News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Überraschung für die Palliativstation

Jahrgang 1933/1934 der Max-Reger-Schule Weiden spendet 700 Euro

Über Spenden freut man sich nicht nur bei der Palliativstation am Klinikum Weiden immer – umso größer aber ist die Freude, wenn es sich dabei auch noch um eine Überraschung handelt. So geschehen vor einigen Tagen, als Heribert Schreyer und Max Strehl unangekündigt vorbeikamen, um der Palliativstation und der Ärztlichen Leiterin Dr. Stephanie Kuchlbauer 700 Euro zu überreichen.

Die beiden 87-Jährigen erklärten, dass das Geld aus der Kasse des Jahrgangs 1933/1934 der Max-Reger-Schule in Weiden stammt. In den vergangenen Jahren wurde der Kreis der ehemaligen Mitschüler beim regelmäßigen Stammtisch und den Schülertreffen immer kleiner. So kam man zum Entschluss, den Überschuss in der Kasse an die Palliativstation zu spenden – als Zeichen des Dankes und der Bewunderung für die Arbeit des Teams.

Dr. Stephanie Kuchlbauer war von der unangekündigten finanziellen Unterstützung mehr als überrascht: „Die beiden Herren standen spontan vor der Tür und haben uns die 700 Euro in die Hand gedrückt. Die ganze Aktion war mehr als sympathisch und wir können uns dafür nur außerordentlich bedanken!“

 

 

Finanzielle Unterstützung bei wissenschaftlicher Pionierarbeit

Rotary Club Weiden spendet 10.000 Euro für Antikörper-Studie der Kliniken Nordoberpfalz AG

Der Rotary Club Weiden hat die wissenschaftlichen Aktivitäten der Kliniken Nordoberpfalz AG mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt und damit einen wichtigen Baustein für die Durchführung der Antikörper-Studie des Klinikverbunds bereitgestellt. Rund 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Weiden und Tirschenreuth haben sich an der Studie beteiligt, die derzeit wissenschaftlich ausgewertet wird.

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, stellvertretender Medizinischer Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, wies darauf hin, dass am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth in den vergangenen Monaten vermutlich die meisten Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung stationär behandelt wurden. Dadurch bestand auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser ein erhöhtes Risiko der Infektion. „Wir konnten diese enorme Herausforderung nur durch den engagierten Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen bewältigen. Jetzt wollen wir ihnen die Chance bieten, zu wissen, ob sie Antikörper gebildet haben. Im Vergleich zu Mitarbeitern der WITRON Group am Standort Parkstein wird wissenschaftlich untersucht, ob bei dem Krankenhauspersonal eine erhöhte Infektionsrate vorliegt. Mit den Ergebnissen der Studie können wir dann unsere präventiven Maßnahmen weiter ausbauen und optimieren“, ergänzte Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Prof. Dr. Christian Paetzel, Ärztlicher Direktor der Region Süd, stellte weitere Details der Studie vor. An beiden Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG, die getestet wurden – also Weiden und Tirschenreuth – haben mehr als 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit der Testung wahrgenommen. Zum Teil wurden in Weiden an einem Tag rund 480 Blutentnahmen durchgeführt. Als Kooperationspartner für die Studie konnte die WITRON Group in Parkstein gewonnen werden, die aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl eine ideale „Vergleichsgruppe“ bildet, um das Infektionsrisiko des Krankenhauspersonals mit der Infektionsrate einer gleich großen Zahl an Personen eines großen, mittelständischen Unternehmens derselben Region zu vergleichen. Rechnet man die bei der WITRON Group in Parkstein getesteten Personen mit ein, können für die Studie damit rund 2.900 Blutproben ausgewertet werden. „Wir alle befinden uns in einer wissenschaftlichen Pioniersituation. Sollte eine nächste Welle kommen, wollen wir wieder alles richtig machen, so wie in den letzten Monaten“, so Prof. Dr. Paetzel.

Dass man bei der Finanzierung der Studie helfen wolle, darüber war man sich beim Rotary Club Weiden schnell einig. Präsident Reinhold Gietl wies darauf hin, dass „die Leistungen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG in den vergangenen Monaten gezeigt haben, auch überregional Aufmerksamkeit erlangt haben“. Daher unterstütze man das Projekt gerne mit einer Spende über 10.000 Euro. „Wir freuen uns, regional helfen zu können“, so Reinhold Gietl.

Für den Rotary Club war es nicht die erste Unterstützung für die Kliniken Nordoberpfalz AG in Zeiten der Corona-Pandemie. In der Hochphase der Krise stellte man dem Personal eine Reihe von Obstkörben zur Verfügung, die nicht nur der Stärkung dienten, sondern auch als besonderer Dank für den wichtigen Einsatz in dieser schwierigen Zeit galten.

 

 

Mehr als zehn Jahre Unterstützer und Anwalt bei ethischen Fragen

Dr. Manfred Hausel, Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees, nach mehr als zehn Jahren an der Spitze verabschiedet – Dr. Stephanie Kuchlbauer übernimmt Leitung

Er war mehr als zehn Jahre lang Vorsitzender und Gesicht des Klinischen Ethikkomitees der Kliniken Nordoberpfalz AG – Dr. Manfred Hausel. Nach insgesamt zwölf Jahren an der Spitze des KEK gibt er diese Position jetzt weiter an die Ärztliche Leiterin der Palliativstation, Dr. Stephanie Kuchlbauer. Zuvor wurde dem früheren Chefarzt und Ärztlichen Direktor in seiner letzten Sitzung als KEK-Vorsitzender in einer kleinen Feierstunde für seine Leistungen und Verdienste gedankt.

Dr. Manfred Hausel war bei der Gründung des KEK im Jahr 2008 der Motor und die große Triebfeder – im Vordergrund stand für ihn von Anfang an der Patient als Mensch: „Wir als Ethikkomitee haben uns immer als Unterstützer und Helfer für Patienten und Mitarbeiter gesehen mit dem Ziel, die Würde und den Willen der Patienten einzuhalten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Beachtung von Patientenverfügungen. Mich freut es außerordentlich, dass wir hier sehr viel erreichen konnten und uns nicht nur bei den Patienten und Angehörigen, sondern auch bei den Mitarbeitern als Ansprechpartner bei schwierigen Entscheidungen anerkannt sind und uns etablieren konnten.“

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, stellvertretender Medizinischer Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, bedankte sich beim langjährigen Vorsitzenden des KEK für dessen Leistungen in den vergangenen Jahren: „Du hast nach deiner beruflichen Laufbahn nicht einfach aufgehört, sondern weitergemacht und neue Projekte angestoßen, so wie das Ethikkomitee. Dabei hast du immer Zeit für die Patienten und Angehörigen gefunden. Mit deiner menschlichen Art, hohen fachlichen Qualität und deinem Engagement hast Du damit nicht nur unzählige Menschen in schweren Stunden unterstützt, sondern auch unseren Klinikverbund weit vorangebracht“, so Prof. Dr. Dietl.

Seit der Gründung im Jahr 2008 bietet das Klinische Ethikkomitee der Kliniken Nordoberpfalz AG ein Forum für die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im klinischen Alltag. Neben der Entwicklung von Leitlinien, der Organisation von Fortbildungen zu aktuellen Themen der Medizinethik oder dem jährlichen Ethiktag stellt die Ethikberatung im klinischen Alltag die wohl wichtigste Aufgabe des Ethikkomitees dar. „Wir konnten in den vergangenen Jahren sehr oft in schwierigen Situationen weiterhelfen und dazu beitragen, dass der Wille und die Autonomie der Patienten berücksichtigt wurde“, bilanzierte Dr. Manfred Hausel, der sich bei den Mitgliedern des KEK für ihre aktive Mitarbeit und die Hilfe bei der Umsetzung verschiedener Projekte bedankte.

Über das KEK wurden die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch im Alltag bekannter gemacht. Besonders hob der langjährige Vorsitzende dabei die Gestaltung des Intensivtagebuchs hervor, das an Angehörige von Patienten ausgegeben wird, die intensivmedizinisch betreut werden. Während des Aufenthalts auf der Intensivstation können Pflegende, Ärzte, Seelsorger und Angehörige diese Zeit dokumentieren. „Wir haben dieses Buch im Jahr 2010 für die Intensivstationen am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth erstellt und schnell gesehen, wie gut es von allen Beteiligten angenommen wird, weil es eine große Hilfe für alle sein kann, diese schwere Zeit zu verarbeiten“, so der langjährige Vorsitzendes des Ethikkomitees. Während der Corona-Pandemie wurde das Intensivtagebuch auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CoVid-Intensivstationen genutzt, um die Belastungen und Herausforderungen dieser schwierigen Situation besser verarbeiten und persönliche Gefühle festhalten zu können.

Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter bei ethischen Fragestellungen sein – das bleibt weiterhin Hauptaufgabe des Klinischen Ethikkomitees, das von nun an von der leitenden Ärztin der Palliativstation am Klinikum Weiden, Dr. Stephanie Kuchlbauer, geführt wird. Auch sie bedankte sich bei Dr. Manfred Hausel für die vergangenen Jahre im KEK: „Gerade die Zusammenarbeit zu Zeiten von Corona war noch einmal ein Meilenstein für die Arbeit des Ethikkomitees. Dr. Hausel hat dem KEK viel Zeit geschenkt und diese wünschen wir ihm nun für sich, seine Familie und seine Freunde“, so die neue Vorsitzende des KEK, die dem langjährigen Leiter unter anderem ein ganz besonderes Intensivtagebuch überreichte – mit Wünschen und persönlichen Worten aller KEK-Mitglieder und langjähriger Wegbegleiter.

 

 

Kliniken Nordoberpfalz AG bedankt sich für Spenden aus der Region

Verschiedene Oberpfälzer Unternehmen spenden mehr als 50.000 Euro für Sicherung hochwertiger Schlaganfallversorgung während Corona-Pandemie

Während der Hochphase der CoVid-19-Pandemie wurden am Klinikum Weiden viele Intensivkapazitäten ausschließlich für CoVid-19-Patienten genutzt und speziell für diese freigehalten. Aufgrund dieser Verordnung des Freistaats, die bis vor einige Wochen galt, musste die Stroke Unit, auf der Schlaganfallpatienten versorgt werden, kurzfristig räumlich verlagert werden. Um die Versorgung dieser Patienten weiterhin gewährleisten zu können, wurde Equipment für mehr als 50.000 Euro angeschafft. Hierbei wurde die Kliniken Nordoberpfalz AG von verschiedenen Unternehmen und Einzelpersonen der Region finanziell unterstützt. Jetzt bedankte sich der Klinikverbund bei den Spendern.

Dr. Thomas Egginger dankte den Unternehmen und Privatpersonen aus der Region für die schnelle und unbürokratische kurzfristige Hilfe. „Durch Ihre Spenden konnten wir weiterhin eine hochwertige Schlaganfallversorgung am Klinikum Weiden gewährleisten. Dafür gilt Ihnen unser tiefster Dank“, so der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, der auch die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikverbunds während der Corona-Pandemie hervorhob: „Was unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit geleistet haben, ist außerordentlich. Auch bei Ihnen können wir uns nur bedanken.“

Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, sowie Dr. Michael Angerer, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Stroke Unit, erklärten, dass durch die getroffenen Maßnahmen und die finanzielle Unterstützung eine räumlich strikt getrennte intensivmedizinische Behandlung von CoVid-19-Patienten und anderen ebenfalls intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten erfolgen konnte. „Durch die Vorhaltung spezieller Intensivstationen mussten Patienten mit Schlaganfall, die zuvor ebenfalls auf dieser Intensivstation versorgt wurden, auf eine andere Station ausweichen, die nicht wie eine Intensivstation ausgestattet war. Nur auf diesem Weg konnte die entsprechende Zahl an Intensivkapazitäten vorgehalten werden und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung von Schlaganfallpatienten gewährleistet werden“, betonten die Chefärzte. Durch die finanzielle Unterstützung konnten vier Patientenzimmer mit medizinischem Monitoring sowie einer Zentralüberwachung ausgestattet werden.

