Schmerz-Mapping“, einer Urinanalyse und Ultraschalluntersuchung dienen auch eine computergestützte Blasendruckmessung oder Blasenspiegelung der Diagnosefindung. Aber nicht nur die Diagnose, auch die Therapie einer IC/BPS stellt für Arzt und Patient eine Herausforderung dar. Da die Ursachen vielfältig und bis heute weitgehend ungeklärt sind, kann häufig nur symptomatisch behandelt werden. Dafür stehen unterschiedlichste konservative, medikamentöse und interventionell-operative Verfahren zur Verfügung. Auch dem psychosomatischen Aspekt muss eine besondere Bedeutung zugerechnet werden. „Nur interdisziplinär und damit in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen, niedergelassenen Kollegen und Klinikärzten in speziellen IC/BPS-Zentren kann das große Ziel erreicht werden, die extrem eingeschränkte Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern“, betont Dr. Susanne Neumeier, Chefärztin der Schmerztagesklinik.

Gemeinsam werden sie und Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer am Donnerstag, den 28.03. um 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden in ihrem Vortrag „Chronischer Blasenschmerz – eine unheilbare Krankheit“ über Behandlungsmöglichkeiten informieren.

 

 

Darmkrebs durch Vorsorge verhindern

März 2019

Darmkrebszentrum am Klinikum Weiden unter Top 3 Deutschlands.

Vor zehn Jahren waren in Deutschland jährlich rund 80.000 Darmkrebs-Neuerkrankungen zu verzeichnen. Durch technische Weiterentwicklungen und eine stetige Sensibilisierung für die zweithäufigste Krebserkrankung konnte die Zahl der neu erkrankten Patienten seitdem um rund ein Viertel gesenkt werden. Auch dem Darmkrebszentrum am Klinikum Weiden kommt hier eine wichtige Rolle zu.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich rund 35.000 Männer und rund 30.000 Frauen an der Krankheit, die überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auftritt. Diese Zahl ließe sich aber noch stärker reduzieren, weiß Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Visceralchirurgie am Klinikum Weiden sowie Leiter des Darmkrebszentrums, der im Darmkrebsmonat März auf die enorme Bedeutung und Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen hinweist: „Bei keiner anderen Krebsart kann die Erkrankung schon im Vorfeld erkannt und verhindert werden. Eine Vorsorgeuntersuchung bietet hier eine einmalige Chance, die wir bei anderen Tumorarten nicht haben.“

Bei einer Koloskopie, der wichtigsten medizinischen Untersuchung und zuverlässigsten Methode zur Früherkennung von Darmkrebs wird der gesamte Dickdarm untersucht. Dabei können Gewebeproben entnommen werden und gleichzeitig kleinere Eingriffe durchgeführt werden. Darmpolypen sind zunächst gutartige Geschwulste im Dickdarm, aus denen rund 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen, wenn diese entarten und zu Krebszellen wandeln. Durch die Entfernung der Polypen kann Darmkrebs also schon im Vorfeld verhindert werden.

Je früher dieser Eingriff vorgenommen wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollten deshalb regelmäßig Früherkennungs-Untersuchungen erfolgen, um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren. Doch schon in jüngerem Alter kann Darmkrebs vorkommen – der jüngste Patient in Deutschland mit Darmkrebs ist gerade neun Jahre alt. „Blut im oder am Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten, tastbare Verhärtungen im Bauchraum – das alles können Warnsignale sein. Vor allem bei Risikogruppen, also wenn Darmpolypen bei nahen Verwandten oder Darmkrebs in der Familie diagnostiziert wurden, sollte schnellstens eine Koloskopie durchgeführt werden“, erklärt Prof. Dr. Dietl.

Das Darmkrebszentrum am Klinikum gehört mit 162 behandelten Kolokarzinomen im Jahr 2018 zu den Top 3 der rund 290 Darmkrebszentren in Deutschland. Vor einigen Tagen wurde eine 97-jährige Patientin erfolgreich operiert. In diesem Fall – und auch bei fast allen anderen Eingriffen – erfolgte dies minimal-invasiv, also laparoskopisch. „Wir haben hier am Klinikum Weiden herausragende Möglichkeiten, was die Therapie und Behandlung der Patienten betrifft. In unserem integrierten OP, von dem es weltweit nur zwei dieser Spezifikation gibt, können wir durch kleinste Öffnungen in der Bauchdecke oder bei einer frühzeitigen Erkennung direkt über den Darm eingreifen und somit größere Operationen vermeiden. Auch der OP-Roboter da Vinci bietet uns in Kürze zusätzliche Therapiemöglichkeiten“, so der Leiter des Darmkrebszentrums.

