News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Im Dialog mit Ärzten der Region

Chefärzte des Krankenhauses Tirschenreuth stellen niedergelassenen Ärzten Spektrum vor und setzen auf Kooperation

Ein breites Spektrum, viele Neuerungen, modernste Ausstattung und höchste medizinische Qualität. Dass diese Eigenschaften auf das Krankenhaus Tirschenreuth zutreffen, haben mehrere Chefärzte jetzt ihren niedergelassenen Kollegen der Region unter Beweis gestellt. Auf Interesse stieß dabei vor allem eine personelle Neuerung. Dr. Josef Pova versprach bei der Begrüßung einen Einblick auf das, wie Patienten der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus derzeit und zukünftig am Krankenhaus Tirschenreuth behandelt und versorgt werden können.

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann, Chefärztin der Klinik für Traumatologie, spezielle Chirurgie und Endoprothetik, verwies auf die verschiedenen Herausforderungen, die sowohl bei Erst- als auch bei Revisionseingriffen in der Endoprothetik bestehen würden. Hierbei handle es sich um medizinisch anspruchsvolle Patienten. Dem begegne man am Krankenhaus Tirschenreuth mit einer klaren Strategie: „Wir leben ein interdisziplinäres Miteinander zwischen verschiedenen Abteilungen und entwickeln für jeden Patienten einen individuellen Therapieansatz.“ Die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten sei für den weiteren Behandlungsverlauf daher unverzichtbar.

Einen ähnlichen Ansatz verfolge man auch in der Klinik für Inneren Medizin, erklärte Chefarzt Dr. Rafael Ulrych. Er hob die moderne Ausstattung der Abteilung mit der neuen Funktionsdiagnostik hervor, die vor einigen Monaten in Betrieb ging: „Wir haben zwar ein kleines Spektrum, müssen uns vor Häusern mit einer vergleichbaren Größe aber nicht verstecken.“

Das liege auch an der engen Zusammenarbeit und Abstimmung mit Dr. Josef Pova, der zur Jahresmitte aus dem Gesundheitszentrum Waldsassen nach Tirschenreuth gekommen ist. Er berichtete vom geplanten Aufbau einer Akutgeriatrie vor Ort. Dadurch wolle man sich auch der demographischen Entwicklung stellen: „Wir wollen betagte Patienten versorgen, die aufgrund einer akuten Erkrankung oder Verletzung stationär behandelt werden müssen. Dabei achten wir besonders auf begleitende chronische Erkrankungen.“ Auch er stellte den interdisziplinären Ansatz bei der Behandlung von Herz- und Nierenschwäche, Diabetes, Hypertonie und ähnlichen Erkrankungen als elementar hervor – und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Ärzten nach dem Krankenhausaufenthalt.

Dr. Svend Hofmann, Sektionsleiter Unfallchirurgie, gab einen Überblick über die Möglichkeiten der Versorgung in der Traumatologie. Neben Sportverletzungen gehören dabei auch die Behandlung von Osteoporose-bedingten Erkrankungen und Fußerkrankungen zu seinem Hauptspektrum: „Unser Ziel ist immer, schnellstmöglich die Funktionalität wieder herzustellen. Dazu gehört aber auch, kleinste Schäden zu entdecken und entsprechend zu therapieren.“

Einen besonderen Fokus auf Kooperation setzte auch Dr. Mathias Kappl, der kommissarische Leiter der Anästhesie und Intensivmedizin. Er stellte unter anderem das breite Spektrum der Anästhesie heraus: „Wir bieten unseren Patienten – vom Kleinkind bis zu hochbetagten Senioren – fast alle Narkosearten an.“ Die Intensivstation vor Ort sei zudem bestens ausgestattet und auf die Versorgung auch bei schweren Fällen eingestellt.

Besonders aufmerksam verfolgt wurden die Ausführungen von Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, der seit 1. Oktober auch die Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Tirschenreuth leitet. Er betonte, dass auch in Tirschenreuth komplexe Operationen möglich seien und der Weg nicht immer nach Weiden oder andere Häuser außerhalb der nördlichen Oberpfalz führen müsste. „Wir haben hier eine enorm motivierte Mannschaft, die in der Lage ist, Außerordentliches zu leisten. Unser Ziel ist klar: wir wollen, dass die Patienten gerne zu einer Operation ins Krankenhaus Tirschenreuth kommen, weil sie sich hier bestens versorgt fühlen“, so Prof. Dietl, der ab sofort auch regelmäßig am Krankenhaus Tirschenreuth Patienten behandeln und operieren wird.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die niedergelassenen Ärzte noch ausführlichGelegenheit, mit den Ärzten des Krankenhauses ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden Lob, aber auch Kritikpunkte und Wünsche klar artikuliert – aber genau dies sei auch der Zweck einer solchen Informationsveranstaltung gewesen, so Krankenhausleiterin Claudia Kost. Wichtig sei dabei vor allem auch, den Ärzten der Region aus erster Hand zu zeigen, dass der Patient im Krankenhaus Tirschenreuth an erster Stelle stehe und man großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Ärzten der Region lege. Deshalb gebe es auch einen weiteren Termin Mitte Oktober für alle Mediziner, die nicht an der ersten Veranstaltung teilnehmen konnten.

 

 

Bekannter neuer Chefarzt der Allgemeinchirurgie

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl führt ab sofort auch die Allgemein- und Visceralchirurgie am Krankenhaus Tirschenreuth

„Unsere Patientinnen und Patienten sollen gerne zu Operationen in das Krankenhaus Tirschenreuth kommen“ – so lautet das erklärte Ziel von Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, der ab sofort die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am Krankenhaus Tirschenreuth als Chefarzt führt.

Der 61-Jährige bleibt auch weiterhin Chefarzt am Klinikum Weiden, wird aber darüber hinaus einen Tag pro Woche in Tirschenreuth tätig sein. „Wir wollen hier eine so hochwertige Versorgung aufbauen und anbieten, dass kein Patient der Region mehr in andere Häuser unseres Verbunds oder in andere Kliniken mehr gehen muss“, so Prof. Dietl, der seit 2006 die Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Weiden leitet.

Seit mehreren Jahren ist er dort auch für das Darmkrebszentrum verantwortlich, das inzwischen zu den drei größten Zentren seiner Art in Deutschland gehört. Durch die Führung beider Standorte sollen Synergieeffekte greifen, von denen letztlich alle Patienten profitieren. „Die Zusammenarbeit zwischen Weiden und Tirschenreuth ist bereits jetzt sehr eng. Das werden wir weiter ausbauen und können dabei auch auf die Subspezialitäten zurückgreifen, die beispielsweise das Darmkrebszentrum in Weiden bieten.“

Bei seinem Antritt am heutigen Tag verwies er auch auf die vorhandenen Diagnostikmöglichkeiten, mit der Erkrankungen vor Ort erkannt und operativ versorgt werden können. „Die Mannschaft hier in Tirschenreuth ist enorm motiviert. Ich garantiere dafür, dass die Behandlung hier genauso gut sein wird wie am Klinikum Weiden“, erklärt der neue Chefarzt bei seiner Begrüßung. „Wir freuen uns außerordentlich, dass Prof. Dr. Dietl ab sofort auch bei uns tätig sein wird. Dies bedeutet eine klare Aufwertung nicht nur für die Allgemeinchirurgie, sondern für den gesamten Standort Tirschenreuth“, betonte Krankenhausleiterin Claudia Kost.

Für den Ärztlichen Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger, bedeutet dieser Schritt weitaus mehr als „nur“ eine engere Verzahnung der Standorte und Weiden und Tirschenreuth: „Mit dem Einsatz von Prof. Dietl und dem Engagement seiner Mannschaft sind wir jetzt in der Lage, am Krankenhaus Tirschenreuth, das die Grund- und Regelversorgung im nördlichen Einzugsgebiet sicherstellt, einen weiteren Baustein der Schwerpunktversorgung für die Bevölkerung anzubieten.“

 

 

Geschwollene Beine richtig behandeln

5. Nordoberpfälzer Wundforum stellt Lymphödem, Ödeme und Wundheilung in Mittelpunkt

Das Lymphgefäßsystem trägt maßgeblich dazu bei, Flüssigkeit aus den Beinen abzutransportieren. Stauen sich Lymphflüssigkeit (es liegt dann eine Lymphödem vor) oder anderes Gewebewasser in den Beinen, können hartnäckige Wunden auftreten bzw. kann es zu großen Problemen bei der Wundbehandlung und dann auch bei der Wundheilung kommen. Genau hier setzt das 5. Nordoberpfälzer Wundforum am 12. Oktober, in der OTH Weiden, an.

Organisiert wird die Veranstaltung, die dieses Jahr unter dem Titel „Zu viel Wasser im Bein – Lymphödem, Ödeme und Wundheilung“ steht, unter der Führung der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Weiden. Dort gibt es seit vergangenem Jahr auch ein zertifiziertes Gefäßzentrum. „Wir haben häufig Schwierigkeiten bei der Wundheilung, wenn die Beine sehr geschwollen sind, bzw. auch Lymphödeme vorliegen“, erklärt Dr. Eberhard Müller, Chefarzt der Gefäßchirurgie und Leiter des Gefäßzentrums.

Daher richtet sich die Veranstaltung auch in diesem Jahre an alle Berufsgruppen, die Wunden oder geschwollene Beine behandeln: u.a. Ärzte, Pflegekräfte, Wundexperten und Physiotherapeuten. Die Vorträge werden gehalten von Ärzten verschiedener Kliniken, niedergelassenen Ärzten, und einem Physiotherapeuten.

Das Wundforum ist eine Veranstaltung für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Es wurde wieder ein sehr interessantes Vortragsprogramm zusammengestellt und zusätzlich praxisbezogene Workshops. „Natürlich ist das Wundforum auch als Plattform zum Austausch, der in unserer Region an der Wunde Tätigen gedacht und wird als solche auch hervorragend angenommen“, so die Veranstaltergruppe. Es liegt bereits eine Vielzahl von Anmeldungen vor, für einen der beiden Workshops „Intermittierende pneumatische Kompression“ ist die Teilnahme noch möglich. Die Anmeldung zur Veranstaltung, die um 8:30 Uhr beginnt, ist auch noch an der Tageskasse möglich, allerdings beträgt die Anmeldegebühr dann fünf Euro mehr als bei der Voranmeldung, nämlich 55 Euro. Eine große Industrieausstellung rundet die Fachveranstaltung, für die es Fortbildungspunkte für die verschiedenen Berufsgruppen gibt, ab. Zur Eröffnung am frühen Samstag Morgen freuen sich die Veranstalter auf den vielseitig gemischten Chor „Chor Di Sono“.
 

 

Auf den Tag genau zum Jubiläum

Marco ist die 1.000 Geburt am Klinikum Weiden

53 cm groß, 3235 Gramm schwer – und punktgenau auf die Welt gekommen: ab sofort dreht sich im Leben von Mama Christina und Papa Sebastian alles um den kleinen Marco, der auch für das Klinikum Weiden etwas ganz Besonderes ist: denn seine Geburt war die 1.000 des Jahres.

„Alle sind gesund und wohlauf und auch sonst ist alles bestens“ – das ist das Wichtigste für die jungen Eltern Christina und Sebastian, die bei der Geburt von Hebamme Ruth Mahal-Vollmayr Unterstützung erhielten. Dass es dann noch die 1.000 Geburt des Jahres war, freute vor allem das Klinikum Weiden. Stellvertretende Pflegedirektorin Michaela Hutzler, Oberarzt Dr. Karl-Heinz Mark, MUDr. Denisa Kazdova, Hebamme Francesca Ignaccolo und stellvertretende Stationsleiterin Elisabeth Kick überreichten Mama Christina einen Blumenstrauß zum Jubiläum und wünschten der jungen Familie einen tollen Start in den neuen Lebensabschnitt.

Was die Zahl der Geburten betrifft, ist man am Klinikum Weiden dem Vorjahr voraus. Damals konnte man sich über die 1.000 Geburt erst am 04. Oktober freuen. Da war Marco mit seiner Geburt am 19. September schon einige Tage eher dran.

Seit einigen Monaten profitieren Mütter und Babys am Klinikum Weiden auch von verschiedenen Neuanschaffungen, die über das Programm zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern umgesetzt werden konnten. Zur Unterstützung, Stärkung und Sicherung der geburtshilflichen Hebammenversorgung und Wochenbettbetreuung konnten über diese finanzielle Hilfe u.a. ein Entbindungsbett, vier Stillstühle und ein CTG-Gerät mit Telemetrie angeschafft werden.

 

 

Chefärzte im Gespräch

Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer eröffnet achtteilige Vortragsreihe am Klinikum Weiden

Männer und Inkontinenz – Krebs erkennen und heilen – Behandlungsmöglichkeiten der modernen Medizin – Prävention vor Schlaganfall und Krebs: nur einige der Themen, die bei der achtteiligen Vortragsreihe „Chefarzt im Gespräch“ am Klinikum Weiden behandelt werden. Eröffnet wird die Vortragsreihe, die immer im Besuchercafé des Klinikums Weiden stattfindet, am 12. September um 19 Uhr durch Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, der bei seinem Vortrag „Mehr als ein Frauenthema – Männer und Inkontinenz“ beide Geschlechter einbindet und über Behandlungsmöglichkeiten informiert.

Wie schon in den Vorjahren wird die Vortragsreihe einen breiten Überblick über das medizinische Spektrum des Klinikums Weiden bieten. „Wir wollen damit informieren, Themen aus dem Alltag in den Mittelpunkt stellen und die Bevölkerung damit natürlich auch aufklären“, beschreibt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, die achtteilige Reihe, an der Chefärzte und Leitende Ärzte über verschiedene medizinische Sachverhalte informieren und nach der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung stehen.

Den Auftaktvortrag am 12. September um 19 Uhr hält dabei Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, Chefarzt der Klinik für Urologie. Er wird dabei vor allem das Thema Inkontinenz bei Männern in den Mittelpunkt stellen. Unkontrollierter Harnverlust ist nicht nur für viele Frauen, sondern eben auch bei Männern ein leidiges Thema, das in der freien Gestaltung ihres Alltags stark einschränkt. Dabei sind jedoch verschiedene Typen der Harninkontinenz zu unterscheiden. Zu den häufigsten Arten gehören die Dranginkontinenz, die Inkontinenz bei chronischer Harnretention oder Belastungsinkontinenz. „Das Auftreten von männlicher Harnkontinenz ist stark altersabhängig. Rund 5 Prozent der Männer ab 50 Jahren und rund 10 Prozent der Männer ab 60 Jahren leiden unter Inkontinenz. Im höheren Alter ist sogar jeder Fünfte von dieser Erkrankung betroffen“, so Prof. Dr. Dr. Bschleipfer.

Er wird in seinem Vortrag dabei über Gründe und Behandlungsmöglichkeiten von Inkontinenz sprechen, bei der es sich entgegen der landläufigen Meinung in vielen Fällen eben nicht um eine unvermeidliche Alterserscheinung handelt, mit der sich Betroffene abfinden müssen. Welche Rolle hierbei dem interdisziplinären Kontinenz- und Beckenbodenzentrum zukommt, worauf Betroffene achten müssen und welche Möglichkeiten zur Behandlung es gibt, das erfahren die Besucher beim Vortrag des Chefarztes der Urologie am Donnerstag, den 12. September, ab 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden.

Hier finden Sie einen Überblick über alle weiteren Vorträge:
Chefärzte im Gespräch – 2019-2020

 

 

Meilenstein in der chirurgischen Entwicklung

OP-Robotik-System „Da Vinci“ wird seit einigen Wochen mit großem Erfolg am Klinikum Weiden eingesetzt

Roboterassistierte Chirurgie ist zwar noch lange nicht in allen Bereichen Standard, nimmt aber kontinuierlich im Hinblick auf Qualitätsmerkmale moderner OP-Zentren an Bedeutung zu. Das Klinikum Weiden trägt dieser Entwicklung frühzeitig Rechnung und erhöht für seine Patienten mit der Einführung der OP-Robotik das Angebot an operativen Behandlungsmöglichkeiten deutlich. Für die Patienten bedeutet das: noch präzisere Eingriffe mit weniger Blutverlust und häufig auch weniger Schmerzen. Seit einigen Monaten ist nun der OP-Roboter „da Vinci Xi“ im Einsatz – die erste Bilanz fällt mehr als positiv aus.

Das OP-Roboter-System „da Vinci Xi“ setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen: einem Stativ mit vier Armen und integrierter hochauflösender 3-D-Kamera, an denen die benötigten Instrumente befestigt werden können, einem Videoturm zur Verarbeitung der Bildinformationen und einer Kontrollkonsole, über die der Operateur die Instrumente und Arme höchstpräzise steuern kann. Auch der OP-Tisch ist beweglich und reagiert synchron mit den Armen auf die Weise, wie es während einer Operation benötigt wird. „Das System kombiniert die Vorteile der offenen Chirurgie mit denen der minimal-invasiven Chirurgie. Das bedeutet, dass Operationen noch genauer durchgeführt werden können und Patienten sich dadurch schneller erholen“, betonen Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer, Prof. Dr. Theodor Klotz (Chefärzte der Klinik für Urologie), Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl (Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie) und Dr. Martin Sonnek (Oberarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie). Sie führen am Klinikum Weiden derzeit die Operationen mit dem da Vinci-System durch. „Auch wenn es OP-Roboter heißt: es steuert noch immer ein Mensch. Aber das System entlastet den Operateur enorm und bietet das bestmögliche Ergebnis – ein klarer Mehrwert für alle“, so die vier Operateure des Klinikums Weiden.

Das System muss dabei als verlängerter Arm des Operateurs verstanden werden. Durch eine zehnfache Vergrößerung und eine 3-D-Ansicht an der Kontrollkonsole hat der Operateur dabei genau das im Blick, was nötig ist, um Schnitte zu setzen oder Nähte anzubringen – nur eben präziser und genauer als es mit anderen OP-Methoden möglich wäre. Zudem sind die Bewegungen der Instrumente in allen drei Achsen möglich, so dass beispielsweise auch „um ein Organ herum“ operiert werden kann. Bei einem minimal-invasivem Eingriff ist dies aufgrund der starren Instrumente nicht in diesem Maße möglich.

Weil das da Vinci-System letztlich ein hochtechnisches Werkzeug für den Operateur ist, muss der Einsatz entsprechend gelernt werden – so auch am Klinikum Weiden. Der Schulungsaufwand dafür betrug rund ein halbes Jahr: mehrere Monate wurden Übungsszenarien mit dem Gerät absolviert, Abläufe in Schulungszentren in Frankreich und Belgien einstudiert und bereits mit dem System vertraute Operateure in deren Kliniken, zum Beispiel in Worms oder Stuttgart, besucht und dort neues Wissen angeeignet. Doch nicht nur die Ärzte, sondern auch die Pflege war gefordert, sich mit dem neuen System vertraut zu machen und entsprechende Schulungen zu absolvieren. Denn am Ende sind Operationen mit dem da Vinci eine Teamleistung – so wie alle anderen Operationsmethoden auch.

Am 10. April fand die erste Operation am Klinikum Weiden statt. Und bereits jetzt kann das gesamte Spektrum der mit dem da Vinci umsetzbaren Operationen bereits fast vollständig abgebildet werden. Bisher wird der Roboter in der Allgemeinchirurgie und der Urologie genutzt, zukünftig folgt dann auch der Einsatz in der Gynäkologie.

Rund 2,6 Mio. Euro hat die Kliniken Nordoberpfalz AG (unter Nutzung von Fördermitteln) für das neue System investiert. „Es ist nicht nur, aber insbesondere auch eine strategische Investition in die Zukunft. Roboterassistierte Operations-Systeme werden der Standard in den OP-Sälen werden. Je früher daher unsere Experten damit zu arbeiten beginnen, umso besser!“, erklärt der Ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger. „Vor allem sind wir sehr dankbar für das enorme Engagement unseres gesamten „Roboterteams“. Was unsere Chefärzte und OP-Pflegekräfte bei der Einführung geleistet haben, ist sensationell! Die besten Operateure haben jetzt die beste Technik – und daraus entstehen die bestmöglichen Ergebnisse für unsere Patienten.“

Mit dem bisher vorhandenen Hybrid-OP sowie einem Saal mit dem hochtechnischen integrierten OP-Saal bewegte man sich am Klinikum Weiden bereits vor der Investition in den OP-Roboter auf höchstem technischem Niveau – dieses wurde jetzt noch einmal gesteigert. „Mit dem da Vinci Xi und den bestehenden Möglichkeiten bewegen wir uns teilweise auf einem höheren Niveau als manche Universitätskliniken“, bestätigen die vier Operateure am Klinikum Weiden.

 

 

Blumen für die Palliativstation

Künstlerin Olga Kellwig spendet Bild

Bunt, sommerlich, lebensbejahend – all diese Eigenschaften enthält das Bild von Hobbykünstlerin Olga Kellwig aus Mitterteich. Und genau dieses Bild verschönert ab sofort die Palliativstation am Klinikum Weiden.

Kellwig hat derzeit im Dialyse-Zentrum am Klinikum Weiden einige ihrer Werke ausgestellt, darunter eben auch die neue Errungenschaft der Palliativstation. Dass genau dieses Bild gut in die Palliativstation passen würde, bemerkte Stationsleitung Beate Spickenreuther. Man kam ins Gespräch und schnell wurde klar, dass Olga Kellwig das besagte Bild der Palliativstation zukommen lassen will. „Malen ist für mich großer Freude und positiver Energie verbunden, die ich allen Menschen weitergeben kann. Ich hoffe sehr, dass dieses bunte und sommerliche Bild den Patienten, aber auch den Angehörigen gute und positive Eindrücke schenkt und dem Stationsteam die Arbeit erleichtert“, so Kellwig.

Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leitung der Palliativstation, bedankte sich für die Bildspende. „Wir sind dankbar dafür, dass wir uns ein Bild aussuchen konnten, das auch in unser Konzept passt,“ freute sich Dr. Kuchlbauer, die auch weiterhin mit Olga Kellwig in Kontakt bleiben möchte – denn die Station wachse immer weiter, so dass dieses Bild vielleicht nicht das letzte der Künstlerin aus Mitterteich auf der Palliativstation bleiben könnte.

Seit dem Umzug der Palliativstation aus Neustadt/WN in die neuen Räumlichkeiten am Klinikum Weiden wurden dort mehr als 200 Patienten behandelt. Behandelt werden hier Patienten mit weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren und lebensbegrenzenden Erkrankungen. „Unser Ziel ist, die vorhandenen Beschwerden unserer Patienten mit individuell angepassten Maßnahmen zu lindern. Neben der palliativärztlichen und
pflegerischen Betreuung gehören auch verschiedene Therapiearten dazu, wie Akupunktur, Aromatherapie, Klangschalenmassagen und vieles mehr“, so Dr. Kuchlbauer.

 

 

Presseerklärung der Kliniken Nordoberpfalz AG

Statement zur aktuellen Berichterstattung (22. August 2019)

Die Kliniken Nordoberpfalz AG befindet sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation. Wir müssen seit Jahren feststellen, dass sich der wirtschaftliche Druck enorm verschärft hat und auch der Fachkräftemangel eine große Herausforderung darstellt. Entsprechende strukturelle Anpassungen sind aktuell bereits auf den Weg gebracht worden und werden in den nächsten Monaten weiter umgesetzt. An dieser Umsetzung des Zukunftskonzepts 2020 wird mit Hochdruck weiter gearbeitet. Mit diesem wollen wir die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten in der Region neu positionieren und dabei dem hochwertigen Versorgungsanspruch weiterhin gerecht werden. Ziel dabei ist es aber auch, das Unternehmen wieder auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen.

Was die finanzielle Ausstattung hinsichtlich der Liquidität betrifft, wurde das Unternehmen bei der Gründung nicht mit eigenen liquiden Mitteln ausgestattet. Bisher erfolgte die Finanzierung des laufenden Betriebs daher über Bankkredite, die durch Bürgschaften der Träger abgesichert wurden. Gleiches gilt für nicht geförderte investive Maßnahmen des Unternehmens.

Aufgrund einer neuen höchstrichterlichen Rechtsprechung verweigert die Regierung der Oberpfalz nun den Trägern, diese Bürgschaften weiterhin rechtsaufsichtlich zu genehmigen. Jedoch liegen eindeutige Signale der Regierung vor, dass einer Genehmigung von direkten Darlehen der Träger nichts im Wege stehen würde.

Aus diesem Grund muss die Unternehmensfinanzierung zum Jahreswechsel umgestellt werden. Hierzu sind Beschlüsse in den Gremien der Träger erforderlich. Für die Stadt Weiden erfolgte dies in der gestrigen Sitzung des Ferienausschusses des Stadtrats Weiden mit großer Mehrheit, im Landkreis Neustadt/WN wurden die entsprechenden Beschlüsse bereits im Juli gefasst. Aktuell stehen daher nur noch die Beschlüsse des Landkreises Tirschenreuth aus. Dort ist die Sitzung des Kreistags für Mitte September terminiert.
Nach aktuellen Erkenntnissen kann daher davon ausgegangen werden, dass die Umstellung der Finanzierung der Kliniken Nordoberpfalz AG bis zum Jahresende vollzogen werden kann.

Für uns bedeutet dies ein klares Bekenntnis unserer Träger zu zwei wichtigen Punkten: einerseits der Sicherung unseres Unternehmens selbst, andererseits aber auch der Sicherung der kommunalen Trägerschaft.

 

 

Starke Partnerschaft weiter ausbauen

Antrittsbesuch des neuen Kommandeurs der Health Clinic Grafenwöhr am Klinikum Weiden

Die Health Clinic in Grafenwöhr ist für die Grundversorgung von rund 15.000 Soldaten und deren Familien zuständig. Doch nicht immer können alle Erkrankungen dort diagnostiziert und behandelt werden. Unterstützung bietet hier die Kliniken Nordoberpfalz AG, allen voran das Klinikum Weiden. Dort hat sich der neue Kommandeur der Health Clinic, LTC Avery J. Carney, jetzt vorgestellt.

Begrüßt wurde er dabei unter anderem von den Chefärzten Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl (Klinik für Allgemeinchirurgie) und Prof. Dr. Christian Paetzel (Radiologische Diagnostik, Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie) und erhielt einen Überblick über die Kliniken Nordoberpfalz AG im Allgemeinen und das Klinikum Weiden im Speziellen. „Wir bieten unseren Partnern Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau“, betonte Michael Reindl, Pressesprecher und einer der Hauptansprechpartner der Health Clinic Grafenwöhr, gegenüber den Gästen.

Nach der Vorstellung des Klinikverbunds führte Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl den neuen Kommandeur der Health Clinic durch die OP-Säle am Klinikum Weiden und stellte dabei vor allem die hochmoderne Technik in den Vordergrund, die beispielsweise der OP-Roboter da Vinci, der Hybrid-OP oder der integrierte OP bieten. „Das ist eine Ausstattung, die teilweise höher ist als an machen Uni-Kliniken“, erklärte der Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie. Auch die Gäste aus Grafenwöhr konnten in einem Übungsprogramm testen, welche Möglichkeiten die neueste Generation des da Vinci XI bietet.

Im Anschluss erläuterte Prof. Dr. Christian Paetzel die radiologischen Möglichkeiten, die das Klinikum Weiden bietet. Gerade durch das 3,5 Tesla MRT könnten Gelenke, Kopf und Wirbelsäule in hervorragender diagnostischer Qualität dargestellt und hochspezialisierte Untersuchungen durchgeführt werden – ein Alleinstellungsmerkmal im nordostbayerischen Raum, so Prof. Dr. Paetzel.

Einen Einblick hinter die Kulissen erhielt die Besuchergruppe aus Grafenwöhr auch beim MVZ Orthopädie / Unfallchirurgie, wo ärztlicher Leiter Dr. Thomas Neubauer-Gartzke die Behandlungsmöglichkeiten darstellte. Mit Fachärzten für Hand-, Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie bildet das MVZ Orthopädie / Unfallchirurgie die zentrale Anlaufstelle im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie und zählt auch viele Amerikaner zu seinen Patienten.

Abgeschlossen wurde die Tour durch das Klinikum Weiden mit einer Besichtigung der Kreißsäle und der Geburtsstation, wo die Leiterin des Perinatalzentrums, Dr. Ines Erhardt, die Fragen von Kommandeur Carney beantwortete. In Weiden kommen jährlich rund 300 Neugeborene von US-Soldaten und Familien zur Welt. LTC Carney bedankte sich zum Abschluss für die ausführlichen Einblicke und Vorstellungen: „Das Klinikum Weiden ist einer unser wichtigsten Partner in der Versorgung unserer Soldaten und ihrer Familien. Ich freue mich darauf, diese Zusammenarbeit fortzusetzen und weiter auszubauen.“

 

 

Große Hilfe für Sozialpädiatrisches Zentrum

Lilly Groß-Stiftung unterstützt SPZ am Klinikum Weiden erneut mit 1.900 Euro

5Es ist inzwischen fast schon zur Tradition geworden, dass die Lilly Groß-Stiftung das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Weiden unterstützt. Im Jahr des fünfjährigen Bestehens konnte sich das Team des SPZ erneut über eine Spende freuen – diesmal in Höhe von 1.900 Euro.

„Ich finde es wertvoll, dass so eine Einrichtung geschaffen wurde, die es kranken Kindern ermöglicht, eine bestmögliche Betreuung im Zusammenspiel aller Ärzte und Therapeuten zu bekommen. Das stellt, vor allem für die betroffenen Eltern, ein höchstes Maß an kompetenter Beratung und Behandlung ihrer Kinder in allen Bereichen sicher. Wir freuen uns, mit der Spende einen Teil dazu beizutragen, dass es schwer erkrankten Kindern ermöglicht wird, einen Schritt nach vorne in ihrer Entwicklung oder Genesung zu machen“, so Christian Wolf, Filialdirektor der HypoVereinsbank Weiden, die die Vorstandsarbeit der Stiftung ehrenamtlich leitet. In diesem Jahr wurde das SPZ bereits zum vierten Mal mit einer Spende bedacht. Er und Tobias Wolf wiesen vor allem auf die Vielseitigkeit des SPZ hin: „Hier wird genau das geleistet, was dem Willen der Stiftung entspricht.“

Nach der Startfinanzierung für das Galileo-Trainingsgerät bei der ersten Spende, wurde 2017 mit der Spende der Lilly Groß-Stiftung die Anschaffung eines Neurofeedback-Geräts umgesetzt, das Kinder bei der Verbesserung von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen unterstützt. Nach den projektbezogenen finanziellen Hilfen der Vorjahre und der Unterstützung verschiedener kleinerer Projekte aller Therapiebereiche im Jahr 2018 ist die diesjährige Spende der Grundstock für die Realisierung einer videobasierten Ganganalyse. „Wir wissen, dass es sich um ein ehrgeiziges Projekt handelt, für dessen Umsetzung wir auch noch auf weitere Spenden angewiesen sind. Aber wir könnten damit die Versorgungsqualität deutlich verbessern und darum freuen wir uns umso mehr über die Unterstützung“, bedankte sich die Chefärztin des SPZ, Dr. Susanne Rinnert, für die großzügige Spende der Lilly-Groß-Stiftung.

Mit dem System der Ganganalyse soll die Diagnostik von Bewegungsstörungen und die daraus resultierende Hilfsmittelversorgung optimiert werden. Die verbesserte Dokumentation und Darlegung bei der Hilfsmittelverordnung ermöglicht es zusätzlich, schneller und unkomplizierter eine Genehmigung für Hilfsmittel für die jungen Patienten zu erhalten. „Wir investieren damit in die Zukunft unserer Kinder und können eine optimale Behandlung ermöglichen“, so Dr. Rinnert.

Die Lilly Groß-Stiftung wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Der Stifterin war es ein besonderes Anliegen, sowohl die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder als auch die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Tiere im Sinne des Tierschutzgedankens in den Mittelpunkt zu stellen. Die ehrenamtlichen Stiftungsvorstände freuen sich darüber, dass mit der finanziellen Unterstützung der Stiftungszweck erfüllt und das Wirken der Stifterin in ihrem Sinne für Projekte zu Gunsten Kindern in ihrer Heimat fortgeführt wird. Und bereits jetzt konnten Christian Wolf und Tobias Wolf dem SPZ zusichern, auch bei den nächsten Großprojekten unterstützend zur Seite zu stehen.

Wer sich selbst ein Bild von der Arbeit des Sozialpädiatrischen Zentrums machen möchte, der kann dies am 21. September ab 11 Uhr tun. Nach einem Festakt anlässlich des 5-jährigen Bestehens des SPZ werden bei einem Tag der Offenen Tür die Räumlichkeiten und die Angebote des Sozialpädiatrischen Zentrums genauer vorgestellt. Am 9 November steht dann wieder das jährliche Fachsymposium des SPZ für Kooperationspartner und Fachpersonen in der OTH Weiden auf dem Programm.