News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Neue Leitung, hochspezialisiertes Spektrum, hohe Kompetenz

Oktober 2018

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann folgt auf Prof. Dr. Rudolf Ascherl als Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik

Priv. Doz. Dr. Alexandra Barthmann wird neue Chefärztin der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik am Krankenhaus Tirschenreuth. Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Ascherl an, der sich mit seiner Klinik in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus erarbeitet hat.

Derzeit ist Frau Priv. Doz. Dr. Barthmann als Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schön Klinik Nürnberg-Fürth tätig. Nach ihrem Studium an der Universität Heidelberg durchlief sie unter anderem mehrere assistenzärztliche Positionen am Universitätsklinikum Mannheim, wo sie von 2004 bis 2007 zudem als Oberärztin des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums mit dem Schwerpunkt Endoprothetik und Kinderorthopädie war. Die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzweiterbildung „Spezielle orthopädische Chirurgie“ leitete in der Folge von 2008 bis 2017 die Klinik für Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld und wechselte im vergangenen Jahr an die Schön Klinik Nürnberg-Fürth. „Ich freue mich darauf, in Tirschenreuth den ambulanten und stationären Versorgungsbereich in der Orthopädie und Unfallchirurgie weiter zu vernetzen, um kurze und effektive Wege für die Patienten zu ermöglichen. Wir wollen das etablierte Endoprothetikzentrum fortführen und weiterentwickeln“, so Priv. Doz. Dr. Barthmann, die voraussichtlich ab Januar die Nachfolge des bisherigen Chefarztes Prof. Dr. Rudolf Ascherl antreten wird.

Prof. Dr. Rudolf Ascherl wird seine Tätigkeiten ab dem neuen Jahr auf den ambulanten Bereich im MVZ Stiftland konzentrieren und zudem die Fort- und Ausbildung im ärztlichen Sektor forcieren. Auch er freut sich auf die Zusammenarbeit des neuen Teams: „Wir haben optimale Voraussetzungen, um das Haus in dieser neuen Konstellation weiter voranzubringen. Die Region kann stolz sein, solche Spezialisten gebündelt zu haben. Davon können andere Kliniken nur träumen.“

In der Klinik, die seit einiger Zeit auch den Fachbereich Traumatologie beinhaltet (Unfallchirurgie in spezialisierter und erweiterter Form), wird die neue Chefärztin dann unter anderem vom Sektionsleiter der Traumatologie, Dr. Svend Hofmann, unterstützt, der seit August am Krankenhaus Tirschenreuth tätig ist. Zu seinen Spezialbereichen gehören neben arthroskopische Operationen auch klassische Altersverletzungen, Sportmedizin und Knorpeltransplantationen, zudem ist er Spezialist für Fußchirurgie. Komplettiert wird das Leitungsteam von Leitendem Oberarzt Dr. Kai Wolfram. „Durch die Erweiterung um die Traumatologie und Orthopädie konnten wir unser Spektrum in Tirschenreuth klar erweitern und bieten unseren Patientinnen und Patienten damit ein breites und spezialisiertes Angebot“, erklärt Claudia Kost, Leiterin des Krankenhauses.

Auch Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, freut sich über die neuen Möglichkeiten: „Wir bedanken uns für die herausragenden Leistungen von Herrn Prof. Dr. Ascherl in den vergangenen Jahren. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Tirschenreuth im Bereich der orthopädischen und unfallchirurgischen eine Versorgung auf hohem medizinischem Niveau bieten konnte und deutschlandweit etabliert ist. Gleichzeitig können wir uns glücklich schätzen, dass wir mit Frau Priv. Doz. Dr. Barthmann eine ebenso anerkannte und etablierte Expertin auf dem Gebiet der Orthopädie und speziellen Chirurgie für uns gewinnen konnten.“

 
 

Volkskrankheit Osteoporose

Oktober 2018

Patientenforum der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik stellt Osteoporose am 20. Oktober in den Mittelpunkt

Der 20. Oktober ist der Weltosteoporosetag – denn nicht nur in Deutschland ist diese Volkskrankheit immer weiter auf dem Vormarsch. Rund sechs Millionen Deutsche leiden unter dieser Krankheit. Die Dunkelziffer liegt jedoch wohl deutlich höher, da die Krankheit häufig unerkannt bleibt. Nicht nur aus diesem Grund steht die Osteoporose beim 7. Patientenforum in Tirschenreuth im Mittelpunkt – unter dem Motto „Heile Knochen – Knochenheilung“.

