News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz zur Corona-Pandemie

Zahl der CoVid-19-Patienten deutlich gesunken – Weiterhin enge Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern der Region

Die Zahl der Patienten, die aufgrund einer CoVid-19-Erkrankung in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz behandelt werden müssen, ist stark zurückgegangen. So werden am Klinikum Weiden derzeit zwei Patienten auf der Infektionsstation behandelt, intensivmedizinisch muss kein CoVid-19-Patient betreut werden. Am Krankenhaus Tirschenreuth müssen seit einigen Tagen keine CoVid-19-Patienten mehr behandelt werden. Damit ist dieser Standort des Klinikverbunds ebenso CoVid-frei wie das Krankenhaus Kemnath oder die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf. Für vollständig geimpfte Besucher gibt es ab dieser Woche eine deutliche Erleichterung.

In den vergangenen Tagen hat sich die Belastung des Personals hinsichtlich der Behandlung von CoVid-19-Patienten merklich verbessert. „Wir freuen uns, dass sich die gesunkenen Inzidenz-Werte auch in unseren Häusern bemerkbar machen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz: „Wir werden unsere Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiterhin aufrechterhalten. Dazu gehören beispielsweise die regelmäßige Testung unserer Kolleginnen und Kollegen oder die Regelungen für Besucher in unseren Häusern.“

In den Akutkrankenhäusern gibt es hier jetzt eine Erleichterung. Denn ab Mittwoch, den 09. Juni, können vollständig geimpfte Personen ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses Angehörige besuchen. „Als vollständig geimpft gilt man ab Tag 15 nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung. Genesene Personen, bei denen eine bestätigte Corona-Infektion länger als sechs Monate zurückliegt und die bereits eine Impfung erhalten haben, gelten ab dem Tag der Impfung ebenfalls als vollständig geimpft“, so Michaela Hutzler. Hierfür muss der Impfpass und – sofern relevant – die Bestätigung über eine durchgemachte CoVid-19-Erkrankung im Eingangsbereich vorgezeigt werden. Wer über keinen vollständigen Impfschutz verfügt, muss vor dem Besuch von Patienten weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen (PCR- oder Schnelltest). Die bisherigen Regelungen (1,5 Meter Abstand, regelmäßige Händedesinfektion, Tragen einer FFP2-Maske, Ausfüllen eines Kontaktformulars) haben weiter Bestand. „Wir wissen, dass Besuche noch immer mit einem gewissen Aufwand verbunden sind. Die aktuellen Regelungen sind aber weiter unabdingbar für den Schutz unserer Patienten und Kolleginnen und Kollegen“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

Seitens des Gesundheitsamtes Neustadt / Weiden wird die Umstellung in den Häusern des Klinikverbunds als korrekt eingestuft – so wie alle anderen bisher eingeführten Maßnahmen auch. „Krankenhäuser zählen zusammen mit den Altenheimen zu besonders sensitiven Einrichtungen. Im Gegensatz zu den Altenheimen verfügt das Patientengut der Krankenhäuser jedoch über einen deutlich geringeren Durchimpfungsgrad“, so Dr. Thomas Holtmeier, Leiter des Gesundheitsamtes Neustadt / Weiden: „Die Testung auch geimpfter und genesener Personen kann dazu dienen, den gegenwärtig noch bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Wirksamkeit des Impfschutzes Rechnung zu tragen.“

Nicht nur bei der aktuellen Anpassung der Besuchsregelung zeigt sich damit einmal mehr: die Zusammenarbeit zwischen dem Klinikverbund und den regionalen Gesundheitsämtern war seit Beginn der Pandemie nicht nur sehr eng und vertrauensvoll, sondern auch von elementarer Bedeutung für die gesamte Region. „Die Pandemie fordert den gesamten medizinischen und pflegerischen Bereich heraus und lässt sich nur gemeinsam bewältigen. Gemeinsam konnte durch die enge Abstimmung und Zusammenarbeit die adäquate Behandlung von CoVid-19-Patienten sichergestellt werden – und das bei einer weitest möglichen Aufrechterhaltung der regulären medizinischen Versorgung selbst in den Hochphasen der Pandemie“, bestätigt Dr. Thomas Holtmeier. So habe das Gesundheitsamt die Krankenhäuser bei der Gestaltung infektionspräventiver Konzepte und Prozesse unterstützt. Die Krankenhäuser hätten im Gegenzug das Management der dortigen CoVid-19-Infizierten übernommen und eigenständig Kontaktpersonenermittlungen durchgeführt.