Im Onkologischen Zentrum Nordoberpfalz wird für jeden Patienten in der Tumorkonferenz ein individuelles und optimales Behandlungsschema festgelegt. An dieser interdisziplinären Besprechung sind mehrere Disziplinen beteiligt, wie zum Beispiel die Gastroenterologie, die Visczeralchirurgie, die Onkologie, die Radiologie und interventionelle Radiologie, die Strahlentherapie, die Pathologie, Nuklearmedizin, die Gynäkologie oder die Urologie. Die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen nimmt hier einen äußerst großen Stellenwert ein.

Auch wenn man Krebs nicht aktiv verhindern könne, seien die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder eine ungesunde Lebensführung im Allgemeinen leicht zu beeinflussen. Doch eine besondere Bedeutung komme eben gerade im Bereich von Darmkrebserkrankungen der Vorsorge zu, so Prof. Dr. Dietl: „Mit der Kolosokopie können wir an verdächtigen Stellen Proben entnehmen und vorhandene Polypen entfernen. Natürlich ist eine Darmspiegelung nicht unbedingt angenehm, aber wenn dadurch Darmkrebs verhindert werden kann, dann ist das diese kurze Behandlung doch mehr als wert.“

 

 
 

Dr. Andreas Pohl ist neuer Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Weiden

März 2019

Höchste Kompetenz für die Notaufnahme

Seit 01. März hat die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Weiden mit Dr. Andreas Pohl einen neuen Chefarzt. Nach rund 25 Jahren als Arzt bei der Bundeswehr stellt er sich nun dieser neuen Aufgabe und hat ein klares Ziel: die Prozesse und Abläufe in der Notaufnahme neu zu strukturieren und die ZNA am Klinikum Weiden zu einem patientenorientierten Dienstleister werden zu lassen.

Dr. Andreas Pohl ist promovierter Facharzt für Anästhesiologie und verfügt über mehrere weitere medizinische Qualifikationen wie die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, spezielle Anästhesiologie / Intensivmedizin sowie Ärztlicher Leiter Rettungsdienst und OP-Manager. Der 52-Jährige durchlief seine bisherige berufliche Karriere durchgängig bei der Bundeswehr und kann auf die Erfahrung von 16 Auslandseinsätzen (u.a. Afghanistan, Mali, Kosovo, Bosnien-Herzegowina oder Usbekistan) zurückblicken. Zuletzt war er am Bundeswehrkrankenhaus Ulm als Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig, organisierte dort die zentrale interdisziplinäre Notaufnahme und stellte die Schockraum- und Notoperationsversorgung sicher. „Herr Dr. Pohl verfügt über die wesentlichen Schlüsselqualifikationen, die für unsere Zentrale Notaufnahme enorm wichtig sind: Medizinische Fachexpertise, großes organisatorisches Geschick, gepaart mit hoher sozialer Kompetenz, Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir ihn für die Kliniken Nordoberpfalz AG am Klinikum Weiden gewinnen konnten“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG. Auch das Chefarzt-Gremium habe sich im Rahmen der Bewerberauswahl einstimmig für Dr. Pohl ausgesprochen, so der Ärztliche Direktor.

Dr. Andreas Pohl selbst freut sich auf seine neue Aufgabe am Klinikum Weiden. Mit der neu gebauten Zentralen Notaufnahme und eigenem ärztlichem sowie nicht-ärztlichem Personal würden beste infrastrukturelle Voraussetzungen bestehen, die es jetzt voll auszuschöpfen gelte. „Wir können hier als Team große Ziele verwirklichen und wollen die ZNA als sowohl gegenüber den Patienten als auch gegenüber den Hauptabteilungen im Haus als Dienstleister gestalten“, so der neue Chefarzt der Notaufnahme. Seiner Vorstellung nach müsse ein Patient in der Notaufnahme so umfassend aufgenommen werden, dass die entsprechende Hauptabteilung unverzüglich mit den nötigen weiteren Schritten in der Diagnostik und Behandlung beginnen bzw. diese fortführen könne.

Dr. Pohl plant auch, sich möglichst rasch im Rahmen der Einarbeitung bei den entsprechenden Feuerwehren und Rettungsdiensten persönlich vorzustellen, um seine Vorstellungen der Zusammenarbeit darzulegen und die gegenseitigen Erwartungshaltungen auszutauschen. Auch die Einführung sektionsübergreifender Teambesprechungen ist Kliniken Nordoberpfalz AG angedacht. „Nur mit einer guten Kommunikation können wir die vorhandenen Problemfelder umfänglich erfassen – intern wie extern. Und darauf werden wir, neben der weiterhin hochmodernen und vollumfänglichen Behandlung unserer Patienten, enormen Wert legen“, betont er.

 

 
 

Von der Kunst, Schmerz zu beherrschen

Februar 2019

Kliniken Nordoberpfalz AG setzt auf multimodale Schmerztherapie und weitere verschiedene Verfahren

Menschen, die seit Jahren unter Schmerzen leiden, Fachärzte aufgesucht haben und etliche Untersuchungen über sich ergehen haben lassen, teilen ihr Schicksal mit fünf bis acht Millionen anderen Bundesbürgern. Chronische Schmerzen führen dabei häufig zu einer Beeinträchtigung von Lebensqualität, seelischem Wohlbefinden, Mobilität und sozialen Kontakten. Nicht nur daher legt man bei der Kliniken Nordoberpfalz AG großen Wert auf eine entsprechende Behandlung chronischer Schmerzen.

Oft vergehen Jahre, bis chronische Schmerzpatienten in eine spezialisierte Fachabteilung überwiesen werden, in der sich speziell ausgebildete Schmerztherapeuten ausführlich mit ihnen beschäftigen. Möglich ist das zum Beispiel in der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden, wo ein spezialisiertes Team auf langjährige Erfahrung in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen für Patienten zur Verfügung steht. „Wir sind eine interdisziplinäre Abteilung“, erklärt Chefärztin Dr. Susanne Neumeier, die die Schmerztagesklinik seit 2013 leitet. Zu dem Team zählen Ärzte verschiedener Fachrichtungen mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie, Diplom-Psychologen und psychologische Psychotherapeuten und Krankengymnasten.

Vor der Therapie in der Schmerztagesklinik steht eine ausführliche Befragung und Untersuchung der Patienten durch einen auf Schmerztherapie spezialisierten Arzt, Psychologen und Physiotherapeuten. „Dafür nehmen wir uns Zeit. Denn anhand dieser Gespräche und Untersuchungen können wir individuell entscheiden, welches Programm für den jeweiligen Patienten das richtige ist“, so Dr. Neumeier.

Die Programme zur Schmerzbewältigung sind vielfältig. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Erlernen von Strategien zur Selbsthilfe, um besser mit dem Schmerz umgehen zu können. Nach einer erfolgreichen Therapie haben Patienten die Möglichkeit, ein einwöchiges vertiefendes Programm zu durchlaufen, bei der die bisher erfolgreiche Strategie zur Schmerzbewältigung überdacht und individuell angepasst werden kann. Dazu kommen spezielle Gruppen für Senioren, die häufig unter chronische Schmerzen leiden, oder auch für Kinder und Jugendliche. Denn fast jedes zehnte Kind leidet unter Migräne- oder Spannungskopfschmerzen. Auch ihnen soll geholfen werden, ihren Alltag selbst bewältigen zu können.

Eine große Rolle spielt das Thema Schmerz bzw. dessen Bewältigung auch in der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen. Neben der klassischen physiotherapeutischen Behandlung, psychologischen und sozialmedizinischen Betreuung gehören auch anerkannte Kliniken Nordoberpfalz AG Verfahren der Komplementärmedizin zum Therapiekonzept: zum Beispiel Akupunktur und Aromatherapie. Aber auch Hypnose wird angewandt: „Die ärztliche Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und langjährig erprobtes psychotherapeutisches Verfahren, das mit großem Erfolg bei der Therapie von Schmerzen angewandt wird. Aber auch Akupunktur und Aromatherapie werden von uns im schmerztherapeutischen Bereich häufig eingesetzt“, erklärt Elisabeth Eißner, Chefärztin der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen.

Vor allem die Aromatherapie wird in Waldsassen häufig angewandt. Diese alte Heilmethode, bei der verschiedene Pflanzen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken verwendet werden, rückt immer mehr in das Bewusstsein. Im Bereich der Schmerztherapie wird hier vor allem auf Lavendelöl gesetzt, das schmerzlindernd und wundheilend wirkt. Doch auch Hypnose findet immer öfter Anwendung.

Beim Orthopädietag der Kliniken Nordoberpfalz AG am Samstag werden dann sowohl Dr. Susanne Neumeier als auch Elisabeth Eißner über Schmerztherapie und verschiedene Strategien zur Schmerzbewältigung referieren. Und gerade aufgrund des Volksleidens Rückenschmerzen besteht hier sicher großer Informationsbedarf.