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine chronische Erkrankung, die Knochen porös und brüchig macht. Die Knochen verlieren an Festigkeit und brechen leichter. „Bis etwa zum 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse zu. Der Knochenabbau überwiegt dann spätestens ab dem 40. Lebensjahr. Wer an Osteoporose leidet, bei dem verringert sich die Knochenmasse viel schneller als normal“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Ascherl, Chefarzt der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik am Krankenhaus Tirschenreuth. Die Folge sind vermehrte Knochenbrüche, vor allem an Wirbelsäule und Oberschenkel.

Rund 90 Prozent aller Osteoporose-Erkrankungen sind dabei hormonell bedingt. Frauen nach den Wechseljahren sind daher von Osteoporose stärker betroffen, da der Abfall des Östrogenspiegels dazu führt, dass sie jährlich bis zu vier Prozent ihrer Knochenmasse verlieren. Geschlechterübergreifend gilt: das Knochenbruchrisiko steigt mit dem Alter. Daher sollten Frauen ab 70 Jahren und Männer ab 80 Jahren einen Osteoporose-Check mit Messung der Knochendichte durchführen lassen.

„Risikogruppen, also Patienten mit Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Herzinsuffizienz, sollten sogar noch früher daran denken“, weiß Prof. Ascherl.
Besonders wichtig, nicht nur für diese Risikogruppen, ist aber eine entsprechende Prävention: „Neben einem gesunden Lebensstil ist vor allem ausreichend Bewegung wichtig. Zu wenig Bewegung führt zu einem Abbau von Knochenmasse. Muskeln und Knochen stehen in einer engen Beziehung: weniger Muskeln bedeuten auch weniger Knochen“, so der Chefarzt der Klinik für Traumatologie, Spezielle Chirurgie und Endoprothetik.

Passend zum Weltosteoporosetag steht deshalb auch das Thema Osteoporose beim 7. Patientenforum am 20. Oktober ganz im Mittelpunkt. Mit Dr. Torsten Friese, Dr. Kai Wolfram, Dr. Svend Hofmann, Robert Drechsel, Walter Kutschker und Prof. Dr. Rudolf Ascherl referieren dabei echte Experten und klären dabei über die Krankheit selbst, verschiedene Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Prävention, neue Therapieansätze und wichtige Tipps sowie Hilfsmittel rund um Osteoporose. Ein gemeinsames Quiz rund um das Thema Knochen rundet die Veranstaltung dann ab. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr im Ärztehaus am Krankenhaus Tirschenreuth im Vortragssaal im 1. Stock. Der Eintritt ist frei.

 
 

Große Hilfe für Sozialpädiatrisches Zentrum

Oktober 2018

Lilly Groß-Stiftung unterstützt SPZ am Klinikum Weiden erneut mit 1.700 Euro

Es ist inzwischen fast schon zur Tradition geworden, dass die Lilly Groß-Stiftung das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Weiden unterstützt. Und jetzt konnte sich das Team des SPZ bereits zum dritten Mal über eine Spende in Höhe von 1.700 Euro freuen.

„Ich finde es wertvoll, dass es kranken Kindern im Sozialpädiatrischen Zentrum ermöglicht wird, die bestmögliche Betreuung im Zusammenspiel aller Ärzte und Therapeuten zu bekommen. Vor allem für die betroffenen Eltern stellt das ein Höchstmaß an kompetenter Beratung und Behandlung ihrer Kinder in allen Bereichen sicher“, erklärte Christian Wolf, Filialleiter der HypoVereinsbank Weiden, die die Vorstandsarbeit ehrenamtlich leistet. Er und Tobias Wolf wiesen vor allem auf die Vielseitigkeit des SPZ hin: „Das, was hier geleistet wird, deckt sich genau mit dem Willen der Stiftung.“

Nach der Startfinanzierung für das Galileo-Trainingsgerät bei der ersten Spende, mit dem eine Verbesserung der Muskelspannung möglich wird, wurde im Vorjahr mit der Spende der Lilly Groß-Stiftung die Anschaffung eines Neurofeedback-Geräts umgesetzt, das Kinder bei der Verbesserung von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen unterstützt. Nach den projektbezogenen finanziellen Hilfen der Vorjahre profitieren diesmal alle Fachbereiche. So können beispielsweise Sprachcomputer für Kinder mit Körper- oder Sprachbehinderung im Bereich der Logopädie oder Buchmaterial für die Psychologie angeschafft werden, mit dem ein Verständnis für vorliegenden Krankheiten geschaffen werden kann und das bei der Bewältigung der Krankheit helfen soll. Auch für die Physio- und Ergotherapie können zukünftig weitere neue Therapiemittel eingesetzt werden.

Entsprechend groß war die Freude bei Dr. Susanne Rinnert, der ärztlichen Leitung des SPZ, als die Spende übergeben wurde. „Die vielfältigen Einsatzbereiche der neuen Geräte zeigen die Bandbreite der Therapien, mit denen wir es zu tun haben. Besonders schön ist, dass wir die Geräte in verschiedenen Fachbereichen interdisziplinär anwenden und Behandlungserfolge nachvollziehen können“, bedankte sich Dr. Rinnert.

Auch Manfred Tretter, Finanzchef der Kliniken Nordoberpfalz AG, freute sich über die Unterstützung: „Das SPZ hat eine enorme Bedeutung für die nördliche Oberpfalz. Wir sind dankbar für diese Spende der Lilly Groß-Stiftung, die es ermöglicht, junge Patienten optimal behandeln zu können.“

Die Lilly Groß-Stiftung wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Der Stifterin war es ein besonderes Anliegen, sowohl die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder als auch die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Tiere im Sinne des Tierschutzgedankens in den Mittelpunkt zu stellen. Die ehrenamtlichen Stiftungsvorstände freuen sich darüber, dass mit der finanziellen Unterstützung der Stiftungszweck erfüllt und das Wirken der Stifterin in ihrem Sinne für Projekte zu Gunsten Kinder in ihrer Heimat fortgeführt wird. Und bereits jetzt konnten Christian Wolf und Tobias Wolf dem SPZ zusichern, auch bei den nächsten Großprojekten unterstützend zur Seite zu stehen.

 
 

Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen

Oktober 2018

Kliniken Nordoberpfalz AG freut sich über rund 90 neue Auszubildende im Bereich der Pflege

Die Kliniken Nordoberpfalz AG betreut jährlich rund 100.000 Patienten stationär und ambulant. Das ist natürlich nur mit dem entsprechenden Personal möglich. Gerade in Zeiten des Pflegepersonalmangels kann man sich daher über rund 90 neue Auszubildende im Bereich der Pflege freuen. Und die können vier ehemaligen Auszubildenden nacheifern, die mit dem Staatspreis der Regierung der Oberpfalz ausgezeichnet wurden.

Thomas Baldauf, Pflegedirektor und Leiter der Gesundheitsakademie NEW LIFE in Neustadt/WN, begrüßte die neuen Auszubildenden jetzt in einer kleinen Feierstunde. Die Ausbildung sei vergleichbar mit einer Bergtour, die gemütlich losgehe, aber dann auch ihre Tücken zeige. „Der Gipfel, also das Examen, ist nur über viele Täler und zum Teil ungemütliche Wege erreichbar“, so Baldauf, der den neuen Auszubildenden auch auf den Weg mit gab, diese Mission nur erfüllen zu können, wenn man von Anfang an dabei bleibe: „Sonst wird der letzte Anstieg zum Examen zu heftig.“

Die neuen Auszubildenden aus den Bereichen Generalistische Ausbildung, Gesundheits- und Krankenpflege, Krankenpflegehilfe und Operationstechnische Assistenz, können sich aber auf gute Vorbilder berufen. Denn aufgrund ihres hervorragenden Examens mit einer Gesamtnote von 1,5 und besser wurden Sandra Hulin, Adnan Barami, Franziska Stöckl und Felix Albrecht mit dem Staatspreis der Regierung der Oberpfalz ausgezeichnet, der ihnen im Rahmen der Begrüßung der neuen Auszubildenden von Thomas Baldauf überreicht wurde. „Auch wenn es Höhen und Tiefen gab, haben diese vier jungen Menschen bewiesen, was möglich ist“, erklärte Baldauf.

Die Kliniken Nordoberpfalz AG bietet rund 3.000 Menschen einen Arbeitsplatz und gehört damit zu den größten Arbeitgebern der nördlichen Oberpfalz. Zudem werden rund 300 junge Frauen und Männer ausgebildet. Damit ist die Kliniken Nordoberpfalz AG einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. In diesem Jahr haben 34 Personen die Generalistische Pflegeausbildung aufgenommen, 34 absolvieren die Ausbildung in der Krankenpflegeschule, 11 junge Männer und Frauen haben die Ausbildung zur Krankenpflegehilfe und 12 zur Operationstechnischen Assistenz begonnen. Eine Ausbildung bei der Kliniken Nordoberpfalz AG bedeutet aber nicht immer eine Tätigkeit am Patienten. Neben den Ausbildungen im pflegerischen Bereich bietet die Kliniken Nordoberpfalz AG auch Ausbildungen zum Kaufmann-/frau im Gesundheitswesen, Medizinische Fachangestelle/r, Koch / Köchin, Pharmazeutisch Kaufmännische/r Assistent/in oder Fachinformatiker/in für Systemintegration an.


 
 

Ludwig macht die 1.000 voll

Oktober 2018

Babyboom am Klinikum Weiden hält an

Gerade ein paar Tage alt, aber schon voll im Mittelpunkt: der kleine Ludwig ist die 1.000 Geburt des Jahres am Klinikum Weiden. Er kam am Donnerstag um 12:54 Uhr auf die Welt – und ist der ganze Stolz der frischgebackenen Eltern!

Mit einer Größe von 50 Zentimetern und einem Gewicht von 3365 Gramm geht es dem Jubiläumskind bestens. Mama Vanessa und Papa Christian sind stolz auf ihren Nachwuchs: „Wir freuen uns auf die Zeit, die jetzt vor uns liegt“, so das frischgebackene Elternpaar, das vor drei Jahren nach Schwarzenbach gezogen ist.
Inzwischen ist Ludwig schon zu Hause und sorgt dort für Schwung. Im Klinikum Weiden wurden er und seine Eltern von Dr. Ines Erhardt, Fachärztin Dr. Elena Kitaynik, der stellvertretenden Pflegedirektorin Michaela Hutzler und Elisabeth Kick, stellvertretende Stationsleitung, mit einem Blumenstrauß überrascht.

Für Dr. Erhardt war die Geburt von Ludwig eine der ersten als Leiterin der Geburtshilfe am Klinikum Weiden. Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin hat mehr als 15 Jahre als Oberärztin die Geburtshilfe im Klinikum Amberg geleitet. Anfang Oktober hat sie als leitende Oberärztin die Nachfolge des langjährigen Leiters der Geburtshilfe, Dr. Karlheinz Mark, übernommen. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und natürlich auch darüber, dass wir die perinatologische Versorgung in Weiden weiterhin gewährleisten können“, so Dr. Erhardt. Sie ist seit einigen Tagen schwerpunktmäßig am Klinikum Weiden tätig. Aufgrund der engen Kooperation mit dem Klinikum St. Marien steht sie aber auch weiterhin, wenn auch in reduziertem Ausmaß, dem Klinikum St. Marien Amberg zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr erblickten im Klinikum Weiden genau 1.400 Kinder das Licht der Welt. Auch in diesem Jahr bewegt sich die Zahl der Geburten bisher auf hohem Niveau.


