News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Von der Kunst, Schmerz zu beherrschen

Februar 2019

Kliniken Nordoberpfalz AG setzt auf multimodale Schmerztherapie und weitere verschiedene Verfahren

Menschen, die seit Jahren unter Schmerzen leiden, Fachärzte aufgesucht haben und etliche Untersuchungen über sich ergehen haben lassen, teilen ihr Schicksal mit fünf bis acht Millionen anderen Bundesbürgern. Chronische Schmerzen führen dabei häufig zu einer Beeinträchtigung von Lebensqualität, seelischem Wohlbefinden, Mobilität und sozialen Kontakten. Nicht nur daher legt man bei der Kliniken Nordoberpfalz AG großen Wert auf eine entsprechende Behandlung chronischer Schmerzen.

Oft vergehen Jahre, bis chronische Schmerzpatienten in eine spezialisierte Fachabteilung überwiesen werden, in der sich speziell ausgebildete Schmerztherapeuten ausführlich mit ihnen beschäftigen. Möglich ist das zum Beispiel in der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden, wo ein spezialisiertes Team auf langjährige Erfahrung in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen für Patienten zur Verfügung steht. „Wir sind eine interdisziplinäre Abteilung“, erklärt Chefärztin Dr. Susanne Neumeier, die die Schmerztagesklinik seit 2013 leitet. Zu dem Team zählen Ärzte verschiedener Fachrichtungen mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie, Diplom-Psychologen und psychologische Psychotherapeuten und Krankengymnasten.

Vor der Therapie in der Schmerztagesklinik steht eine ausführliche Befragung und Untersuchung der Patienten durch einen auf Schmerztherapie spezialisierten Arzt, Psychologen und Physiotherapeuten. „Dafür nehmen wir uns Zeit. Denn anhand dieser Gespräche und Untersuchungen können wir individuell entscheiden, welches Programm für den jeweiligen Patienten das richtige ist“, so Dr. Neumeier.

Die Programme zur Schmerzbewältigung sind vielfältig. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Erlernen von Strategien zur Selbsthilfe, um besser mit dem Schmerz umgehen zu können. Nach einer erfolgreichen Therapie haben Patienten die Möglichkeit, ein einwöchiges vertiefendes Programm zu durchlaufen, bei der die bisher erfolgreiche Strategie zur Schmerzbewältigung überdacht und individuell angepasst werden kann. Dazu kommen spezielle Gruppen für Senioren, die häufig unter chronische Schmerzen leiden, oder auch für Kinder und Jugendliche. Denn fast jedes zehnte Kind leidet unter Migräne- oder Spannungskopfschmerzen. Auch ihnen soll geholfen werden, ihren Alltag selbst bewältigen zu können.

Eine große Rolle spielt das Thema Schmerz bzw. dessen Bewältigung auch in der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen. Neben der klassischen physiotherapeutischen Behandlung, psychologischen und sozialmedizinischen Betreuung gehören auch anerkannte Kliniken Nordoberpfalz AG Verfahren der Komplementärmedizin zum Therapiekonzept: zum Beispiel Akupunktur und Aromatherapie. Aber auch Hypnose wird angewandt: „Die ärztliche Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und langjährig erprobtes psychotherapeutisches Verfahren, das mit großem Erfolg bei der Therapie von Schmerzen angewandt wird. Aber auch Akupunktur und Aromatherapie werden von uns im schmerztherapeutischen Bereich häufig eingesetzt“, erklärt Elisabeth Eißner, Chefärztin der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen.

Vor allem die Aromatherapie wird in Waldsassen häufig angewandt. Diese alte Heilmethode, bei der verschiedene Pflanzen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken verwendet werden, rückt immer mehr in das Bewusstsein. Im Bereich der Schmerztherapie wird hier vor allem auf Lavendelöl gesetzt, das schmerzlindernd und wundheilend wirkt. Doch auch Hypnose findet immer öfter Anwendung.

Beim Orthopädietag der Kliniken Nordoberpfalz AG am Samstag werden dann sowohl Dr. Susanne Neumeier als auch Elisabeth Eißner über Schmerztherapie und verschiedene Strategien zur Schmerzbewältigung referieren. Und gerade aufgrund des Volksleidens Rückenschmerzen besteht hier sicher großer Informationsbedarf.

 

 
 

Alle Rückenprobleme im Griff

Februar 2019

Dr. Thomas Neubauer-Gartzke informiert bei Orthopädietag über Osteoporose, Risiken für die Wirbelsäule und operative Behandlungsmöglichkeiten

Jeder zweite Deutsche ist einmal monatlich oder häufiger von Schmerzen im Rückenbereich betroffen – und das gilt auch schon für jüngere Generationen. Die Gründe dafür könnten vielfältiger kaum sein. Umso wichtiger ist dann jemand, der weiß, worauf es bei der Behandlung an der Wirbelsäule ankommt – wie zum Beispiel Dr. Thomas Neubauer-Gartzke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin am Klinikum Weiden und zertifizierter Wirbelsäulenchirurg.

Deutschlandweit steigt die Zahl der Operationen im Rückenbereich seit einigen Jahren stark an – auch in Bayern. Es bestehen aber deutliche regionale Unterschiede, wobei der Freistaat unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Aus guten Gründen, wie Dr. Neubauer-Gartzke betont: „Den Schmerz einfach wegoperieren, das funktioniert in vielen Fällen nicht. Häufig werden aber auch von Medizinern bei den Patienten Erwartungen an und Hoffnungen auf einen schnellen Behandlungserfolg geweckt, die aber eben nicht immer erfüllt werden können. Das ist nicht unser Ansatz.“ An erster Stelle stehe Prävention – und sollte dann doch eine Behandlung nötig werden, ist es ratsam, dass die in den meisten Fällen erst einmal konservativ erfolgt. Beispielsweise mit Physiotherapie: die dauert zwar oft länger, zeigt aber langfristig Erfolge: denn die Wirbelsäule lässt sich durch gut trainierte Rückenmuskeln in vielen Fällen so stabilisieren, dass eine erneute Erkrankung und damit verbundene Schmerzen weniger häufig auftreten können.

