News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Mehr als Chemotherapie

Januar 2019

Dr. Werner Heinz stellt Möglichkeiten der onkologischen Behandlung vor

Bei Patienten mit einer Krebserkrankung stellt neben einer möglichen Operation und der Strahlentherapie die onkologische Behandlung eine wichtige Säule dar. Hierbei denken viele zunächst oder ausschließlich an eine klassische Chemotherapie. Eine medikamentöse onkologische Therapie hat jedoch heute viele unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Welche das sind und nach welchen Kriterien die Therapie ausgewählt wird, wird Privatdozent Dr. Werner Heinz, Leiter des Onkologischen Zentrums, im Rahmen der Vortragsreihe „Chefarzt im Gespräch“ am Klinikum Weiden erläutern.

Bei der klassischen Chemotherapie werden Medikamente, die die Tumorzelle direkt vergiften sollen, meist als Infusion verabreicht. Die Nebenwirkungen dieser Therapie werden häufig von Patienten gefürchtet, konnten jedoch in den vergangenen Jahren deutlich abgeschwächt werden. Zudem wurde eine Reihe von anderen Angriffspunkten bei Krebserkrankungen entdeckt und neue, zum Teil sehr gezielte Therapien für spezielle Tumorerkrankungen, entwickelt werden. Eine Form der Behandlung ist die Immuntherapie mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Diese adressieren eine Schutzfunktion des Tumors und können helfen, das körpereigene Immunsystem wieder gegen den Tumor zu aktivieren. Für die Entdeckung dieser Behandlungsform wurden 2018 der Nobelpreis für Medizin verleihen.

Die neuen Behandlungsformen haben Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. „Vor allem die Kombination der klassischen Chemotherapie und neuer Therapieformen zeigen erfolgsversprechende Ergebnisse“, erklärt Dr. Werner Heinz. Diese medikamentöse Therapie dürfe dabei nicht für sich alleine stehen, sondern müsse in eine umfassende onkologische Behandlung eingebettet werden. Weitere Bausteine der Versorgung sind zum Beispiel die Psychoonkologie, die Ernährungsberatung oder die Schmerztherapie.

Um alle Behandlungsmöglichkeiten zu berücksichtigen und für jeden Patienten die geeignete individuelle Therapie auszuwählen, wurde am Klinikum Weiden das Onkologische Zentrum Nordoberpfalz etabliert. Darin haben sich eine Vielzahl von Experten für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge für alle Formen von Krebserkrankungen zusammengeschlossen. So kann erreicht werden, dass Patienten in allen Stadien einer Tumorerkrankung die beste Behandlung erfahren. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Patient. Dafür bündelt das Onkologische Zentrum die Kompetenzen der unterschiedlichen Fachabteilungen und der direkten und indirekten Behandler. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist damit ein wesentlicher Bestandteil für eine effektive Behandlung.

Am Klinikum Weiden profitieren Krebspatienten daher von den bereits seit mehreren Jahren bestehenden zertifizierten Organzentren (Brust-, Prostata- und Darmkrebszentrum). „Die fachübergreifende Bündelung von medizinischem Know-How stellt eine optimale Versorgung jedes einzelnen Patienten sicher“, so der Leiter des Onkologischen Zentrums Nordoberpfalz. „In wöchentlichen Tumorkonferenzen führen wir alle Informationen von Fachärzten unterschiedlicher Disziplinen wie Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie oder Viszeralchirurgie zusammen und haben somit jeden Patienten individuell im Fokus.“ Die Zertifizierung des Onkologischen Zentrums habe bewiesen, dass das medizinische Niveau am Klinikum Weiden durchaus vergleichbar mit großen Kliniken in Deutschland sei, betont PD Dr. Heinz. Patienten erhalten hier die neuesten Therapien, einschließlich klassischer Chemotherapie, Immuntherapie, Antikörpertherapie und vielem mehr.

In seinem Vortrag am Donnerstag, den 17. Januar, wird Dr. Werner Heinz die Möglichkeiten zur Behandlung von Krebserkrankungen im Onkologischen Zentrum Nordoberpfalz daher ausführlich vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden, der Eintritt ist frei.

 

 
 

Heimatnahe Geburtshilfe in der nördlichen Oberpfalz weiterhin gesichert

Januar 2019

Krankenhaus Tirschenreuth ist nach Etablierung neuer Strukturen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet

Rund 150 Frauenkliniken in Deutschland suchen nach einem Chefarzt, mehr als zehn geburtshilfliche Abteilungen wurden aufgrund von Ärzte- oder Hebammenmangel in den vergangenen sechs Monaten geschlossen. Szenarien, die am Krankenhaus Tirschenreuth verhindert werden sollen. Dafür wurden in den vergangenen Monaten entsprechende Strukturen mit dem Ziel geschaffen, die heimatnahe Geburtshilfe auch zukünftig aufrechtzuerhalten.

Das vergangene Jahr lieferte einen Beleg dafür, dass man sich mit dem hierfür eingeschlagenen Weg auch auf dem richtigen befindet. „Mit 368 Geburten im Jahr 2018 haben wir einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren erreicht“, freut sich Dr. Michael Rüth, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth. Ermöglicht wird das Dr. Rüth sowie seinem Team auch durch die Unterstützung bei Nacht- und Wochenenddiensten durch Dr. Konrad Schmid (Tirschenreuth), Dr. Ladislav Dedek (Waldsassen), Dr. Elena Kitaynik (Weiden) und Dr. Helmut Neumann (Cham). „Damit wird die fachärztliche Geburtsbetreuung durch äußerst erfahrene und sehr kompetente Ärzte sichergestellt“, so Dr. Rüth, der seit August 2017 Chefarzt in seiner Geburtsstadt ist.

Zusätzlich zur fünfjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe hat er die Weiterbildung zum Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin erworben, die drei Jahre dauert. „Damit ist die Geburtshilfe in Tirschenreuth vermutlich die einzige Geburtshilfe in Bayern in einem Krankenhaus ohne Kinderklinik, die von einem Chefarzt mit einer solchen Qualifikation geleitet wird“, erklärt Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg-Tirschenreuth-Weiden.

Essentiell für die Vorhaltung einer Geburtshilfe ist natürlich auch die Verfügbarkeit von Hebammen. Der vor zwei Jahren eingeleitete Generationenwechsel in diesem Bereich sei hervorragend umgesetzt worden, betonen Prof. Scharl und Dr. Rüth. Hier zeige sich die enorme Bedeutung der engen Kooperation mit der Frauenklinik am Klinikum St. Marien Amberg. Die dortige Hebammengemeinschaft hat sich bereit erklärt, zum Teil auch am Krankenhaus Tirschenreuth tätig zu werden. Sechs Beleghebammen sowie fünf Hebammen aus Amberg stellen somit Anwesenheit einer Hebamme im Krankenhaus rund um die Uhr sicher.

Leiterin des Hebammenteams Tirschenreuth ist seit November 2018 Klaudyna Golkowski-Nizewski, die nach ihrer Ausbildung zur Hebamme auch Hebammenwissenschaft studiert hat und auch dem Hebammenteam in Amberg vorsteht. „Mit diesem Kreis können wir ein äußerst kompetentes Team im Kreißsaal versammeln, mit einem Chefarzt, der die Qualifikation hat, die Geburtshilfe in einem Perinatalzentrum zu leiten und einem herausragenden Hebammenteam mit viel Erfahrung“, fasst Prof. Scharl die Situation zusammen. Auch die räumliche Nähe zu Tschechien stelle einen großen Vorteil dar: dadurch können tschechische Hebammen gewonnen werden, die über langjährige Erfahrung verfügen und die Personalsituation in Tirschenreuth noch weiter optimieren. Zudem steht außerhalb des Hebammenteams mit Margarete Ackermann auch weiterhin eine Hebamme zur Verfügung, die seit Jahren am Krankenhaus Tirschenreuth tätig ist.

Mit der Kooperation der gynäkologisch-geburtshilflichen Kliniken an drei Standorten gehört die Frauenklinik Amberg-Tirschenreuth-Weiden mit jährlich mehr als 3.000 Geburten zu den größten ihrer Art in Deutschland. Davon profitieren auch Schwangere in der Region Tirschenreuth, die heimatnah individuell betreut werden können. Risikoarme Geburten können dabei im Krankenhaus Tirschenreuth durchgeführt werden. Durch das Perinatalzentrum Nordostbayern können an den Standorten Amberg und Weiden risikoreiche Geburten betreut und versorgt werden. „Das ist absolute Spitzenmedizin mit einem regionalen Bezug für Mutter und Kind. Ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe garantiert eine optimale medizinische Versorgung und Sicherheit“, so Prof. Scharl.

Die neuen Strukturen in der Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth zeigen also Wirkung. Die Versorgung durch Fachärzte und Hebammen ist rund um die Uhr gesichert. „Durch die Anstrengungen der vergangenen Monate und Jahre haben wir die Geburtshilfe in Tirschenreuth auf ein herausragendes Qualitätsniveau gehoben, das für ein Krankenhaus dieser Größenordnung ihresgleichen sucht“, erklärt Krankenhausleiterin Claudia Kost.

 

 
 

Neue Chefärztin in Tirschenreuth angekommen

Januar 2019

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann folgt auf Prof. Dr. Rudolf Ascherl als Chefärztin

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann ist ab sofort als neue Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik tätig. Sie wurde heute von der Geschäftsführung der Kliniken Nordoberpfalz AG, den Chefärzten des Krankenhauses Tirschenreuth und weiteren Kolleginnen und Kollegen begrüßt und tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Ascherl an, der sich mit seiner Klinik in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet hat.

Krankenhausleiterin Claudia Kost freute sich über diesen „großen Tag für das Krankenhaus Tirschenreuth“. Sie bedankte sich auch im Namen der Geschäftsführung bei Prof. Dr. Rudolf Ascherl, der ab sofort im MVZ Stiftland tätig sein wird, für den Aufbau der Strukturen, die nun von Dr. Barthmann übernommen werden können.
Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass das Wirken eines Arztes sich nicht nur in der Kompetenz, sondern auch im Auftreten und der Menschlichkeit zeige. „Diese Empathie hat unsere neue Chefärztin auch“, so Lippert. Bürgermeister Franz Stahl ergänzte, dass Patienten Ärzte vor allem dann aufsuchen, wenn sie sich gut behandelt fühlten. „Und das wird auch bei Frau Dr. Barthmann der Fall sein“, war sich Stahl sicher.

Die besten Glückwünsche der Geschäftsführung überbrachten Personalchef Martin Neuhaus und Finanzchef Manfred Tretter. „Es war eine große Herausforderung, die richtige Nachfolge für Prof. Ascherl zu finden. Sie haben alles, was wir brauchen“, erklärten die Prokuristen der Kliniken Nordoberpfalz AG. Zudem bedankten sie sich für die herausragenden Leistungen von Prof. Dr. Ascherl in den vergangenen Jahren. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Tirschenreuth im Bereich der orthopädischen und unfallchirurgischen eine Versorgung auf hohem medizinischem Niveau biete und deutschlandweit etabliert sei.

Die neue Chefärztin bedankte sich für die freundliche Begrüßung und die guten Wünsche und betonte, sich sehr auf ihre neue Aufgabe zu freuen: „Die Klinik ist inhaltlich und strukturell hervorragend aufgestellt und hat ein großes Entwicklungspotential“, so die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzweiterbildung „Spezielle orthopädische Chirurgie“. Zuletzt war Priv. Doz. Dr. Barthmann als Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schön Klinik Nürnberg-Fürth tätig. Nach ihrem Studium an der Universität Heidelberg durchlief sie unter anderem mehrere assistenzärztliche Positionen am Universitätsklinikum Mannheim, wo sie von 2004 bis 2007 zudem als Oberärztin des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums mit dem Schwerpunkt Endoprothetik und Kinderorthopädie war. In der Folge leitete sie von 2008 bis 2017 die Klinik für Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld und wechselte im vergangenen Jahr an die Schön Klinik Nürnberg-Fürth.

In der Klinik, die seit einiger Zeit auch den Fachbereich Traumatologie beinhaltet (Unfallchirurgie in spezialisierter und erweiterter Form), wird die neue Chefärztin unter anderem vom Sektionsleiter der Traumatologie, Dr. Svend Hofmann, unterstützt. Komplettiert wird das Leitungsteam von Leitendem Oberarzt Dr. Kai Wolfram. „Durch die Erweiterung um die Traumatologie und Orthopädie konnten wir unser Spektrum in Tirschenreuth klar erweitern und bieten unseren Patientinnen und Patienten damit ein breites und spezialisiertes Angebot, für das wir mit Frau Dr. Barthmann die perfekte Chefärztin gefunden haben“, erklärt Claudia Kost, Leiterin des Krankenhauses.

Prof. Dr. Rudolf Ascherl wird seine Tätigkeiten auf den ambulanten Bereich im MVZ Stiftland konzentrieren und zudem die Fort- und Ausbildung im ärztlichen Sektor forcieren.

 

 
 

5.000 Euro für die Kinderklinik

Dezember 2018

Geschäftsleitung der Bauunternehmung MARKGRAF spendet für karitative Zwecke in den Regionen Oberfranken und Oberpfalz

Neue Wege zum Jahresende gibt es bei der Bauunternehmung MARKRGAF: die Weihnachtsspende. Die Geschäftsleitung möchte mit dieser Spende das soziale Engagement in der Region fördern. Schnell war klar, dass Kinder und Jugendliche unterstützt werden sollen. Die Weihnachtsspende in Höhe von insgesamt 7.500 Euro wird aufgeteilt an zwei Einrichtungen. Gestartet wird diese neue Aktion der Bauunternehmung Markgraf mit dem Lebenswerk in Bayreuth (Oberfranken) und der Kliniken Nordoberpfalz AG in Weiden (Oberpfalz).

Im Perinatalzentrum Nordostbayern bieten Spezialisten an den Standorten in Amberg und Weiden eine hochmoderne Betreuung bei Risikoschwangerschaften und Frühgeburten. In einem Level1-PNZ kümmern sich Neonatologen um die Frühgeborenen, es gibt Intensivpflegeplätze. Hier sind Geburten für Kinder unter 1.250 Gramm möglich.

„Insbesondere wenn der Start ins Leben schwerfällt, wollen wir mit unserer Unterstützung die Bedingungen verbessern“, so Thomas Löw und Liborius Gräßmann, Geschäftsführer der Bayreuther Bauunternehmung. Die eigene Niederlassung am Standort Weiden und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Einzugsgebiet der Kliniken Nordoberpfalz AG, haben die Entscheidung für diese ganz besonders professionelle Einrichtung leicht gemacht. „Wir bedanken uns natürlich für diese Unterstützung, die wir dafür nutzen werden, auch weiterhin eine medizinische Versorgung auf Top-Level auch im ländlichem Raum vorhalten zu können“, so Vorstand Josef Götz.

Durch einen kurzen Rundgang mit Einblick in den Arbeitsalltag auf der Station waren alle beeindruckt, was die moderne Medizin und ein echtes Interesse an den betroffenen Menschen möglich machen kann. Die Spende in Höhe von 5.000,00 Euro dient als Basis für einen weiteren Inkubator.

 

 
 

Besuch aus Katar an Kliniken

Dezember 2018

Delegation informiert sich vor Ort über neue Technologie

Besuch aus dem Emirat Katar hatte sich jetzt im Klinikum St. Marien Amberg und am Klinikum Weiden angekündigt: Die 10-köpfige arabische Delegation kam von der „Hamad Medical Corporation“, einer Krankenhausgruppe, die insgesamt acht Krankenhäuser in Katar betreibt und für die öffentliche Gesundheitsversorgung zuständig ist. Angereist waren unter anderem Ärzte aus den Fachbereichen Anästhesie, Labor und Chirurgie.

Ziel der weiten Reise zu den beiden Oberpfälzer Kliniken war es, sich über die Einsatzmöglichkeiten der sogenannten ROTEM-Technologie der Werfen Gruppe zu informieren, da diese Technologie in großem Umfang zukünftig auch in den Krankenhäusern in Katar eingesetzt werden soll. Diese Technologie wird schon seit einiger Zeit erfolgreich in Amberg und Weiden genutzt. Die Delegation war deshalb extra aus Katar angereist, um sich vor Ort darüber zu informieren, wie ROTEM im Klinikalltag funktioniert und welch hohes Behandlungsniveau dadurch in den Kliniken in Amberg und Weiden angeboten werden kann.

ROTEM ist eine Technologie, die ein Teil der Patient Blood Management Strategie ist. Dabei geht es unter anderem um die Vermeidung von Blutungen oder die Behandlung von Blutungen. „Die ROTEM-Technologie wird bei verschiedensten, meist akuten Blutungen, zum Beispiel im Rahmen eines akuten Traumas oder auch im Rahmen von Operationen eingesetzt“, erklärte Dr. Alexander von Meyer, der Chefarzt für Labormedizin an den Standorten Amberg und Weiden, der am Klinikum Weiden bei der Vorstellung der Technologie von Andreas Faltlhauser, dem Oberärztlichen Leiter der Interdisziplinären Intensivstation 83, unterstützt wurde. „Sie ermöglicht eine zielgerichtete Therapie gegen diese Blutungen und ist bei uns an den beiden Standorten seit längerem verfügbar.“ So wird im optimalen Fall eine Bluttransfusion vermieden, die für die Patienten oft zusätzliche Nebenwirkungen oder Komplikationen mit sich bringen könnte.

 

 
 

Palliativstation bereitet sich auf Umzug vor

Dezember 2018

Eröffnung in Weiden am 07. Januar 2019

Der Abschied aus Neustadt rückt für die Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz AG immer näher. Am 13. Dezember schließt die Station am Fuße des Klosters St. Felix und bereitet sich auf den Umzug in den Neubau am Klinikum Weiden vor. Dort wird ab 07. Januar 2019 der Betrieb wieder aufgenommen.

Bei der Eröffnung im Juli 2008 war die Palliativstation eine der größten Stationen bayernweit, ab Januar 2019 gehört sie sicher zu einer der am modernsten und auf dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten Stationen. „Wir haben dort mehr Platz als bisher und können damit auch unser therapeutisches Spektrum erweitern“, erklärt Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leiterin der Palliativstation. Akupunktur, Aromatherapie, Klangschalenmassagen und vieles mehr werden dort möglich sein.

Bis zum 07. Dezember werden in Neustadt noch Patienten angenommen, die bis zur Schließung der Station am 13. Dezember wie gewohnt auf hohem ärztlichem und pflegerischem Niveau versorgt werden. Danach beginnt der Umzug in den achten Bauabschnitt am Klinikum Weiden.

Dort werden dann weiterhin Patienten betreut, die an weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren und lebensbegrenzenden Erkrankungen leiden. Dazu gehören Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung ebenso wie Patienten mit anderen internistischen oder neurologischen Krankheitsbildern. „Wir haben in Weiden noch bessere Möglichkeiten, die Beschwerden unserer Patienten mit individuell angepassten Maßnahmen zu lindern“, so Dr. Kuchlbauer.

 

 
 

Klares Statement für bewusste Entscheidung

November 2018

Kliniken Nordoberpfalz AG stellt Sensibilisierung für Organspende mit Imagekampagne auf den nächsten Level

„Entscheide dich. Dafür oder dagegen. Aber dokumentiere deine Entscheidung auf dem Organspendeausweis.“ Eine klare Entscheidung treffen für oder auch gegen eine Organspende – aber sich der Tragweite darüber bewusst sein. Genau das macht die Kliniken Nordoberpfalz AG jetzt in einem Imagefilm zum Thema.

Seit mehreren Jahren hat sich die Kliniken Nordoberpfalz AG dem Thema Organspende aktiv angenommen – mit vielen Informationsveranstaltungen, einem bewussten und sensiblen Umgang mit Kritikern aber auch einer Vielzahl von Schulungen von pflegerischen und ärztlichen Mitarbeitern. Für dieses Engagement wurde das Klinikum Weiden vor einigen Monaten auch mit dem Bayerischen Organspendepreis ausgezeichnet.

Doch noch immer haben viele Menschen Vorbehalte gegenüber der Organspende. Nur wenige Patienten haben einen Organspenderausweis, in dem die Wünsche des Patienten dokumentiert sind – darauf kann aber auch eine explizite Ablehnung einer Spende hinterlegt werden. Wie wichtig ein solcher Organspendeausweis ist, darauf macht ein neuer Imagespot aufmerksam. Dieser soll zu einer bewussten und klaren Entscheidung zum Thema Organspende und der entsprechenden Dokumentation auf dem Organspendeausweis anregen – gerade im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um die Widerspruchslösung ein wichtiger Faktor. Doch der Spot zeigt auch Fakten auf, die häufig falsch eingeschätzt werden. „Ein Beispiel dafür ist, dass es keine Altersgrenze für die Organspende gibt – oder dass Krankenhäuser an der Organspende Geld verdienen“, erklärt Andreas Faltlhauser, Transplantationsbeauftragter und Leiter des Qualitätszirkels Organspende, der alle Maßnahmen in diesem Bereich koordiniert und überwacht.

Begleitet wird die Kampagne durch Plakate, die in Kürze im Klinikum Weiden verteilt werden. „Wir haben nachhaltige und professionelle Strukturen entwickelt, um den fachlichen und emotionalen Anforderungen in diesem schwierigen Arbeitsbereich gerecht zu werden. Die Begleitung der Angehörigen von Organspendern ist uns dabei natürlich besonders wichtig“, so Faltlhauser, der Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Organspende ist.

Entgegen des bayern- und bundesweiten Trends konnte die Zahl der Organspenden am Klinikum Weiden zunächst gesteigert und nun seit einigen Jahren stabil hoch gehalten werden. Eine Entwicklung, die durch den rund zweiminütigen Clip, der von der Agentur Cloud Media in Weiden produziert wurde, gefestigt werden soll. Veröffentlicht wird der Film am Donnerstag auf allen Kanälen der Kliniken Nordoberpfalz AG – ob bei Facebook, der Homepage oder dem Youtube-Kanal. Die offizielle Premiere ist bei der Diskussionsrunde zum Thema Organspende am Donnerstag ab 17 Uhr in der Personalcafeteria.

 

Die Teilnehmer der Kampagne:
Nicht nur ärztliches und pflegerisches Personal der Kliniken Nordoberpfalz AG haben sich an dem Imagefilm beteiligt. Auch Vorstand Josef Götz und der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Egginger engagieren sich für Organspende – so wie auch Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Neustadts Landrat Andreas Meier.

Mohammad Al-Bdour, Assistenzarzt Klinik für Neurologie (Klinikum Weiden)
Markus Argauer, Pflegerische Stationsleitung Interdisziplinäre Intensivstation St. 83 (Klinikum Weiden)
Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor Kliniken Nordoberpfalz AG
Carolin Ertl, Wirtschaftsbetriebe / Reinigung (Klinikum Weiden)
Andreas Faltlhauser, Transplantationsbeauftragter, Oberärztlicher Leiter Interdisziplinäre Intensivstation (Klinikum Weiden)
Josef Götz, Vorstand Kliniken Nordoberpfalz AG
Dr. Florian Höhler, Chefarzt der Klinik für Chirurgie (Krankenhaus Kemnath)
Michaela Hutzler, stv. Pflegedirektorin Kliniken Nordoberpfalz AG
Andreas Meier, Landrat Neustadt/WN
Kurt Seggewiß, Oberbürgermeister Weiden
MUDr. Stepanka Senkyrova, Fachärztin für Allgemeinchirurgie (Klinikum Weiden)
Michael Reindl, Leiter Öffentlichkeitsarbeit / Patientenbelange
Corinna Renger, Krankenschwester Stroke Unit (Klinikum Weiden)
Tanja Weig, Sachbearbeiterin (Krankenhaus Tirschenreuth)

 
 

Starker Start für kleine Helden

November 2018

Bunter Kreis Nordoberpfalz bringt Familien im Rahmen des Welt-Frühgeborenen-Tags zusammen

Deutschland hat eine der höchsten Frühgeburtenraten in Europa. Fast jedes zwölfte Kind kommt dabei vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Nicht von ungefähr gibt es daher den Welt-Frühgeborenen-Tag, der jährlich am 17. November begangen wird. Auch der Bunte Kreis Nordoberpfalz hat sich an diesem Aktionstag beteiligt und dafür Eltern und Frühchen, die derzeit betreut werden oder in der Vergangenheit betreut wurden, zum Jahrestreffen eingeladen.

„Die Eltern nutzen die Gelegenheit gerne, sich in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen auszutauschen, während die Kinder spielen und toben können“, umschreibt Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreises Nordoberpfalz, das jährliche Treffen.

In diesem Jahr wurden von der Einrichtung mehr als 30 Familien begleitet. Für einige von ihnen war das Treffen auch ein Abschluss der Nachsorge durch den Bunten Kreis, für den die Arbeit dort beginnt, wo die Betreuung durch die Klinik endet: zu Hause. Doch auch Familien, bei denen die Unterstützung schon etwas länger abgeschlossen war, kommen zu dem Jahrestreffen, an dem auch Ärzte oder Pflegepersonal teilnahmen. „Für uns alle ist es schön zu sehen, wie positiv sich die Kinder entwickelt haben“, freut sich Marina Frister.

Seit Beginn der Nachsorge konnten mehr als 500 Familien unterstütz werden, zum Teil über einen Zeitraum von drei bis neun Monaten. Das hierfür tätige Team besteht aus Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern und jeweils einer Sozialpädagogin und Psychologin. Um die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können, ist man aber auf Spendengelder angewiesen, da die finanzielle Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen oft nicht ausreicht. Durch Spenden könne aber individuell und unbürokratisch geholfen werden – sei es bei therapeutischen Mitteln, der Finanzierung von Babyausstattung oder auch bei Fahrtkosten oder der Bezuschussung behindertengerechter Autos. Notwendiger Anschaffungen die Erkrankung betreffend.

 
 

Herz und Lunge überlebenswichtig

November 2018

34. Medizinisches Forum der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden stellt Zusammenwirken von Herz und Lunge in Mittelpunkt

Im vollbesetzten Gustav-von-Schlör-Saal der Max-Reger-Halle stand anlässlich des 34. Medizinischen Forums der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden das Zusammenwirken von Herz- und Lungenfunktion im Fokus.

Häufig auftretende Lungenerkrankungen, wie die COPD (Chronic obstructive pulmonary disease) oder das Asthma bronchiale, aber auch Lungengerüsterkrankungen, können die Durchblutung zum linken Herzen stören und so zu einem Hochdruck der Lungengefäße und damit zu einer Belastung des rechten Herzens führen. Darüber berichtete Dr. Elena Perlifan, Lungenfachärztin an der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden und stellte neueste Therapieoptionen für diese Erkrankung vor. Es gelte, den Hausarzt rechtzeitig zu informieren oder den Lungenfacharzt aufzusuchen, um das Fortschreiten dieser chronischen Erkrankung möglichst zu verhindern. Die Lungenarterie bildet das Bindeglied zwischen rechten und linken Herzen und kann eigenständig Ursache für eine Rechtsherzbelastung sein. Diese Erkrankung ist deutlich seltener als eine Rechtsherzbelastung in Folge von Lungenerkrankungen oder einer Erkrankung des linken Herzens, hat aber leider eine deutlich schlechtere Prognose.

Die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, wie auch der European Society of Cardiology, wurden maßgeblich von Herrn Professor Dr. Stephan Rosenkranz, Universitätsklinik Köln, beeinflusst. Er stellte dieses Krankheitsbild ausführlich vor und referierte über neue Therapieoptionen und aktuell laufende Studien in diesem Bereich. Auch eine Verschlechterung des linken Herzens, meist in Folge eines Herzinfarktes, langjährig bestehender Bluthochdruckerkrankung oder in Folge einer Klappenerkrankung könne zu einer Verschlechterung der Drucksituation in der Lungenarterie und damit zu einer Rechtsherzbelastung führen. Dieses Krankheitsbild umfasst viele Patienten, insbesondere ältere Patienten sind hier häufig betroffen und nur durch eine frühzeitige und rechtzeitige Therapie der zugrundeliegenden Grunderkrankung kann diesem Krankheitsbild vorgebeugt werden.

Wichtig sei eine konsequente Behandlung der Bluthochdruckerkrankung, aber es müssten auch alle Maßnahmen ergriffen werden, um eine Verschlechterung der Herzfunktion vorzubeugen, so Professor Dr. Robert Schwinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden.

Die hochkarätig besetzte Fortbildungsveranstaltung, unterstützt durch die Ärztlichen Kreisverbände Weiden, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth und Schwandorf, brachte wegweisende aktuellste Erkenntnisse zur Behandlung von Herz und Lunge in unsere Region.

 
 

Neue Leitung, hochspezialisiertes Spektrum, hohe Kompetenz

Oktober 2018

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann folgt auf Prof. Dr. Rudolf Ascherl als Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann wird neue Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik am Krankenhaus Tirschenreuth. Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Ascherl an, der sich mit seiner Klinik in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet hat.

Derzeit ist Frau Priv. Doz. Dr. Barthmann als Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schön Klinik Nürnberg-Fürth tätig. Nach ihrem Studium an der Universität Heidelberg durchlief sie unter anderem mehrere assistenzärztliche Positionen am Universitätsklinikum Mannheim, wo sie von 2004 bis 2007 zudem als Oberärztin des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums mit dem Schwerpunkt Endoprothetik und Kinderorthopädie war. Die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzweiterbildung „Spezielle orthopädische Chirurgie“ leitete in der Folge von 2008 bis 2017 die Klinik für Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld und wechselte im vergangenen Jahr an die Schön Klinik Nürnberg-Fürth. „Ich freue mich darauf, in Tirschenreuth den ambulanten und stationären Versorgungsbereich in der Orthopädie und Unfallchirurgie weiter zu vernetzen, um kurze und effektive Wege für die Patienten zu ermöglichen. Wir wollen das etablierte Endoprothetikzentrum fortführen und weiterentwickeln“, so Priv. Doz. Dr. Barthmann, die voraussichtlich ab Januar die Nachfolge des bisherigen Chefarztes Prof. Dr. Rudolf Ascherl antreten wird.

Prof. Dr. Rudolf Ascherl wird seine Tätigkeiten ab dem neuen Jahr auf den ambulanten Bereich im MVZ Stiftland konzentrieren und zudem die Fort- und Ausbildung im ärztlichen Sektor forcieren. Auch er freut sich auf die Zusammenarbeit des neuen Teams: „Wir haben optimale Voraussetzungen, um das Haus in dieser neuen Konstellation weiter voranzubringen. Die Region kann stolz sein, solche Spezialisten gebündelt zu haben. Davon können andere Kliniken nur träumen.“

In der Klinik, die seit einiger Zeit auch den Fachbereich Traumatologie beinhaltet (Unfallchirurgie in spezialisierter und erweiterter Form), wird die neue Chefärztin dann unter anderem vom Sektionsleiter der Traumatologie, Dr. Svend Hofmann, unterstützt, der seit August am Krankenhaus Tirschenreuth tätig ist. Zu seinen Spezialbereichen gehören neben arthroskopische Operationen auch klassische Altersverletzungen, Sportmedizin und Knorpeltransplantationen, zudem ist er Spezialist für Fußchirurgie. Komplettiert wird das Leitungsteam von Leitendem Oberarzt Dr. Kai Wolfram. „Durch die Erweiterung um die Traumatologie und Orthopädie konnten wir unser Spektrum in Tirschenreuth klar erweitern und bieten unseren Patientinnen und Patienten damit ein breites und spezialisiertes Angebot“, erklärt Claudia Kost, Leiterin des Krankenhauses.

Auch Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, freut sich über die neuen Möglichkeiten: „Wir bedanken uns für die herausragenden Leistungen von Herrn Prof. Dr. Ascherl in den vergangenen Jahren. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Tirschenreuth im Bereich der orthopädischen und unfallchirurgischen eine Versorgung auf hohem medizinischem Niveau bieten konnte und deutschlandweit etabliert ist. Gleichzeitig können wir uns glücklich schätzen, dass wir mit Frau Priv. Doz. Dr. Barthmann eine ebenso anerkannte und etablierte Expertin auf dem Gebiet der Orthopädie und speziellen Chirurgie für uns gewinnen konnten.“