Technik

Kliniken Nordoberpfalz AG

Als Zentrale Technik der Kliniken Nordoberpfalz AG sind wir für vier wichtige Aufgabenbereiche zuständig: das Bauwesen, die Betriebs- und Medizintechnik sowie die Arbeitssicherheit.

Zu unseren Schwerpunkten gehört die Werterhaltung und langfristige Wertsteigerung der Immobilien der Kliniken Nordoberpfalz AG – was auch alle betriebstechnischen Anlagen sowie medizintechnischen Anlagen und Geräte beinhaltet.

Darüber hinaus regeln wir die technische Betriebssicherheit. Das bedeutet: Wir stellen sicher, dass alle Medizingeräte und Anlagen einsatzbereit und verfügbar sind. Dabei optimieren wir die Verbrauchs- und Unterhaltswerte unserer technischen Infrastruktur. Zudem beraten wir die Kliniken Nordoberpfalz AG bei allen technischen Investitionen sowie Neubau- und Sanierungsmaßnahmen.

In unser Aufgabengebiet fallen zudem Projektsteuerung und Überwachung von Anlagen- und Geräteinstallation sowie die Inbetriebnahme, einschließlich der Kostenkontrolle.

Außerdem schaffen wir die technischen, organisatorischen und persönlichen Voraussetzungen, damit die Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG sicher arbeiten können.

 

 

Sachlicher Bericht über die Durchführung der Maßnahme
„Gesamtenergiekonzept des Klinikum Weiden und das Krankenhaus Tirschenreuth“

Seit mehreren Jahren werden in Kooperation mit dem Institut für Energietechnik zyklisch Energieaudits für sämtliche Standorte der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben durchgeführt.

Aufgrund der im Gesundheitssektor üblichen, sehr komplexen energetischen Struktur (Strom, Dampf, (Prozess-) Wärme, Kälte, etc.), der eklatant hohen Energiebedarfe und dem i.R. der Audits identifizierten Optimierungspotenziale (u.a. im Bereich der Energieeffizienz der Anlagentechnik) wurde entschieden, ein ganzheitliches Konzept – zunächst für die beiden größten Standorte Weiden und Tirschenreuth – zu erarbeiten. Dieses Vorhaben wurde vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit 40°% gefördert.

Neben der detaillierten Bestandserfassung und -Dokumentation unter Durchführung zahlreicher Messkampanien vor Ort, wurden diverse ganzheitlich betrachtete Optimierungspotenziale abgeleitet.

Um den kontinuierlichen Fortschritt im Bereich der Energieeffizienz der Technischen Infrastruktur messbar zu machen, ist ein kontinuierliches Monitoring der Energieverbräuche unerlässlich.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen dieser Studie ein erstes Messkonzept erarbeitet, welches die Basis für die weitere Entwicklung eines Energiedatenmanagementsystems bildet. Dabei sind beispielsweise in den elektrotechnischen Gebäudehauptverteilungen sowie den nachgelagerten Einheiten vernetzte Zähler zu implementieren. Diese liefern schlussendlich Kennzahlen, welche die dynamischen Entwicklungen in den einzelnen Baukörpern wiederspiegeln. Auf dieser Basis können u.a. langfristige Instandhaltungsmaßnahmen wesentlich effektiver konzipiert werden.

Selbiges gilt für den Bereich der thermischen Energie. Dieser lässt sich grundsätzlich in die Kategorien Dampf, Niedertemperaturwärme (NT-Wärme) und Kälte einteilen. Der Vorteil hierbei ist, dass ein Großteil der vorhandenen (Dampf-)Kessel, Blockheizkraftwerke (KWK-Anlagen) und Kälteanlagen bereits mit Messtechnik ausgestattet sind. Diese werden in das neue Konzept integriert.

Am Standort Tirschenreuth wurde im Rahmen des Gesamtenergiekonzepts zudem die Effizienz des Fernwärmenetzes untersucht. Mittels diverser Messkampanien wurde der relative Wärmeverlust je Strang ermittelt. Die Ergebnisse bescheinigen energetisch einen guten Zustand.