Doch manchmal ist eine OP unumgänglich, zum Beispiel bei bestimmten Brüchen, akuten Verletzungen, starken Abnutzungen oder Tumoren. Ausgeprägte Befunde eines Bandscheibenvorfalls oder einer Spinalkanalstenose (Druck auf Rückenmark oder Nerv durch Engstellen im Bereich des Spinalkanals) sollten chirurgisch versorgt werden. Ein verantwortungsbewusster Wirbelsäulenchirurg fällt dabei stets die Entscheidung zusammen mit dem Patienten und stellt dessen Gesundheit und Wohl in den Mittelpunkt.

Bei der Schädigung eines Wirbels durch Osteoporose, was schon bei normalen Belastungen im Alltag möglich ist, stellt die Kyphoplastie eine mögliche Behandlungsmöglichkeit dar. „Eine Kyphoplastie ist vor allem dann geeignet, wenn die beschriebenen Schmerzen eindeutig auf einen Wirbelkörperbruch zurückzuführen sind und sich die Bruchform für dieses minimal-invasive Verfahren auch eignet. Nur dann kann das Verfahren helfen und die Kliniken Nordoberpfalz AG meisten Patientinnen und Patienten von ihren Schmerzen befreit werden“, erklärt der seit mehr als elf Jahren am Klinikum Weiden tätige Chefarzt.

Bei diesem OP-Verfahren wird ein spezieller Ballonkatheter in den beschädigten Wirbelkörper eingesetzt, aufgeblasen und damit ein Hohlraum geschaffen, in den Knochenzement eingespritzt wird. Dies stabilisiert den Wirbel und kann bei frischen Brüchen auch eine Aufrichtung des Wirbels ermöglichen. Patienten sind hier bereits nach kurzer Zeit wieder mobil und können deutlich schmerzgelindert in den Alltag entlassen werden.
Am Klinikum Weiden führt Dr. Thomas Neubauer-Gartzke und sein Team auch hochkomplexe Eingriffe an der Wirbelsäule durch. Für solche schwierigen Operationen steht ein Hybrid-OP mit modernster Technik zur Verfügung. „Wir haben hier die Möglichkeit der intraoperativen 3D-Darstellung, quasi wie ein Navi und mit Zielkontrolle im Operationssaal“.

Was Osteoporose ist, welche Gefahren diese chronische Erkrankung für die Wirbelsäule birgt und über die verschiedene Behandlungsmöglichkeiten von der Kyphoplastie bis zu anderen stabilisierenden Eingriffen an der Wirbelsäule, darüber wird der Chefarzt der Klinik beim Orthopädietag am Samstag in der Max-Reger-Halle berichten.

 

 
 

Das Kreuz mit dem Kreuz

Februar 2019

Kliniken Nordoberpfalz AG stellt Probleme mit Wirbelsäule und Rücken beim Orthopädietag 2019 in den Fokus

Jeder zehnte Deutsche leidet laut aktuellen Umfragen täglich unter Rückenschmerzen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen von einer Überforderung der Muskulatur über mechanische Beeinträchtigungen der Nerven bis hin zu Schädigungen der Wirbelsäule. Grund genug für die Kliniken Nordoberpfalz AG, das Thema Wirbelsäule bei der inzwischen dritten Auflage des Orthopädietags am Samstag, den 23. Februar, in der Max-Reger-Halle in den Mittelpunkt zu stellen.

In kurzen und kompakten Vorträgen werden dabei wichtigste Fragen rund um das Thema Wirbelsäule geklärt – vom Aufbau über verschiedene Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten bis hin zum Umgang und Bewältigungsmethoden von Rückenschmerzen. Das weitere Vorgehen bei der Diagnose Bandscheibenvorfall wird dabei ebenso thematisiert wie die Rolle der Faszien oder Einsatzmöglichkeiten einer konservativen Therapie. Bei einer Show-OP wird zudem gezeigt, wie stabilisierende Eingriffe an der Wirbelsäule vorgenommen werden. Diese wird dann auch direkt auf die Großleinwand in der Max-Reger-Halle projiziert.

Neben den Vorträgen warten verschiedene Aktionen wie Übungen für einen starken Rücken oder auch Tipps zur richtigen Ernährung auf die Besucher. An den Messeständen präsentieren sich verschiedene Abteilungen der Kliniken Nordoberpfalz AG ebenso wie Kooperationspartner, Sanitätshäuser oder Rehabilitationseinrichtungen. Im Mittelpunkt steht über allem aber die direkte Kontaktmöglichkeit zwischen Arzt und Patient. „Beim Orthopädietag haben die Besucher die Möglichkeit, sich direkt und persönlich mit unseren Experten auszutauschen“, erklärt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Mit dem Schwerpunkt Wirbelsäule wurde in diesem Jahr ein Thema aufgegriffen, das immer häufiger auch jüngere Menschen betrifft. Dem wird durch praxisnahe Tipps Rechnung getragen, zum Beispiel, wie auch im Büro die Haltung gewahrt und durch richtiges Sitzen Rückenschmerzen und Wirbelsäulenschäden schon im Vorfeld verhindert werden kann. Denn nur wer auch entsprechend auf seine Wirbelsäule achtet, wird auch weiterhin aktiv, fit und beweglich bleiben können.

