News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Demonstration von Solidarität

Berufsverbände der Gemeindereferenten und Pastoralreferenten des Bistums Regensburg spenden 7.250 Euro an Kliniken Nordoberpfalz AG

Ein Zeichen setzen für die, die sich Tag für Tag den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie stellen – das haben die Berufsverbände der Gemeindereferenten und -referentinnen sowie der Pastoralreferenten und -referentinnen des Bistums Regensburg mit der Aktion „Corona Solidarität“ getan. Jetzt konnte eine Spende über 7.250 Euro an die Kliniken Nordoberpfalz AG übergeben werden.

Alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Regensburg (Gemeindeassistenten/innen, Gemeindereferenten/innen, Pastoralassistenten/innen und Pastoralreferenten/innen) wurden von ihren Berufsverbänden vor einigen Wochen zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen, um Solidarität für Menschen zu zeigen, die besonders mit der Corona-Krise konfrontiert sind.

Insgesamt kamen so rund 15.000 Euro zusammen. Ein Teil davon geht an ein Soforthilfeprojekt auf den Philippinen, der andere Teil an die Kliniken Nordoberpfalz AG. „Uns war wichtig, dass ein Teil der Spende auch in unserem Bistum bleibt. Die Nordoberpfalz gehört zu den bundesweit am stärksten betroffenen Gebieten der Corona-Pandemie. Hier wollen auch wir unseren Beitrag leisten und dem Klinikverbund als Dank für den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanziell unterstützen“, erklären Ulrich Frey (Gemeindereferent aus Arzberg) und Hans Stelzl (Pastoralreferent aus Bärnau). Klinikseelsorger und Pastoralreferent Helmut Brandl hatte auf die großen Herausforderungen für die Kliniken Nordoberpfalz AG hingewiesen – zum Beispiel hinsichtlich der enormen Preissteigerungen für persönliche Schutzausrüstung.

„Wir bedanken uns für diese Unterstützung, die wir sowohl für Schutzausrüstungen wie Masken oder Kittel, aber auch für Labordiagnostik nutzen werden, um noch schneller und effizienter Testungen für unsere Patienten und unser gesamtes Personal durchführen zu können“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz AG.

 

 

Positives Fazit nach erstem Besucher-Wochenende

Stufenkonzept zur Rückkehr in den Regelbetrieb

Am vergangenen Wochenende, 10. Mai, waren in fast allen Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG wieder Besuche erlaubt. Die Erfahrungen dieser ersten Tage sind dabei positiv. Doch nicht nur hinsichtlich der Besucher, sondern auch für den Alltag werden derzeit Stufenkonzepte zur Rückkehr in den Regelbetrieb erstellt – wenn auch in reduziertem Umfang.

An den akutstationären Standorten in Weiden, Tirschenreuth, Kemnath und Vohenstrauß konnten am vergangenen Wochenende erstmals wieder Patientinnen und Patienten besucht werden, wenn auch weiter unter strikten Vorgaben. Die dafür getroffenen Vorbereitungen stellten sich dabei als gelungen dar. „Wir freuen uns darüber, dass unsere Patientinnen und Patienten erstmals wieder Besuch empfangen konnten. Außerdem wollen wir uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr großes Verständnis hinsichtlich der Einhaltung der relevanten Schutzmaßnahmen, aber auch die begrenzte Zeit des Besuchs der Patienten sowie die Dokumentation, die beim Eintritt in die Häuser nötig ist, bedanken“, so Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Als positiv stellte sich, gerade beim ersten großen Andrang am Samstag die Zusammenarbeit zwischen der Rezeption und dem Sicherheitsdienst dar. „Wir konnten alle Herausforderungen recht schnell und unproblematisch lösen. Wir möchten aber noch einmal darauf hinweisen, dass jeder Patient nur von einer festen Kontaktperson besucht werden kann – und auch das nur einmal am Tag“, betont Renata Thaller, Leiterin der Rezeption am Klinikum Weiden. Die Nutzung der Besucherausweise wurde an allen Standorten gut angenommen und dass Besuche von Covid-19-positiv getesteten Patienten oder Verdachtsfällen nicht möglich waren, stieß ebenfalls auf viel Verständnis.

