News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Corona-Pandemie

Angepasste Besucherregelung ab Mittwoch, 21. Oktober

In den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ist bisher kein erhöhtes Aufkommen von Patienten mit einer bestätigten CoVid-19-Erkrankung oder Verdachtsfällen zu verzeichnen. Derzeit muss nur eine überschaubare Anzahl von Patienten im einstelligen Bereich mit einer bestätigten Infektion behandelt werden. Die Akutkrankenhäuser in Kemnath und Tirschenreuth sind seit einigen Monaten vollständig CoVid-frei. Dennoch werden die Regelungen für Besucher aufgrund der aktuellen Entwicklungen leicht angepasst.

Nicht erlaubt sind weiterhin Besuche von Corona-Infizierten oder auch Verdachtsfällen. Die geltenden Hygieneregeln mit einem Abstand von 1,5 Metern sowie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung müssen ebenfalls zwingend weiter beachtet werden. Zudem können Patienten weiterhin unterschiedliche Besucher empfangen, jedoch nicht zeitgleich. Neu ist jedoch, dass täglich nur noch eine Person einen Patienten besuchen darf. Dieser Besucher muss zudem aus dem engeren Familienkreis sein. Es handelt sich dabei also nicht um eine ständige, fest definierte Besuchsperson. „Die Besucher können von Tag zu Tag variieren, das bedeutet, es haben mehrere Angehörige die Möglichkeit, Patienten zu besuchen – nur eben nicht am gleichen Tag“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. Die bisher geltenden Besuchsregelungen für die Kinderklinik in Weiden, wonach beide Elternteile besuchsberechtigt sind, bleiben von der Änderung unberührt. Dies gilt auch für die Begleitung in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Geburten. Patienten, die zur Notfallbehandlung ans Klinikum Weiden kommen, sollen direkt die Notaufnahme aufsuchen.

Um die Besucherströme überwachen zu können, muss daher die Tiefgarage für Besucher gesperrt werden. Patienten, die zur ambulanten Behandlung ans Klinikum Weiden kommen, können diesen Zugang jedoch weiterhin nutzen. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen ist es nötig, diese Anpassungen, die sich schon im Frühjahr bewährt haben, jetzt wieder umzusetzen“, so Michaela Hutzler. „Sollten Sie sich krank fühlen oder gar Symptome einer Corona-Erkrankung zeigen, verzichten Sie bitte auf einen Besuch Ihrer Angehörigen.“

In den Akutkrankenhäusern Weiden, Tirschenreuth und Kemnath gelten ab sofort einheitliche Besuchszeiten von 10 und 18 Uhr (bisher 19 Uhr in Weiden). In Tirschenreuth und Kemnath ist ein Besuch am Wochenende von 9 bis 16 Uhr möglich. Für die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind Patientenbesuche nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Anmeldung möglich. An allen Standorten werden Besucher weiterhin namentlich registriert und dokumentiert.

Unabhängig von der leichten Anpassung der Besucherregeln bleibt die Einhaltung der Hygienemaßnahmen elementar. Diese strikten Schutzmaßnahmen wurden zu Beginn der Pandemie eingeführt und seitdem nicht gelockert und betreffen sowohl den Umgang des Personals mit den Patienten als auch untereinander.

Besonders bewährt hat sich, dass alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, auf eine CoVid-19-Erkrankung getestet werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, asymptomatisch erkrankte Patienten herauszufiltern, um gesunde Patienten zu schützen. Damit können wir Patienten mit einer CoVid-19-Infektion oder auffälligen Symptomen von nicht-erkrankten Patienten trennen. Und es dient auch dem Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Bei der Kliniken Nordoberpfalz AG bereitet man sich mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen auf mögliche Herausforderungen in den kommenden Wochen und Monaten vor. Weiterhin wird eine ausreichende Anzahl an Betten auf einer einzigen Station (der Isolierstation) für CoVid-19-Patienten und -Verdachtsfälle vorgehalten. Dies gilt auch für Intensivbetten. Die Einrichtung eines Diagnostikzelts neben der Notaufnahme, wie es im Frühjahr aufgebaut wurde, ist nicht vorgesehen – alle Patienten können in der Notaufnahme behandelt werden. Als positiv haben sich zudem die hausinternen Testmöglichkeiten dargestellt, mit denen Verdachtsfälle schnell abgeklärt werden können.

„Die Belastung, die auf uns als Unternehmen und berufsgruppenübergreifend auf all unseren Kolleginnen und Kollegen seit Jahresbeginn liegt, ist gewaltig. Ich bin sehr stolz, wie wir die bisherigen Monate und insbesondere die erste Covid-19-Pandemiewelle bewältigt haben! Und wir werden weiterhin unser Bestes geben, auch die noch vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Neuer Kaufmännischer Direktor kommt aus den eigenen Reihen

Michael Gleißner hat zum 01.10.2020 die Position des Kaufmännischen Direktors der Kliniken Nordoberpfalz AG übernommen

Die Kliniken Nordoberpfalz AG hat einen weiteren wichtigen Meilenstein für die zukünftige organisatorische Entwicklung erreicht. Mit Michael Gleißner übernimmt ein „Eigengewächs“ aus dem Unternehmen die Position des Kaufmännischen Direktors. Er wird damit Teil der Geschäftsführung und eng mit Vorstand Dr. Thomas Egginger und der Medizinischen Direktorin Michaela Hutzler zusammenarbeiten.

„Es freut uns außerordentlich, dass Michael Gleißner sich für diese verantwortungsvolle Position entschieden hat. Er kennt unser Unternehmen und die Abläufe bis ins kleinste Detail und ist absoluter Experte auf diesem Gebiet“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Gleißner verfügt über sehr große Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der Finanzen und des Controllings in Krankenhäusern. Von 2002 bis 2006 war er im Controlling für die Krankenhäuser des Landkreises Neustadt/WN tätig und dort von 2005 bis 2006 auch Verwaltungsleiter im Krankenhaus Neustadt. Mit Gründung der Kliniken Nordoberpfalz AG 2006 wurde er stellvertretende Leitung des Kaufmännischen Controllings des Klinikverbunds. Der 47-Jährige Diplomverwaltungswirt und Diplomkrankenhausbetriebswirt übernahm in der Übergangsphase der vergangenen Monate große Verantwortung mit der kommissarischen Leitung des Controllings. „Nicht zuletzt durch seine Leistungen und sein Engagement in diesen, gerade für das Controlling enorm arbeitsintensiven vergangenen Monaten, hat sich bestätigt, dass er unsere Wunschbesetzung für den Kaufmännischen Direktor ist“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Gleißner war in den vergangenen Monaten u. a. maßgeblich am Aufbau des Sanierungsgutachtens (IDW-S6-Gutachten), der weiteren Sanierungsprojekte sowie am vollständigen Umbau des kaufmännischen internen und externen Berichtswesens beteiligt. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und kann dabei auf ein bestens eingespieltes Team zurückgreifen. Wir werden auch in den kommenden Jahren weiter hart arbeiten müssen. Zugleich bin ich mir aber sehr sicher, dass wir mit dem eingeschlagenen Kurs wieder eine positive wirtschaftliche Entwicklung nehmen werden“, so der gebürtige Nordoberpfälzer.
 

 

Ein Motto, das alles sagt: „We Care“

22 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger der Kliniken Nordoberpfalz AG meistern Ausbildung

„We Care“, also „Wir pflegen“ – unter dieses Motto hat die Klasse 17/20 die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege bei der Kliniken Nordoberpfalz AG gestellt. Und ab sofort haben die 22 jungen Menschen die Möglichkeit, dieses Motto auch zu leben: denn sie haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Bei der feierlichen Verabschiedung in der Personalcafeteria am Klinikum Weiden wies Thomas Baldauf, Leiter der Akademie NEW LIFE, darauf hin, dass die jungen Frauen und Männer eine Ausbildung gemeistert hätten, die mehr sei als die Summe von Projekten oder Fächern. „Trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen im Pflegebereich haben Sie einen Beruf erlernt, der erstrebenswert ist wie kaum ein anderer“, so
Baldauf.
Auch Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, gratulierte den Absolventen zum Abschluss der anspruchsvollen Ausbildung, für die sie sich bewusst entschieden hätten: „Sie wollen gestalten und wirken und haben gelernt, selbständig mit verschiedenen Perspektiven umzugehen. Und gerade das ist im Umgang mit unseren Patienten eine äußerst wichtige Kompetenz“, erklärte der Kliniken-Vorstand.

Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Seggewiß zeigte sich von den Leistungen der Absolventen beeindruckt, gerade auch aufgrund deren Engagements während der Hochphase der Corona-Pandemie. Mit ihrem großen theoretischen Wissen und ihren praktischen Erfahrungen hätten auch sie mitgeholfen, diese schwierige Zeit zu meistern.

Ausbildungsleiterin Tanja Chlup verglich die vergangenen drei Jahre und die Situation der Auszubildenden mit einem jungen Baum, in den viel Arbeit gesteckt worden sei und an dem jetzt die Früchte der Arbeit – nämlich der Abschluss der Ausbildung – geerntet werden könne. Sie gab den Absolventen ebenfalls die besten Wünsche mit: „Wie die Früchte an einem Baum sollen auch Sie reifen – mit guten Ideen, mit denen Sie anderen Menschen Freude bereiten und den Pflegeberuf aktiv mitgestalten können.“

Den besten Notenschnitt der 22 Absolventen (17 junge Frauen, 5 junge Männer) erreichten Anna Kraus (1,14), Sabine Hermann (1,29), Michael Heldwein (1,43) und Amelie Haderer (1,43).

 

 

Patientensicherheit trotz Teilevakuierung sichergestellt

Notaufnahme, Kreißsaal und alle anderen Bereiche des Klinikums Weiden stehen trotz weitläufiger Sperrung am 27. September vollständig zur Verfügung

Die weitläufige Evakuierung des Geländes rund um die SpVgg Weiden am 27. September aufgrund des Verdachts einer zu entschärfenden Fliegerbombe hat auch Auswirkungen auf das Klinikum Weiden. „Die Versorgung und Sicherheit unserer Patienten ist trotz der Teilevakuierung in vollem Umfang gewährleistet und sichergestellt“, betonen Vorstand Dr. Thomas Egginger und Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Das gilt sowohl für neuralgische Abschnitte und Abteilungen wie Notaufnahme, Kreißsaal oder Kinderklinik als auch für andere Bereiche, wie zum Beispiel Operationssäle, MRT, CT oder Endoskopie.

Meldungen, wonach das Klinikum Weiden vollständig evakuiert werden muss, sind nicht korrekt. Patienten sind nur in einem geringen Maß betroffen. „Wir müssen ausschließlich kleinere Bereiche unseres Klinikums evakuieren, nämlich die Palliativstation und die Station 201 der Klinik für Neurologie, die sich in unserem Neubau an der Gabelsbergerstraße befinden“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Diese Patienten werden während der Teilevakuierung auf anderen Stationen des Klinikums Weiden untergebracht, betreut und behandelt.

Die zu evakuierenden Bereiche des Klinikums wurden in enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst definiert. Dabei handelt es sich um das Schwesternwohnheim (Bereitschaftszimmer und Büros), die komplette Küche und die im Neubau untergebrachten Stationen. Der Weiterbetrieb aller anderen Abschnitte wurde als unbedenklich eingestuft.

Das bedeutet, dass fast alle Bereiche an diesem Tag voll einsatzfähig sind. Wie im Normalbetrieb können auch während der Sperrung des Gebiets beispielsweise Notfall-Eingriffe durchgeführt werden. „Auch unser Kreißsaal steht wie gewohnt zur Verfügung, es gibt keine Einschränkungen der medizinischen Versorgung und Betreuung bei spontanen Geburten“, so Hutzler.

Weil das Klinikum aber im Zeitraum der Sperrung von 8 bis 18 Uhr nicht von Privatpersonen angefahren werden kann, erfolgt die Koordination von Transporten für Notfallpatienten oder Schwangere ausschließlich über die Integrierte Leitstelle, die regulär über die 112 erreichbar ist. In Ausnahmefällen – wie zum Beispiel einer Geburt – ist dabei auch eine Begleitperson erlaubt.

Die ILS organisiert den Transport von zu Hause ins Klinikum und entscheidet, ob bei kleineren Verletzungen oder Erkrankungen die Behandlung im Klinikum Weiden oder einem anderen Krankenhaus, zum Beispiel Tirschenreuth, einer KV-Bereitschaftspraxis oder beim diensthabenden Bereitschaftsarzt erfolgen kann oder muss. Patienten können an diesem Tag nicht selbständig die Notaufnahme aufsuchen – sie erhalten Informationen über das weitere Vorgehen telefonisch entweder direkt über die Integrierte Leitstelle (112) oder die Hotline der KVB (116117). Die Bereitschaftspraxis der KV, die sich im Klinikum Weiden befindet, ist an diesem Tag ebenfalls geschlossen. Nachvollziehbar ist sicher auch, dass an diesem Tag keine Besucher am Klinikum Weiden erlaubt sind.

Intern ändert sich an den Abläufen am Klinikum Weiden nicht viel. „Trotz Evakuierung der Küche ist die Speisenversorgung unserer Patienten gewährleistet. Alle Bereiche – von Kreißsaal über Kinderklinik und Notaufnahme bis zu den Intensivstationen – werden wie im Normalbetrieb aufrechterhalten und stehen vollständig zur Verfügung. Auch die Anlieferung von Notfallpatienten per Rettungshubschrauber, zum Beispiel für Patienten mit einem Polytrauma nach Unfällen, ist an diesem Tag möglich“, erklärt die Medizinische Direktorin. Leicht anpassen müssen sich die Rettungstransporte, die Notfälle nicht über die Bismarckstraße, sondern über den Haupteingang der Notaufnahme in der Söllnerstraße ans Klinikum bringen.

„Wir sind sehr froh, dass uns und unseren Patienten trotz Teilevakuierung alle Einrichtungen und die gesamte Medizintechnik wie gewohnt zur Verfügung stehen. Damit ist die Sicherheit und Versorgung aller Patienten vollständig gewährleistet“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Überraschung für die Palliativstation

Jahrgang 1933/1934 der Max-Reger-Schule Weiden spendet 700 Euro

Über Spenden freut man sich nicht nur bei der Palliativstation am Klinikum Weiden immer – umso größer aber ist die Freude, wenn es sich dabei auch noch um eine Überraschung handelt. So geschehen vor einigen Tagen, als Heribert Schreyer und Max Strehl unangekündigt vorbeikamen, um der Palliativstation und der Ärztlichen Leiterin Dr. Stephanie Kuchlbauer 700 Euro zu überreichen.

Die beiden 87-Jährigen erklärten, dass das Geld aus der Kasse des Jahrgangs 1933/1934 der Max-Reger-Schule in Weiden stammt. In den vergangenen Jahren wurde der Kreis der ehemaligen Mitschüler beim regelmäßigen Stammtisch und den Schülertreffen immer kleiner. So kam man zum Entschluss, den Überschuss in der Kasse an die Palliativstation zu spenden – als Zeichen des Dankes und der Bewunderung für die Arbeit des Teams.

Dr. Stephanie Kuchlbauer war von der unangekündigten finanziellen Unterstützung mehr als überrascht: „Die beiden Herren standen spontan vor der Tür und haben uns die 700 Euro in die Hand gedrückt. Die ganze Aktion war mehr als sympathisch und wir können uns dafür nur außerordentlich bedanken!“

 

 

Finanzielle Unterstützung bei wissenschaftlicher Pionierarbeit

Rotary Club Weiden spendet 10.000 Euro für Antikörper-Studie der Kliniken Nordoberpfalz AG

Der Rotary Club Weiden hat die wissenschaftlichen Aktivitäten der Kliniken Nordoberpfalz AG mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt und damit einen wichtigen Baustein für die Durchführung der Antikörper-Studie des Klinikverbunds bereitgestellt. Rund 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Weiden und Tirschenreuth haben sich an der Studie beteiligt, die derzeit wissenschaftlich ausgewertet wird.

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, stellvertretender Medizinischer Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, wies darauf hin, dass am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth in den vergangenen Monaten vermutlich die meisten Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung stationär behandelt wurden. Dadurch bestand auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser ein erhöhtes Risiko der Infektion. „Wir konnten diese enorme Herausforderung nur durch den engagierten Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen bewältigen. Jetzt wollen wir ihnen die Chance bieten, zu wissen, ob sie Antikörper gebildet haben. Im Vergleich zu Mitarbeitern der WITRON Group am Standort Parkstein wird wissenschaftlich untersucht, ob bei dem Krankenhauspersonal eine erhöhte Infektionsrate vorliegt. Mit den Ergebnissen der Studie können wir dann unsere präventiven Maßnahmen weiter ausbauen und optimieren“, ergänzte Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Prof. Dr. Christian Paetzel, Ärztlicher Direktor der Region Süd, stellte weitere Details der Studie vor. An beiden Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG, die getestet wurden – also Weiden und Tirschenreuth – haben mehr als 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit der Testung wahrgenommen. Zum Teil wurden in Weiden an einem Tag rund 480 Blutentnahmen durchgeführt. Als Kooperationspartner für die Studie konnte die WITRON Group in Parkstein gewonnen werden, die aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl eine ideale „Vergleichsgruppe“ bildet, um das Infektionsrisiko des Krankenhauspersonals mit der Infektionsrate einer gleich großen Zahl an Personen eines großen, mittelständischen Unternehmens derselben Region zu vergleichen. Rechnet man die bei der WITRON Group in Parkstein getesteten Personen mit ein, können für die Studie damit rund 2.900 Blutproben ausgewertet werden. „Wir alle befinden uns in einer wissenschaftlichen Pioniersituation. Sollte eine nächste Welle kommen, wollen wir wieder alles richtig machen, so wie in den letzten Monaten“, so Prof. Dr. Paetzel.

Dass man bei der Finanzierung der Studie helfen wolle, darüber war man sich beim Rotary Club Weiden schnell einig. Präsident Reinhold Gietl wies darauf hin, dass „die Leistungen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG in den vergangenen Monaten gezeigt haben, auch überregional Aufmerksamkeit erlangt haben“. Daher unterstütze man das Projekt gerne mit einer Spende über 10.000 Euro. „Wir freuen uns, regional helfen zu können“, so Reinhold Gietl.

Für den Rotary Club war es nicht die erste Unterstützung für die Kliniken Nordoberpfalz AG in Zeiten der Corona-Pandemie. In der Hochphase der Krise stellte man dem Personal eine Reihe von Obstkörben zur Verfügung, die nicht nur der Stärkung dienten, sondern auch als besonderer Dank für den wichtigen Einsatz in dieser schwierigen Zeit galten.

 

 

Mehr als zehn Jahre Unterstützer und Anwalt bei ethischen Fragen

Dr. Manfred Hausel, Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees, nach mehr als zehn Jahren an der Spitze verabschiedet – Dr. Stephanie Kuchlbauer übernimmt Leitung

Er war mehr als zehn Jahre lang Vorsitzender und Gesicht des Klinischen Ethikkomitees der Kliniken Nordoberpfalz AG – Dr. Manfred Hausel. Nach insgesamt zwölf Jahren an der Spitze des KEK gibt er diese Position jetzt weiter an die Ärztliche Leiterin der Palliativstation, Dr. Stephanie Kuchlbauer. Zuvor wurde dem früheren Chefarzt und Ärztlichen Direktor in seiner letzten Sitzung als KEK-Vorsitzender in einer kleinen Feierstunde für seine Leistungen und Verdienste gedankt.

Dr. Manfred Hausel war bei der Gründung des KEK im Jahr 2008 der Motor und die große Triebfeder – im Vordergrund stand für ihn von Anfang an der Patient als Mensch: „Wir als Ethikkomitee haben uns immer als Unterstützer und Helfer für Patienten und Mitarbeiter gesehen mit dem Ziel, die Würde und den Willen der Patienten einzuhalten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Beachtung von Patientenverfügungen. Mich freut es außerordentlich, dass wir hier sehr viel erreichen konnten und uns nicht nur bei den Patienten und Angehörigen, sondern auch bei den Mitarbeitern als Ansprechpartner bei schwierigen Entscheidungen anerkannt sind und uns etablieren konnten.“

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, stellvertretender Medizinischer Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, bedankte sich beim langjährigen Vorsitzenden des KEK für dessen Leistungen in den vergangenen Jahren: „Du hast nach deiner beruflichen Laufbahn nicht einfach aufgehört, sondern weitergemacht und neue Projekte angestoßen, so wie das Ethikkomitee. Dabei hast du immer Zeit für die Patienten und Angehörigen gefunden. Mit deiner menschlichen Art, hohen fachlichen Qualität und deinem Engagement hast Du damit nicht nur unzählige Menschen in schweren Stunden unterstützt, sondern auch unseren Klinikverbund weit vorangebracht“, so Prof. Dr. Dietl.

Seit der Gründung im Jahr 2008 bietet das Klinische Ethikkomitee der Kliniken Nordoberpfalz AG ein Forum für die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im klinischen Alltag. Neben der Entwicklung von Leitlinien, der Organisation von Fortbildungen zu aktuellen Themen der Medizinethik oder dem jährlichen Ethiktag stellt die Ethikberatung im klinischen Alltag die wohl wichtigste Aufgabe des Ethikkomitees dar. „Wir konnten in den vergangenen Jahren sehr oft in schwierigen Situationen weiterhelfen und dazu beitragen, dass der Wille und die Autonomie der Patienten berücksichtigt wurde“, bilanzierte Dr. Manfred Hausel, der sich bei den Mitgliedern des KEK für ihre aktive Mitarbeit und die Hilfe bei der Umsetzung verschiedener Projekte bedankte.

Über das KEK wurden die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch im Alltag bekannter gemacht. Besonders hob der langjährige Vorsitzende dabei die Gestaltung des Intensivtagebuchs hervor, das an Angehörige von Patienten ausgegeben wird, die intensivmedizinisch betreut werden. Während des Aufenthalts auf der Intensivstation können Pflegende, Ärzte, Seelsorger und Angehörige diese Zeit dokumentieren. „Wir haben dieses Buch im Jahr 2010 für die Intensivstationen am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth erstellt und schnell gesehen, wie gut es von allen Beteiligten angenommen wird, weil es eine große Hilfe für alle sein kann, diese schwere Zeit zu verarbeiten“, so der langjährige Vorsitzendes des Ethikkomitees. Während der Corona-Pandemie wurde das Intensivtagebuch auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CoVid-Intensivstationen genutzt, um die Belastungen und Herausforderungen dieser schwierigen Situation besser verarbeiten und persönliche Gefühle festhalten zu können.

Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter bei ethischen Fragestellungen sein – das bleibt weiterhin Hauptaufgabe des Klinischen Ethikkomitees, das von nun an von der leitenden Ärztin der Palliativstation am Klinikum Weiden, Dr. Stephanie Kuchlbauer, geführt wird. Auch sie bedankte sich bei Dr. Manfred Hausel für die vergangenen Jahre im KEK: „Gerade die Zusammenarbeit zu Zeiten von Corona war noch einmal ein Meilenstein für die Arbeit des Ethikkomitees. Dr. Hausel hat dem KEK viel Zeit geschenkt und diese wünschen wir ihm nun für sich, seine Familie und seine Freunde“, so die neue Vorsitzende des KEK, die dem langjährigen Leiter unter anderem ein ganz besonderes Intensivtagebuch überreichte – mit Wünschen und persönlichen Worten aller KEK-Mitglieder und langjähriger Wegbegleiter.

 

 

Kliniken Nordoberpfalz AG bedankt sich für Spenden aus der Region

Verschiedene Oberpfälzer Unternehmen spenden mehr als 50.000 Euro für Sicherung hochwertiger Schlaganfallversorgung während Corona-Pandemie

Während der Hochphase der CoVid-19-Pandemie wurden am Klinikum Weiden viele Intensivkapazitäten ausschließlich für CoVid-19-Patienten genutzt und speziell für diese freigehalten. Aufgrund dieser Verordnung des Freistaats, die bis vor einige Wochen galt, musste die Stroke Unit, auf der Schlaganfallpatienten versorgt werden, kurzfristig räumlich verlagert werden. Um die Versorgung dieser Patienten weiterhin gewährleisten zu können, wurde Equipment für mehr als 50.000 Euro angeschafft. Hierbei wurde die Kliniken Nordoberpfalz AG von verschiedenen Unternehmen und Einzelpersonen der Region finanziell unterstützt. Jetzt bedankte sich der Klinikverbund bei den Spendern.

Dr. Thomas Egginger dankte den Unternehmen und Privatpersonen aus der Region für die schnelle und unbürokratische kurzfristige Hilfe. „Durch Ihre Spenden konnten wir weiterhin eine hochwertige Schlaganfallversorgung am Klinikum Weiden gewährleisten. Dafür gilt Ihnen unser tiefster Dank“, so der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, der auch die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikverbunds während der Corona-Pandemie hervorhob: „Was unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit geleistet haben, ist außerordentlich. Auch bei Ihnen können wir uns nur bedanken.“

Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, sowie Dr. Michael Angerer, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Stroke Unit, erklärten, dass durch die getroffenen Maßnahmen und die finanzielle Unterstützung eine räumlich strikt getrennte intensivmedizinische Behandlung von CoVid-19-Patienten und anderen ebenfalls intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten erfolgen konnte. „Durch die Vorhaltung spezieller Intensivstationen mussten Patienten mit Schlaganfall, die zuvor ebenfalls auf dieser Intensivstation versorgt wurden, auf eine andere Station ausweichen, die nicht wie eine Intensivstation ausgestattet war. Nur auf diesem Weg konnte die entsprechende Zahl an Intensivkapazitäten vorgehalten werden und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung von Schlaganfallpatienten gewährleistet werden“, betonten die Chefärzte. Durch die finanzielle Unterstützung konnten vier Patientenzimmer mit medizinischem Monitoring sowie einer Zentralüberwachung ausgestattet werden.

Die Spender im Überblick:

  • Klaus Conrad Stiftung 10.000 €
  • BHS Corrugated GmbH 10.000 €
  • Constantia Pirk GmbH 10.000 €
  • Förderverein für Schwerkranke e.V. 10.000 €
  • Volksbank Raiffeisenbank Bürgerstiftung 5.000 €
  • Energietechnik Dobmeyer GmbH 3.000 €
  • Sparkasse Oberpfalz Nord 3.000 €
  • Reinhold Bayer 1.000 €

 

 

Neue Besucherregelung für Häuser der Kliniken Nordoberpfalz AG

Weiterhin hohe Sicherheitsstandards zum Schutz von Patientinnen und Patienten

Ab Montag, 29. Juni, wird die vom Ministerium vorgegebene Besucherregelung in Krankenhäusern außer Kraft gesetzt. Dadurch werden individuelle Regelungen in den Häusern möglich – auch bei der Kliniken Nordoberpfalz AG. Neben einer längeren Besuchszeit ist es ab diesem Zeitpunkt auch mehreren Angehörigen möglich, Patienten zu besuchen – wenn auch nicht zum gleichen Zeitpunkt. Viele Sicherheitsmaßnahmen werden aber weiterhin strikt eingehalten.

Seit Mitte März galten die strengen Besucherregeln für die Häuser des Klinikverbunds. Weiterhin gilt, dass Besuche zu den bisherig bekannten Zeiten (Klinikum Weiden: 10:00-19:00 Uhr, Krankenhaus Tirschenreuth: 09:00-16:30 Uhr) möglich sind und alle Besucher während ihres Aufenthaltes einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen. Auch die Registrierung an der Pforte wird fortgesetzt. „All diese Maßnahmen dienen wie schon in den vergangenen Wochen weiterhin der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten, daher werden wir diesen Weg auch konsequent weiter so beschreiten“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. CoVid-19-positive Patienten dürfen – wie schon zuvor – nicht besucht werden.

Darüber hinaus gibt es viele Lockerungen: so wird ab Montag die bisherige Besuchsdauer von bisher maximal 45 Minuten auf zwei Stunden erhöht. Außerdem können Patienten, die bisher nur von einer festen Kontaktperson besucht werden durften, zukünftig Besuch von mehr Personen erhalten – allerdings nicht zum gleichen Zeitpunkt. „Wir freuen uns, dass wir die Besuchsmöglichkeiten langsam ausweiten können, bitten aber weiterhin darum, die Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen strikt einzuhalten. Das ist elementar für die Gesundheit unserer Patienten, Besucher und Mitarbeiter“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Die neuen Regelungen gelten für alle Häuser des Klinikverbunds – sowohl im akutstationären Bereich als auch in der Geriatrischen Rehabilitation in Erbendorf, wo seit Mitte Juni wieder der Regelbetrieb angelaufen ist. Hier gilt eine individuelle Regelung.

 

 

Sicherheit höchste Priorität

Besucherregelung bleibt bis auf Weiteres bestehen

Die Zahl stationärer Patienten in der nördlichen Oberpfalz mit bestätigter CoVid-19-Infektion oder einem Verdacht darauf hat sich stark verringert. Eine Entwicklung, die man auch in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG mit Freude aufnimmt. Die Aufhebung des Katastrophenfalls hat bis auf weiteres aber nur geringe Auswirkungen auf den Klinikalltag.

Die sinkenden Infektionszahlen schlagen sich auch in der Belegung in den Häusern des Klinikverbunds nieder. Verdachtsfälle oder bestätige CoVid-19-Infektionen werden inzwischen nur noch auf zwei Stationen behandelt (intensivmedizinische und normal pflegerische Betreuung). Auch die Zahl der Corona-Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, ist fast vollständig zurückgegangen. Weiterhin werden, entsprechend der Ministerialverfügung, Kapazitäten zur Intensiv-Behandlung von CoVid-19-Patienten freigehalten. Davon abgesehen ist auf fast allen Stationen unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen der Regelbetrieb möglich.

Unabhängig davon trifft sich die CoVid-19-Koordinierungsgruppe der Kliniken Nordoberpfalz AG weiterhin täglich von Montag bis Freitag. Dabei steht derzeit unter anderem die Besucherregelung im Fokus. „Aus Gründen der Patientensicherheit werden wir daher den vor einigen Wochen eingeschlagenen Weg fortsetzen und bitten hier um Verständnis bei unseren Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger. Die Beibehaltung dieser Regelung wird auch von den Gesundheitsämtern der Region als positiv bewertet.

Damit sind in den Häusern des Klinikverbunds auch weiterhin ausschließlich Besuche während der bekannten Öffnungszeiten für eine feste Kontaktperson bei einer Besuchsdauer von maximal 45 Minuten möglich. Alle Besucherinnen und Besucher werden namentlich registriert und dokumentiert. Aus Sicherheitsgründen können CoVid-19-positive Patienten und Verdachtsfälle weiterhin nicht besucht werden. „Wir betreuen viele schwer kranke und immungeschwächte Patientinnen und Patienten in unserem Haus, deren Sicherheit für uns höchste Priorität hat. Daher gelten die bestehenden Regelungen auch weiterhin“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Intern wurden bereits verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten der Besuchsregelung – wie die Ausweitung auf mehrere Kontaktpersonen oder eine Verlängerung der Besuchsdauer – geprüft. Bevor diese jedoch in Kraft treten können, müssen detaillierte Informationen seitens des Ministeriums vorliegen. Vor der Anwendung der neuen Regelung folgt zudem eine abschließende Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Eine Sonderregelung besteht weiterhin für die Kinderklinik, in der beide Sorgeberechtigten ihr Kind ohne Begrenzung besuchen können.