 

 
 

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Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz AG steht hinter weiterentwickeltem „Zukunftskonzept 2020“

Februar 2019

Umfangreiches Maßnahmenpaket zum Erhalt der flächendeckenden Grundversorgung und eines hochwertigen Versorgungsangebots beschlossen / Aufbau eines Intersektoralen Gesundheitszentrums in Waldsassen / Umfangreiche Investitionen in Gewinnung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern

Der Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz AG hat sich in seiner Klausurtagung am 8. und 9. Februar 2019 hinter das Medizinkonzept des Vorstands für die Zukunftssicherung der AG gestellt. Das Gremium macht damit den Weg frei für umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit diesem Konzept den schwierigen Rahmenbedingungen gerecht werden können und unter Erhalt der kommunalen Trägerschaft zwei Dinge erreichen: die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und die Verbesserung einer zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Versorgungssicherheit in der Region“, sagt Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kliniken Nordoberpfalz AG. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.

Die immer enger werdende Verfügbarkeit von Fachkräften vor allem in ländlichen Gebieten sowie die seit Jahren unzulängliche Gegenfinanzierung der Betriebskostensteigerungen machen eine Kompensation auf der Grundlage der bisherigen Strukturen unmöglich. Vor diesem Hintergrund zielt das jetzt vorgelegte weiterentwickelte Zukunftskonzept 2020 im Kern auf vier Handlungsfelder ab, in denen eine Vielzahl an Maßnahmen realisiert wird: die Organisation und Prozesse in den Einrichtungen, die Führungskräfte- und Mitarbeiterentwicklung, Kosteneinsparungen und Erlösoptimierung sowie strukturelle Veränderungen, die vor allem an den Standorten Waldsassen und Tirschenreuth greifen.

Noch im Verlauf dieses Jahres werden – beginnend im Klinikum Weiden – Kernprozesse wie das Aufnahme- und das Entlassmanagement oder die OP-Planung optimiert. Auch das Thema Digitalisierung wird mit Hochdruck vorangetrieben. Im Personalbereich wird die Kliniken Nordoberpfalz AG in die Fortbildung der Führungskräfte und die Gewinnung von Nachwuchs in der Medizin und in der Pflege investieren, um das Unternehmen angesichts des akuten Fachkräftemangels noch stärker als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Neue Ausbildungsplätze in der Pflege werden ebenso geschaffen wie neue Berufsbilder. Kooperationen mit Hochschulen sollen intensiviert werden, um zum Beispiel langfristig die Kosten für die Arztsuche zu senken.

Außerdem wird die Kliniken Nordoberpfalz AG zusätzliche Leistungen in den Bereichen Pneumologie, Onkologie und Infektiologie anbieten. Kosteneinsparungen entstehen durch eine effizientere Verwaltungsstruktur und die Gründung einer Dienstleistungsgesellschaft für Wirtschaftsbetriebe. Damit können Leistungsbereiche wie Küche und Bettenzentrale in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern reorganisiert und optimiert werden.

Intersektorales Gesundheitszentrum in Waldsassen
Das weiterentwickelte Zukunftskonzept 2020 sieht eine Umwandlung des Standorts Waldsassen in ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung vor. Die stationäre Akutversorgung in ihrer jetzigen Form wird in diesem Zusammenhang nicht fortgeführt. Stattdessen wird das IGZ unter Einhaltung des Facharztstandards die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztlichen, internistischen und weiteren Angeboten sichern. Mit einer bettenführenden Einheit von 15 bis 20 Plätzen soll eine erweiterte ambulante Versorgung aufgebaut werden, die es Patienten ermöglicht, für wenige Tage stationär in Waldsassen behandelt zu werden. Dies hängt vom Erfolg der Verhandlungen mit den Krankenkassen ab. Für die Umwandlung in ein IGZ wird die Klinikleitung Finanzmittel beantragen, unter anderem aus dem Krankenhaus-Strukturfonds, um die notwendigen Maßnahmen zu finanzieren. Baulich und infrastrukturell ist eine Umwandlung möglich, sodass die Immobilie auch weiterhin sinnvoll genutzt werden kann.

Die 50 Betten der orthopädischen Rehabilitation bleiben von dieser Entscheidung unberührt. „Wir sehen in diesem Bereich dennoch Handlungsbedarf“, sagt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. „Unser Ziel ist es, die orthopädische Reha langfristig zu erhalten. Durch den Wegfall der Akutversorgung besteht die Chance, dass die Rentenversicherungsträger an der Finanzierung mitwirken. Langfristig können jedoch nur wirtschaftlich nachhaltige Konzepte Bestand haben.“
Deshalb hat der Landkreis Tirschenreuth eine zeitlich befristete Übernahme des Defizits der Orthopädischen Rehabilitation in Aussicht gestellt. Der Landkreis Neustadt/WN wird sich hier mit einem einmaligen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 125.000 Euro beteiligen.

Keine betriebsbedingten Kündigungen
„Das Medizinkonzept wird ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt – dafür hat sich der Betriebsrat eingesetzt“, sagt Roland Gleißner, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats. Die von den Veränderungen in Waldsassen betroffenen Mitarbeiter werden in anderen Abteilungen oder an anderen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG eingesetzt. „Wir haben großes Interesse daran, unsere gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten. Wir werden hier eng mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten, um zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen“, so Götz. „Gerade in unserer Region sind wir vom Fachkräftemangel betroffen. Wir möchten unseren Mitarbeitern daher versichern: Wir brauchen jeden Einzelnen von Ihnen!“

Sofortige Umsetzung angestrebt
Die Voraussetzungen für eine sofortige Umsetzung des Medizinkonzepts wird die Klinikleitung umgehend schaffen. Noch im Februar erfolgt die Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, den Kostenträgern sowie mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft. Die Ergebnisse werden dem Aufsichtsrat in der nächsten Sitzung am 10. April vorgestellt.