 
 

Leuchtturm der Palliativmedizin – weit über die Region hinaus

Oktober 2018

Palliativstation Neustadt an der Waldnaab feiert zehnjähriges Bestehen

Damals, im Jahr 2008, war die Skepsis gegenüber der Palliativstation in Neustadt an der Waldnaab groß. Heute, zehn Jahre später, hat sich dieses Bild mehr als gewandelt: die Bedeutung und Wichtigkeit der Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz AG mit ihrem ganzheitlichen und multiprofessionellen Betreuungsansatz ist tief in der Bevölkerung verankert. In diesen Tagen feiert die Einrichtung ihr zehnjähriges Bestehen.

Die ersten Pläne für eine Palliativstation gehen in die 90er Jahre zurück. Nach einer langen und akribischen Vorbereitungsphase konnte das Team um die damalige Leitung Dr. Susanne Kreutzer und Beate Spickenreuther dann im Juli 2008 die Palliativstation eröffnen. Am Tag der offenen Tür damals kamen schon vor der Fertigstellung rund 3.000 Interessierte und machten sich selbst ein Bild von einer der damals größten Stationen bayernweit.

Auch heute werden am Fuße des Klosters St. Felix Patienten betreut, die an weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren und lebensbegrenzenden Erkrankungen leiden. Dazu gehören Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung ebenso wie Patienten mit anderen internistischen oder neurologischen Krankheitsbildern – mehr als 3.300 Patienten waren es in den vergangenen zehn Jahren. „Unser Ziel ist, die vorhandenen Beschwerden unserer Patienten mit individuell angepassten Maßnahmen zu lindern. Neben palliativärztlicher und pflegerischer Betreuung gehören dazu auch Physiotherapie, Musik- und Atemtherapie, Seelsorge und vieles mehr“, erklärt Dr. Stephanie Kuchlbauer, die die Station seit Januar 2017 leitet. Zusätzlich zur medizinischen Betreuung ergänzen verschiedene Aktionen den Alltag der Patienten, wie zum Beispiel musikalische Nachmittage mit der Musikschule Neustadt oder die Besuche von Haustieren oder Therapiehunden.

Doch nicht immer ist eine Heilung möglich. Dann geht es darum, den Patienten ein möglichst beschwerdefreies Leben ermöglichen zu können. Doch ein Aufenthalt auf der Palliativstation ist kein Weg ohne Rückkehr, betont Dr. Kuchlbauer: „Palliativ heißt nicht, dass ein Patient die Station nicht wieder verlässt. Wir sind keine Sterbestation.“

Über die Jahre hinweg wurde das ohnehin hohe Niveau des ärztlichen und pflegerischen Personals stetig ausgebaut. „Fast alle Mitarbeiter haben eine Palliativ-Care-Ausbildung, hier haben wir fast ein Alleinstellungsmerkmal weit über die Region hinaus. Und auch andere Weiterbildungen werden regelmäßig wahrgenommen“, so Dr. Kuchlbauer. Fortbildungen, die – ähnliche wie die damalige Verwirklichung der Palliativstation – aufgrund begrenzter staatlicher Förderung nur mit Hilfe aus der Region umgesetzt werden konnten bzw. können. Viele Geld- und Sachspenden durch Privatpersonen oder Unternehmen, aber auch der große Rückhalt durch die Kliniken Nordoberpfalz AG und führende Politiker der Region haben die Palliativstation zur heutigen Bedeutung geholfen.

Eine besonders wichtige Rolle kommt hier noch immer dem Förderverein für Schwerkranke zu. „Wir haben in den vergangenen Jahren enorm viel finanzielle Unterstützung durch den Förderverein für Schwerkranke erhalten, der für unsere Arbeit und den Dienst am Patienten eine der wichtigsten Stützen ist“, betont Beate Spickenreuther, pflegerische Stationsleitung der Palliativstation. „Nur so können wir beispielsweise Aus- und Weiterbildungen zu Musik- oder Atemtherapeuten oder andere große Projekte überhaupt umsetzen.“ Basis dafür ist eine über die Jahre gewachsene Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen, Schulungen, Unterricht oder Führungen. Zudem ist die Palliativstation in Neustadt eine beliebte Hospitationsstelle für alle medizinische Disziplinen und Hospizbegleiter. Über die Jahre hinweg wurden außerdem unzählige Ärzte zu Palliativmedizinern weitergebildet.

Fast pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum ist wieder einiges in Bewegung bei der Palliativstation. Im Dezember wird der Umzug in den Neubau neben dem Klinikum Weiden, den achten Bauabschnitt, umgesetzt. „Wir haben dort mehr Platz und können auch unser therapeutisches Spektrum erweitern, unter anderem um Akupunktur, Aromatherapie, Klangschalenmassagen und vieles mehr“, freut sich Dr. Kuchlbauer auf die neuen Räumlichkeiten. Auch von dort aus soll die Zusammenarbeit mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, der SAPV Waldnaab, weiter fortgeführt und ausgebaut werden.

Dort, wo die Palliativstation derzeit untergebracht ist, wird dann ein Hospiz sein. Zuvor wird aber das zehnjährige Jubiläum gefeiert – im Wissen, einen Leuchtturm der Palliativmedizin geschaffen zu haben, der weit über die Region hinausstrahlt.


 
 

Chefärzte im Gespräch

Oktober 2018

Prof. Dr. Anton Scharl eröffnet achtteilige Vortragsreihe am Klinikum Weiden

Was tun gegen Rückenschmerz, wenn die konservative Therapie versagt? Welche therapeutischen Möglichkeiten bietet eine Endoskopie? Ist chronischer Blasenschmerz heilbar? Und was sind eigentlich die wirklich gefährlichen Risiken des Alltags? Diese und noch mehr medizinische Fragestellungen stehen bei der achtteiligen Vortragsreihe des Klinikums Weiden im Mittelpunkt. Eröffnet wird die Vortragsreihe am 11. Oktober durch Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg – Tirschenreuth – Weiden.

Die Vortragsreihe bietet einen breiten Überblick über das medizinische Spektrum des Klinikums Weiden. „Wir wollen mit diesen Vorträgen informieren, Themen aus dem Alltag in den Mittelpunkt stellen und die Bevölkerung damit natürlich auch aufklären“, beschreibt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, die achtteilige Reihe, an der insgesamt mehr als zehn Chefärzte im Eingangsbereich des Klinikums informieren und nach der Veranstaltung für weitere Fragen bereitstehen.

Den Auftakt bildet dabei die Frage, welche Risiken für Menschen tatsächlich bedrohlich sind. Prof. Dr. Anton Scharl, Direktor der Frauenkliniken Amberg – Tirschenreuth – Weiden, wird in seinem Vortrag „Risiken des Alltags – lösen Deodorants Brustkrebs aus?“ erklären, dass viele Risikofaktoren in der Bevölkerung zu präsent sind. „Risiken, die wir nicht kontrollieren können, werden überschätzt, während andere Risiken, die wir selbst in der Hand haben und etwas dagegen tun können, stark unterschätzt werden“, so Prof. Dr. Scharl, der dabei beispielsweise auch auf die unterschiedlichen Risiken verschiedener Fortbewegungsarten (Flugzeug – Auto) eingehen wird.

Zu den am häufigsten unterschätzten Risiken des Alltags zählt aber die Lebensführung eines jeden Einzelnen. „Dass der Lebensstil Auswirkung auf die Gesundheit hat, ist in der Gesellschaft zumindest einigermaßen bekannt. Wichtig ist aber, auch den Mechanismus von Gefahren zu verstehen“, erklärt Prof. Dr. Scharl, der beispielsweise darauf verweist, dass die Angst vor Krebs in vielen Fällen größer ist als vor Herz-Kreislauf-Leiden, obwohl letzteres oft doppelt so gefährlich ist.

Neben den Aspekten einer ungesunden Ernährung, Rauchen oder Bewegungsmangel auf die Gesundheit wird Prof. Dr. Scharl in seinem Vortrag am 11. Oktober um 19 Uhr in der Eingangshalle des Klinikums Weiden aber auch auf weitere alltägliche Risiken eingehen und dabei auch klären, ob Deodorants wirklich Brustkrebs fördern oder ob es hierbei – wie so oft – immer eine Frage des richtigen Maßes ist.


 
 

Krankenpflege ist Herzenssache

September 2018

Eine harte Zeit des Lernens liegt hinter der Abschlussklasse der Berufsfachschule für Krankenpflege der Gesundheitsakademie “New Life”. 14 Absolventen durften jetzt in einer Feierstunde ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Am Ende der Ausbildung wurde gefeiert. 14 Absolventen haben es geschafft und die staatliche Abschlussprüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgreich bestanden. Alle Absolventen sollen übernommen werden. Bei der Abschlussfeier wurden ihnen die Zeugnisse überreicht. 4600 Stunden theoretische und praktische Ausbildung lagen hinter den Absolventen. Praxiseinsätze in Wöllershof und ambulanten Pflegeeinrichtungen kamen dazu. Sechs Stunden Abschlussprüfung, sechs Stunden praktische Prüfung sowie die mündliche Prüfung folgten.

Dass mit der Ausbildung auch ein ganzer Lebensabschnitt zu Ende gehe, sagte Pflegedirektor Thomas Baldauf. „Doch jedes Ende ist ein neuer Anfang“ gab dieser den Absolventen als Empfehlung mit auf den Weg. Ratschläge für die berufliche Zukunft formulierte auch Schulleiterin Beate Mark. „Freuen Sie sich über das Erreichte, denn Freude gibt dem Leben Flügel“. Mark empfahl auch sich immer seiner eigenen Ressourcen bewusst zu sein und diese auszuschöpfen. Lernprozesse im Lebenslauf könnten jetzt zielgerichtet selbst bestimmt werden und „Enttäuschungen sollten als Lernsituation betrachtet werden“.

Als Prüfungsbeste wurden Sandra Hulin (Note 1,66), Sandra Bartha (2,0), Ludwig Kutzer (2,0) und Julia Tretter (2,0) ausgezeichnet. Hulin darf sich um ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung bewerben. Sie möchte Pflegepädagogik oder Medizinische Pädagogik studieren, wie sie sagte. Julia Jahn und Ludwig Kutzer sprachen im Namen der Absolventen. „Ich kann diese Ausbildung nur jedem ans Herz legen“, sagte Kutzer. Für die musikalische Umrahmung der Abschlussfeier sorgte das Saxophontrio unter Leitung von Markus König. Den Abschlussgottesdienst gestalteten Sabine Dachauer und Helmut Brandl.

Hier geht es zum vollständigen Artikel im Neuen Tag.

(Quelle: onetz.de)


 
 

Wichtiger klinischer Knoten für den Beckenboden

September 2018

Klinikum St. Marien Amberg und Kliniken Nordoberpfalz AG setzen Startschuss

Ursachen von Erkrankungen des Beckenbodens können ebenso wie die damit verknüpften Beschwerdebilder sehr unterschiedlich sein. Umso wichtiger bei der Versorgung ist der enge Austausch der niedergelassenen Ärzte, der Fachärzte und der Klinik gebunden Spezialisten. Im Sinne der Patientinnen und Patienten sind die beiden großen Kliniken in der nördlichen Oberpfalz, das Klinikum St. Marien Amberg und die Kliniken Nordoberpfalz AG, jetzt noch einen Schritt weiter gegangen und setzten den Startschuss für ein überregionales Kontinenz- und Beckenbodenzentrum. „Profitieren sollen und werden die Patienten“, gab sich Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer bei der thematisch wie fachlich hochkarätig besetzten Auftaktveranstaltung zuversichtlich. Der Chefarzt der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden konnte mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen in Weiden begrüßen.

Das Spektrum der Fachvorträge umfasste im ersten Block die Differentialdiagnose der Inkontinenz zur korrekten Auswahl der Therapieoptionen, konservative Therapien der Drang- und Belastungsinkontinenz und Injektionstherapie mit Botulinum-Toxin, besser bekannt als „Botox“, das seine eher zweifelhafte Berühmtheit in der Faltentherapie alternder Filmsterne beiden Geschlechts erlangt hat. In der Urologie kann es jedoch ohne Gefahr größerer Nebenwirkungen und mit hervorragendem Erfolg zur Behandlung von therapieresistenter Dranginkontinenz eingesetzt wird.

Im zweiten Teil stand die operative Versorgung von Dezensus, also Senkungszuständen, im Mittelpunkt. Mögliche Auslöser dieses Krankheitsbildes sind Schwangerschaft, Geburten, Bindegewebsschwäche, schwere körperliche Tätigkeit, chronische Verstopfung oder chronischer Husten. Über die Möglichkeiten und Vorteile der laparoskopischen, also minimal-invasiver Operationsmethoden bestand seitens der aufgerufenen Fachreferenten kein Zweifel. Zur Darstellung der Vorteile einer neuen Operationsmethode hatte Prof. Dr. Dr. Bschleipfer mit Dr. Michael Anapolski aus Dormagen einen erfahrenen Operateur eingeladen. Standardtherapie und neue Herangehensweise wurden kritisch verglichen. Beide umfassend vorgestellten Operationsmethoden kommen zu hohen Erfolgsquoten von deutlich über 90 Prozent.

„Von Kollegen zu Kollegen“ oder noch stärker: „Kooperation statt Konkurrenz“ – Vom gelebten Motto der Initialveranstaltung werden die Patienten zukünftig vor allem dadurch profitieren, dass die Fälle umfangreich und aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln betrachtet werden können – und das möglicherweise sogar ortsunabhängig. „Beckenbodenkonferenzen, die beispielsweise auch als überregionale Videokonferenzen abgehalten werden können, bringen Erfahrung und Expertise unmittelbar zu den Patienten“, blickt Prof. Dr. Dr. Bschleipfer in die Zukunft. Geplant sind Patientenveranstaltungen, ein Kliniken Nordoberpfalz AG gezieltes Kommunikationskonzept, um Innovationen zeitnah einem breiten Publikum zugängig zu machen, und natürlich weitere ärztliche Fortbildungen.


 
 

Detaillierte Informationen über breites Spektrum

September 2018

Krankenhaus Kemnath informiert bei Vortragsreihe

Wie gehe ich am besten mit Schmerz um? Was kann jeder selbst gegen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall tun? Und worauf ist bei Schulter-, Hüft- oder Knieprothesen zu achten? Diese und weitere Fragen stehen bei der Vortragsreihe des Krankenhauses Kemnath im Mittelpunkt, die Mitte September startet und bei der bis Ende März monatlich ein medizinisches Kernthema des Hauses beleuchtet wird.

„Wir wollen den Zuhörerinnen und Zuhörern bei unserer Vortragsreihe einen verständlichen Überblick bieten und dabei aber nicht nur allgemein informieren, sondern auch auf spezielle Probleme eingehen“, erklärt Carina Ascherl, Leiterin des Krankenhauses Kemnath. Sie hat gemeinsam mit den Ärzten das Vortragsprogramm organisiert, für das Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. „Es freut mich, dass die Vortragsreihe in diesem Jahr wieder auflebt. Gerade die Möglichkeit, direkt auf die verantwortlichen Ärzte zugehen zu können, ist wichtig und macht dieses Format so besonders“, so Kemnaths Bürgermeister.

Den Auftakt bildet der Vortrag von Anästhesist Dr. Hans-Jürgen Honikel, der am 20. September auf das Thema Schmerz und Schmerzbewältigung eingehen wird. Was jeder selbst tun kann, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden, darüber informiert am 25. Oktober Dr. Gerhard Jilge, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Im letzten Vortrag des Jahres 2018 am 29. November stellt Dr. Florian Höhler, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, die Schilddrüsenchirurgie in den Mittelpunkt.
Zum Auftakt des Jahres 2019 erläutert Marc Schmidt aus dem MedCenter am 31. Januar die Bedeutung von neurochirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule. Dr. Wolfgang Gruber, ärztlicher Leiter des MedCenters, wird am 28. Februar Wissenswertes über Schulterendoprothetik berichten. Den Abschluss bildet der gemeinsame Vortrag der Orthopäden Dr. Michael Kampe und Dr. Holger Eggers am 21. März, die das Thema Hüft- und Knieendoprothesen genauer beleuchten werden.

Alle Vorträge starten um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Kemnath. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei!