News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Die Zahl der CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist im Vergleich zur Vorwoche leicht angestiegen.

Weiden / Tirschenreuth, 24. November 2020. Die Zahl der CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist im Vergleich zur Vorwoche leicht angestiegen. Am Klinikum Weiden werden weiterhin zwei Isolierstationen für die Normalpflege genutzt, aktuell werden dort 29 Patienten behandelt. Am Krankenhaus Tirschenreuth befinden sich 10 CoVid-19-Erkrankte auf einer Isolierstation. In beiden Häusern werden zudem 12 Patienten mit einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch betreut (Weiden: 8, Tirschenreuth: 4).

Am Klinikum Weiden werden ständig drei Intensivbetten (zwei Betten für Covid-19-Erkrankte, ein Bett für Traumapatienten) und am Krankenhaus Tirschenreuth ein Intensivbett freigehalten. Um weiterhin auf einen möglichen schnellen Anstieg der Patientenzahl, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, vorbereitet zu sein, finden mehrfach täglich enge Abstimmungen zwischen OP-Koordination, Intensivstationen und Belegungsmanagement statt. „Wir können das Patientenaufkommen weiterhin beherrschen und haben Kapazitäten auf den Intensivstationen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinischen Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG, bei der alle Informationen zusammenlaufen. „Dafür müssen wir aber kleinere Einschränkungen hinnehmen, wie zum Beispiel die Verschiebung von manchen nicht-lebensbedrohlichen Operationen, die einen Aufenthalt auf der Intensivstation nach sich ziehen würden. Notfall-Operationen und zwingend nötige Eingriffe, wie zum Beispiel Tumor-Operationen, werden weiterhin durchgeführt. Das werden wir auch weiterhin gewährleisten!“, betont Michaela Hutzler.

Auch Verlegungen im Normalpflege- und im Intensivbereich innerhalb wie außerhalb des Klinikverbunds sorgen dafür, dass weiterhin Kapazitäten zur Verfügung stehen. „Auch wenn die Zahl der Patienten mit CoVid-19, die einen stationären Aufenthalt benötigen, in den vergangenen Tagen wieder angestiegen ist, ist die Zahl der derzeit behandelten Intensivpatienten nicht vergleichbar mit der Anzahl der Patienten während der ersten Welle“, erklärt Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Weiden.

Seit mehreren Monaten werden im DIVI-Register (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) die verfügbaren Intensivkapazitäten in den Kliniken täglich aktualisiert abgebildet. Darin enthalten sind auch die verfügbaren Kapazitäten in den Akuthäusern der Kliniken Nordoberpfalz AG, die CoVid-Fälle behandeln – also am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth. „Wir unterscheiden zwischen Intensivbetten, in denen eine invasive Beatmung erfolgen kann – sogenannten ICU-Betten (Intensiv Care Unit) – und den IMC-Betten (Intermediate Care), die die Möglichkeit zur Überwachung ohne Beatmung bieten“, erklärt Michaela Hutzler. Insgesamt stehen in Weiden und Tirschenreuth 56 ICU- und 18 IMC-Betten zur Verfügung. Hinzu kommen noch elf zusätzliche Intensivkapazitäten der Kinderklinik am Klinikum Weiden. Diese werden nicht zur CoVid-Versorgung genutzt, müssen in den Onlineregistern aber – falls nicht beispielsweise durch Frühchen belegt – als freie Betten angegeben werden. Für die Intensivversorgung von Erwachsenen können diese Betten aber aktuell nicht genutzt werden. „Weder ambulant noch stationär hatten wir in der Kinderklinik seit Beginn der Pandemie einen einzigen CoVid-19-Fall“, so die Medizinische Direktorin.

Doch natürlich hofft man im Klinikverbund, dass es so weit nicht kommt. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger darum, die entsprechenden Schutzmaßnahmen und Regelungen einzuhalten. Dazu zählt auch die Einhaltung der Besucherregeln in unseren Häusern, die das grundsätzliche Tragen von Masken vorsehen! CoVid-19 wird weiterhin eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft und insbesondere für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens bleiben. „All meine Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen zeigen auch in der aktuellen zweiten Welle wieder außerordentliches Engagement. Das kann man gar nicht oft genug loben!“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

 

 

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Anstieg der CoVid-19-Patienten am Klinikum Weiden – Neue Station am Krankenhaus Tirschenreuth eingerichtet

Weiden / Tirschenreuth, 17. November 2020. Die Zahl der CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist in den vergangenen Tagen angestiegen. Daher wurde am Klinikum Weiden eine zweite Isolierstation eingerichtet. Auch am Krankenhaus Tirschenreuth wurde ein gesonderter Bereich für CoVid-19-Erkrankte geschaffen. AG-weit werden derzeit 29 Patienten auf der Normalstation (Weiden: 26, Tirschenreuth: 3) und 9 intensivmedizinisch (Weiden: 8, Tirschenreuth 1) betreut.

„Wir können das derzeitige Patientenaufkommen weiterhin gut beherrschen“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die Entwicklung wird jedoch weiterhin genauestens überwacht. Auch der interne Krisenstab tagt weiterhin täglich.

Aufgrund des Anstiegs der stationär zu betreuenden Patienten wurde vorsorglich eine zweite Isolierstation am Klinikum Weiden eingerichtet. Da auch der stationäre Behandlungsbedarf für Patienten im Raum Tirschenreuth ansteigt, werden nun auch wieder dort CoVid-19-Erkrankte in einem abgetrennten Bereich behandelt. „Beide Kliniken haben sehr große Erfahrung mit der Versorgung von CoVid-19-Patienten“, bestätigt die Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Trotz des Anstiegs der Patienten, die eine aufwändige intensivmedizinische Behandlung benötigen, werden weiterhin immer zwei Betten für CoVid-19- und ein Bett für Trauma-Patienten am Klinikum Weiden freigehalten. Auch in Tirschenreuth wird ein Intensivbett freigehalten.

Zum Schutz der Patienten werden ab morgen auch die Besuchszeiten in den Akuthäusern angepasst. Weiterhin dürfen Patienten täglich nur einen Besucher aus dem engeren Familienkreis empfangen. An der Kinderklinik am Klinikum Weiden ist weiterhin beiden Elternteilen oder einem Elternteil und einem Geschwisterkind erlaubt. Ab sofort sind Besuche nicht mehr von 10 bis 18 Uhr, sondern von 12 bis 18 Uhr möglich. In Tirschenreuth und Kemnath ist ein Besuch am Wochenende von 9 bis 16 Uhr möglich. Für die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind Patientenbesuche weiterhin nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Anmeldung möglich. An allen Standorten werden Besucher weiterhin namentlich registriert und dokumentiert.

In allen Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist das Tragen einer Maske verpflichtend. Alle Besucher werden zudem gebeten, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Die Begleitung von ambulanten Patienten darf nur noch erfolgen, wenn der Patient so beeinträchtigt ist, dass eine Begleitung zwingend erforderlich ist. Eine Ausnahme stellt die Begleitung bei der Geburt dar. Dies ist weiterhin möglich. Patienten mit einer bestätigten CoVid-19-Erkrankung oder Verdachtsfälle erhalten keinen Besuch.

Auch wenn man sich auf einen weiteren möglichen Anstieg der Patientenzahlen vorbereitet, erwartet man keine Engpässe bei Materialien wie persönlicher Schutzausrüstung (Mundschutz, Kittel, Haube, Handschuhe), Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsgütern oder Desinfektionsmittel. „Durch das in den vergangenen Monaten angelegte Pandemielager sind wir hier sehr gut vorbereitet“, so Michaela Hutzler.
„Wir bitten unsere Patientinnen und Patienten, bei akuten Beschwerden weiterhin die Notaufnahmen aufzusuchen. Alle Patienten werden vor Untersuchungen und Eingriffen auf eine mögliche CoVid-Erkrankung getestet“, erklären die Ärztlichen Direktoren der Kliniken Nordoberpfalz AG, Prof. Dr. Christian Paetzel und Elisabeth Eißner.

 

 

CoVid-19-Diagnostik am Klinikum Weiden zusätzlich verbessert

Neuer Computertomograph (CT) in Notaufnahme läuft bereits seit einigen Wochen

Gerade in der aktuellen Phase ist es enorm wichtig, dass die Diagnostik von Corona-Erkrankungen am Klinikum Weiden seit einigen Wochen noch präziser und schneller geworden ist – durch ein zusätzlich in der Zentralen Notaufnahme installiertes CT. Mit den hochauflösenden Aufnahmen dieses Computertomographs kann die Viruserkrankung in der Lunge zeitnah und sehr zuverlässig festgestellt werden.

Das Gerät wurde vom Freistaat Bayern finanziert und soll auch dafür genutzt werden, die Erkennung und Behandlung von CoVid-19-Erkrankten zu erleichtern. Bayernweit wurden vom Freistaat insgesamt 34-CT-Geräte für Kliniken beschafft. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Damit wird es für uns noch einfacher und schneller, CoVid-19-Patienten oder Verdachtsfälle separat von anderen Notfällen zu diagnostizieren“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

„Die Zuteilung der CT ist flächendeckend in Bayern vor allem dort erfolgt, wo ein dringender Bedarf an einem zusätzlichen CT-Gerät bestand. Weil wir in der nördlichen Oberpfalz bei der ersten Corona-Welle einer der größten Hotspots waren, haben wir am Klinikum Weiden eines dieser hochmodernen Geräte erhalten, das uns enorm weiterhilft und klare Vorteile für unsere Patienten bietet“, erklärt Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, der während des Katastrophenfalls als Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz tätig war.

Die Einsatzmöglichkeiten des neuen CT-Geräts, das in der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Weiden installiert wurde, sind vielfältig. Denn neben der schnellen zusätzlichen Abklärung einer CoVid-Erkrankung, die sich bei einem CT der Lunge zeigt, bieten sich noch weitere Vorteile: „Nicht nur in der derzeitigen Situation sind wir sehr froh, dieses zusätzliche Gerät erhalten zu haben, um CoVid-19-Erkrankungen in der Lunge nachweisen zu können“, sagt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG. „Es bietet uns auch einen klaren Zeitgewinn bei der Versorgung von Notfallpatienten und ermöglicht schon im Schockraum eine schnelle Diagnostik und weitere Informationen über die Art der Verletzung oder Erkrankung. Dadurch kann die Behandlung schneller anlaufen.“

Für das Klinikum Weiden insgesamt stellt das zusätzliche CT außerdem eine weitere Verbesserung des bisher schon hohen technischen Niveaus dar. Und nicht nur hinsichtlich der Behandlungs- und Diagnostikmöglichkeiten profitieren die Patienten: „Unser vorhandenes CT-Gerät ist im regulären Betrieb bereits stark ausgelastet. Hier haben wir jährlich rund 19.000 Patienten. Auch darum ist dieses zweite Gerät wichtig, um alle Anforderungen abdecken zu können“, bestätigt Prof. Dr. Christian Paetzel, Chefarzt der Radiologie und Ärztlicher Direktor der Region Süd. Mit dem neuen High-Tech-Gerät kann darüber hinaus auch die Wartezeit für stationäre und ambulante Patienten reduziert werden.

Hintergrundinformation:
Ein Computertomograph (CT) basiert auf Röntgenstrahlung. Bei diesem bildgebenden Verfahren durchdringen Röntgenstrahlen den Körper und werden von verschiedenen Organen je nach Dichte des Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt. Daraus entstehen dreidimensionale Bilder. Auch eine selektive Darstellung unterschiedlicher Gewebe ist dabei möglich. So können beispielsweise die Lunge, Knochen oder andere Organe besser beurteilt werden. Ein CT wird zur Diagnose unterschiedlicher Krankheiten oder Verletzungen genutzt, zum Beispiel am Kopf beim Verdacht auf eine lebensgefährliche Hirnblutung, einen Tumor oder eine Gefäßfehlbildung. Bei Thorax-CTs können bestimmte Organe, wie zum Beispiel Lunge, Herz oder Venen gezielt auf Erkrankungen untersucht werden. So ist es beispielsweise möglich, anhand von CT-Aufnahmen der Lunge eine CoVid-19-Erkrankung nachzuweisen. Moderne CT-Anlagen bestechen durch ihre diagnostische Präzision im Millimeterbereich und durch die Schnelligkeit der Untersuchung, vor allem in Notfällen: ein „Ganzkörperscan“ dauert nur 15 bis 20 Sekunden!

 

 

Kliniken Nordoberpfalz AG für Zukunft gerüstet

Mit Neuverteilung der Anteile und getroffener Finanzierungsvereinbarung wird Sanierung und Zukunft für Klinikverbund möglich

Die Kliniken Nordoberpfalz AG hat bei der Hauptversammlung und der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats wichtige Weichen für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Eine Voraussetzung dafür war unter anderem die zuvor erzielte Einigung der drei Gesellschafter, also der Stadt Weiden und den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth – sie halten jetzt die gleichen Anteile am größten Gesundheitsversorger der nördlichen Oberpfalz und haben die Finanzierung des Klinikverbunds neu aufgestellt.

Bei der Finanzierungsvereinbarung wurde vereinbart, das Eigenkapital der Kliniken Nordoberpfalz AG deutlich zu stärken. Dafür wurden bestehende Trägerdarlehen mit einem Volumen von 30 Mio. EUR erlassen und jetzt neu eine Einzahlung über 15 Mio. Euro in die Kapitalrücklage festgelegt. Letztlich werden so 52,7 Mio. Euro als Einzahlung in die Kapitalrücklage behandelt. Ein Kredit der Träger aus dem Jahr 2019 über 25 Mio. Euro bleibt aber weiter bestehen. Für Restrukturierungskosten 2021 bis 2024 erhält das Unternehmen von den drei Gesellschaftern bei Bedarf eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 7,7 Mio. Euro, darüber hinaus auch noch ein weiteres Trägerdarlehen in Höhe von 7,3 Mio. Euro.

„Wir sind außerordentlich dankbar, dass unsere Gesellschafter uns ein Paket geschnürt haben, das die Sanierung der Kliniken Nordoberpfalz AG in kommunaler Trägerschaft und eine weitere Zukunft ermöglicht. Zugleich bedeutet dies, dass der begonnen harte Sanierungskurs als unabdingbare Grundvoraussetzung weiter verfolgt werden muss. Wir haben klare Ziele und werden weiter unser Bestes geben, diese auch zu erreichen“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Bisher waren die Anteile an der Kliniken Nordoberpfalz AG nicht einheitlich verteilt. Nun sind alle drei Gebietskörperschaften gleichberechtigte Partner und halten je ein Drittel der Aktien am Unternehmen. Dafür haben die Stadt Weiden rund 17 Prozent der Anteile und der Landkreis Tirschenreuth rund 14 Prozent der Anteile an den Landkreis Neustadt/WN übertragen, der bisher nur 1,5 Prozent am Unternehmen hielt. „Für die Stadt Weiden als bisheriger Hauptaktionär war dies eine auf Dauer nicht vertretbare Belastung, da nur etwa ein Drittel der Patienten aus Weiden kommt. Daher sind wir allen dankbar, die diese Lösung möglich gemacht haben und mittragen. Neben den vielen Fachexperten gilt mein Dank daher insbesondere den Stadträten der Stadt Weiden sowie den Kreisräten der Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth, die mit dieser Einigung die stationäre Gesundheitsversorgung in der Region gleichberechtigt auf solide und zukunftsfähige Beine gestellt haben“, so Oberbürgermeister Jens Meyer.

Die Unterzeichnung bei der Aktionärsvereinbarung und der Finanzierungsvereinbarung der Gesellschafter sorgt also für eine Gleichberechtigung im Aufsichtsrat – sowohl bei den Finanzierungslasten als auch bei den Stimmrechtsverhältnissen. Alle Träger verfügen nun über fünf Sitze im Aufsichtsratsgremium:

Stadt Weiden:
Oberbürgermeister Jens Meyer, Gerald Bolleininger, Stefan Rank, Wolfgang Pausch, Dr. Benjamin Zeitler

Landkreis Tirschenreuth:
Landrat Roland Grillmeier, Johannes Reger (Bürgermeister Erbendorf), Roman Schäffler (Bürgermeister Kemnath), Bernhard Schmidt (Kreisrat), Franz Stahl (Bürgermeister Tirschenreuth)

Landkreis Neustadt/WN:
Landrat Andreas Meier, Prof. Dr. Clemens Bulitta (OTH Weiden), Reinhold Gietl (Werkleiter a.D. Pilkington), Gerhard Hösl (Vorstand Vereinigte Sparkassen Eschenbach, Neustadt), Dr. Christa Kraemer (Rechtsanwältin)

Neben den jeweils fünf Vertretern der Gebietskörperschaften sind außerdem noch zwei Vertreter des Betriebsrats im Gremium stimmberechtigt (Dr. Wolfgang Jurczyk, Monika Selch).

Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Landrat Roland Grillmeier im jährlichen Wechsel mit Oberbürgermeister Jens Meyer. „Wir haben in diesem Gremium jetzt die Chance, das Unternehmen auf dem erfolgreichen Weg in die Zukunft zu begleiten. Wir wissen, dass dies kein leichter Weg sein wird. Aber wir haben sehr großes Vertrauen in das Führungsteam und in Vorstand Dr. Egginger“, so Aufsichtsratsvorsitzender Roland Grillmeier.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde auch eine Anpassung des bisherigen Personal- und Finanzausschusses beschlossen. Dieser wird sich künftig vor allem auf die finanzielle Entwicklung fokussieren und als Finanzausschuss regelmäßig im Vorfeld der im zweimonatigen Turnus stattfindenden Aufsichtsratssitzungen tagen. Dauerhafter Vorsitzender ist Landrat Andreas Meier. Neben ihm sind Oberbürgermeister Jens Meyer und Landrat Roland Grillmeier ebenso in dem Gremium tätig wie je ein Vertreter der Träger und der Arbeitnehmervertretung – nämlich Dr. Benjamin Zeitler, Franz Stahl, Gerhard Hösl und Dr. Wolfgang Jurczyk.

Unabhängig von den Organen der Kliniken Nordoberpfalz haben die Gesellschafter einen Sanierungsbeirat eingerichtet. Dieser begleitet eng die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen aus dem IDW-S6-Gutachten. Im Wesentlichen fokussiert der Sanierungsbeirat auf die im Gutachten festgelegten 16 Kernprojekte. Zudem wird dort regelmäßig über weitere Maßnahmen und kleinere Projekte berichtet. „Der Sanierungsbeirat hat sich in der vergangenen Woche vom aktuellen Stand der Projekte überzeugen können und das, was uns berichtet wurde, ist äußerst positiv. Die Tatsache, dass wahrscheinlich bei allen 16 Projekten die in diesem Jahr geplanten Meilensteine erreicht werden, ist ein Beweis dafür, mit welchem Engagement das neue Führungsteam agiert“, so der Vorsitzende des Sanierungsbeirats, Landrat Andreas Meier.

Den enormen Willen der Kliniken Nordoberpfalz AG, sich langfristig auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen, zeigt die bereits in diesem Jahr erfolgte tiefgreifende Restrukturierung der Finanzsäule, beispielhaft des Controllings und der Finanzbuchhaltung. „Für uns und auch den Aufsichtsrat ist es elementar wichtig, kontinuierlich gut über die Lage des Unternehmens informiert zu sein. Darum wird der Aufsichtsrat monatlich über die finanziellen Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Ein derart transparentes und umfassendes Zahlenwerk hat es in dieser Form bisher nicht gegeben. Das sehe ich als unabdingbare Grundlage zur optimalen Steuerung des Unternehmens“, fasst Vorstand Dr. Thomas Egginger zusammen.
 

 

Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie

Klinikum Weiden auf möglichen Patientenanstieg vorbereitet – Nutzung von Antigen-Tests zur schnellen CoVid-19-Abklärung möglich

Die Kliniken Nordoberpfalz AG ist auf einen Anstieg von CoVid-19-Patienten vorbereitet. Die Behandlung von CoVid-19-Erkrankten und Verdachtsfällen wird weiterhin zentral am Klinikum Weiden durchgeführt. Die Krankenhäuser Kemnath und Tirschenreuth sind weiterhin vollständig CoVid-frei. Bereits bewährt hat sich nach einigen Tagen die Nutzung von Antigen-Schnelltests, bei denen die Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit vorliegen.

Derzeit werden 13 CoVid-19-Erkrankte wieder auf einer Isolierstation am Klinikum Weiden behandelt. Sie sind damit räumlich weiterhin eindeutig von anderen Patienten getrennt. Alle Betten auf der Station werden für CoVid-19-Fälle vorgehalten. Eingesetzt werden dort Ärzte und Pflegekräfte, die bereits im Frühjahr die Betreuung von CoVid-19-Patienten übernommen und während dieser ersten Welle große Erfahrungen im Umgang mit dem Krankheitsbild, den Symptomen und der Behandlung gesammelt haben. „Dieses Wissen können wir jetzt anwenden, was uns in der aktuellen Situation enorm hilft. Das Personal mit dem größten Fachwissen zu CoVid-19 ist damit unter den bestmöglichen räumlichen Voraussetzungen für unsere Patienten tätig“, erklärt Infektiologe Dr. Klaus-Friedrich Bodmann, der Visiten bei allen bestätigten CoVid-19-Erkrankten und Verdachtsfällen durchführt.

Auf der Intensivstation registriert man einen leichten Anstieg von CoVid-19-Fällen. „Auch hier können wir auf die Erfahrungen aus dem Frühjahr zurückgreifen“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Die Beatmungsgeräte im Wert von rund 200.000 Euro, die das Ministerium vor einigen Monaten zur Behandlung von CoVid-19-Erkrankten zur Verfügung gestellt haben, optimieren das bereits zuvor vorhandene Equipment zusätzlich.

Darüber hinaus hat die Kliniken Nordoberpfalz AG in den vergangenen Monaten ein Pandemielager mit einer großen Menge an persönlicher Schutzausrüstung (Mundschutz, Kittel, Haube, Handschuhe), Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsgütern sowie Desinfektionsmittel angelegt. „Durch dieses Lager sind wir bestens vorbereitet und müssen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Lieferengpässe mehr fürchten, wie sie im Frühjahr aufgetreten sind“, so Michaela Hutzler.

Als besonders positiv hat sich die hausinterne Auswertung im eigenen Labor von CoVid-19-Tests herauskristallisiert. Alle symptomatischen Patienten und begründete Verdachtsfälle erhalten dabei einen so genannten PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion), dessen Ergebnis innerhalb eines Tages vorliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Patienten isoliert untergebracht. Zusätzlich wurden zur schnelleren Einordnung Antigen-Tests eingeführt, die ein Ergebnis innerhalb von rund 30 Minuten liefern. Diese werden sowohl für ambulante Patienten eingesetzt, die zu einer OP oder zu einem Eingriff ins Klinikum kommen, aber auch bei Notfällen: „Bei einem Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall wurde am Wochenende ein solcher Schnelltest durchgeführt. Das Ergebnis lag bereits vor, während der Patient noch im CT erstversorgt wurde“, erklärt Prof. Dr. Christian Paetzel, Chefarzt der Radiologie und Ärztlicher Direktor der Region Süd.

Zudem werden im gesamten Verbund der Kliniken Nordoberpfalz AG großflächige und regelmäßige Tests von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Für diese Reihentestungen wurde am Klinikum Weiden eine eigene Abstrichstelle eingerichtet. Die seit heute gesetzliche Vorgabe, Berufspendler einmal wöchentlich zu testen, wird im Klinikverbund bereits seit mehreren Wochen durchgeführt.
„Wir sind gut vorbereitet auf das, was in den kommenden Wochen und Monaten noch auf uns zukommen könnte. Und alle unsere Kolleginnen und Kollegen werden weiterhin ihr Bestes geben, die noch vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Angepasste Besucherregelung ab Mittwoch, 21. Oktober

In den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist bisher kein erhöhtes Aufkommen von Patienten mit einer bestätigten CoVid-19-Erkrankung oder Verdachtsfällen zu verzeichnen. Derzeit muss nur eine überschaubare Anzahl von Patienten im einstelligen Bereich mit einer bestätigten Infektion behandelt werden. Die Akutkrankenhäuser in Kemnath und Tirschenreuth sind seit einigen Monaten vollständig CoVid-frei. Dennoch werden die Regelungen für Besucher aufgrund der aktuellen Entwicklungen leicht angepasst.

Nicht erlaubt sind weiterhin Besuche von Corona-Infizierten oder auch Verdachtsfällen. Die geltenden Hygieneregeln mit einem Abstand von 1,5 Metern sowie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung müssen ebenfalls zwingend weiter beachtet werden. Zudem können Patienten weiterhin unterschiedliche Besucher empfangen, jedoch nicht zeitgleich. Neu ist jedoch, dass täglich nur noch eine Person einen Patienten besuchen darf. Dieser Besucher muss zudem aus dem engeren Familienkreis sein. Es handelt sich dabei also nicht um eine ständige, fest definierte Besuchsperson. „Die Besucher können von Tag zu Tag variieren, das bedeutet, es haben mehrere Angehörige die Möglichkeit, Patienten zu besuchen – nur eben nicht am gleichen Tag“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. Die bisher geltenden Besuchsregelungen für die Kinderklinik in Weiden, wonach beide Elternteile besuchsberechtigt sind, bleiben von der Änderung unberührt. Dies gilt auch für die Begleitung in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Geburten. Patienten, die zur Notfallbehandlung ans Klinikum Weiden kommen, sollen direkt die Notaufnahme aufsuchen.

Um die Besucherströme überwachen zu können, muss daher die Tiefgarage für Besucher gesperrt werden. Patienten, die zur ambulanten Behandlung ans Klinikum Weiden kommen, können diesen Zugang jedoch weiterhin nutzen. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen ist es nötig, diese Anpassungen, die sich schon im Frühjahr bewährt haben, jetzt wieder umzusetzen“, so Michaela Hutzler. „Sollten Sie sich krank fühlen oder gar Symptome einer Corona-Erkrankung zeigen, verzichten Sie bitte auf einen Besuch Ihrer Angehörigen.“

In den Akutkrankenhäusern Weiden, Tirschenreuth und Kemnath gelten ab sofort einheitliche Besuchszeiten von 10 und 18 Uhr (bisher 19 Uhr in Weiden). In Tirschenreuth und Kemnath ist ein Besuch am Wochenende von 9 bis 16 Uhr möglich. Für die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind Patientenbesuche nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Anmeldung möglich. An allen Standorten werden Besucher weiterhin namentlich registriert und dokumentiert.

Unabhängig von der leichten Anpassung der Besucherregeln bleibt die Einhaltung der Hygienemaßnahmen elementar. Diese strikten Schutzmaßnahmen wurden zu Beginn der Pandemie eingeführt und seitdem nicht gelockert und betreffen sowohl den Umgang des Personals mit den Patienten als auch untereinander.

Besonders bewährt hat sich, dass alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, auf eine CoVid-19-Erkrankung getestet werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, asymptomatisch erkrankte Patienten herauszufiltern, um gesunde Patienten zu schützen. Damit können wir Patienten mit einer CoVid-19-Infektion oder auffälligen Symptomen von nicht-erkrankten Patienten trennen. Und es dient auch dem Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Bei der Kliniken Nordoberpfalz AG bereitet man sich mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen auf mögliche Herausforderungen in den kommenden Wochen und Monaten vor. Weiterhin wird eine ausreichende Anzahl an Betten auf einer einzigen Station (der Isolierstation) für CoVid-19-Patienten und -Verdachtsfälle vorgehalten. Dies gilt auch für Intensivbetten. Die Einrichtung eines Diagnostikzelts neben der Notaufnahme, wie es im Frühjahr aufgebaut wurde, ist nicht vorgesehen – alle Patienten können in der Notaufnahme behandelt werden. Als positiv haben sich zudem die hausinternen Testmöglichkeiten dargestellt, mit denen Verdachtsfälle schnell abgeklärt werden können.

„Die Belastung, die auf uns als Unternehmen und berufsgruppenübergreifend auf all unseren Kolleginnen und Kollegen seit Jahresbeginn liegt, ist gewaltig. Ich bin sehr stolz, wie wir die bisherigen Monate und insbesondere die erste Covid-19-Pandemiewelle bewältigt haben! Und wir werden weiterhin unser Bestes geben, auch die noch vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Neuer Kaufmännischer Direktor kommt aus den eigenen Reihen

Michael Gleißner hat zum 01.10.2020 die Position des Kaufmännischen Direktors der Kliniken Nordoberpfalz AG übernommen

Die Kliniken Nordoberpfalz AG hat einen weiteren wichtigen Meilenstein für die zukünftige organisatorische Entwicklung erreicht. Mit Michael Gleißner übernimmt ein „Eigengewächs“ aus dem Unternehmen die Position des Kaufmännischen Direktors. Er wird damit Teil der Geschäftsführung und eng mit Vorstand Dr. Thomas Egginger und der Medizinischen Direktorin Michaela Hutzler zusammenarbeiten.

„Es freut uns außerordentlich, dass Michael Gleißner sich für diese verantwortungsvolle Position entschieden hat. Er kennt unser Unternehmen und die Abläufe bis ins kleinste Detail und ist absoluter Experte auf diesem Gebiet“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Gleißner verfügt über sehr große Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der Finanzen und des Controllings in Krankenhäusern. Von 2002 bis 2006 war er im Controlling für die Krankenhäuser des Landkreises Neustadt/WN tätig und dort von 2005 bis 2006 auch Verwaltungsleiter im Krankenhaus Neustadt. Mit Gründung der Kliniken Nordoberpfalz AG 2006 wurde er stellvertretende Leitung des Kaufmännischen Controllings des Klinikverbunds. Der 47-Jährige Diplomverwaltungswirt und Diplomkrankenhausbetriebswirt übernahm in der Übergangsphase der vergangenen Monate große Verantwortung mit der kommissarischen Leitung des Controllings. „Nicht zuletzt durch seine Leistungen und sein Engagement in diesen, gerade für das Controlling enorm arbeitsintensiven vergangenen Monaten, hat sich bestätigt, dass er unsere Wunschbesetzung für den Kaufmännischen Direktor ist“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Gleißner war in den vergangenen Monaten u. a. maßgeblich am Aufbau des Sanierungsgutachtens (IDW-S6-Gutachten), der weiteren Sanierungsprojekte sowie am vollständigen Umbau des kaufmännischen internen und externen Berichtswesens beteiligt. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und kann dabei auf ein bestens eingespieltes Team zurückgreifen. Wir werden auch in den kommenden Jahren weiter hart arbeiten müssen. Zugleich bin ich mir aber sehr sicher, dass wir mit dem eingeschlagenen Kurs wieder eine positive wirtschaftliche Entwicklung nehmen werden“, so der gebürtige Nordoberpfälzer.
 

 

Ein Motto, das alles sagt: „We Care“

22 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger der Kliniken Nordoberpfalz AG meistern Ausbildung

„We Care“, also „Wir pflegen“ – unter dieses Motto hat die Klasse 17/20 die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege bei der Kliniken Nordoberpfalz AG gestellt. Und ab sofort haben die 22 jungen Menschen die Möglichkeit, dieses Motto auch zu leben: denn sie haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Bei der feierlichen Verabschiedung in der Personalcafeteria am Klinikum Weiden wies Thomas Baldauf, Leiter der Akademie NEW LIFE, darauf hin, dass die jungen Frauen und Männer eine Ausbildung gemeistert hätten, die mehr sei als die Summe von Projekten oder Fächern. „Trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen im Pflegebereich haben Sie einen Beruf erlernt, der erstrebenswert ist wie kaum ein anderer“, so
Baldauf.
Auch Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, gratulierte den Absolventen zum Abschluss der anspruchsvollen Ausbildung, für die sie sich bewusst entschieden hätten: „Sie wollen gestalten und wirken und haben gelernt, selbständig mit verschiedenen Perspektiven umzugehen. Und gerade das ist im Umgang mit unseren Patienten eine äußerst wichtige Kompetenz“, erklärte der Kliniken-Vorstand.

Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Seggewiß zeigte sich von den Leistungen der Absolventen beeindruckt, gerade auch aufgrund deren Engagements während der Hochphase der Corona-Pandemie. Mit ihrem großen theoretischen Wissen und ihren praktischen Erfahrungen hätten auch sie mitgeholfen, diese schwierige Zeit zu meistern.

Ausbildungsleiterin Tanja Chlup verglich die vergangenen drei Jahre und die Situation der Auszubildenden mit einem jungen Baum, in den viel Arbeit gesteckt worden sei und an dem jetzt die Früchte der Arbeit – nämlich der Abschluss der Ausbildung – geerntet werden könne. Sie gab den Absolventen ebenfalls die besten Wünsche mit: „Wie die Früchte an einem Baum sollen auch Sie reifen – mit guten Ideen, mit denen Sie anderen Menschen Freude bereiten und den Pflegeberuf aktiv mitgestalten können.“

Den besten Notenschnitt der 22 Absolventen (17 junge Frauen, 5 junge Männer) erreichten Anna Kraus (1,14), Sabine Hermann (1,29), Michael Heldwein (1,43) und Amelie Haderer (1,43).

 

 

Patientensicherheit trotz Teilevakuierung sichergestellt

Notaufnahme, Kreißsaal und alle anderen Bereiche des Klinikums Weiden stehen trotz weitläufiger Sperrung am 27. September vollständig zur Verfügung

Die weitläufige Evakuierung des Geländes rund um die SpVgg Weiden am 27. September aufgrund des Verdachts einer zu entschärfenden Fliegerbombe hat auch Auswirkungen auf das Klinikum Weiden. „Die Versorgung und Sicherheit unserer Patienten ist trotz der Teilevakuierung in vollem Umfang gewährleistet und sichergestellt“, betonen Vorstand Dr. Thomas Egginger und Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Das gilt sowohl für neuralgische Abschnitte und Abteilungen wie Notaufnahme, Kreißsaal oder Kinderklinik als auch für andere Bereiche, wie zum Beispiel Operationssäle, MRT, CT oder Endoskopie.

Meldungen, wonach das Klinikum Weiden vollständig evakuiert werden muss, sind nicht korrekt. Patienten sind nur in einem geringen Maß betroffen. „Wir müssen ausschließlich kleinere Bereiche unseres Klinikums evakuieren, nämlich die Palliativstation und die Station 201 der Klinik für Neurologie, die sich in unserem Neubau an der Gabelsbergerstraße befinden“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Diese Patienten werden während der Teilevakuierung auf anderen Stationen des Klinikums Weiden untergebracht, betreut und behandelt.

Die zu evakuierenden Bereiche des Klinikums wurden in enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst definiert. Dabei handelt es sich um das Schwesternwohnheim (Bereitschaftszimmer und Büros), die komplette Küche und die im Neubau untergebrachten Stationen. Der Weiterbetrieb aller anderen Abschnitte wurde als unbedenklich eingestuft.

Das bedeutet, dass fast alle Bereiche an diesem Tag voll einsatzfähig sind. Wie im Normalbetrieb können auch während der Sperrung des Gebiets beispielsweise Notfall-Eingriffe durchgeführt werden. „Auch unser Kreißsaal steht wie gewohnt zur Verfügung, es gibt keine Einschränkungen der medizinischen Versorgung und Betreuung bei spontanen Geburten“, so Hutzler.

Weil das Klinikum aber im Zeitraum der Sperrung von 8 bis 18 Uhr nicht von Privatpersonen angefahren werden kann, erfolgt die Koordination von Transporten für Notfallpatienten oder Schwangere ausschließlich über die Integrierte Leitstelle, die regulär über die 112 erreichbar ist. In Ausnahmefällen – wie zum Beispiel einer Geburt – ist dabei auch eine Begleitperson erlaubt.

Die ILS organisiert den Transport von zu Hause ins Klinikum und entscheidet, ob bei kleineren Verletzungen oder Erkrankungen die Behandlung im Klinikum Weiden oder einem anderen Krankenhaus, zum Beispiel Tirschenreuth, einer KV-Bereitschaftspraxis oder beim diensthabenden Bereitschaftsarzt erfolgen kann oder muss. Patienten können an diesem Tag nicht selbständig die Notaufnahme aufsuchen – sie erhalten Informationen über das weitere Vorgehen telefonisch entweder direkt über die Integrierte Leitstelle (112) oder die Hotline der KVB (116117). Die Bereitschaftspraxis der KV, die sich im Klinikum Weiden befindet, ist an diesem Tag ebenfalls geschlossen. Nachvollziehbar ist sicher auch, dass an diesem Tag keine Besucher am Klinikum Weiden erlaubt sind.

Intern ändert sich an den Abläufen am Klinikum Weiden nicht viel. „Trotz Evakuierung der Küche ist die Speisenversorgung unserer Patienten gewährleistet. Alle Bereiche – von Kreißsaal über Kinderklinik und Notaufnahme bis zu den Intensivstationen – werden wie im Normalbetrieb aufrechterhalten und stehen vollständig zur Verfügung. Auch die Anlieferung von Notfallpatienten per Rettungshubschrauber, zum Beispiel für Patienten mit einem Polytrauma nach Unfällen, ist an diesem Tag möglich“, erklärt die Medizinische Direktorin. Leicht anpassen müssen sich die Rettungstransporte, die Notfälle nicht über die Bismarckstraße, sondern über den Haupteingang der Notaufnahme in der Söllnerstraße ans Klinikum bringen.

„Wir sind sehr froh, dass uns und unseren Patienten trotz Teilevakuierung alle Einrichtungen und die gesamte Medizintechnik wie gewohnt zur Verfügung stehen. Damit ist die Sicherheit und Versorgung aller Patienten vollständig gewährleistet“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Überraschung für die Palliativstation

Jahrgang 1933/1934 der Max-Reger-Schule Weiden spendet 700 Euro

Über Spenden freut man sich nicht nur bei der Palliativstation am Klinikum Weiden immer – umso größer aber ist die Freude, wenn es sich dabei auch noch um eine Überraschung handelt. So geschehen vor einigen Tagen, als Heribert Schreyer und Max Strehl unangekündigt vorbeikamen, um der Palliativstation und der Ärztlichen Leiterin Dr. Stephanie Kuchlbauer 700 Euro zu überreichen.

Die beiden 87-Jährigen erklärten, dass das Geld aus der Kasse des Jahrgangs 1933/1934 der Max-Reger-Schule in Weiden stammt. In den vergangenen Jahren wurde der Kreis der ehemaligen Mitschüler beim regelmäßigen Stammtisch und den Schülertreffen immer kleiner. So kam man zum Entschluss, den Überschuss in der Kasse an die Palliativstation zu spenden – als Zeichen des Dankes und der Bewunderung für die Arbeit des Teams.

Dr. Stephanie Kuchlbauer war von der unangekündigten finanziellen Unterstützung mehr als überrascht: „Die beiden Herren standen spontan vor der Tür und haben uns die 700 Euro in die Hand gedrückt. Die ganze Aktion war mehr als sympathisch und wir können uns dafür nur außerordentlich bedanken!“