Die Änderung der Besucherregelung ist einer von vielen Schritten auf dem Weg zurück zu mehr Normalität. Dazu gehört auch der teilweise Rückbau des Diagnostik-Zelts am Klinikum Weiden, das zu einer Entlastung der Notaufnahme bei der Behandlung von Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen genutzt wurde. „Die Situation hat sich weitestgehend entspannt, so dass wir hier seit einigen Tagen alle Abläufe wie vorgesehen über die Notaufnahme abbilden können“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Medizinische und technische Infrastruktur wurden inzwischen entfernt, das Zelt selbst bleibt allerdings noch weiter vor Ort. „Sollte sich die Infektionslage wieder verschärfen, können wir in kürzester Zeit wieder umstellen“, so Hutzler.

Im Klinikverbund laufen in der Zwischenzeit die Vorbereitungen auf die Zeit ab 18. Mai auf Hochtouren. Dieses Datum markiert einen weiteren Meilenstein, denn ab dann sind elektive Eingriffe wieder erlaubt. Bisher wurden nur Notfall-Operationen und dringliche Eingriffe, zum Beispiel bei Tumoren, durchgeführt. Dieses Angebot wird ab dem genannten Datum ebenso ausgebaut wie ambulante Therapien, zum Beispiel in der Schmerztagesklinik, wo bereits Einzelsprechstunden stattfinden – unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen natürlich.

Für alle akutstationären Häuser wurden strikte Konzepte zur Trennung von Patienten erarbeitet, so dass CoVid-19-Patienten auf speziellen Stationen gesammelt und dort behandelt werden können. Dadurch können viele Stationen wieder wie zuvor genutzt werden. Jeder neu aufgenommene stationäre Patient wird vorab auf CoVid-19 getestet. Corona-Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, werden inzwischen auf eine Intensivstation konzentriert. „Durch all diese Maßnahmen ist ab 18. Mai wieder ein Regelbetrieb in reduziertem Umfang möglich. Wir werden die Bereiche dann stufenweise wieder hochfahren“, so Michaela Hutzler, die in Kürze die niedergelassenen Fach- und Hausärzte über weitere Details der Abläufe an allen Standorten informieren wird.

 

 

Patientenbesuche wieder möglich

Änderung der Besuchsregelungen ab Samstag

Noch immer bleibt die Corona-Pandemie dominierendes Thema in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG. Doch das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern wird gelockert: ab dem Wochenende sind wieder Besuche von einer definierten Kontaktperson innerhalb eines festen Zeitraums erlaubt – unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Ab Samstag, den 9. Mai, können Patientinnen und Patienten von einer festen Kontaktperson besucht werden. Ein Besuch von Corona-Infizierten oder auch Verdachtsfällen ist dabei nicht erlaubt. Die geltenden Hygieneregeln mit einem Abstand von 1,5 Metern sowie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung müssen zwingend beachtet werden. Auch die Hände müssen beim Eingang in die Häuser desinfiziert werden. „Sollten Sie sich krank fühlen oder gar Symptome einer Corona-Erkrankung zeigen, verzichten Sie bitte auf einen Besuch Ihrer Angehörigen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin.

Davon abgesehen sind Besuche in der Zeit zwischen 10 und 19 Uhr möglich (letzter Einlass 18:30 Uhr). So kann auch berufstätigen Personen ein Besuch ermöglicht werden. Wer es sich einrichten kann, sollte die Besuchszeiten außerhalb der Stoßzeiten am Nachmittag einplanen. „Wir freuen uns, dass unsere Patientinnen und Patienten jetzt wieder Besuch empfangen können. Gleichzeitig müssen wir aber darauf achten, nicht zu viele Besucher gleichzeitig im Haus zu haben. Daher haben wir uns für eine Begrenzung der Besuchszeit auf 45 Minuten sowie eine Maximalzahl an Besuchern im Haus entschieden“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger. Nicht nur die Besuchsdauer, auch die Anzahl der Besucher in den Häusern des Klinikverbunds ist begrenzt: für das Klinikum Weiden sind 60 Personen zeitgleich zugelassen, an den Krankenhäusern Tirschenreuth und Kemnath 20, in Vohenstrauß 10. Aus diesem Grund sind auch Wartezeiten möglich.

Alle Besucher müssen namentlich in den Häusern registriert und dokumentiert werden. Beim ersten Besuch erhält die feste Kontaktperson deshalb einen Besucherausweis, der ausgefüllt, an der Rezeption abgegeben und nach dem Besuch wieder abgeholt werden soll. Damit kann die aktuelle Zahl der Besucher im Haus ständig im Blick überhalten werden.

Die bisher geltenden Besuchsregelungen für die Kinderklinik, wonach beide Elternteile besuchsberechtigt sind, bleiben von der Änderung unberührt. Dies gilt auch für die Begleitung in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Geburten. Ambulante oder vorstationäre Patienten sind von der neuen Regelung ebenso ausgenommen und erhalten entsprechend der Meldeliste der jeweiligen Abteilungen Zutritt zum Haus. Auch hier gelten weiterhin die bisherigen Hygienemaßnahmen.

Für Patientinnen und Patienten, die derzeit in der Steinwaldklinik Erbendorf im Rahmen einer Kurzzeitpflege versorgt werden, kann leider keine Besucherregelung angeboten werden, da hier hauptsächlich CoVid-19-Erkrankte und damit als infektiös geltende Personen betreut werden.

 

Grundsätzliche Informationen:

  • jeder Patient darf einmal täglich von einer festen Person während der Besuchszeit (10 – 19 Uhr) besucht werden
  • maximale Besuchsdauer: 45 Minuten
  • kein Besuch von Corona-Patienten oder -Verdachtsfällen erlaubt
  • Zugang nur über Haupteingang (Tiefgarage am Klinikum Weiden ist gesperrt; Empfehlung: Nutzung des Parkplatzes am Augustiner-Seminar)
  • wichtig: bitte kein Besuch bei eigener Krankheit oder Krankheitsverdacht!

 

 

Griechisches Dankeschön für Klinikverbund

Griechische Gastronomen schnüren Gutscheinpaket über 2.750 Euro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG – Zusätzlich spezielle Aktion des Restaurants Mythos in Mitterteich für das Krankenhaus Tirschenreuth

Dass Solidarität kulinarische Grenzen überspringen kann, das haben elf griechische Gastronomen der nördlichen Oberpfalz bewiesen: denn sie haben der Kliniken Nordoberpfalz AG insgesamt 275 Gutscheine im Wert von 10 Euro für das Personal übergeben. Speziell für das Krankenhaus Tirschenreuth hat sich das Restaurant Mythos in Mitterteich zusätzlich eine kulinarische Überraschung einfallen lassen.

Es solle ein besonderer Dank an das gesamte Team der Kliniken Nordoberpfalz AG sein, die aktuell jeden Tag aufs Neue rund um die Uhr arbeiten und ihr eigenes Leben riskieren, um andere Leben zu retten – so fassten es die griechischen Restaurant-Inhaber bei der Übergabe der 275 Gutscheine im Wert von insgesamt 2.750 Euro zusammen. Beteiligt an der Aktion haben sich insgesamt elf Restaurants der Region: Pallas und Olympia (Weiden), Mykonos und Santorini (Tirschenreuth), Syrtaki (Windischeschenbach), Delphi (Pressath), Anastasia (Grafenwöhr), Alpha (Waldsassen), Taverne Santorini (Neustadt), Athen (Erbendorf) und Mythos (Mitterteich). Die Gutscheine werden derzeit unter allen teilnehmenden
itarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken Nordoberpfalz AG verlost.