 
 

Fragen und Antworten zum erweiterten Zukunftskonzept 2020

1) Was passiert?
Der Aufsichtsrat hat in seiner Klausurtagung am 8./9. Februar einer weiterentwickelten Version des „Zukunftskonzepts 2020“ für die Zukunftssicherung des Unternehmens zugestimmt. Mit diesem Konzept will die Kliniken Nordoberpfalz AG den schwierigen Rahmenbedingungen gerecht werden und unter Erhalt der kommunalen Trägerschaft zwei Dinge erreichen: die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und damit den Ausbau der zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Versorgungssicherheit in der Region.

2) Wie sehen die Maßnahmen im Detail aus?
Das weiterentwickelte „Zukunftskonzept 2020“ besteht im Kern aus vier Handlungsfeldern, in denen eine Reihe von Maßnahmen realisiert wird:
• die Organisation und Prozesse in den Einrichtungen,
• die Führungskräfte- und Mitarbeiterentwicklung,
• Kosteneinsparungen sowie
• strukturelle Veränderungen, die vor allem an den Standorten Waldsassen, Tirschenreuth und Vohenstrauß greifen.

Noch im Verlauf dieses Jahres werden – beginnend im Klinikum Weiden – Kernprozesse wie das Aufnahme- und Entlassmanagement oder die OP-Planung optimiert. Auch das Thema Digitalisierung wird mit Hochdruck vorangetrieben. Im Personalbereich wird investiert. Die Kliniken Nordoberpfalz AG verbessert die Fortbildung der Führungskräfte und die Gewinnung von Nachwuchs in der Medizin und in der Pflege, um das Unternehmen angesichts des akuten Fachkräftemangels noch stärker als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Ausbildungsplätze in der Pflege werden ebenso neu geschaffen wie weitere Berufsbilder. Kooperationen mit Hochschulen sollen intensiviert werden, um das notwendige Fachpersonal verfügbar zu haben.
Außerdem werden die Kliniken Nordoberpfalz zusätzliche Leistungen in den Bereichen Pneumologie, Onkologie und Infektiologie anbieten. Kosteneinsparungen entstehen durch eine effizientere Verwaltungsstruktur und die Gründung einer Dienstleistungsgesellschaft für Wirtschaftsbetriebe.

3) Warum wird das gemacht? Was sind die Hintergründe?
Wir möchten zunächst klarstellen: Die derzeitige wirtschaftliche Situation hat nichts mit der Leistung der Mitarbeiter zu tun! Die Klinikleitung schätzt das Engagement aller Mitarbeiter, die sich teilweise schon seit vielen Jahren mit viel Herzblut für das Wohl der Patienten einsetzen. Wir setzen auf jeden Einzelnen.
Es sind die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die ein „Weiter so“ nicht erlauben und die Einschnitte notwendig machen.
Zudem führt auch der Fachkräftemangel in der Region nicht nur zu steigenden Personalkosten, sondern wird auch existenziell bedrohlich für einen funktionierenden Krankenhausbetrieb. Das betrifft vor allem Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten. Eine Entspannung ist nicht absehbar.
Diese Umstände haben den wirtschaftlichen Druck enorm erhöht, sodass eine interne Kompensation auf der Grundlage der bisherigen Strukturen nicht länger möglich ist.

4) Welche Veränderungen wird es in Waldsassen geben? Welche Leistungen werden auch weiterhin angeboten?
Die akutstationäre Versorgung in Waldsassen wird nicht fortgeführt. Dennoch müssen sich die Bürgerinnen und Bürger keine Sorgen um ihre medizinische Versorgung machen. Die bestmögliche bedarfsgerechte Nahversorgung bleibt erhalten. In Waldsassen wird ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) entstehen und den akutstationären Bereich ersetzen. Es wird – neben der weiterhin bestehenden klassischen ambulanten Versorgung – darüberhinausgehende medizinische und pflegerische Möglichkeiten bieten. Hierfür ist eine erweiterte ambulante Versorgung mit 15 – 20 Betten vorgesehen.

5) Was passiert mit der orthopädischen Reha in Waldsassen?
Die orthopädische Rehabilitation mit 50 Betten bleibt ungeachtet der wirtschaftlichen Situation bestehen. Der Defizitausgleich wird vom Gesellschafter Tirschenreuth bzw. einmalig vom Landkreis Neustadt/WN getragen. Ziel ist es, die Reha auch langfristig zu erhalten. Durch den Wegfall der Akutversorgung besteht die Chance, dass die Rentenversicherungsträger an der Finanzierung mitwirken. Langfristig kann aber nur ein wirtschaftlich nachhaltiges Konzept Bestand haben.

6) Welche Auswirkungen haben die Entscheidungen auf die Mitarbeiter?
Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Angesichts des Fachkräftemangels haben wir großes Interesse daran, gut qualifizierte und engagierte Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten. Die von den Veränderungen betroffenen Mitarbeiter werden in anderen Abteilungen oder an anderen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz weiterbeschäftigt. Wir werden hier eng mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten, um zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen.
Auch für das geplante Intersektorale Gesundheitszentrum (IGZ) werden Fachkräfte im medizinischen, pflegerischen sowie im Verwaltungsbereich benötigt. Damit wird es auch direkt in Waldsassen weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten geben.

