News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Griechisches Dankeschön für Klinikverbund

Griechische Gastronomen schnüren Gutscheinpaket über 2.750 Euro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG – Zusätzlich spezielle Aktion des Restaurants Mythos in Mitterteich für das Krankenhaus Tirschenreuth

Dass Solidarität kulinarische Grenzen überspringen kann, das haben elf griechische Gastronomen der nördlichen Oberpfalz bewiesen: denn sie haben der Kliniken Nordoberpfalz AG insgesamt 275 Gutscheine im Wert von 10 Euro für das Personal übergeben. Speziell für das Krankenhaus Tirschenreuth hat sich das Restaurant Mythos in Mitterteich zusätzlich eine kulinarische Überraschung einfallen lassen.

Es solle ein besonderer Dank an das gesamte Team der Kliniken Nordoberpfalz AG sein, die aktuell jeden Tag aufs Neue rund um die Uhr arbeiten und ihr eigenes Leben riskieren, um andere Leben zu retten – so fassten es die griechischen Restaurant-Inhaber bei der Übergabe der 275 Gutscheine im Wert von insgesamt 2.750 Euro zusammen. Beteiligt an der Aktion haben sich insgesamt elf Restaurants der Region: Pallas und Olympia (Weiden), Mykonos und Santorini (Tirschenreuth), Syrtaki (Windischeschenbach), Delphi (Pressath), Anastasia (Grafenwöhr), Alpha (Waldsassen), Taverne Santorini (Neustadt), Athen (Erbendorf) und Mythos (Mitterteich). Die Gutscheine werden derzeit unter allen teilnehmenden
itarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken Nordoberpfalz AG verlost.

Eine weitere Überraschung hatte Anthimos Kotsekoglou, Inhaber des Restaurants Mythos in Mitterteich, parat – speziell für die Mitarbeiter des Krankenhauses Tirschenreuth. Denn unter diesen werden jetzt 250 weitere Gutscheine im Wert von 10 Euro für das Restaurant Mythos verteilt. Er wolle sich damit ausdrücklich für den besonderen Einsatz der Mitarbeiter im Krankenhaus Tirschenreuth für die Bevölkerung der Region bedanken.

 

 

Aus Norddeutschland über Schwaben in die Oberpfalz

Dietmar Eine ist seit zwei Monaten Krankenhausleiter der Region Süd bei der Kliniken Nordoberpfalz AG

Den Krankenhausleitungen kommt innerhalb der Kliniken Nordoberpfalz AG zukünftig deutlich größere Bedeutung zu. Für die Region Süd mit dem Klinikum Weiden liegt diese Verantwortung seit exakt zwei Monaten bei Dietmar Eine. Der 51-Jährige ist seit Mitte März für den Klinikverbund tätig – ein Start, der direkt in die beginnende heiße Phase der Corona-Pandemie fiel.

Nach seinem Wirtschaftswissenschaften-Studium sammelte Dietmar Eine in Norddeutschland erste Erfahrung in der Krankenhausberatung. Seit 1999 bekleidete er durchgehend Führungspositionen im Gesundheitswesen und war unter anderem als stellvertretender Kaufmännischer Direktor im Großraum Hannover und danach in Bayern als Verwaltungsleiter bei einem privaten Träger sowie als Geschäftsführer in einem kommunalen Klinikverbund langjährig tätig.

Vor der Übernahme der Position des Krankenhausleiters der Region Süd am Klinikum Weiden war er unter anderem Interimsmanager bei den Kreiskliniken Dillingen-Wertingen. Jetzt bündelt er alle Kräfte für den Schwerpunktversorger in der Nordoberpfalz. „Die Entscheidung für die Kliniken Nordoberpfalz AG und das Klinikum Weiden ist mir nicht schwergefallen. Wir haben hier großes Potential, das wir auch in Anbetracht der finanziellen Situation unseres Unternehmens voll heben wollen und müssen. Ich freue mich auf die Aufgabe und die damit verbundene große Herausforderung, das Unternehmen wieder in eine positive Entwicklung zu führen“, so Eine.

Für den Klinikverbund war die schnelle Besetzung der Position des Krankenhausleiters in der Region Süd ein wichtiger strategischer Meilenstein. „Mit dem neuen Organigramm wollen wir die medizinische und wirtschaftliche Ergebnisverantwortung der Regionen mit all den damit verbundenen notwendigen Entscheidungen und Aufgaben wieder viel näher an das Geschehen und zu den Menschen vor Ort zurückbringen. Dass wir Herrn Eine mit seinen umfangreichen Kenntnissen und fundierten Erfahrungen in der Führung von Unternehmen im Gesundheitswesen dafür gewinnen konnten, ist ein sehr wichtiger Schritt für uns“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

 

 

Palliativmedizin und CoVid-19

Die Bedeutung der Palliativstation am Klinikum Weiden in Zeiten der Corona-Pandemie

In den vergangenen Wochen dominierte vor allem die intensivmedizinische Behandlung von CoVid-19-Patienten das Geschehen in den Kliniken und Krankenhäusern der Region. Elektive und ambulante Eingriffe wurden abgesagt und nur noch in dringlichen Fällen durchgeführt. Der Betrieb in der Palliativstation am Klinikum Weiden war jedoch durchgängig gewährleistet, auch wenn die Einflüsse der Corona-Pandemie hier deutlich zu spüren waren.

Die ohnehin besondere pflegerische und ärztliche Versorgung lief ohne Einschränkung weiter. Auch therapeutische Maßnahmen, wie Physio-, Klangschalen-, Aroma- sowie Musik- und Atemtherapie blieben von der außergewöhnlichen Situation ausgenommen – ebenso wie die seelsorgerische oder psychoonkologische Betreuung. In den vergangenen Tagen hat sich die Situation jetzt wieder etwas entspannt. „Wir haben unsere Arbeit auch in der stärksten Phase der Corona-Pandemie so durchführen können, wie es unser eigener Anspruch ist“, erklärt Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leiterin der Palliativstation.

Und doch war die letzte Zeit speziell. Patienten mit einer CoVid-19-Infektion wurden bewusst nicht auf die Palliativstation verlegt. Außerdem wurden auch hier die hohen Sicherheitsmaßnahmen etabliert. Dazu gehört auch die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen – sowohl für Personal als auch Patienten. Im Gegensatz zu anderen Bereichen waren und sind Besuche von Angehörigen weiter möglich, wenn auch nur in einem stark begrenztem Umfang. „Es ist wichtig, dass unsere Patienten auch weiterhin Besuch empfangen dürfen. Gleichzeitig müssen wir sie aufgrund ihres enorm geschwächten Zustand besonders schützen“, so die Ärztliche Leiterin. Große Bedeutung werde deshalb der Kommunikation über die von der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Förderverein für Schwerkranke etablierten Tablets zukommen, mit denen in Kürze zumindest digital eine regelmäßige Kommunikation zwischen Patient und Angehörigen ermöglicht wird.

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich der Stellenwert der Palliativstation für die Entlastung der Angehörigen erhöht: „In vielen Fällen ist die Versorgung zuhause oder die Neuaufnahme in Pflegeheimen erschwert oder nicht möglich. Unsere Arbeit konzentriert sich jetzt noch mehr auf die Patienten und deren engste Angehörige – das ist für beide ein enormer Gewinn“, erklärt Beate Spickenreuther, Stationsleitung der Palliativstation. Der Abschied von sterbenden Patienten ist durch die besondere Lage der Palliativstation am Klinikum Weiden weiterhin möglich, auch ohne mit dem dortigen Personal eng in Kontakt zukommen: „Wir sind immer da – egal ob für unsere Patienten oder ihre Angehörigen. Aber die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig Palliativmedizin ist, weil sie eben eng auf die Bedürfnisse aller Beteiligte gestaltet werden kann“, so Dr. Kuchlbauer.

 

 

Mund-Nasen-Bedeckung in Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ab Montag Pflicht für alle

Besuchsregelungen bleiben weiterhin bestehen – Grundsätzliche Corona-Tests bei stationären Patienten

Die ersten Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise wurden und werden zurückgefahren – zeitgleich werden aber neue Maßnahmen getroffen. Dazu gehört auch das verpflichtende Tragen einer Mund-Nase-Maske in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr. Eine Regelung, die die Kliniken Nordoberpfalz AG für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon seit mehreren Wochen getroffen hat und jetzt auch für alle Patienten und Besucher aufgreift, für die das Tragen eines solchen Schutzes nun ebenfalls vorgeschrieben ist.

„Das dient dem Schutz unserer Patientinnen und Patienten ebenso wie dem Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen. Das Tragen eines solchen Schutzes ist aus unserer Sicht wichtig, um einer möglichen Verbreitung einer CoVid-19-Infektion entgegenzuwirken“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler diese neue Maßnahme. Wenn möglich, soll dabei der eigene Mundschutz mitgebracht werden – alternativ wird ein selbstgenähter Mundschutz zur Verfügung gestellt, der auch nicht mehr zurückgegeben werden muss und nach dem Aufenthalt auch weiter privat genutzt werden kann.

Erlaubt sind dabei – wie auch im öffentlichen Raum – folgende Möglichkeiten: der klassische Mund-Nase-Schutz oder FFP2-/FFP3-Masken, wie man beides aus dem medizinischen Bereich kennt, selbstgebastelte Masken aus Baumwolle oder Schals und Halstücher. Elementar dabei ist, dass die Atemwege komplett bedeckt werden, um einer Ansteckung vorzubeugen. „Bei den meisten handelsüblichen Masken wird ja nicht der Träger selbst, sondern seine Mitmenschen geschützt. Wird das konsequent von allen umgesetzt, kann das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus stark verringert werden“, betont Stefany Dürr, Leiterin der Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention. Die neue Regelung in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG gilt für alle Patientinnen und Patienten sowie auch für Besucher. Die strikte Besuchsregelung, die zu Beginn der Corona-Krise eingeführt wurde, bleibt weiterhin bestehen.

Neu ist auch, dass Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, zukünftig grundsätzlich einem Coronatest unterzogen werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, asymptomatisch erkrankte Patienten herauszufiltern, um gesunde Patienten zu schützen. Und damit können wir Patienten mit einer CoVid-19-Infektion oder auffälligen Symptomen von nicht-symptomatischen Patienten trennen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Der Club sagt Danke!

1. FC Nürnberg spendet Klinikum Weiden Ehrentrikots, um Danke für Engagement und Einsatz zu sagen

So mancher Anhänger des 1. FC Nürnberg spricht ja häufig davon, dass der eigene Verein – wenn man es vorsichtig formuliert – doch manchmal nicht nachvollziehbar handeln würde. Eine Einschätzung, die man seitens des Klinikums Weiden so aktuell sicher nicht trifft: denn der Zweitligist hat jetzt viel Herz gezeigt und aus der Mannschaftskasse rund 1.000 Ehrentrikots an „Helden“ in Nordbayern verteilt, darunter auch das Klinikum Weiden.

Dem Team sei es wichtig, die Helden der Krise zu stärken und seine Wertschätzung zu zeigen. „Das Ehrentrikot ist ein kleines Zeichen des Vereins, dass wir an die unzählig vielen Menschen, die jeden Tag an vorderster Front Großartiges leisten, denken und ihnen danken“, so Teamkapitän Hanno Behrens.

Und so kam Sebastian Seifert, Leiter des Vertriebsmarketings beim 1. FCN, jetzt nach Weiden und konnte dabei Michaela Hutzler, Medizinischer Direktorin, und Personalleiter Martin Neuhaus 100 Club-Trikots übergeben. Auf diesen ist als Rückennummer „Ehrentrikot 2020“ zu lesen, unter dem Club-Logo auf der Vorderseite prangt ein Flock mit „Weiden sagt Danke“. Eine Geste, über die man sich bei der Kliniken Nordoberpfalz AG sehr freute: „Es ist toll, dass der Club hier Herz und Charakter zeigt und in dieser schwierigen Zeit ein klares Signal sendet und unserem Personal Respekt und Anerkennung schenkt“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. „Die Trikots werden jetzt über unser Intranet unter allen Mitarbeitern verlost“, ergänzte Personalleiter Martin Neuhaus.

Zusammen mit Hauptsponsor NÜRNBERGER Versicherung und Lagardère Sports hatte der Verein vor zwei Wochen bereits 1.000 Ehrentrikots an Krankenhäuser und Supermärkte in Nürnberg verteilt. Jetzt wurde die Aktion auf die Region ausgeweitet und in verschiedenen Einrichtungen, auch in der Oberpfalz, verteilt.

 

 

Leichte Entspannung

Seit mehr als einem Monat tagt der Krisenstab der Kliniken Nordoberpfalz AG fast durchgehend täglich. Seit wenigen Tagen zeigt sich eine gleiche bis leicht rückläufige Tendenz bei den Patientenzahlen in den Häusern des Klinikverbunds.

„Die Belastung, die auf all unseren Kolleginnen und Kollegen liegt, ist weiterhin hoch. Wie sie alle diese Ausnahmesituation seit mehreren Wochen bewältigen, ist herausragend. Auf dieses außerordentliche und vor allem erfolgreiche Engagement kann die gesamte Region stolz sein“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Neben den akutstationären Standorten Weiden, Tirschenreuth und Kemnath habe sich vor allem die Nutzung der Standorte in Vohenstrauß und Erbendorf als äußerst positiv dargestellt: „Wir können dort überwiegend Covid-19-positive Patientinnen und Patienten versorgen, wodurch wir Kapazitäten für die akutstationäre Behandlung von positiven Fällen beziehungsweise Verdachtsfällen schaffen können“, so Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Besonders positiv in den vergangenen Tagen entwickelte sich der Bestand an Schutzmasken, sowohl beim normalen Mund-Nase-Schutz als auch bei den FFP2-Masken. Die PNB GmbH mit Sitz in Weiden, die sich auf chinesische Medizin und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert hat, konnte über die sehr guten Kontakte nach China, das dortige eigene Netzwerk sowie direkten Zugang zu koreanischen und chinesischen Herstellern von Schutzartikeln für das Gesundheitswesen jetzt eine große Charge an die Kliniken Nordoberpfalz AG übergeben. 100.000 Mund-Nase-Schutz kamen bereits an, zudem werden in der nächsten Woche 200.000 FFP2-Masken erwartet, die an den Krisenstab der Gebietskörperschaften weitergeleitet werden. 75.000 dieser Schutzartikel gehen direkt an die Kliniken Nordoberpfalz AG. „Die Kontakte zum Klinikverbund bestehen schon seit längerer Zeit. Wir freuen uns, dass wir durch unser Netzwerk weiter helfen konnten und auch die mit den Corona-Maßnahmen beauftragten Stellen der südkoreanischen Regierung und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammenbringen konnten. Die KCDC aus Südkorea und das LGL stehen seitdem in engem Austausch bezüglich weiterer Maßnahmen“, so die Geschäftsführer der PNB GmbH, Christian Bauer und Young-Do Park.

 

 

Kommunikation mit Angehörigen trotz Corona

Förderverein für Schwerkranke e.V. unterstützt Kliniken Nordoberpfalz AG mit Tablets für Kommunikation mit Angehörigen per Skype

Seit mehreren Wochen gelten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG strikte Besucherregelungen. Ab sofort können sich Patienten und Angehörige aber wieder sehen – zumindest digital. Denn der Förderverein für Schwerkranke e.V. hat die Anschaffung von 50 Tablets unterstützt, mit denen jetzt ein „virtueller Krankenbesuch“ möglich wird.

Auf jeder Station ist dafür ab sofort ein Tablet hinterlegt. Wollen Ehepartner, Kinder oder Enkel mit einem Angehörigen per Skype sprechen und sich dabei auch sehen, muss dafür nur ein Anruf auf der entsprechenden Station erfolgen, wo die Angehörigen ihren eigenen Skype-Benutzername hinterlegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station bringen das Tablet dann zum jeweiligen Patienten und stellen die Verbindung mit den Angehörigen her. „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung durch den Förderverein und hoffen, dass unsere Patientinnen und Patienten und deren Angehörige diesen Service gut annehmen“, so Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der Interdisziplinären Intensivstation 83i, der das Projekt angestoßen hatte.

Insgesamt 50 Tablets konnten jetzt am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Kemnath an die Stationen verteilt werden, aus technischen Gründen ist das Projekt in Tirschenreuth derzeit noch nicht umsetzbar. Die Kosten über rund 10.000 Euro wurden vom Förderverein für Schwerkranke e.V. übernommen. „Wir sehen dieses Projekt als extrem wichtig an und freuen uns, dass wir dabei helfen können, dass die Patienten im Haus die Möglichkeit haben, Kontakt zu ihren Angehörigen aufzunehmen“, erklärt Vorsitzende Waltraud Koller-Girke, an deren Verein bereits weitere Bitten zur Unterstützung hinsichtlich der Bewältigung der Corona-Krise eingegangen sind. Wer den Förderverein für Schwerkranke e.V. selbst unterstützen möchte, kann dies über eine Spende auf das Konto des Vereins tun (Sparkasse Oberpfalz Nord, DE 78 7535 0000 0000 1058 41).

Medizinische Direktorin Michaela Hutzler bedankte sich für die Unterstützung durch den Förderverein. „Für unsere Patienten kann es eine enorme psychische Erleichterung sein, dass sie ihre Angehörigen, egal ob Ehepartner, Kinder oder Enkel, sehen können – wenn auch nur über den Bildschirm“, so Hutzler.

 

 

Reha-Klinik Erbendorf für CoVid-19-Patienten

KNO AG reagiert auf aktuelle Entwicklungen

Seit drei Wochen kommt der Krisenstab der Kliniken Nordoberpfalz AG täglich zusammen, um auf aktuelle Entwicklungen angepasst reagieren zu können. Dabei wurde auch festgelegt, dass neben dem Krankenhaus Vohenstrauß auch die Nutzung der Steinwaldklinik in Erbendorf angepasst wird, um Kapazitäten für die akutstationären Häuser in Weiden, Tirschenreuth und Kemnath zu schaffen.

Aufgrund des Anstiegs von stationär zu behandelnden CoVid-19-Fällen wird jetzt auch die geriatrische Rehabilitationsklinik in Erbendorf kurzfristig anderweitig genutzt: „Wir können hier Patientinnen und Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung unterbringen, für die noch keine Entlassung in das häusliche Umfeld möglich ist, weil dort beispielsweise eine bisher noch nicht oder negativ getestete Person lebt“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG. Durch die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege dieser Patienten werden an den Standorten, an denen Corona-Patienten stationär betreut werden, Kapazitäten für deren Behandlung frei. Inzwischen befinden sich in der Steinwaldklinik Erbendorf keine Patienten mehr, die eine geriatrische Rehabilitation durchführen. Am Montag soll dort dann eine Kurzzeitpflege starten, in der CoVid-positive Patienten betreut werden. „Aufgrund der aktuellen Situation stehen wir immer wieder vor kurzfristigen strukturellen Anpassungen, um alle Ressourcen unseres Verbundes bestmöglich auszunutzen“, so Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Aber nicht nur auf das Wohl der Patientinnen und Patienten, auch auf das der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird verstärkt geachtet. „Alle Kolleginnen und Kollegen bringen derzeit Höchstleistungen, um unsere Patienten in der Krise zu versorgen. Deshalb freut es mich, dass sich verschiedene therapeutisch tätige Kolleginnen und Kollegen bereit erklärt haben, in dieser Zeit für unser Personal da zu sein“, so der Vorstand des Klinikverbunds. Aus diesem Grund wurde ein „Fürsorge-Team“ geschaffen, das aus Psychologen, Seelsorgern und Freiwilligen mit entsprechender Erfahrung in diesen Bereichen besteht. „Es ist uns wichtig, Angebote zu schaffen, die es unseren Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, diese Krise mental bestmöglich zu überstehen. Denn die momentane Situation ist mit nichts vergleichbar, was wir schon erlebt hätten“, erklärt Elisabeth Eißner, Ärztliche Direktorin der Region Nord / West, die das Team mit konzipiert hat. Dafür wurden verschiedene Hotlines für Mitarbeiter geschaffen, auf der Homepage startet in Kürze ein Bereich zum Download von Texten, Entspannungs- und Atemübungen.

Aber nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch den Patientinnen und Patienten der Kliniken Nordoberpfalz AG fordert die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen vieles ab. Um diese psychisch und seelisch zu stützen, wurde eine Telefonhotline geschaffen, die montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr über die Telefonsysteme der Häuser unter 100 555 (am Klinikum Weiden) oder 10 555 (an allen anderen Standorten) erreichbar ist. Diese psychotherapeutische Hilfe ist auch für Mitarbeiter gedacht und von außerhalb der Kliniken Nordoberpfalz AG unter 0961 / 303 – 132 32 oder – 132 31 verfügbar.

 

 

Viel Unterstützung aus Bevölkerung und Gesellschaft

Landkreis Tirschenreuth gilt als Corona-Hotspot in Bayern

Fast täglich steigt die Zahl an CoVid-19-Erkrankten, die in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG betreut werden müssen – nicht nur am Klinikum Weiden, sondern auch am Krankenhaus Tirschenreuth. Im nördlichsten Gebiet des Klinikverbunds hat man sich auf die Herausforderungen, die die kommenden Wochen möglicherweise noch bringen werden, bestmöglich vorbereitet und erhält viel Unterstützung aus Bevölkerung und Gesellschaft.

Der Landkreis Tirschenreuth gilt als einer der Corona-Hotspots in Bayern. Daher steht am Krankenhaus Tirschenreuth auch die Intensivmedizin im Blickpunkt. „Uns stehen hier sechs Beatmungsplätze zur Verfügung, die im Bedarfsfall auch noch erweitert werden könnten. Wir haben die Intensivmedizin-Strukturen in unserem Klinikverbund bereits vor einigen Tagen angepasst. Deshalb bewegen wir uns auch am Krankenhaus Tirschenreuth noch innerhalb unserer Kapazitäten und können mit dem erfahrenen Team um Chefarzt Prof. Dr. Pscheidl eine hochqualifizierte Behandlung in diesem Bereich anbieten“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger. Um mit personellen und materiellen Ressourcen gut zu haushalten, finden dennoch bereits Verlegungen von Intensivpatienten in andere Kliniken statt.

Auch außerhalb der Intensivstation hat sich das Krankenhaus Tirschenreuth auf die Corona-Pandemie gut vorbereitet. So wurde bereits vor einigen Tagen die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen, um Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-19-Patienten zu schaffen. Geburten sind seitdem im Verbund der Kliniken Nordoberpfalz AG am Klinikum Weiden gebündelt worden. Die ambulante Versorgung mit einem geburtshilflich erfahrenen Arzt ist über das MVZ St.-Peter-Straße aber weiterhin gesichert.

Bereits seit längerer Zeit wurden an allen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG ambulante und elektive Operationen abgesagt. Auch daher wurden in der Orthopädischen Rehabilitation in Waldsassen keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Die so entstandenen personellen Ressourcen werden somit unter anderem in der akutstationären Versorgung an anderen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG unterstützend eingesetzt. „Außerdem stehen viele unserer Therapeuten und Psychologen unserem Personal im gesamten Klinikverbund zur Verfügung, um diese Krisensituation auch mental zu meistern. Wir wollen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen gesund und gestärkt aus dieser Situation herauskommen und auch ein offenes Ohr für die Sorgen unseres Personals haben“, erklärt Elisabeth Eißner, Ärztliche Direktorin der Region Nord.

Lob für das Personal gibt es auch von Vorstand Dr. Thomas Egginger: „Was unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit leisten, ist herausragend. Gerade in einer solch schwierigen Zeit zeigen sich die Qualität und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wir sehen einmal mehr den Stellenwert von Krankenhäusern wie Tirschenreuth oder Kemnath, ohne die wir die aktuelle Situation in dieser Weise nicht bewältigen könnten.“

Dankbar für das, was vor Ort passiert, sind auch verschiedene Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Backhaus Kutzer übergab jetzt beispielsweise Brotzeiten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tirschenreuth. Um auch die Patientinnen und Patienten mit Atemschutzmasken ausstatten zu können, gab es große finanzielle Unterstützung aus den Städten und Märkten der Region, genauer aus Tirschenreuth, Waldsassen, Mitterteich, Wiesau, Plößberg und Bärnau: seitens der Bürgermeister wurde eine Unterstützung von insgesamt 16.500 Euro zugesichert. Bei der Agentur Gerhard Bauer wurden diese Masken am Freitag bestellt, eine erste Teillieferung über 500 Stück hat Krankenhausleiterin Claudia Kost bereits erhalten – der Rest folgt noch in dieser Woche. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Masken erhalten haben, die wir an unsere Patientinnen und Patienten verteilen werden, nachdem wir diese noch entsprechend validiert aufbereiten“, erklärt Kost.

 

 

CoVid-19-Patienten im Krankenhaus Vohenstrauß

Intensivmedizin-Strukturen angepasst

Auch an diesem Wochenende kam der Krisenstab der Kliniken Nordoberpfalz AG wieder zusammen, um die aktuelle Entwicklung in den Häusern des Verbunds zu analysieren und Maßnahmen abzuleiten. Dazu gehört unter anderem auch, dass bestimmte Patientinnen und Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung nach Vohenstrauß verlegt werden, um Kapazitäten am Klinikum Weiden zu schaffen. Hinsichtlich Schutzausrüstung sind zwei weitere Lieferungen angekommen – und auch freiwillige Näherinnen helfen dem Klinikverbund.

„Wir merken den Anstieg der CoVid-19-Erkrankungen und Verdachtsfälle in der nördlichen Oberpfalz natürlich auch in unseren Häusern. Wir haben bereits vor einigen Tagen unsere Intensivmedizin-Strukturen entsprechend angepasst und bewegen uns deshalb noch immer innerhalb unserer Kapazitäten der intensivmedizinischen Betreuung“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Dennoch finden bereits Verlegungen von Intensivpatienten in andere Kliniken statt, um mit den personellen und materiellen Ressourcen zu haushalten.

Auch auf den bisherigen CoVid-Stationen werden jetzt durch Verlegungen in das Krankenhaus Vohenstrauß Kapazitäten für das Klinikum Weiden geschaffen. Denn hier sind derzeit teilweise auch positiv getestete Patientinnen und Patienten untergebracht, die keine ärztliche Betreuung mehr benötigen. „Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Rückkehr in das häusliche Umfeld nicht möglich ist, weil dort eine bisher noch nicht oder negativ getestete Person lebt. Diese Patienten werden dann in einem speziellen Bereich im Krankenhaus Vohenstrauß betreut, bei Bedarf ähnlich einer Kurzzeitpflege, und können entlassen werden, wenn sie nicht mehr infektiös sind oder aus dem häuslichen Umfeld ein Testergebnis vorliegt, das eine Entlassung aus medizinischer Sicht zulässt“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin des Klinikverbunds.

Für den Schutz von Patientinnen und Patienten hat die Kliniken Nordoberpfalz AG jetzt eine große Lieferung an selbstgenähten Mundschutzmasken erhalten. „Wir werden diese jetzt an unsere Patientinnen und Patienten austeilen und möchten uns bei den freiwilligen Näherinnen und Nähern außerordentlich bedanken“, so Dr. Thomas Egginger. Auch auf dem
medizinischen Sektor konnte sich die Kliniken Nordoberpfalz AG über weitere Lieferungen des LGL (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) freuen. In den Lieferungen am Wochenende waren unter anderem dringend benötigte FFP-2-Masken, Desinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel und Schutzkittel.