Die Spender im Überblick:

  • Klaus Conrad Stiftung 10.000 €
  • BHS Corrugated GmbH 10.000 €
  • Constantia Pirk GmbH 10.000 €
  • Förderverein für Schwerkranke e.V. 10.000 €
  • Volksbank Raiffeisenbank Bürgerstiftung 5.000 €
  • Energietechnik Dobmeyer GmbH 3.000 €
  • Sparkasse Oberpfalz Nord 3.000 €
  • Reinhold Bayer 1.000 €

 

 

Neue Besucherregelung für Häuser der Kliniken Nordoberpfalz AG

Weiterhin hohe Sicherheitsstandards zum Schutz von Patientinnen und Patienten

Ab Montag, 29. Juni, wird die vom Ministerium vorgegebene Besucherregelung in Krankenhäusern außer Kraft gesetzt. Dadurch werden individuelle Regelungen in den Häusern möglich – auch bei der Kliniken Nordoberpfalz AG. Neben einer längeren Besuchszeit ist es ab diesem Zeitpunkt auch mehreren Angehörigen möglich, Patienten zu besuchen – wenn auch nicht zum gleichen Zeitpunkt. Viele Sicherheitsmaßnahmen werden aber weiterhin strikt eingehalten.

Seit Mitte März galten die strengen Besucherregeln für die Häuser des Klinikverbunds. Weiterhin gilt, dass Besuche zu den bisherig bekannten Zeiten (Klinikum Weiden: 10:00-19:00 Uhr, Krankenhaus Tirschenreuth: 09:00-16:30 Uhr) möglich sind und alle Besucher während ihres Aufenthaltes einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen. Auch die Registrierung an der Pforte wird fortgesetzt. „All diese Maßnahmen dienen wie schon in den vergangenen Wochen weiterhin der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten, daher werden wir diesen Weg auch konsequent weiter so beschreiten“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. CoVid-19-positive Patienten dürfen – wie schon zuvor – nicht besucht werden.

Darüber hinaus gibt es viele Lockerungen: so wird ab Montag die bisherige Besuchsdauer von bisher maximal 45 Minuten auf zwei Stunden erhöht. Außerdem können Patienten, die bisher nur von einer festen Kontaktperson besucht werden durften, zukünftig Besuch von mehr Personen erhalten – allerdings nicht zum gleichen Zeitpunkt. „Wir freuen uns, dass wir die Besuchsmöglichkeiten langsam ausweiten können, bitten aber weiterhin darum, die Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen strikt einzuhalten. Das ist elementar für die Gesundheit unserer Patienten, Besucher und Mitarbeiter“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Die neuen Regelungen gelten für alle Häuser des Klinikverbunds – sowohl im akutstationären Bereich als auch in der Geriatrischen Rehabilitation in Erbendorf, wo seit Mitte Juni wieder der Regelbetrieb angelaufen ist. Hier gilt eine individuelle Regelung.

 

 

Sicherheit höchste Priorität

Besucherregelung bleibt bis auf Weiteres bestehen

Die Zahl stationärer Patienten in der nördlichen Oberpfalz mit bestätigter CoVid-19-Infektion oder einem Verdacht darauf hat sich stark verringert. Eine Entwicklung, die man auch in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG mit Freude aufnimmt. Die Aufhebung des Katastrophenfalls hat bis auf weiteres aber nur geringe Auswirkungen auf den Klinikalltag.

Die sinkenden Infektionszahlen schlagen sich auch in der Belegung in den Häusern des Klinikverbunds nieder. Verdachtsfälle oder bestätige CoVid-19-Infektionen werden inzwischen nur noch auf zwei Stationen behandelt (intensivmedizinische und normal pflegerische Betreuung). Auch die Zahl der Corona-Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, ist fast vollständig zurückgegangen. Weiterhin werden, entsprechend der Ministerialverfügung, Kapazitäten zur Intensiv-Behandlung von CoVid-19-Patienten freigehalten. Davon abgesehen ist auf fast allen Stationen unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen der Regelbetrieb möglich.

Unabhängig davon trifft sich die CoVid-19-Koordinierungsgruppe der Kliniken Nordoberpfalz AG weiterhin täglich von Montag bis Freitag. Dabei steht derzeit unter anderem die Besucherregelung im Fokus. „Aus Gründen der Patientensicherheit werden wir daher den vor einigen Wochen eingeschlagenen Weg fortsetzen und bitten hier um Verständnis bei unseren Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger. Die Beibehaltung dieser Regelung wird auch von den Gesundheitsämtern der Region als positiv bewertet.

Damit sind in den Häusern des Klinikverbunds auch weiterhin ausschließlich Besuche während der bekannten Öffnungszeiten für eine feste Kontaktperson bei einer Besuchsdauer von maximal 45 Minuten möglich. Alle Besucherinnen und Besucher werden namentlich registriert und dokumentiert. Aus Sicherheitsgründen können CoVid-19-positive Patienten und Verdachtsfälle weiterhin nicht besucht werden. „Wir betreuen viele schwer kranke und immungeschwächte Patientinnen und Patienten in unserem Haus, deren Sicherheit für uns höchste Priorität hat. Daher gelten die bestehenden Regelungen auch weiterhin“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Intern wurden bereits verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten der Besuchsregelung – wie die Ausweitung auf mehrere Kontaktpersonen oder eine Verlängerung der Besuchsdauer – geprüft. Bevor diese jedoch in Kraft treten können, müssen detaillierte Informationen seitens des Ministeriums vorliegen. Vor der Anwendung der neuen Regelung folgt zudem eine abschließende Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Eine Sonderregelung besteht weiterhin für die Kinderklinik, in der beide Sorgeberechtigten ihr Kind ohne Begrenzung besuchen können.

 

 

Geburtshilfe Tirschenreuth nimmt Betrieb wieder auf

Strikte Richtlinien zur Infektionsprävention

Ab kommenden Montag, den 15. Juni, nimmt die Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth den Betrieb wieder vollumfänglich auf. Ab diesem Zeitpunkt sind nach mehreren Monaten wieder Geburten in Tirschenreuth möglich. Auch hier gelten – wie in allen anderen Bereichen – aber strikte Richtlinien zur Infektionsprävention.

Das Aufkommen an Patienten mit einer bestätigten CoVid-19-Infektion oder einem Verdacht darauf ist in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG stark zurückgegangen. Auch in Tirschenreuth ist unter strenger Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen der Regelbetrieb in der Inneren Medizin, Chirurgie, Traumatologie und Gynäkologie wieder angelaufen – und jetzt auch in der Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth. Denn das dortige Team steht am Montag, den 15. Juni, wieder in vollem Umfang zur Verfügung. „Wir können uns nur dafür bedanken, wie toll unsere Patientinnen am Klinikum Weiden von den Hebammen, dem pflegerischen und ärztlichen Personal und allen weiteren beteiligten Bereichen betreut wurden. Wir haben uns sehr gefreut, dass unsere Patientinnen dort entbinden konnten und danken für das Verständnis. Jetzt freuen wir uns aber darüber, dass wir wieder für unsere Patientinnen hier in Tirschenreuth da sein können“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Rüth.

Auch werdende Väter können am Krankenhaus Tirschenreuth bei der Entbindung im Kreißsaal dabei sein. Einen Ausschluss der Väter von der Geburt, wie es in vielen anderen Häusern gehandhabt wird und wurde, gibt es bei der Kliniken Nordoberpfalz AG nicht.

In den vergangenen Monaten waren am Krankenhaus Tirschenreuth keine Entbindungen möglich, um Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-19-Patientinnen und Patienten zu schaffen. Werdende Mütter wurden in dieser Zeit weiterhin über das MVZ St.-Peter-Straße in Tirschenreuth ambulant versorgt, für Entbindungen aber an das Klinikum Weiden verwiesen.

 

 

Weiterer Schritt in Richtung Normalität

Diagnostikzelt am Klinikum Weiden wird vollständig zurückgebaut

Rund sechs Wochen lang wurden im Diagnostikzelt neben der Notaufnahme am Klinikum Weiden, das mit großer Unterstützung des überörtlichen Krisenstabs ermöglicht wurde, CoVid-19-Erkrankte und -Verdachtsfälle untersucht und bei stationärem Behandlungsbedarf direkt einer Station am Klinikum Weiden zugewiesen, um die Notaufnahme zu entlasten. Jetzt wird das Zelt schrittweise abgebaut.