Eine weitere Überraschung hatte Anthimos Kotsekoglou, Inhaber des Restaurants Mythos in Mitterteich, parat – speziell für die Mitarbeiter des Krankenhauses Tirschenreuth. Denn unter diesen werden jetzt 250 weitere Gutscheine im Wert von 10 Euro für das Restaurant Mythos verteilt. Er wolle sich damit ausdrücklich für den besonderen Einsatz der Mitarbeiter im Krankenhaus Tirschenreuth für die Bevölkerung der Region bedanken.

 

 

Aus Norddeutschland über Schwaben in die Oberpfalz

Dietmar Eine ist seit zwei Monaten Krankenhausleiter der Region Süd bei der Kliniken Nordoberpfalz AG

Den Krankenhausleitungen kommt innerhalb der Kliniken Nordoberpfalz AG zukünftig deutlich größere Bedeutung zu. Für die Region Süd mit dem Klinikum Weiden liegt diese Verantwortung seit exakt zwei Monaten bei Dietmar Eine. Der 51-Jährige ist seit Mitte März für den Klinikverbund tätig – ein Start, der direkt in die beginnende heiße Phase der Corona-Pandemie fiel.

Nach seinem Wirtschaftswissenschaften-Studium sammelte Dietmar Eine in Norddeutschland erste Erfahrung in der Krankenhausberatung. Seit 1999 bekleidete er durchgehend Führungspositionen im Gesundheitswesen und war unter anderem als stellvertretender Kaufmännischer Direktor im Großraum Hannover und danach in Bayern als Verwaltungsleiter bei einem privaten Träger sowie als Geschäftsführer in einem kommunalen Klinikverbund langjährig tätig.

Vor der Übernahme der Position des Krankenhausleiters der Region Süd am Klinikum Weiden war er unter anderem Interimsmanager bei den Kreiskliniken Dillingen-Wertingen. Jetzt bündelt er alle Kräfte für den Schwerpunktversorger in der Nordoberpfalz. „Die Entscheidung für die Kliniken Nordoberpfalz AG und das Klinikum Weiden ist mir nicht schwergefallen. Wir haben hier großes Potential, das wir auch in Anbetracht der finanziellen Situation unseres Unternehmens voll heben wollen und müssen. Ich freue mich auf die Aufgabe und die damit verbundene große Herausforderung, das Unternehmen wieder in eine positive Entwicklung zu führen“, so Eine.

Für den Klinikverbund war die schnelle Besetzung der Position des Krankenhausleiters in der Region Süd ein wichtiger strategischer Meilenstein. „Mit dem neuen Organigramm wollen wir die medizinische und wirtschaftliche Ergebnisverantwortung der Regionen mit all den damit verbundenen notwendigen Entscheidungen und Aufgaben wieder viel näher an das Geschehen und zu den Menschen vor Ort zurückbringen. Dass wir Herrn Eine mit seinen umfangreichen Kenntnissen und fundierten Erfahrungen in der Führung von Unternehmen im Gesundheitswesen dafür gewinnen konnten, ist ein sehr wichtiger Schritt für uns“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG.

 

 

Palliativmedizin und CoVid-19

Die Bedeutung der Palliativstation am Klinikum Weiden in Zeiten der Corona-Pandemie

In den vergangenen Wochen dominierte vor allem die intensivmedizinische Behandlung von CoVid-19-Patienten das Geschehen in den Kliniken und Krankenhäusern der Region. Elektive und ambulante Eingriffe wurden abgesagt und nur noch in dringlichen Fällen durchgeführt. Der Betrieb in der Palliativstation am Klinikum Weiden war jedoch durchgängig gewährleistet, auch wenn die Einflüsse der Corona-Pandemie hier deutlich zu spüren waren.

Die ohnehin besondere pflegerische und ärztliche Versorgung lief ohne Einschränkung weiter. Auch therapeutische Maßnahmen, wie Physio-, Klangschalen-, Aroma- sowie Musik- und Atemtherapie blieben von der außergewöhnlichen Situation ausgenommen – ebenso wie die seelsorgerische oder psychoonkologische Betreuung. In den vergangenen Tagen hat sich die Situation jetzt wieder etwas entspannt. „Wir haben unsere Arbeit auch in der stärksten Phase der Corona-Pandemie so durchführen können, wie es unser eigener Anspruch ist“, erklärt Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leiterin der Palliativstation.

Und doch war die letzte Zeit speziell. Patienten mit einer CoVid-19-Infektion wurden bewusst nicht auf die Palliativstation verlegt. Außerdem wurden auch hier die hohen Sicherheitsmaßnahmen etabliert. Dazu gehört auch die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen – sowohl für Personal als auch Patienten. Im Gegensatz zu anderen Bereichen waren und sind Besuche von Angehörigen weiter möglich, wenn auch nur in einem stark begrenztem Umfang. „Es ist wichtig, dass unsere Patienten auch weiterhin Besuch empfangen dürfen. Gleichzeitig müssen wir sie aufgrund ihres enorm geschwächten Zustand besonders schützen“, so die Ärztliche Leiterin. Große Bedeutung werde deshalb der Kommunikation über die von der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Förderverein für Schwerkranke etablierten Tablets zukommen, mit denen in Kürze zumindest digital eine regelmäßige Kommunikation zwischen Patient und Angehörigen ermöglicht wird.

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich der Stellenwert der Palliativstation für die Entlastung der Angehörigen erhöht: „In vielen Fällen ist die Versorgung zuhause oder die Neuaufnahme in Pflegeheimen erschwert oder nicht möglich. Unsere Arbeit konzentriert sich jetzt noch mehr auf die Patienten und deren engste Angehörige – das ist für beide ein enormer Gewinn“, erklärt Beate Spickenreuther, Stationsleitung der Palliativstation. Der Abschied von sterbenden Patienten ist durch die besondere Lage der Palliativstation am Klinikum Weiden weiterhin möglich, auch ohne mit dem dortigen Personal eng in Kontakt zukommen: „Wir sind immer da – egal ob für unsere Patienten oder ihre Angehörigen. Aber die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig Palliativmedizin ist, weil sie eben eng auf die Bedürfnisse aller Beteiligte gestaltet werden kann“, so Dr. Kuchlbauer.

 

 

Mund-Nasen-Bedeckung in Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG ab Montag Pflicht für alle

Besuchsregelungen bleiben weiterhin bestehen – Grundsätzliche Corona-Tests bei stationären Patienten

Die ersten Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise wurden und werden zurückgefahren – zeitgleich werden aber neue Maßnahmen getroffen. Dazu gehört auch das verpflichtende Tragen einer Mund-Nase-Maske in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr. Eine Regelung, die die Kliniken Nordoberpfalz AG für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon seit mehreren Wochen getroffen hat und jetzt auch für alle Patienten und Besucher aufgreift, für die das Tragen eines solchen Schutzes nun ebenfalls vorgeschrieben ist.

„Das dient dem Schutz unserer Patientinnen und Patienten ebenso wie dem Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen. Das Tragen eines solchen Schutzes ist aus unserer Sicht wichtig, um einer möglichen Verbreitung einer CoVid-19-Infektion entgegenzuwirken“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler diese neue Maßnahme. Wenn möglich, soll dabei der eigene Mundschutz mitgebracht werden – alternativ wird ein selbstgenähter Mundschutz zur Verfügung gestellt, der auch nicht mehr zurückgegeben werden muss und nach dem Aufenthalt auch weiter privat genutzt werden kann.

Erlaubt sind dabei – wie auch im öffentlichen Raum – folgende Möglichkeiten: der klassische Mund-Nase-Schutz oder FFP2-/FFP3-Masken, wie man beides aus dem medizinischen Bereich kennt, selbstgebastelte Masken aus Baumwolle oder Schals und Halstücher. Elementar dabei ist, dass die Atemwege komplett bedeckt werden, um einer Ansteckung vorzubeugen. „Bei den meisten handelsüblichen Masken wird ja nicht der Träger selbst, sondern seine Mitmenschen geschützt. Wird das konsequent von allen umgesetzt, kann das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus stark verringert werden“, betont Stefany Dürr, Leiterin der Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention. Die neue Regelung in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG gilt für alle Patientinnen und Patienten sowie auch für Besucher. Die strikte Besuchsregelung, die zu Beginn der Corona-Krise eingeführt wurde, bleibt weiterhin bestehen.

Neu ist auch, dass Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, zukünftig grundsätzlich einem Coronatest unterzogen werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, asymptomatisch erkrankte Patienten herauszufiltern, um gesunde Patienten zu schützen. Und damit können wir Patienten mit einer CoVid-19-Infektion oder auffälligen Symptomen von nicht-symptomatischen Patienten trennen“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Der Club sagt Danke!

1. FC Nürnberg spendet Klinikum Weiden Ehrentrikots, um Danke für Engagement und Einsatz zu sagen

So mancher Anhänger des 1. FC Nürnberg spricht ja häufig davon, dass der eigene Verein – wenn man es vorsichtig formuliert – doch manchmal nicht nachvollziehbar handeln würde. Eine Einschätzung, die man seitens des Klinikums Weiden so aktuell sicher nicht trifft: denn der Zweitligist hat jetzt viel Herz gezeigt und aus der Mannschaftskasse rund 1.000 Ehrentrikots an „Helden“ in Nordbayern verteilt, darunter auch das Klinikum Weiden.

Dem Team sei es wichtig, die Helden der Krise zu stärken und seine Wertschätzung zu zeigen. „Das Ehrentrikot ist ein kleines Zeichen des Vereins, dass wir an die unzählig vielen Menschen, die jeden Tag an vorderster Front Großartiges leisten, denken und ihnen danken“, so Teamkapitän Hanno Behrens.

Und so kam Sebastian Seifert, Leiter des Vertriebsmarketings beim 1. FCN, jetzt nach Weiden und konnte dabei Michaela Hutzler, Medizinischer Direktorin, und Personalleiter Martin Neuhaus 100 Club-Trikots übergeben. Auf diesen ist als Rückennummer „Ehrentrikot 2020“ zu lesen, unter dem Club-Logo auf der Vorderseite prangt ein Flock mit „Weiden sagt Danke“. Eine Geste, über die man sich bei der Kliniken Nordoberpfalz AG sehr freute: „Es ist toll, dass der Club hier Herz und Charakter zeigt und in dieser schwierigen Zeit ein klares Signal sendet und unserem Personal Respekt und Anerkennung schenkt“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin. „Die Trikots werden jetzt über unser Intranet unter allen Mitarbeitern verlost“, ergänzte Personalleiter Martin Neuhaus.

Zusammen mit Hauptsponsor NÜRNBERGER Versicherung und Lagardère Sports hatte der Verein vor zwei Wochen bereits 1.000 Ehrentrikots an Krankenhäuser und Supermärkte in Nürnberg verteilt. Jetzt wurde die Aktion auf die Region ausgeweitet und in verschiedenen Einrichtungen, auch in der Oberpfalz, verteilt.

 

 

Leichte Entspannung

Seit mehr als einem Monat tagt der Krisenstab der Kliniken Nordoberpfalz AG fast durchgehend täglich. Seit wenigen Tagen zeigt sich eine gleiche bis leicht rückläufige Tendenz bei den Patientenzahlen in den Häusern des Klinikverbunds.

„Die Belastung, die auf all unseren Kolleginnen und Kollegen liegt, ist weiterhin hoch. Wie sie alle diese Ausnahmesituation seit mehreren Wochen bewältigen, ist herausragend. Auf dieses außerordentliche und vor allem erfolgreiche Engagement kann die gesamte Region stolz sein“, erklärt Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Neben den akutstationären Standorten Weiden, Tirschenreuth und Kemnath habe sich vor allem die Nutzung der Standorte in Vohenstrauß und Erbendorf als äußerst positiv dargestellt: „Wir können dort überwiegend Covid-19-positive Patientinnen und Patienten versorgen, wodurch wir Kapazitäten für die akutstationäre Behandlung von positiven Fällen beziehungsweise Verdachtsfällen schaffen können“, so Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Besonders positiv in den vergangenen Tagen entwickelte sich der Bestand an Schutzmasken, sowohl beim normalen Mund-Nase-Schutz als auch bei den FFP2-Masken. Die PNB GmbH mit Sitz in Weiden, die sich auf chinesische Medizin und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert hat, konnte über die sehr guten Kontakte nach China, das dortige eigene Netzwerk sowie direkten Zugang zu koreanischen und chinesischen Herstellern von Schutzartikeln für das Gesundheitswesen jetzt eine große Charge an die Kliniken Nordoberpfalz AG übergeben. 100.000 Mund-Nase-Schutz kamen bereits an, zudem werden in der nächsten Woche 200.000 FFP2-Masken erwartet, die an den Krisenstab der Gebietskörperschaften weitergeleitet werden. 75.000 dieser Schutzartikel gehen direkt an die Kliniken Nordoberpfalz AG. „Die Kontakte zum Klinikverbund bestehen schon seit längerer Zeit. Wir freuen uns, dass wir durch unser Netzwerk weiter helfen konnten und auch die mit den Corona-Maßnahmen beauftragten Stellen der südkoreanischen Regierung und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammenbringen konnten. Die KCDC aus Südkorea und das LGL stehen seitdem in engem Austausch bezüglich weiterer Maßnahmen“, so die Geschäftsführer der PNB GmbH, Christian Bauer und Young-Do Park.

 

 

Kommunikation mit Angehörigen trotz Corona

Förderverein für Schwerkranke e.V. unterstützt Kliniken Nordoberpfalz AG mit Tablets für Kommunikation mit Angehörigen per Skype

Seit mehreren Wochen gelten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG strikte Besucherregelungen. Ab sofort können sich Patienten und Angehörige aber wieder sehen – zumindest digital. Denn der Förderverein für Schwerkranke e.V. hat die Anschaffung von 50 Tablets unterstützt, mit denen jetzt ein „virtueller Krankenbesuch“ möglich wird.

Auf jeder Station ist dafür ab sofort ein Tablet hinterlegt. Wollen Ehepartner, Kinder oder Enkel mit einem Angehörigen per Skype sprechen und sich dabei auch sehen, muss dafür nur ein Anruf auf der entsprechenden Station erfolgen, wo die Angehörigen ihren eigenen Skype-Benutzername hinterlegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station bringen das Tablet dann zum jeweiligen Patienten und stellen die Verbindung mit den Angehörigen her. „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung durch den Förderverein und hoffen, dass unsere Patientinnen und Patienten und deren Angehörige diesen Service gut annehmen“, so Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der Interdisziplinären Intensivstation 83i, der das Projekt angestoßen hatte.

Insgesamt 50 Tablets konnten jetzt am Klinikum Weiden und am Krankenhaus Kemnath an die Stationen verteilt werden, aus technischen Gründen ist das Projekt in Tirschenreuth derzeit noch nicht umsetzbar. Die Kosten über rund 10.000 Euro wurden vom Förderverein für Schwerkranke e.V. übernommen. „Wir sehen dieses Projekt als extrem wichtig an und freuen uns, dass wir dabei helfen können, dass die Patienten im Haus die Möglichkeit haben, Kontakt zu ihren Angehörigen aufzunehmen“, erklärt Vorsitzende Waltraud Koller-Girke, an deren Verein bereits weitere Bitten zur Unterstützung hinsichtlich der Bewältigung der Corona-Krise eingegangen sind. Wer den Förderverein für Schwerkranke e.V. selbst unterstützen möchte, kann dies über eine Spende auf das Konto des Vereins tun (Sparkasse Oberpfalz Nord, DE 78 7535 0000 0000 1058 41).

Medizinische Direktorin Michaela Hutzler bedankte sich für die Unterstützung durch den Förderverein. „Für unsere Patienten kann es eine enorme psychische Erleichterung sein, dass sie ihre Angehörigen, egal ob Ehepartner, Kinder oder Enkel, sehen können – wenn auch nur über den Bildschirm“, so Hutzler.