 

 

Kuscheln mit Olaf, Sven und Anna

Pädcare e.V. spendet rund 300 Kuschelkissen von Disney für kleine Patienten am Klinikum Weiden

Dass Kuscheltiere für Kinder oft weit mehr als nur Kuscheltiere sein können, ist bekannt. Und gerade im Krankenhaus können Kuscheltiere für Kinder sehr wichtig sein. Umso mehr freut man sich am Klinikum Weiden über die Spende des Vereins Pädcare, der jetzt rund 300 Kuschelkissen mit den Gesichtern von Olaf, Sven und Anna aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ für kleine Patienten übergeben hat, die in der Kinderklinik und der Zentralen Notaufnahme behandelt werden.

Die medizinische Versorgung und stationäre Behandlung von Kindern kindgerechter zu gestalten – dieses Ziel hat sich der Verein aus Oberbayern auf die Fahnen geschrieben. Im vergangenen Jahr konnten bereits rund 8.000 Kuscheltiere an einige Kinderkliniken deutschlandweit gespendet werden.

Jetzt können sich auch am Klinikum Weiden kleine Patienten über Kissen mit den bekannten Figuren aus den Disneyfilmen rund um die Eiskönigin freuen. Dr. Fritz Schneble (Chefarzt der Kinderklinik), Manuela Humig (Zentrumsleitung Kinderklinik) und Volker Kohl (pflegerische Stationsleitung Zentrale Notaufnahme) bedankten sich für die Spende. „Kuscheltiere können Kindern Mut machen, Trost spenden und Freude schenken. Diese Kissen werden für viele strahlende Kinderaugen sorgen. Und die Kinder dürfen die Kissen nach ihrer Behandlung natürlich mit nach Hause nehmen“, erklärte Dr. Fritz Schneble.

 

 

Vorsorge rettet Leben

Kliniken Nordoberpfalz startet Kampagne „Wir sind da. Auch jetzt.“

Die Kliniken Nordoberpfalz bemerken – wie viele andere Krankenhäuser deutschlandweit auch – einen beunruhigenden Trend: immer mehr Patienten kommen mit akuten Notfällen vor allem in fortgeschrittenen Stadien in die Notaufnahme, weil Symptome aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht wie bisher frühzeitig abgeklärt werden und sich Patienten bewusst gegen eine Behandlung entscheiden. Mit fatalen Folgen: denn werden Schmerzen und Einschränkungen größer und es treten Komplikationen auf, werden Patienten zu Notfällen und können unter Umständen nur mit geringeren Chancen auf eine vollständige Genesung hoffen. Aus diesem Grund stellen die Kliniken Nordoberpfalz die Bedeutung einer frühzeitigen Notfallbehandlung und das Durchführen wichtiger Operationen in den Mittelpunkt einer eigenen Kampagne.

„Gerade weil unsere Region so stark betroffen war, stand die Behandlung von CoVid-19-Erkrankten in den vergangenen Monaten fast durchgängig im Fokus. Die derzeitigen Entwicklungen deuten darauf hin, dass wir aktuell die größten Herausforderungen der Pandemie wohl gemeistert haben. Für uns standen die Gesundheit und die Sicherheit unserer Patienten schon immer und nicht nur während der Pandemie im Mittelpunkt. Und auch jetzt steht die Gesundheit unserer Patienten weiter an oberster Stelle“, erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz.

Daher will man bei den Patienten das Bewusstsein für die enorme Bedeutung der Durchführung geplanter Eingriffe und Vorsorgeuntersuchungen wieder verstärken. „Sich bewusst gegen das Aufsuchen eines Krankenhauses zu entscheiden oder Behandlungen aufzuschieben, kann lebensbedrohlich sein“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin des Klinikverbunds: „Vorsorge und das Abklären von Beschwerden sind elementare Voraussetzungen für die Gesundheit!“

Dass Eingriffe und Vorsorgeuntersuchungen, die aus Angst vor einer Infektion in den vergangenen Monaten nicht durchgeführt wurden, schnellstmöglich nachgeholt werden müssen, darauf weist Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Allgemeinchirurgie am Klinikum Weiden und Krankenhaus Tirschenreuth hin. „Wir müssen beobachten, dass gerade im onkologischen Bereich viele Patienten zu spät zu uns kommen. Dadurch sinken die Chancen auf eine vollständige Genesung deutlich, so dass wir derzeit mit vielen „Kollateralschäden“ konfrontiert werden – also Fällen, bei denen aus Angst vor einer CoVid-19-Infektion Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt wurden oder bei eigentlichen Notfällen nicht die Notaufnahme aufgesucht wurde. Aber genau das ist deutlich riskanter“, so Prof. Dr. Dietl, der auch Leiter des Darmkrebszentrums am Klinikum Weiden ist.

Aus diesen Gründen stellen die Kliniken Nordoberpfalz mit der Kampagne „Wir sind da. Auch jetzt.“ die Wichtigkeit der bestmöglichen medizinischen Versorgung der Bevölkerung in den Fokus. Unter www.auch-jetzt.de sind die wichtigsten Informationen zu den Themen Vorsorge ebenso zusammengefasst wie die Maßnahmen, die der Klinikverbund zur Sicherheit der Patienten eingeleitet hat. „Dazu zählen beispielsweise die etablierte Teststrategie oder unsere Besuchsregeln, aber auch die bestmögliche Versorgung infektiöser Patienten, die unsere Infektionsstation ermöglicht“, so Vorstand Dr. Thomas Egginger.

 

 

Internationale Zusammenarbeit weiter stärken

Neue Kommandeurin der Health Clinic Grafenwöhr zum Antrittsbesuch am Klinikum Weiden

Auch weiterhin bleibt das Klinikum Weiden einer der wichtigsten Partner in der Versorgung von amerikanischen Soldaten und ihren Familien in der Region – das hat die neue Kommandeurin der Health Clinic Grafenwöhr, LTC Crista Wagner, bei ihrem Antrittsbesuch am Klinikum Weiden bestätigt. Die neue Kommandeurin zeigte sich bei ihrem Antrittsbesuch vor allem von den Möglichkeiten der Notfallbehandlung beeindruckt.

Jährlich werden am Klinikum Weiden rund 4.000 amerikanische Patienten betreut. Damit gehört der Klinikverbund zu den wichtigsten Kooperationspartnern der US-Kräfte in Europa. Michael Reindl, Pressesprecher der Kliniken Nordoberpfalz und Ansprechpartner für die Health Clinic Grafenwöhr, stellte der neuen Kommandeurin und Pflegekräften der Health Clinic das Spektrum und die Behandlungsmöglichkeiten des Klinikverbunds vor. Der bisherige Kommandeur LTC Avery Carney betonte dabei die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Klinikum Weiden.

Gemeinsam mit Dr. Andreas Pohl, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Weiden, besichtigte die US-Delegation den Hubschrauberlandeplatz am Dach des Klinikums. Der Landeplatz wird nicht nur von zivilen Rettungshubschraubern wie Christoph 80, sondern auch von den Blackhawks der US-Kräfte angeflogen. Dr. Andreas Pohl zeigte dabei exemplarisch den Weg von verletzten Patienten auf, die per Hubschrauber ans Klinikum gebracht werden. In der Notaufnahme stehen für Schwerverletzte zwei Schockräume und seit Herbst 2020 ein neues CT zur Verfügung. „Das bietet uns einen klaren Zeitgewinn bei der Versorgung von Notfallpatienten und ermöglich schon im Schockraum eine schnelle Diagnostik und weitere Informationen über die Art der Verletzung oder Erkrankung“, erklärte der Chefarzt der Notaufnahme. Dr. Markus Schaffer, Oberarzt der Radiologie, stellte im Anschluss weitere bildgebende Verfahren vor, zum Beispiel die biplane Angiographieanlage, die eine hochauflösende Darstellung von Gefäßen ermöglicht. Beeindruckt war die US-Delegation außerdem von dem 3,0 Tesla MRT, das die bestmögliche Darstellung von Gelenken, Kopf und Wirbelsäule für die weitere Diagnostik bietet.

 

 

Süße Überraschung für Bunten Kreis Nordoberpfalz

Lions-Club Neustadt Lobkowitz spendet 7.000 Euro an Nachsorgeeinrichtung der Kliniken Nordoberpfalz

„Reinbeißen und Herz zeigen“ – das war das Motto der Krapfenaktion, die der Lions-Club Neustadt Lobkowitz zum Faschingsauftakt organisiert hatte. Fast 6.000 Krapfen wurden im November 2020 durch Lions-Mitglieder an Unternehmen und Organisationen verteilt. Den Erlös der Aktion – insgesamt 7.000 Euro – konnte Lions-Präsident Yul Regler jetzt an den Bunten Kreis Nordoberpfalz übergeben.

„Die Aktion war ein voller Erfolg, gerade wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt in vielen Firmen ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice oder in Kurzarbeit war“, so der Lions-Präsident: „Mit dem Erlös der Aktion unterstützen wir den Bunten Kreis Nordoberpfalz sehr gerne, weil diese Einrichtung außerordentlich wichtig für unsere Region ist.“

Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreises Nordoberpfalz, Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz, und Dr. Fritz Schneble, Chefarzt der Kinderklinik am Klinikum Weiden, bedankten sich für die Spende der Lions. „Auch viele unserer Kolleginnen und Kollegen haben bei der „Krapfen-Schmaus-Aktion“ Krapfen erhalten. Schon das allein war eine bemerkenswerte Anerkennung der Leistungen unseres Personals! Dass wir jetzt auch noch finanziell so großzügig unterstützt werden, freut uns natürlich umso mehr“, betonte Marina Frister.

Chefarzt Dr. Fritz Schneble und Michaela Hutzler erklärten, wie wichtig der Bunte Kreis als Verbindungsglied zwischen Eltern und Klinik sei: „Um die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können, ist der Bunte Kreis auf Spendengelder angewiesen, weil die Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen oft nicht ausreicht. So kann jungen Familien weiterhin individuell und unbürokratisch geholfen werden!“
Für den Bunten Kreis sind Spenden wie diese unabdingbar für die tägliche Arbeit, die da beginnt, wo die Betreuung durch die Klinik endet – nämlich zu Hause. Seit Beginn der Nachsorgen konnten mehr als 500 Familien unterstützt werden, zum Teil über einen Zeitraum von drei bis neun Monate.
 

 

Herz gezeigt für Brustkrebspatientinnen

62 Herzkissen an Klinikum Weiden übergeben

Weiden / Tännesberg. Jede achte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs, deutschlandweit wird die Diagnose Mammakarzinom jährlich rund 70.000 Mal gestellt. Auch im Brustzentrum der Frauenklinik am Klinikum Weiden werden viele Brustkrebs-Patientinnen behandelt. Und für diese haben einige Frauen der Region jetzt – im wahrsten Sinne des Wortes – Herz gezeigt.

Denn Gerti Braun, Pfarrgemeinderatssprecherin in Tännesberg, hatte die Idee, Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen zu nähen. Nach einigen Wochen Arbeit hatte eine Gruppe von mehreren Näherinnen 62 Kissen in Herzform fertiggestellt. „Ich habe vor einigen Jahren schon mal von solchen Herzkissen gehört. Nach einem Vortrag über Brustkrebs, den die Landfrauen organisiert hatten, ist mir diese Aktion wieder eingefallen und es haben sich schnell einige Unterstützer gefunden“, erklärt Gerti Braun die Gemeinschaftsaktion des Pfarrgemeinderats, des Frauenbunds und der Landfrauen aus Tännesberg und Kleinschwand. Gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden des Frauenbunds, Elisabeth Braun, und Josefine Kick, Kreisbäuerin, konnte sie die Kissen jetzt an die Frauenklinik überreichen.

Stellvertretend für die Patientinnen und das Klinikum bedankte sich Dr. Annette Lechler, Leitende Oberärztin der Frauenklinik, für die Unterstützung. Diese werden ab sofort an Frauen verteilt, die Schmerzen nach einer Brustkrebs-Operation haben. „Die Herzen haben lange ‚Ohren‘ und können damit in die Achselhöhle geklemmt werden können. So können bei den Patientinnen Operationswunden entlastet und Schmerzen nach einem Eingriff verringert werden“, erklärt Dr. Annette Lechler.

Das interdisziplinäre Brustzentrum am Klinikum Weiden erfüllt die hohen qualitativen und fachlichen Anforderungen, die seitens Fachgesellschaften vorgeschrieben sind. „Wir arbeiten innerhalb des Klinikums eng in einem interdisziplinärem Team zusammen und haben auch eine sehr gute Kooperation mit niedergelassenen Gynäkologen“, so Dr. Annette Lechler.
Die für die Kissen verarbeiteten Stoffe wurden vom Stoffgeschäft Nadel & Faden Altenstadt bei Vohenstrauß und der Firma Müller & Söhne Homefashion in Oberviechtach gesponsert.

 

 

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz zur Corona-Pandemie

Dank für Einsatz der „Helfenden Hände“ – Besuche in Steinwaldklinik Erbendorf jetzt möglich

Die gesunkenen Werte der Inzidenz in der Region machen sich auch weiterhin in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz bemerkbar. Derzeit werden am Klinikum Weiden 8 CoVid-19-Patienten auf der Isolierstation im Neubau behandelt. Insgesamt 8 CoVid-19-Erkrankte erhalten eine intensivmedizinische Behandlung (Weiden: 7, Tirschenreuth: 1). Das Krankenhaus Kemnath und die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind weiterhin CoVid-frei.

Seit einigen Tagen werden CoVid-19-Patienten fast ausschließlich am Klinikum Weiden behandelt, am Krankenhaus Tirschenreuth befindet sich nur noch ein Patient mit einer CoVid-Erkrankung auf der Intensivstation. „Wir haben am Klinikum Weiden eine der modernsten Infektionsstationen Bayerns und können CoVid-19-Patienten somit zentral in unserem Klinikverbund unter den bestmöglichen räumlich und personellen Voraussetzungen betreuen“, erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz. Trotz der sinkenden Anzahl an CoVid-19-Patienten bleibt die Belastung auf den Intensivstationen weiter hoch.

In den vergangenen Tagen und Wochen wurden wieder verstärkt elektive Operationen durchgeführt. „Wir werden diesen Weg weiterhin fortsetzen. Dafür planen wir täglich die Kapazitäten im OP und auf den Intensivstationen“, so Hutzler.

Sowohl an den Krankenhäusern Kemnath und Tirschenreuth als auch am Klinikum Weiden gelten weiterhin die bereits bekannten Besuchsregeln (Krankenhäuser Kemnath und Tirschenreuth: 10 bis 16 Uhr, Klinikum Weiden: 12 bis 18 Uhr) sowie Ausnahmeregelungen für Besuche der Kinderklinik und der Palliativstation. Dazu gehört auch, dass geimpfte Besucher vor dem Eintritt in das Krankenhaus einen negativen Test (Antigen oder PCR) vorlegen müssen. „Wir halten uns hier eng an die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, in der dieses Vorgehen für Krankenhäuser genauestens vorgeschrieben ist. Sobald es hier Lockerungen gibt, werden wir diese auch umsetzen. Aber zum aktuellen Stand sind uns die Hände gebunden“, betont die Medizinische Direktorin des Klinikverbunds.

Seit einigen Tagen können auch Patienten der Geriatrischen Rehabilitation in Erbendorf wieder Besuche empfangen, wenn auch in deutlich reduzierterem Maß als an den anderen Standorten des Klinikverbunds. Ab sofort ist der Besuch durch einen festen Angehörigen einmal pro Woche für 45 Minuten möglich (Montag bis Freitag, 9 Uhr bis 15:30 Uhr). Auch hier müssen Besucher ein negatives Testergebnis vorlegen.

Aufgrund des Rückgangs der Inzidenzwerte in der Region sind die „Helfenden Hände“ der Bundeswehr seit einigen Tagen nicht mehr für die Kliniken Nordoberpfalz im Einsatz. „Wir bedanken uns noch einmal ausführlich für die Hilfe der Bundeswehr. Die Soldatinnen und Soldaten waren eine enorme Entlastung und Unterstützung für die Kolleginnen und Kollegen im Labor, der Abstrichstelle, dem Eingangsbereich, der Notaufnahme und auf den Stationen“, so Michaela Hutzler. Seit Mitte Dezember waren die „Helfenden Hände“ im Klinikverbund tätig.

 

 

14. Niederbayerisches-Oberpfälzisches Kardiologie-Forum

Mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte nehmen an Online-Veranstaltung teil

Das Niederbayerische-Oberpfälzische Kardiologieforum hat sich im jährlichen Terminplan von Kardiologen der beiden Bezirke und darüber hinaus inzwischen fest etabliert. Und so fand das Forum jetzt zum bereits 14. Mal statt, zum zweiten Mal in Deggendorf unter der Leitung von Privat-Dozenten Dr. Martin Giesler (DONAUISAR-Klinikum Deggendorf) statt.

Zielgruppe waren alle Mediziner, die mit kardiologischen Patienten zu tun haben. Bei dem erstmals als Online-Veranstaltung durchgeführten Forum wurde ein eindrucksvoller Überblick über die Leistungsstärke der primärversorgenden kardiologischen Kliniken der Region Niederbayern und Oberpfalz gegeben. Beteiligt waren das Klinikum Amberg (Prof. Dr. Birner), das Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg (Prof. Dr. Endemann), das DONAUISAR-Klinikum Deggendorf (PD Dr. Giesler), das Klinikum Landshut (Prof. Dr. Holmer), das Krankenhaus Landshut-Achdorf (Prof. Dr. Zrenner), das Klinikum Neumarkt (Prof. Dr. Grewe), das Klinikum Passau (Prof. Giesler), das Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg (Prof. Dr. Luchner), das Universitätsklinikum Regensburg (Prof. Dr. L. Maier), das Klinikum St. Elisabeth in Straubing (Prof. Dr. S. Maier) sowie das Klinikum Weiden (Prof. Dr. Schwinger).

Ausgefeilte Therapieoptionen, sowohl medikamentöser als auch interventioneller Natur, wurden dabei vorgestellt und auch unter Einbeziehung der Klinik für Herzchirurgie der Universität Regensburg (Prof. Dr. Schmid) ausführlich diskutiert. Dabei konnte die Online-Veranstaltung insgesamt 319 Ärztinnen und Ärzte von Passau bis Weiden und von Deggendorf bis Landshut fesseln.

Unter dem Vorsitz von Professor Dr. Schmid (Herzchirurgie Uniklinikum Regensburg) und Professor Dr. Luchner (Barmherzige Brüder Regensburg) stellte Professor Holmer (Klinikum Landshut) Neuerungen in der gerinnungshemmenden Therapie mit Marcumar und den neuen oralen Antikoagulantien (NOAK) vor. Professor Dr. Elsner aus dem Klinikum Passau demonstrierte eindrucksvoll den kathetergestützten Herzklappenersatz bei Aortenklappenstenose. PD Dr. Giesler zeigte ein Tutorial, wie chronisch verschlossene Koronargefäße interventionell, d. h. im Herzkatheterlabor ohne Herzchirurgie, wieder eröffnet werden können.

Im zweiten Themenblock unter Vorsitz von Professor Maier (Klinikum Straubing) und Professor Dr. Endemann (Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg) wurden die neuen Leitlinien zur Herzinfarktbehandlung (NSTEMI) von Professor Dr. Birner (Klinikum Amberg) diskutiert. Wie Herzrhythmusstörungen auch interventionell im Herzkatheterlabor behandelt und abladiert werden können, zeigte Professor Dr. Zrenner (Klinikum Landshut-Achdorf) eindrucksvoll.

Den Abschluss bildete eine Sitzung zu neuen Therapieoptionen für Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die mit dem „Zuckermedikament“ Empagliflozin oder Dapagliflozin sehr erfolgreich zukünftig behandelt werden können. Professor Dr. Schwinger, Herzinsuffizienzspezialist aus Weiden, referierte über die Indikationen des Herzinsuffizienzmedikamentes Sacubitril/Valsartan für Patienten mit Herzschwäche und zeigte auf, dass jeder Patient mit eingeschränkter Pumpfunktion die „big five“ der Herzinsuffizienztherapie (Sacubitril/Valsartan oder ACE-Hemmer, β-Blocker, MRA, SGLT2-Hemmer, Diuretika) bekommen sollte.

Professor Grewe vom Klinikum Neumarkt beendete die Veranstaltung mit einer herzlichen Einladung zum 15. Niederbayerisch-Oberpfälzischen Kardiologieforum 2022 nach Neumarkt, die hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann.

 

 

Herz und Covid-19 – 37. Medizinisches Forum

Das 37. Medizinische Forum unter der Leitung von Professor Dr. med. Robert H.G. Schwinger (Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden) unter dem Motto „Herz und Covid-19“ fand erstmals als Online-Livestream-Veranstaltung statt.

Mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Vortrag von Professor Dr. Christopher Reithmann, Chefarzt am HELIOS-Klinikum München West, ausgewiesener Experte für Elektrophysiologie und Herzrhythmusstörungen, der über Ablationstherapie bei Vorhofflimmern und ventrikulären Herzrhythmusstörungen sprach.

Den zweiten Beitrag präsentierte Professor Dr. Bernd Salzberger, Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum in Regensburg und ausgewiesener Experte für Infektionskrankheiten, der zu „Covid-19, was muss der Arzt wissen?“ neueste Informationen und Empfehlungen darlegte. Er zeigte auf, dass bisher nur wenige evidenzbasierte Therapieoptionen für Covid-19 vorliegen, insbesondere Cortison (Dexamethason) bei ausgeprägter Entzündungsreaktion. Die Medikation mit Remdesevir stellte er sehr kritisch dar und wies auf die Notwendigkeit einer konsequenten Impfstrategie hin. Dabei betonte Professor Salzberger, dass auch bereits kurze Zeit nach durchgemachter Covid-19-Infektion durchaus geimpft werden sollte um den „Booster-Effekt“ optimal auszunutzen. Die frühere Vorgabe des RKI, erst nach 6 Monaten zu impfen, ist nach seiner Information eher dem zu diesem Zeitpunkt geringen Vorhandensein von Impfstoff geschuldet. Auch das Auftreten von Nebenwirkungen, z.B. nach der Impfung des Astra Zeneca Impfstoffes, aber auch nach dem Biontech Pfizer Impfstoffes (Herzmuskelentzündung) diskutierten die Referenten und die ärztlichen Teilnehmer im Chat intensiv.

Den Abschluss der in dieser Form einmaligen und sehr erfolgreichen Veranstaltung bildete Professor Dr. Robert Schwinger, der die aktuellen Leitlinien zur Behandlung des Herzinfarktes und neue Therapieoptionen zur Herzschwäche vorstellte. Er wies darauf hin, dass das neue „Zuckermedikament“ Empagliflozin oder Dapagliflozin wohl auch in den neuen Leitlinien zur Behandlung der Herzschwäche 2021 als Standardmedikation jedem Patienten angeboten werden sollte.

Trotz der enormen Teilnehmerzahl und der regen Diskussion im Chat verabschiedete Professor Schwinger alle Teilnehmer mit dem Wunsch und der Hoffnung, dass das nächste Medizinische Forum wieder als Präsenzveranstaltung in Weiden stattfinden wird.

 

 

Aktuelle Informationen der Kliniken Nordoberpfalz zur Corona-Pandemie

Zahl der CoVid-19-Patienten stark zurückgegangen – Geburtshilfe am Krankenhaus Tirschenreuth gut angelaufen

Die sinkenden Inzidenzwerte der Region zeigen sich auch in der Zahl der CoVid-19-Patienten, die eine stationäre und intensivmedizinische Betreuung in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz benötigen. Dort werden insgesamt 14 CoVid-19-Patienten auf der Normalstation (Weiden: 5, Tirschenreuth: 9) und nur noch 5 Patienten auf den Intensivstationen behandelt (Weiden: 1, Tirschenreuth: 4). Das Krankenhaus Kemnath und die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind weiterhin CoVid-frei.

Wie in allen anderen Bereichen und Häusern der Kliniken Nordoberpfalz werden die Besuchsregelungen sehr gut angenommen. Am Klinikum Weiden sind Besuche in der Zeit zwischen 12 bis 18 Uhr möglich, in den Krankenhäusern Kemnath und Tirschenreuth von 10 bis 16 Uhr. Patienten dürfen dabei pro Tag einen Besucher für maximal zwei Stunden empfangen, Kinder bis sechs Jahre sind von dieser Regelung ausgenommen. Die Besuchsperson kann dabei von Tag zu Tag variieren, muss jedoch dem engeren Familienkreis angehören. Darüber hinaus bestehen weiterhin Ausnahmeregelungen für Besuche der Kinderklinik oder Palliativstation. „Wir erhalten viele positive Rückmeldungen und freuen uns, dass unsere Besucher die Regelungen beachten und die Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten. Dazu gehört auch das dauerhafte Tragen einer FFP2-Maske“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin des Klinikverbunds.

Eine Einschränkung bleibt jedoch bestehen: trotz der Gleichbehandlung von geimpften und genesenen Personen im öffentlichen Bereich kann ein Besuch in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz nur erfolgen, wenn ein negatives Testergebnis eines Antigen- oder PCR-Tests vorgelegt wird (nicht älter als 48 Stunden). „Die aktuellen gesetzlichen Regelungen gelten nicht für Krankenhäuser und Kliniken“, betont Michaela Hutzler: „Wir halten uns hier strengstens an die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Uns sind hier leider die Hände gebunden und so bleibt ein negatives Testergebnis so lange Voraussetzung für einen Besuch, bis die Verordnung angepasst wird.“ Einen Überblick über Testmöglichkeiten hat der Klinikverbund auf seiner Internetseite hinterlegt.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind – trotz einer enorm hohen Impfquote – nicht von der Testpflicht ausgenommen. Pro Woche werden in der Abstrichstelle der Kliniken Nordoberpfalz rund 1.000 Tests des Personals durchgeführt.

Trotz der sinkenden Anzahl an CoVid-19-Patienten bleibt die Belastung auf den Intensivstationen weiter hoch, auch wenn sich die Situation dort leicht entspannt hat. Sowohl auf den Normalpflegestationen als auch auf der Intensivstation werden weiterhin Kapazitäten für CoVid-19-Patienten und für traumatologische und neurochirurgische Patienten freigehalten. Auch elektive Operationen werden verstärkt wieder durchgeführt.

Am Krankenhaus Tirschenreuth freut man sich nicht nur über den Rückgang der Corona-Patienten, sondern ist auch mehr als zufrieden mit der ersten Woche nach Wiederaufnahme der Geburtshilfe. „Seit 01. Mai haben bei uns schon zehn Kinder das Licht der Welt erblickt. Es freut uns natürlich, dass unsere Geburtshilfe so gut angenommen wird“, so Chefarzt Dr. Michael Rüth.