7) Ist die Zukunft der Kliniken Nordoberpfalz AG nach Umsetzung dieser Strukturmaßnahmen gesichert? Ist mit noch mehr Einschnitten zu rechnen?
Durch die Strukturanpassungen werden die Auslastung der Standorte und deren wirtschaftliche Effizienz verbessert. Leistungsangebote werden am Bedarf orientiert optimiert. Mit den beschriebenen Strukturmaßnahmen werden wir das Unternehmen zunächst schnellstmöglich wirtschaftlich stabilisieren. Mittelfristig sind gegebenenfalls weitere Anpassungen notwendig, um auch in Zukunft wirtschaftlich tragfähige und medizinisch sinnvolle Versorgungsstrukturen zu schaffen. Hierbei werden wir uns – wie auch in der Vergangenheit – permanent an den sich ändernden Rahmenbedingungen und dem Fortschritt in Medizin, Pflege sowie den Kommunikationsmöglichkeiten orientieren. Dies wird stets in Abstimmung mit allen Trägern geschehen. Langfristig wollen wir unter der Federführung der Gesundheitsregion Plus sektorübergreifende Versorgungsstrukturen in der nördlichen und mittleren Oberpfalz schaffen. Ein entsprechendes Konzept soll bis Ende 2020 vorliegen.

8) Wie wird die Umsetzung des Zukunftskonzepts finanziert?
Für die Umwandlung in ein IGZ in Waldsassen wird die Klinikleitung Finanzmittel des Bundes und des Freistaats beantragen, unter anderem aus dem Krankenhaus-Strukturfonds und dem „Strukturförderprogramm für kleine Krankenhäuser im ländlichen Raum“. Dadurch sollen unter beispielsweise zusätzliche Investitionen ermöglicht werden.

9) Was sind jetzt konkret die nächsten Schritte?
Die Klinikleitung wird umgehend die Voraussetzungen für eine sofortige Umsetzung des Zukunftskonzepts klären. Noch im Februar erfolgt dann die Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium, den Kostenträgern sowie mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft. Die Ergebnisse werden dem Aufsichtsrat in der nächsten Sitzung am 10. April vorgestellt.

 

 
 

Mehr als ein Einblick

Februar 2019

Prof. Dr. Frank Kullmann stellt Möglichkeiten der Magen- und Darm-Endoskopie vor

Es ist ein maximal eineinhalb Zentimeter dicker Schlauch mit Beleuchtungssystem, Kamera, Spül- und Absaugvorrichtung und Kanälen, um spezielle Instrumente einzuführen – das Endoskop. Wurde es vor einigen Jahren nur zur Diagnoseerstellung genutzt, wird es am Klinikum Weiden heute in vielen Fällen zeitgleich auch zur Therapie verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Welche Vorteile das mit sich bringt, erläutert Prof. Dr. Frank Kullmann, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Weiden, im Rahmen der Vortragsreihe „Chefarzt im Gespräch“.

Endoskopien kommen in vielen unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten zum Einsatz. Durch die ständige Weiterentwicklung der Technik wurde es möglich, diagnostische Eingriffe in vielen Fällen mit therapeutischen Anwendungen zu kombinieren. So können unter anderem Polypen im gesamten Verdauungstrakt abgetragen, Gallen- oder Blasensteine entfernt, Blutungen gestillt oder Engstellen beseitigt werden. „Wir können damit zum Beispiel Gewebeproben entnehmen und gleichzeitig kleinere Eingriffe durchführen. Diese Kombination von Diagnostik und Therapie ersetzt in vielen Fällen zusätzliche chirurgische Eingriffe, die vor einigen Jahren noch zwingend nötig gewesen wären“, erklärt Prof. Dr. Kullmann.

Ein Beispiel für diesen „doppelten Einsatz“ des Endoskops ist die Behandlung bei einer Refluxerkrankung. „Hier wird ein Teil des Mageneingangs über das Endoskop behandelt, so dass ein Zurückfluten der Magensäure in die Speiseröhre verhindert wird“, so der Chefarzt der Medizinischen Klinik I. Auch schwere Bauchspeicheldrüsenentzündungen können über eine Endoskopie durch die Magenwand in den Bauchraum therapiert werden. Durch endoskopische Eingriffe besteht auch die Möglichkeit, Tumorerkrankungen in Speiseröhre, Magen oder Darm im Vorfeld zu erkennen und frühzeitig zu behandeln.

„Die Vorteile endoskopischer Eingriffe liegen auf der Hand: die Ergebnisse sind sehr genau und aussagekräftig, lassen sich mit weiteren Eingriffen verbinden und die Komplikationsrate ist gering. Die Patienten profitieren davon, dass das betroffene Organ vollständig erhalten bleibt und größere Operationen häufig vermieden werden können. Das wiederum sorgt für eine schnellere Genesung“, weiß Prof. Dr. Kullmann.

Bei seinem Vortrag am Donnerstag, den 14. Februar, wird er mit Christian Hirsch, Teamleiter Funktionsdienst Endoskopie, nicht nur detailliert auf die Möglichkeiten der Magen-Darm-Endoskopie eingehen, sondern auch Anschauungsmaterial mitbringen, so dass sich die Zuhörerinnen und Zuhörer selbst ein Bild von den Abläufen und der Beschaffenheit eines Endoskops machen können. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden. Der Eintritt ist frei.

 

 
 

Mehr als Chemotherapie

Januar 2019

Dr. Werner Heinz stellt Möglichkeiten der onkologischen Behandlung vor

Bei Patienten mit einer Krebserkrankung stellt neben einer möglichen Operation und der Strahlentherapie die onkologische Behandlung eine wichtige Säule dar. Hierbei denken viele zunächst oder ausschließlich an eine klassische Chemotherapie. Eine medikamentöse onkologische Therapie hat jedoch heute viele unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Welche das sind und nach welchen Kriterien die Therapie ausgewählt wird, wird Privatdozent Dr. Werner Heinz, Leiter des Onkologischen Zentrums, im Rahmen der Vortragsreihe „Chefarzt im Gespräch“ am Klinikum Weiden erläutern.

Bei der klassischen Chemotherapie werden Medikamente, die die Tumorzelle direkt vergiften sollen, meist als Infusion verabreicht. Die Nebenwirkungen dieser Therapie werden häufig von Patienten gefürchtet, konnten jedoch in den vergangenen Jahren deutlich abgeschwächt werden. Zudem wurde eine Reihe von anderen Angriffspunkten bei Krebserkrankungen entdeckt und neue, zum Teil sehr gezielte Therapien für spezielle Tumorerkrankungen, entwickelt werden. Eine Form der Behandlung ist die Immuntherapie mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Diese adressieren eine Schutzfunktion des Tumors und können helfen, das körpereigene Immunsystem wieder gegen den Tumor zu aktivieren. Für die Entdeckung dieser Behandlungsform wurden 2018 der Nobelpreis für Medizin verleihen.

Die neuen Behandlungsformen haben Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. „Vor allem die Kombination der klassischen Chemotherapie und neuer Therapieformen zeigen erfolgsversprechende Ergebnisse“, erklärt Dr. Werner Heinz. Diese medikamentöse Therapie dürfe dabei nicht für sich alleine stehen, sondern müsse in eine umfassende onkologische Behandlung eingebettet werden. Weitere Bausteine der Versorgung sind zum Beispiel die Psychoonkologie, die Ernährungsberatung oder die Schmerztherapie.

Um alle Behandlungsmöglichkeiten zu berücksichtigen und für jeden Patienten die geeignete individuelle Therapie auszuwählen, wurde am Klinikum Weiden das Onkologische Zentrum Nordoberpfalz etabliert. Darin haben sich eine Vielzahl von Experten für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge für alle Formen von Krebserkrankungen zusammengeschlossen. So kann erreicht werden, dass Patienten in allen Stadien einer Tumorerkrankung die beste Behandlung erfahren. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Patient. Dafür bündelt das Onkologische Zentrum die Kompetenzen der unterschiedlichen Fachabteilungen und der direkten und indirekten Behandler. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist damit ein wesentlicher Bestandteil für eine effektive Behandlung.

Am Klinikum Weiden profitieren Krebspatienten daher von den bereits seit mehreren Jahren bestehenden zertifizierten Organzentren (Brust-, Prostata- und Darmkrebszentrum). „Die fachübergreifende Bündelung von medizinischem Know-How stellt eine optimale Versorgung jedes einzelnen Patienten sicher“, so der Leiter des Onkologischen Zentrums Nordoberpfalz. „In wöchentlichen Tumorkonferenzen führen wir alle Informationen von Fachärzten unterschiedlicher Disziplinen wie Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie oder Viszeralchirurgie zusammen und haben somit jeden Patienten individuell im Fokus.“ Die Zertifizierung des Onkologischen Zentrums habe bewiesen, dass das medizinische Niveau am Klinikum Weiden durchaus vergleichbar mit großen Kliniken in Deutschland sei, betont PD Dr. Heinz. Patienten erhalten hier die neuesten Therapien, einschließlich klassischer Chemotherapie, Immuntherapie, Antikörpertherapie und vielem mehr.

In seinem Vortrag am Donnerstag, den 17. Januar, wird Dr. Werner Heinz die Möglichkeiten zur Behandlung von Krebserkrankungen im Onkologischen Zentrum Nordoberpfalz daher ausführlich vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden, der Eintritt ist frei.

 

 
 

Heimatnahe Geburtshilfe in der nördlichen Oberpfalz weiterhin gesichert

Januar 2019

Krankenhaus Tirschenreuth ist nach Etablierung neuer Strukturen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet

Rund 150 Frauenkliniken in Deutschland suchen nach einem Chefarzt, mehr als zehn geburtshilfliche Abteilungen wurden aufgrund von Ärzte- oder Hebammenmangel in den vergangenen sechs Monaten geschlossen. Szenarien, die am Krankenhaus Tirschenreuth verhindert werden sollen. Dafür wurden in den vergangenen Monaten entsprechende Strukturen mit dem Ziel geschaffen, die heimatnahe Geburtshilfe auch zukünftig aufrechtzuerhalten.

Das vergangene Jahr lieferte einen Beleg dafür, dass man sich mit dem hierfür eingeschlagenen Weg auch auf dem richtigen befindet. „Mit 368 Geburten im Jahr 2018 haben wir einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren erreicht“, freut sich Dr. Michael Rüth, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth. Ermöglicht wird das Dr. Rüth sowie seinem Team auch durch die Unterstützung bei Nacht- und Wochenenddiensten durch Dr. Konrad Schmid (Tirschenreuth), Dr. Ladislav Dedek (Waldsassen), Dr. Elena Kitaynik (Weiden) und Dr. Helmut Neumann (Cham). „Damit wird die fachärztliche Geburtsbetreuung durch äußerst erfahrene und sehr kompetente Ärzte sichergestellt“, so Dr. Rüth, der seit August 2017 Chefarzt in seiner Geburtsstadt ist.

Zusätzlich zur fünfjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe hat er die Weiterbildung zum Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin erworben, die drei Jahre dauert. „Damit ist die Geburtshilfe in Tirschenreuth vermutlich die einzige Geburtshilfe in Bayern in einem Krankenhaus ohne Kinderklinik, die von einem Chefarzt mit einer solchen Qualifikation geleitet wird“, erklärt Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg-Tirschenreuth-Weiden.

Essentiell für die Vorhaltung einer Geburtshilfe ist natürlich auch die Verfügbarkeit von Hebammen. Der vor zwei Jahren eingeleitete Generationenwechsel in diesem Bereich sei hervorragend umgesetzt worden, betonen Prof. Scharl und Dr. Rüth. Hier zeige sich die enorme Bedeutung der engen Kooperation mit der Frauenklinik am Klinikum St. Marien Amberg. Die dortige Hebammengemeinschaft hat sich bereit erklärt, zum Teil auch am Krankenhaus Tirschenreuth tätig zu werden. Sechs Beleghebammen sowie fünf Hebammen aus Amberg stellen somit Anwesenheit einer Hebamme im Krankenhaus rund um die Uhr sicher.

Leiterin des Hebammenteams Tirschenreuth ist seit November 2018 Klaudyna Golkowski-Nizewski, die nach ihrer Ausbildung zur Hebamme auch Hebammenwissenschaft studiert hat und auch dem Hebammenteam in Amberg vorsteht. „Mit diesem Kreis können wir ein äußerst kompetentes Team im Kreißsaal versammeln, mit einem Chefarzt, der die Qualifikation hat, die Geburtshilfe in einem Perinatalzentrum zu leiten und einem herausragenden Hebammenteam mit viel Erfahrung“, fasst Prof. Scharl die Situation zusammen. Auch die räumliche Nähe zu Tschechien stelle einen großen Vorteil dar: dadurch können tschechische Hebammen gewonnen werden, die über langjährige Erfahrung verfügen und die Personalsituation in Tirschenreuth noch weiter optimieren. Zudem steht außerhalb des Hebammenteams mit Margarete Ackermann auch weiterhin eine Hebamme zur Verfügung, die seit Jahren am Krankenhaus Tirschenreuth tätig ist.

Mit der Kooperation der gynäkologisch-geburtshilflichen Kliniken an drei Standorten gehört die Frauenklinik Amberg-Tirschenreuth-Weiden mit jährlich mehr als 3.000 Geburten zu den größten ihrer Art in Deutschland. Davon profitieren auch Schwangere in der Region Tirschenreuth, die heimatnah individuell betreut werden können. Risikoarme Geburten können dabei im Krankenhaus Tirschenreuth durchgeführt werden. Durch das Perinatalzentrum Nordostbayern können an den Standorten Amberg und Weiden risikoreiche Geburten betreut und versorgt werden. „Das ist absolute Spitzenmedizin mit einem regionalen Bezug für Mutter und Kind. Ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe garantiert eine optimale medizinische Versorgung und Sicherheit“, so Prof. Scharl.

Die neuen Strukturen in der Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth zeigen also Wirkung. Die Versorgung durch Fachärzte und Hebammen ist rund um die Uhr gesichert. „Durch die Anstrengungen der vergangenen Monate und Jahre haben wir die Geburtshilfe in Tirschenreuth auf ein herausragendes Qualitätsniveau gehoben, das für ein Krankenhaus dieser Größenordnung ihresgleichen sucht“, erklärt Krankenhausleiterin Claudia Kost.

 

 
 

Neue Chefärztin in Tirschenreuth angekommen

Januar 2019

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann folgt auf Prof. Dr. Rudolf Ascherl als Chefärztin

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann ist ab sofort als neue Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik tätig. Sie wurde heute von der Geschäftsführung der Kliniken Nordoberpfalz AG, den Chefärzten des Krankenhauses Tirschenreuth und weiteren Kolleginnen und Kollegen begrüßt und tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Ascherl an, der sich mit seiner Klinik in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet hat.

Krankenhausleiterin Claudia Kost freute sich über diesen „großen Tag für das Krankenhaus Tirschenreuth“. Sie bedankte sich auch im Namen der Geschäftsführung bei Prof. Dr. Rudolf Ascherl, der ab sofort im MVZ Stiftland tätig sein wird, für den Aufbau der Strukturen, die nun von Dr. Barthmann übernommen werden können.
Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass das Wirken eines Arztes sich nicht nur in der Kompetenz, sondern auch im Auftreten und der Menschlichkeit zeige. „Diese Empathie hat unsere neue Chefärztin auch“, so Lippert. Bürgermeister Franz Stahl ergänzte, dass Patienten Ärzte vor allem dann aufsuchen, wenn sie sich gut behandelt fühlten. „Und das wird auch bei Frau Dr. Barthmann der Fall sein“, war sich Stahl sicher.

Die besten Glückwünsche der Geschäftsführung überbrachten Personalchef Martin Neuhaus und Finanzchef Manfred Tretter. „Es war eine große Herausforderung, die richtige Nachfolge für Prof. Ascherl zu finden. Sie haben alles, was wir brauchen“, erklärten die Prokuristen der Kliniken Nordoberpfalz AG. Zudem bedankten sie sich für die herausragenden Leistungen von Prof. Dr. Ascherl in den vergangenen Jahren. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Tirschenreuth im Bereich der orthopädischen und unfallchirurgischen eine Versorgung auf hohem medizinischem Niveau biete und deutschlandweit etabliert sei.

Die neue Chefärztin bedankte sich für die freundliche Begrüßung und die guten Wünsche und betonte, sich sehr auf ihre neue Aufgabe zu freuen: „Die Klinik ist inhaltlich und strukturell hervorragend aufgestellt und hat ein großes Entwicklungspotential“, so die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzweiterbildung „Spezielle orthopädische Chirurgie“. Zuletzt war Priv. Doz. Dr. Barthmann als Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schön Klinik Nürnberg-Fürth tätig. Nach ihrem Studium an der Universität Heidelberg durchlief sie unter anderem mehrere assistenzärztliche Positionen am Universitätsklinikum Mannheim, wo sie von 2004 bis 2007 zudem als Oberärztin des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums mit dem Schwerpunkt Endoprothetik und Kinderorthopädie war. In der Folge leitete sie von 2008 bis 2017 die Klinik für Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld und wechselte im vergangenen Jahr an die Schön Klinik Nürnberg-Fürth.

In der Klinik, die seit einiger Zeit auch den Fachbereich Traumatologie beinhaltet (Unfallchirurgie in spezialisierter und erweiterter Form), wird die neue Chefärztin unter anderem vom Sektionsleiter der Traumatologie, Dr. Svend Hofmann, unterstützt. Komplettiert wird das Leitungsteam von Leitendem Oberarzt Dr. Kai Wolfram. „Durch die Erweiterung um die Traumatologie und Orthopädie konnten wir unser Spektrum in Tirschenreuth klar erweitern und bieten unseren Patientinnen und Patienten damit ein breites und spezialisiertes Angebot, für das wir mit Frau Dr. Barthmann die perfekte Chefärztin gefunden haben“, erklärt Claudia Kost, Leiterin des Krankenhauses.

Prof. Dr. Rudolf Ascherl wird seine Tätigkeiten auf den ambulanten Bereich im MVZ Stiftland konzentrieren und zudem die Fort- und Ausbildung im ärztlichen Sektor forcieren.

 

 
 

5.000 Euro für die Kinderklinik

Dezember 2018

Geschäftsleitung der Bauunternehmung MARKGRAF spendet für karitative Zwecke in den Regionen Oberfranken und Oberpfalz

Neue Wege zum Jahresende gibt es bei der Bauunternehmung MARKRGAF: die Weihnachtsspende. Die Geschäftsleitung möchte mit dieser Spende das soziale Engagement in der Region fördern. Schnell war klar, dass Kinder und Jugendliche unterstützt werden sollen. Die Weihnachtsspende in Höhe von insgesamt 7.500 Euro wird aufgeteilt an zwei Einrichtungen. Gestartet wird diese neue Aktion der Bauunternehmung Markgraf mit dem Lebenswerk in Bayreuth (Oberfranken) und der Kliniken Nordoberpfalz AG in Weiden (Oberpfalz).

Im Perinatalzentrum Nordostbayern bieten Spezialisten an den Standorten in Amberg und Weiden eine hochmoderne Betreuung bei Risikoschwangerschaften und Frühgeburten. In einem Level1-PNZ kümmern sich Neonatologen um die Frühgeborenen, es gibt Intensivpflegeplätze. Hier sind Geburten für Kinder unter 1.250 Gramm möglich.

„Insbesondere wenn der Start ins Leben schwerfällt, wollen wir mit unserer Unterstützung die Bedingungen verbessern“, so Thomas Löw und Liborius Gräßmann, Geschäftsführer der Bayreuther Bauunternehmung. Die eigene Niederlassung am Standort Weiden und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Einzugsgebiet der Kliniken Nordoberpfalz AG, haben die Entscheidung für diese ganz besonders professionelle Einrichtung leicht gemacht. „Wir bedanken uns natürlich für diese Unterstützung, die wir dafür nutzen werden, auch weiterhin eine medizinische Versorgung auf Top-Level auch im ländlichem Raum vorhalten zu können“, so Vorstand Josef Götz.

Durch einen kurzen Rundgang mit Einblick in den Arbeitsalltag auf der Station waren alle beeindruckt, was die moderne Medizin und ein echtes Interesse an den betroffenen Menschen möglich machen kann. Die Spende in Höhe von 5.000,00 Euro dient als Basis für einen weiteren Inkubator.

 

 
 

Besuch aus Katar an Kliniken

Dezember 2018

Delegation informiert sich vor Ort über neue Technologie

Besuch aus dem Emirat Katar hatte sich jetzt im Klinikum St. Marien Amberg und am Klinikum Weiden angekündigt: Die 10-köpfige arabische Delegation kam von der „Hamad Medical Corporation“, einer Krankenhausgruppe, die insgesamt acht Krankenhäuser in Katar betreibt und für die öffentliche Gesundheitsversorgung zuständig ist. Angereist waren unter anderem Ärzte aus den Fachbereichen Anästhesie, Labor und Chirurgie.

Ziel der weiten Reise zu den beiden Oberpfälzer Kliniken war es, sich über die Einsatzmöglichkeiten der sogenannten ROTEM-Technologie der Werfen Gruppe zu informieren, da diese Technologie in großem Umfang zukünftig auch in den Krankenhäusern in Katar eingesetzt werden soll. Diese Technologie wird schon seit einiger Zeit erfolgreich in Amberg und Weiden genutzt. Die Delegation war deshalb extra aus Katar angereist, um sich vor Ort darüber zu informieren, wie ROTEM im Klinikalltag funktioniert und welch hohes Behandlungsniveau dadurch in den Kliniken in Amberg und Weiden angeboten werden kann.

ROTEM ist eine Technologie, die ein Teil der Patient Blood Management Strategie ist. Dabei geht es unter anderem um die Vermeidung von Blutungen oder die Behandlung von Blutungen. „Die ROTEM-Technologie wird bei verschiedensten, meist akuten Blutungen, zum Beispiel im Rahmen eines akuten Traumas oder auch im Rahmen von Operationen eingesetzt“, erklärte Dr. Alexander von Meyer, der Chefarzt für Labormedizin an den Standorten Amberg und Weiden, der am Klinikum Weiden bei der Vorstellung der Technologie von Andreas Faltlhauser, dem Oberärztlichen Leiter der Interdisziplinären Intensivstation 83, unterstützt wurde. „Sie ermöglicht eine zielgerichtete Therapie gegen diese Blutungen und ist bei uns an den beiden Standorten seit längerem verfügbar.“ So wird im optimalen Fall eine Bluttransfusion vermieden, die für die Patienten oft zusätzliche Nebenwirkungen oder Komplikationen mit sich bringen könnte.