Am 23. März ging das Diagnostikzelt in Betrieb und wurde rund sechs Wochen lang, auch an Wochenenden, voll betrieben. Seit einigen Wochen hat sich die Zahl der Infizierten und entsprechend nötige Versorgungssituation aber so weit entspannt, dass auch die Behandlung und Untersuchung von CoVid-19-Erkrankten und -Verdachtsfällen in den üblichen Räumen der Notaufnahme erfolgen konnte. „Das Diagnostikzelt wurde genau zum richtigen Zeitpunkt aufgebaut. Für uns war es elementar wichtig, damit wir die Versorgung von konservativen und chirurgischen Notfall-Patienten ohne eine bestätigte Infektion oder Verdacht auf CoVid-19 in der Notaufnahme gewährleisten und auch unter höchster Belastung aufrechterhalten konnten. Wir haben hier enorme Erfahrungen gesammelt, die wir – sollte es nötig sein – schnellstmöglich wieder anwenden können“, betont Dr. Andreas Pohl, Chefarzt der Notaufnahme am Klinikum Weiden.

Die mehrwöchige Maßnahme wurde sowohl von Patienten als auch Personal äußerst positiv wahrgenommen und hat sich bewährt, da die Notaufnahme bei der Behandlung von Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen entlastet werden konnte. Aufgrund der guten Entwicklung der gesamten Situation kann deren Behandlung seit einiger Zeit wieder in den gewohnten Räumen durchgeführt werden. Konservative und chirurgische Notfallpatienten werden dabei strikt getrennt von Patienten mit CoVid-19-typischen Symptomen behandelt.

Betrieben wurde das Zelt in der Hochphase der Pandemie sowohl durch Personal der Zentralen Notaufnahme als auch die Mithilfe vieler freiwilliger Helfer. „Wir haben hier enorme Unterstützung aus anderen Bereichen unseres Klinikverbundes erhalten, aber auch von vielen externen Ärzten, dem Bayerischen Roten Kreuz, dem THW und vielen mehr. Hierfür können wir uns nur außerordentlich bedanken“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG. Nach dem Abbau der medizinischen und technischen Infrastruktur blieb das Zelt noch einige Zeit bestehen, um im Fall einer erneuten Infektionswelle eine Wiederinbetriebnahme innerhalb kürzester Zeit ermöglichen zu können.

 

 

Neuer Krankenhausleiter mit viel Dynamik

Timo Sonntag ab sofort Krankenhausleitung in der Region Nord / West bei der Kliniken Nordoberpfalz AG

Nach der Besetzung der Krankenhausleitung der Region Süd hat die Kliniken Nordoberpfalz AG jetzt auch in der Region Nord / West diese für die neue Führungsstruktur wichtige Position neu besetzt. Denn ab sofort liegt diese Verantwortung bei Timo Sonntag. Der 28-Jährige wurde jetzt am Krankenhaus Tirschenreuth offiziell begrüßt, unter anderem von der Geschäftsführung des Klinikverbunds, Chefärzten, Landrat und Bürgermeister. Sonntag folgt damit auf die bisherige Krankenhausleiterin Claudia Kost, die von Oktober 2015 bis zum jetzigen Zeitpunkt diese herausfordernde Position bekleidet hat. Die bisherige Leiterin der Region West, Carina Ascherl, befindet sich derzeit in Elternzeit und wird nach ihrer Rückkehr bestimmte Bereiche weiter führen.

Nach einem Bachelor-Wirtschaftsstudium mit den Vertiefungsthemen Medizin und Gesundheitswesen absolvierte Sonntag den MBA Health Care Management an der Universität Bayreuth mit den Schwerpunkten Intersektorale Versorgung und Krankenhausmanagement. Im Anschluss daran war er als Kaufmännischer Geschäftsführer in einem Klinik- und Praxisverbund und zuletzt als Kaufmännischer Leiter der Helios Klinik München Perlach tätig. „Ich freue mich darauf, die Häuser unseres Klinikverbunds langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln. Wir haben hier großes Potential, das wir jetzt ausschöpfen wollen“, so der 28-Jährige, der zudem über große Erfahrung im Bereich des Qualitätsmanagements verfügt.
Jetzt wurde der neue Klinikleiter auch offiziell am Standort Tirschenreuth begrüßt. Vorstand Dr. Thomas Egginger betonte dabei die Wichtigkeit der Position des Krankenhausleiters im neuen Organigramm der Kliniken Nordoberpfalz AG und freute sich über die Besetzung mit Timo Sonntag: „Er bringt umfangreiche Kenntnisse aus dem Gesundheitswesen mit in die Region und hat bereits Führungsverantwortung im medizinischen Bereich übernommen. Das wir ihn gewinnen konnten, ist ein sehr wichtiger Schritt für uns“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Landrat Roland Grillmeier erklärte, dass ein Krankenhausleiter gefunden wurde, der die Weiterentwicklung in der Region und auch am Standort Tirschenreuth vorantreiben wird. „Die Bevölkerung hat Vertrauen in die Krankenhäuser der Region. Sie waren unser Fels in der Brandung während der Corona-Pandemie und sind es noch immer“, so Grillmeier. Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl bestätigte dies und betonte, dass das Krankenhaus in Tirschenreuth viel Potential in sich berge: „Wir haben ein tolles Personal mit bestens vorhandener Fachkompetenz. Darauf können wir stolz sein!“

 

 

Lage entspannt sich

Zahl neuer Patienten mit bestätigter CoVid-19-Infektion reduziert sich merklich

Die Zahl neuer Patienten mit bestätigter CoVid-19-Infektion oder einem Verdacht darauf reduziert sich merklich – das zeigt sich auch in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG. Positive oder Verdachts-Patienten werden am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Tirschenreuth in speziellen Bereichen behandelt. In vielen anderen Abteilungen ist der Regelbetrieb hingegen seit mehreren Tagen wieder erfolgreich angelaufen – wenn auch in reduziertem Umfang.

Mitte März wurden mit Beginn der Corona-Pandemie alle elektiven Eingriffe in den Häusern des Klinikverbunds abgesagt – nur Notfälle und dringliche Operationen wurden in dieser Zeit durchgeführt. Seit zwei Wochen werden nun auch wieder elektive Eingriffe – stationär wie ambulant – vorgenommen, was einen Schritt zurück zum Regelbetrieb darstellt.

Noch immer werden bestimmte Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-Verdachtsfällen oder bestätigten Infektionen zurückgehalten werden. Hier hält sich der Klinikverbund eng an die Vorgaben des Freistaats. Am Klinikum Weiden betrifft dies zwei Normal- und eine Intensivstation, am Krankenhaus Tirschenreuth steht ebenfalls ein definierter separater Bereich für Verdachts- und bestätigte Fälle bereit. Alle Bereiche sind klar voneinander getrennt und werden von fest zugeteiltem Personal betreut. Die Krankenhäuser in Kemnath und Vohenstrauß sind bereits seit mehreren Tagen CoVid-frei. „Die Situation hat sich in allen Bereichen so weit entspannt, dass wir den Regelbetrieb wieder in gewissem Maß abbilden können. Wir haben für all unsere Häuser strikte Konzepte erarbeitet, mit denen wir CoVid-positive und -negative Patienten sowie Verdachtsfälle voneinander trennen können. Das ermöglicht uns, dass viele Stationen wieder annähernd wie zuvor genutzt werden können“, so Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Da sich die Lage wieder entspannt, werden auch die angebotenen Telefonhotlines für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG sowie ihre Kinder zurückgefahren. „Unser Team konnte hier einige wirklich wichtige und gute Gespräche führen und Hilfe vermitteln. Sollten Kolleginnen oder Kollegen weiterhin Unterstützung brauchen, können sie die jeweiligen Psychologen und anderen Bereiche aber weiterhin regulär erreichen“, so Elisabeth Eißner, Ärztliche Direktorin der Region Nord.

Bewährt hat sich in den vergangenen Wochen auch die Besucherregelung in allen Häusern des Klinikverbunds mit Besuchszeiten von 10 bis 19 Uhr für eine feste Kontaktperson bei einer Besuchsdauer von maximal 45 Minuten. Alle Besucherinnen und Besucher müssen zudem namentlich registriert und dokumentiert werden. „Wir werden den eingeschlagenen Weg mit den festen Besucherzeiten auch weiterhin beschreiten. Eine Sonderregelung besteht weiterhin für die Kinderklinik, in der beide Sorgeberechtigten ihr Kind ohne Begrenzung besuchen dürfen“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger.