Historischer Rückblick

Krankenhaus Tirschenreuth

Die Stadt Tirschenreuth besaß früher ein Armenhaus, das sie verkaufte. Den Erlös von 1.800 Gulden sowie das Bauholz steuerte die Stadt für die Errichtung des Krankenhauses bei. Zu den Baukosten und den Kosten für die komplette Ausstattung in Höhe von 5.700 Gulden legten alle Gemeinden des Landgerichtsbezirks – mit Ausnahme von Bärnau – zusammen.

1816 Baubeginn
13.12.1819 – Einweihung des Distrikt-Krankenhauses in der Mühlbühlstraße (heutige Johann-Andreas-Schmeller-Schule)
03.09.1855 – Übertragung der Leitung an die barmherzigen Schwestern

1863
Aufnahmestopp für Arme; dadurch Anstieg der Aufnahmekapazität für Kranken auf 30. Bezirksrat war in dieser Zeit Freiherr von Pechmann, Verwalter der Magistratsrat Anton Mehler.

1931
Aufstockung des Gebäudes um sieben Krankenzimmer wegen Bevölkerungszunahme nötig. EG: Verwaltung, Ärztezimmer, Labor, Schwestern- und Wirtschaftsräume

      1. Stock: Männerabteilung mit Röntgen- und Bestrahlungsraum

2. Stock: Frauenabteilung, Verbandszimmer, Sterilisationsanlage, OP-Saal und Hauskapelle

Während des Zweiten Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren wuchs die Bevölkerung weiter an. Ein 45-Betten-Krankenhaus reichte nicht mehr aus. Das alte Krankenhaus war nicht nur zu klein geworden, auch die räumlichen und hygienischen Unzulänglichkeiten waren längst nicht mehr tragbar. Deshalb beschloss der Kreisrat am 07.08.1951 den Neubau des Kreiskrankenhauses in der Sankt-Peter-Straße.

April 1952
Baubeginn in der St.-Peter-Straße

Dezember 1953
Inbetriebnahme des modernen 140-Betten-Hauses.

1964
Erweiterung des Hauses

1975
Aufstockung des Hauses und Errichtung einer Berufsfachschule für Krankenpflege

1983
Eingliederung einer Zentralapotheke

1985
Inbetriebnahme des Großparkplatzes und des provisorischen Hubschrauberlandeplatz

1987
Nach der Sanierung der Physikalischen Abteilung, bekam das Krankenhaus eine zeitgemäß eingerichtete Bäderabteilung.

1989 – 1993
Abschnittsweise Krankenhauserweiterung mit umfangreicher Umstrukturierung

(Bauarbeiten durften Verkehr in der St.-Peter-Str. nicht beeinträchtigen; alter Baumbestand musste erhalten werden)

1990
Bau des Blockheizkraftwerkes im Untergeschoss

1993
Beginn der Umbauten im Altbau

Unterbringung von EKG, Lungenfunktion, Ultraschall und Endoskopie in neuen Räumen

Schaffung von Untersuchungs-, Arzt- und Personalaufenthaltsräumen für die Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin

1998
Einführung der Telemedizin – mit Videokamera und ISDN-Verbindung

Ärzte können jetzt andere Experten per Videokonferenz zur Diagnose hinzuziehen oder Röntgenbilder übermitteln.

1998 – 2003
Gesamtsanierung des Krankenhauses: Ausstattung der Zwei- und Dreibettzimmer mit eigener Nasszelle, Telefon (neue Telekommunikationsanlage) und Fernseher

Neugestaltung der Bereiche Pforte, Cafeteria und Eingang

Abschluss der Gesamtsanierung 2003

2013 – 2015
Sanierung und Erweiterung der Intensivabteilung mit Unterstützung der Regierung der Oberpfalz im Rahmen einer Kontingentmaßnahme.
Neun Ein- und drei Doppelzimmer zur Intensivbehandlung und -überwachung wurden dabei entsprechend den neuesten hygienischen und technischen Anforderungen auf modernen Stand gebracht bzw. neu erstellt. Dazu entstanden ein funktioneller Stützpunkt, sowie Arzt-, Aufenthalts- und Nebenräume. Die intensivmedizinische Versorgung der Bevölkerung in der nördlichen Oberpfalz ist somit auf einem hohen Niveau möglich.
Die Maßnahme kostete zwei Millionen Euro, 1,8 Millionen davon förderte der Bezirk.

Juni 2017
Grundsteinlegung für Erweiterung der Operationsabteilung und Neustrukturierung der Notaufnahme. Weitere Informationen erhalten Sie hier.