News der Kliniken Nordoberpfalz AG

Große Hilfe für Sozialpädiatrisches Zentrum

Lilly Groß-Stiftung unterstützt SPZ am Klinikum Weiden erneut mit 1.900 Euro

5Es ist inzwischen fast schon zur Tradition geworden, dass die Lilly Groß-Stiftung das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Weiden unterstützt. Im Jahr des fünfjährigen Bestehens konnte sich das Team des SPZ erneut über eine Spende freuen – diesmal in Höhe von 1.900 Euro.

„Ich finde es wertvoll, dass so eine Einrichtung geschaffen wurde, die es kranken Kindern ermöglicht, eine bestmögliche Betreuung im Zusammenspiel aller Ärzte und Therapeuten zu bekommen. Das stellt, vor allem für die betroffenen Eltern, ein höchstes Maß an kompetenter Beratung und Behandlung ihrer Kinder in allen Bereichen sicher. Wir freuen uns, mit der Spende einen Teil dazu beizutragen, dass es schwer erkrankten Kindern ermöglicht wird, einen Schritt nach vorne in ihrer Entwicklung oder Genesung zu machen“, so Christian Wolf, Filialdirektor der HypoVereinsbank Weiden, die die Vorstandsarbeit der Stiftung ehrenamtlich leitet. In diesem Jahr wurde das SPZ bereits zum vierten Mal mit einer Spende bedacht. Er und Tobias Wolf wiesen vor allem auf die Vielseitigkeit des SPZ hin: „Hier wird genau das geleistet, was dem Willen der Stiftung entspricht.“

Nach der Startfinanzierung für das Galileo-Trainingsgerät bei der ersten Spende, wurde 2017 mit der Spende der Lilly Groß-Stiftung die Anschaffung eines Neurofeedback-Geräts umgesetzt, das Kinder bei der Verbesserung von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen unterstützt. Nach den projektbezogenen finanziellen Hilfen der Vorjahre und der Unterstützung verschiedener kleinerer Projekte aller Therapiebereiche im Jahr 2018 ist die diesjährige Spende der Grundstock für die Realisierung einer videobasierten Ganganalyse. „Wir wissen, dass es sich um ein ehrgeiziges Projekt handelt, für dessen Umsetzung wir auch noch auf weitere Spenden angewiesen sind. Aber wir könnten damit die Versorgungsqualität deutlich verbessern und darum freuen wir uns umso mehr über die Unterstützung“, bedankte sich die Chefärztin des SPZ, Dr. Susanne Rinnert, für die großzügige Spende der Lilly-Groß-Stiftung.

Mit dem System der Ganganalyse soll die Diagnostik von Bewegungsstörungen und die daraus resultierende Hilfsmittelversorgung optimiert werden. Die verbesserte Dokumentation und Darlegung bei der Hilfsmittelverordnung ermöglicht es zusätzlich, schneller und unkomplizierter eine Genehmigung für Hilfsmittel für die jungen Patienten zu erhalten. „Wir investieren damit in die Zukunft unserer Kinder und können eine optimale Behandlung ermöglichen“, so Dr. Rinnert.

Die Lilly Groß-Stiftung wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Der Stifterin war es ein besonderes Anliegen, sowohl die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder als auch die Förderung und Unterstützung hilfsbedürftiger Tiere im Sinne des Tierschutzgedankens in den Mittelpunkt zu stellen. Die ehrenamtlichen Stiftungsvorstände freuen sich darüber, dass mit der finanziellen Unterstützung der Stiftungszweck erfüllt und das Wirken der Stifterin in ihrem Sinne für Projekte zu Gunsten Kindern in ihrer Heimat fortgeführt wird. Und bereits jetzt konnten Christian Wolf und Tobias Wolf dem SPZ zusichern, auch bei den nächsten Großprojekten unterstützend zur Seite zu stehen.

Wer sich selbst ein Bild von der Arbeit des Sozialpädiatrischen Zentrums machen möchte, der kann dies am 21. September ab 11 Uhr tun. Nach einem Festakt anlässlich des 5-jährigen Bestehens des SPZ werden bei einem Tag der Offenen Tür die Räumlichkeiten und die Angebote des Sozialpädiatrischen Zentrums genauer vorgestellt. Am 9 November steht dann wieder das jährliche Fachsymposium des SPZ für Kooperationspartner und Fachpersonen in der OTH Weiden auf dem Programm.

 

 

Punktlandung bei der 200. Geburt

Laura ist das 200. Kind, das in diesem Jahr im Krankenhaus Tirschenreuth das Licht der Welt erblickt

55 cm groß, 3.830 Gramm schwer und eine echte Punktlandung: die kleine Laura kam auf den Tag genau zum errechneten Termin auf die Welt und ist damit das 200. Neugeborene des Jahres im Krankenhaus Tirschenreuth.

Mama Tereza und Papa Sascha blicken voller Stolz auf ihr erstes Kind. Die Familie, die in der Nähe von Hof lebt, hat sich bewusst für eine Geburt in Tirschenreuth entschieden – obwohl dazwischen auch anderswo die Entbindung möglich gewesen wäre. „Die familiäre Atmosphäre ist einfach schön. Wir sind toll betreut worden und sehr zufrieden“, so die frischgebackenen Eltern. Vor der Geburt wurde Mama Tereza von Frauenarzt Dr. Ladislav Dedek in Waldsassen betreut, was die beiden zusätzlich zum Schritt nach Tirschenreuth bewegte. Und so freuen sich die jungen Eltern über ihren Nachwuchs in einem der mehreren Familienzimmer, in dem auch Papa Sascha die ersten Nächte mit verbringen konnte.

Gemeinsam mit Krankenhausleiterin Claudia Kost gratulierte das Team um Chefarzt Dr. Michael Rüth der jungen Familie dann nicht nur zum Nachwuchs, sondern eben auch dazu, dass Laura das 200. Baby des Jahres im Krankenhaus Tirschenreuth war. Gerade im Jubiläumsjahr des 200-jährigen Bestehens des Krankenhauses, das im Herbst noch groß gefeiert wird, eine besondere Zahl. „Wir freuen uns über das Vertrauen, das die werdenden Eltern uns immer entgegenbringen und sind stolz auf den familiären Charakter unserer Geburtshilfe“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Rüth.

Bei den Entbindungszahlen befinde man sich auf Vorjahresniveau, wobei man die 368 Neugeborenen aus dem Jahr 2018 vielleicht sogar noch übertreffen könnte: „Für den August haben wir bereits 50 Anmeldungen für Entbindungen“, verrät Krankenhausleiterin Claudia Kost, die Mama Tereza mit einem Blumenstrauß überraschte.

 

 

Klinikum Weiden gehört zu Deutschlands besten Krankenhäusern

Auszeichnung durch renommiertes F.A.Z-Institut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Das Klinikum Weiden gehört zu Deutschlands besten Krankenhäusern in der Kategorie 500 bis 800 Betten. Das hat eine Studie des F.A.Z-Instituts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergeben. Nach der Auszeichnung des Krankenhauses Kemnath im Vorjahr gehört damit erneut ein Krankenhaus der Kliniken Nordoberpfalz AG zur bundesweiten Spitzengruppe. Das Besondere an dieser Studie: es werden sowohl Qualitätsberichte als auch die Meinung von Patienten berücksichtigt. Die Zahl der Siegel und Auszeichnungen der vergangenen Wochen für die Kliniken Nordoberpfalz AG steigt damit weiter an.

„Wir freuen uns enorm über diese Auszeichnung, denn sie zeigt, dass sich das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen im medizinischen und pflegerischen Bereich zum Wohle unserer Patienten immer lohnt“, erklärt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Das Klinikum Weiden erreichte in der Kategorie der Häuser mit 500 bis 800 Betten 85,7 von 100 möglichen Punkten. Bundesweit entspricht das Platz 25.
Für die Studie, die vom F.A.Z-Institut und dem IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung erstellt wurde, wurden sowohl die aktuell verfügbaren Qualitätsberichte der Krankenhäuser als auch in Bewertungsportalen hinterlegte Patientenmeinungen systematisch ausgewertet. Dazu gehörten Daten aus dem TK-Klinikführer und der Weißen Liste, aber auch des führenden Bewertungsportals klinikbewertungen.de. Das Berechnungsmodell basiert dabei auf verschiedenen Säulen der sachlichen und emotionalen Bewertung. Eine Auszeichnung erhielten dabei nur Krankenhäuser, die einen bestimmten Grenzwert überschreiten konnten.

Bewertungsportale stellen eine gute und einfach handhabbare Quelle dar, jedoch fehlt hier die Einordnung von objektiven und messbaren Kritierien, die die Qualitätsberichte des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss) liefern. Die Studie des F.A.Z-Instituts hat dafür beide Bewertungsstränge zusammengeführt. Das Ergebnis ist ein neuer Überblick über Deutschlands beste Krankenhäuser. „Qualitätsberichte und Patientenempfehlung stellen für sich genommen unterschiedliche Bewertungen und Information dar. Zusammengenommen bieten sie aber einen guten Überblick über die Qualität eines Hauses. Und es beweist erneut, dass wir mit unseren optimalen Behandlungsmethoden und der mondersten Ausstattung der größte und wichtigste medizinische Versorger der nördlichen Oberpfalz sind“, so Josef Götz.

Die aktuelle Auszeichnung als eines der besten Krankenhäuser Deutschlands erweitert die derzeitige positive Bewertung der Kliniken Nordoberpfalz AG. Bereits vor einigen Wochen zeichnete das Wirtschaftsmagazin FOCUS Money die Kliniken Nordoberpfalz AG aufgrund überdurchschnittlich guter Bewertungen in den Bereichen Management, Nachhaltigkeit, Produkt und Service, Leistung als Arbeitgeber und Wirtschaftlichkeit mit dem Siegel „Höchste Reputation“ aus. Damit gehört der Klinikverbund zur bundesweiten Topgruppe in der Krankenhaus-Branche. Zudem erhielten Prof. Dr. Theodor Klotz, Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer (Chefärzte der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden) sowie Prof. Dr. Anton Scharl (Direktor der Frauen-kliniken Amberg Tirschenreuth Weiden) vom Magazin FOCUS Gesundheit die bekannte Auszeichnung als „Top-Mediziner 2019“. Sie zählen damit zu den bundesweit am häufigsten empfohlenen Spezialisten ihres Fachs.

 

 

Zwei von Deutschlands besten Urologen

Magazin FOCUS-GESUNDHEIT empfiehlt Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer und Prof. Dr. Theodor Klotz

Immer mehr Männer leiden unter Inkontinenz, Harnsteinen, Testosteronmangel oder an Prostataproblemen. Dass Patienten gerade bei gutartigen Prostatavergrößerungen (BPS) im Klinikum Weiden eine ausgezeichnete Behandlung erhalten, das zeigt auch ein Blick auf die FOCUS-Ärzte-Liste 2019: denn die beiden Chefärzte der Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie am Klinikum Weiden, Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer und Prof. Dr. Theodor Klotz, werden in der aktuellen Ausgabe des Magazins FOCUS-GESUNDHEIT als „Top-Mediziner 2019“ ausgezeichnet. Sie zählen damit zu den bundesweit am häufigsten empfohlenen Spezialisten ihres Fachs.

Für den Bereich der gutartigen Prostatavergrößerung wurden weniger als 50 der rund 6.000 Urologen deutschlandweit in die FOCUS-Ärzteliste aufgenommen. Die beiden Urologie-Chefärzte des Klinikums Weiden gehören wie schon in den Vorjahren aber dazu. „Für Patienten ist die FOCUS-Ärzteliste ein wichtiges Orientierungsmedium, wenn sie auf der Suche nach Experten für ein bestimmtes Fachgebiet sind. Die Platzierung ist für uns aber auch eine Bestätigung der hohen Qualität und des Niveaus der Diagnostik, Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten am Klinikum Weiden“, so die ausgezeichneten Top-Mediziner.

Seit mehr als 20 Jahren veröffentlichen FOCUS und FOCUS-GESUNDHEIT die führenden Mediziner in Deutschland auf den Ärztelisten. Dafür werden über mehrere Monate hinweg bundesweite Umfragen unter Ärzten durchgeführt, die zum fachlichen Können ihrer Kollegen befragt werden. Auch die Meinungen von Patienten und Arztbewertungsportalen fließen in die Bewertung mit ein, aber auch weitere Kriterien wie Zertifizierungen und wissenschaftliche Publikationen.

Im Namen der Geschäftsführung gratulierte auch Manfred Tretter, Finanzchef der Kliniken Nordoberpfalz AG: „Diese Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung der ärztlichen Arbeit, die Tag für Tag geleistet wird. Und Empfehlungen unter Kollegen und von Patienten sind wohl die ehrlichsten Kriterien überhaupt“, so Tretter. Nur Experten mit besonders vielen Empfehlungen und überdurchschnittlich positiven Bewertungen schaffen es auf die Liste. Im Jahr 2019 haben dies rund 3.600 Ärzte aus 93 Fachgebieten beziehungsweise für spezielle Krankheitsbilder geschafft und dürfen sich jetzt „Top-Mediziner 2019“ nennen.

 

 

Kleines Babywunder am Klinikum Weiden: 280 Gramm Geburtsgewicht in der 26. Schwangerschaftswoche

Frühgeborener Junge nach fast halbjähriger Betreuung gesund aus Kinderklinik Weiden entlassen

280 Gramm schwer, so groß wie eine Handfläche: am 24. November 2018 erblickte der kleine Michael im Klinikum Weiden das Licht der Welt – in der 26. Schwangerschaftswoche, knapp dreieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin am 06. März 2019. Fast ein halbes Jahr nach seiner Geburt ist das kleine Wunder perfekt: Michael konnte die Kinderklinik verlassen – mit einem Gewicht von inzwischen mehr als 2.500 Gramm.

Nach Komplikationen in der Schwangerschaft wurde Mutter Regina ab der 23. Schwangerschaftswoche stationär betreut. Ein Kind, der Zwillingsbruder von Michael, war bereits zuvor im Mutterleib verstorben und Untersuchungen zeigten, dass auch Michael nicht ausreichend durch den Mutterkuchen versorgt wurde, das Schätzgewicht des Kindes war deutlich zu niedrig. Seitens der behandelnden Ärzte am Klinikum Weiden wurden die Risiken einer Geburt zu diesem extrem frühen Zeitpunkt klar dargestellt: Frühgeborene, die so früh geboren werden, haben ein sehr großes Risiko zu versterben oder mit schweren Beeinträchtigungen zu überleben. „In vielen Gesprächen der Eltern mit Kinderärzten, Geburtshelfern, Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Psychologinnen wurde gemeinsam das weitere Vorgehen festgelegt. In dieser Grauzone an der Grenze der Lebensfähigkeit zählten vor allem die Wünsche der Eltern“, betont Dr. Ines Erhardt, Leiterin des Perinatalzentrums Nordostbayern, die als Perinatologin eng in die vorgeburtliche Überwachung von Mutter Regina eingebunden war. Um die Chancen zu erhöhen, sollte daher alles unternommen werden, um einerseits etwas Zeit bis zur Geburt zu gewinnen und andererseits den richtigen Zeitpunkt für die Entbindung zu finden. „Ab diesem Zeitpunkt war es ein Kämpfen um jeden Tag“, erklären Regina und ihr Mann Thomas. Auch für das Kreißsaalteam war es ein tägliches Hoffen und Bangen.

In der 25. Schwangerschaftswoche wurde eine Lungenreifebehandlung bei der Mutter durchgeführt, um die Überlebenschancen für das Kind zu verbessern. Da sich in der Ultraschalluntersuchung und Blutflussmessung des Kindes eine Verschlechterung der Kreislaufsituation zeigte und ein Versterben des Kindes im Mutterleib drohte, wurde eine Kaiserschnittentbindung in der 26. Schwangerschaftswoche notwendig. Wie vor der Geburt geschätzt, wog Michael nur 280 Gramm. Er zeigte deutlich seinen Lebenswillen, allerdings war es wegen Atemnot und Sauerstoffbedarf notwendig, das Kind nach 25 Minuten zu intubieren, mit Surfactant, also Medikamenten, die helfen, die Lunge offen zu halten, zu behandeln und eine Beatmungstherapie durchzuführen.

Es folgten Monate der Behandlung und Überwachung – mit stetigen kleinen Fortschritten, aber auch mit Problemen und Besorgnis bei den Eltern, ob alles gut werden würde. Durch die enge und offene Kommunikation der Eltern mit den behandelnden Ärzten, dem Pflegepersonal, Psychologen und dem Nachsorgeteam bestand stets eine stabile und positive Zusammenarbeit für das Ziel, Michael eine gute, gesunde Zukunft zu ermöglichen. „Natürlich befanden wir uns zu Anfang in einer schwierigen medizinischen Grenzsituation, in der nicht klar war, ob Michael eine Chance auf ein gesundes Überleben haben würde. Wie wir es klar mit den Eltern vereinbart haben, wurde von Anfang an darauf geachtet, wie vital sich das Kind präsentiert. Und als wir Zeuge seines großen Lebenswillens wurden, hat er von uns jede Hilfe und Unterstützung erhalten, die medizinisch möglich und sinnvoll ist.“ erklärt Dr. Fritz Schneble, Chefarzt der Kinderklinik am Klinikum Weiden.

Er betont auch die Wichtigkeit, dass Michael die ganze Zeit über mit abgepumpter Muttermilch ernährt wurde – dies sei eine große Leistung der Mutter und habe einen nicht unerheblichen Beitrag zur gesunden Entwicklung gehabt. Außerdem ist er überzeugt, dass auch die tägliche, stundenlange Anwesenheit der Eltern und die frühzeitige Beteiligung an der Versorgung des Kindes enormen Anteil an der positiven Entwicklung von Michael hatte: „Die Eltern sind der schwierigen Ausgangssituation mit großem Optimismus und mit Vertrauen in die medizinische und pflegerische Behandlung begegnet – das war sehr wichtig!“

Auch wenn Michael in seinen ersten Wochen eine positive Entwicklung zeigte, war es doch eine Zeit, die allen Beteiligten viel abverlangte. Eine Zeit, die geprägt war von unzähligen Gesprächen mit Ärzten zur aktuellen Entwicklung von Michael, von Bangen und Hoffen, von einem fast schon familiären Kontakt mit dem Personal der Intensivstation der Kinderklinik. „Wir haben uns unglaublich toll aufgehoben gefühlt und sind mit dem Personal zusammengewachsen. Man unterhält sich auch über kleine Nebensächlichkeiten, das lenkt ab und war auch für uns enorm wichtig“, erklären die Eltern. „Wir können uns nur für die hervorragende Leistung und Betreuung im Klinikum sowie die tolle nachstationäre Betreuung durch den Bunten Kreis bedanken. Wir als Eltern sind sehr froh, dass es ein solches Kompetenzzentrum vor Ort gibt und unserem Kind dadurch das Überleben und Gesundwerden ermöglicht wurde.“ Auch die evangelische Seelsorge um Sabine Dachauer sei enorm wichtig gewesen.

Alle Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle haben Regina und Thomas in Frühchen-Tagebüchern, die von der Intensivstation an Eltern ausgegeben werden, festgehalten. Normalerweise ist das für Frühgeborene ein einzelnes Buch – im Fall von Michael wurden es vier. Das erste Bild, das erste Mal das Kind im Arm zu halten, das Überspringen der 1.000-Gramm-Grenze, das erste Bad, der Umzug von der Intensiv- auf die Überwachungsstation, die Umstellung der Ernährung von Magensonde auf Fläschchen – vier Bücher voll mit Meilensteinen in der Entwicklung eines kleinen Wunders, in denen sich auch die Schwestern der Intensivstation mit liebevollen Einträgen verewigt haben.

Die Geschichte und die Entwicklung von Michael zeigen auch die Weiterentwicklung der Neonatologie. Eckpfeiler in der Versorgung von Frühgeburten sind spezielle Perinatalzentren wie das Perinatalzentrum Nordostbayern mit den Standorten in Weiden und Amberg. Spezialisierte Geburtshelfer mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Kinderärzte mit dem Schwerpunkt Neonatologie, Anästhesisten, speziell ausgebildetes Pflegepersonal, Hebammen und Stillberaterinnen und eine qualifizierte Nachsorge (in diesem Fall der Bunte Kreis Nordoberpfalz) sorgen dafür, dass auch Risiko-Schwangerschaften, die Entbindung und die erste Zeit mit dem Neugeborenen optimal verlaufen, um dem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Besonders wichtig, gerade in solch außergewöhnlichen Situationen wie bei Michael, ist dabei eine äußerst enge Kommunikation zwischen Perinatologen und Neonatologen.

Das Ziel, dem Kind einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, wurde im Fall von Michael auf jeden Fall erreicht – auch wenn Michael inzwischen wieder kurzfristig zweimal stationär in der Kinderklinik behandelt werden musste (Erkältungsvirus, Atemwegsinfekt). In einem sind sich alle beteiligten Ärzte und Pflegekräfte aber einig: „Alles, was für Michael unternommen wurde, war die richtige Entscheidung. Er hat uns gezeigt, dass er ein vitales und lebensfähiges Kind ist.“

Weltweit haben bis heute etwas mehr als 20 Neugeborene mit einem Gewicht von weniger als 300 Gramm überlebt – so die Statistiken des „Tiniest Babies Register“ der University of Iowa (USA). Im Rahmen dieses Projekts werden Informationen und Erfahrungen aus der Behandlung von extrem kleinen Frühgeborenen gesammelt und bereitgestellt. Michael aus der Oberpfalz hat es in dieser internationalen Übersicht unter die Top 20 der kleinsten Babies geschafft über die hier berichtet wird. Eine Garantie, dass die Einträge in diesem Register vollständig sind, gibt es zwar nicht. Auf jeden Fall ist die Geschichte von Michael aber ein Beweis für den medizinischen Fortschritt und die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. Aber auch für den Lebenswillen eines 280 Gramm schweren Kindes, das mit 23 Zentimetern Länge und einem Kopfumfang von nicht einmal 19 Zentimetern dreieinhalb Monate zu früh auf die Welt kam – und knapp ein halbes Jahr später mit mehr als 2.500 Gramm und einer Größe von 42 Zentimetern endlich zuhause angekommen ist. Und auch sein Bruder Korbinian freut sich darauf, den Zuwachs in der Familie daheim begrüßen zu können.

Bei seiner Geburt wog Michael nur 280 Gramm – jetzt freuen sich Mama Regina und Papa Thomas darüber, dass sie gemeinsam – und gesund – die Kinderklinik am Klinikum Weiden verlassen konnten. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG.

 

 

Standort Waldsassen: Stilllegung der akutstationären Versorgung

Umfassende Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung – keine betriebsbedingten Kündigungen / Verlagerung der Behandlung nach Tirschenreuth / Orthopädische Rehabilitation bleibt erhalten

Die Kliniken Nordoberpfalz AG hat mit Wirkung zum 01. Juli 2019 die Stilllegung des akutstationären Bereichs am Standort Waldsassen beschlossen. Die Orthopädische Rehabilitation bleibt weiterhin erhalten. Die bisher am Standort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ab diesem Zeitpunkt an von ihnen frei wählbaren anderen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG eingesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben. Die Stilllegung ist Teil der im erweiterten Zukunftskonzept 2020 festgesetzten Stabilisierungsmaßnahmen, mit denen die Wirtschaftlichkeit der Kliniken Nordoberpfalz AG verbessert und unter Erhalt der kommunalen Trägerschaft ein bedarfsgerechtes, hochwertiges medizinisches Versorgungsangebot in der Region gewährleistet wird. Das Konzept sieht zudem die Umwandlung in ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) vor.

„Die Stilllegung des akutstationären Bereichs ist ein notwendiger Schritt. Damit können wir die personellen Ressourcen bündeln, um die stationäre Versorgung im Raum Tirschenreuth und Waldsassen aufrechtzuerhalten“, sagt Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die seit Jahren bestehenden finanziellen Defizite und die immer enger werdende Verfügbarkeit von Fachkräften vor allem in ländlichen Gebieten machen eine Kompensation auf der Grundlage der bisherigen Strukturen unmöglich. Stationär zu behandelnde Patienten aus dem Einzugsgebiet Waldsassen werden akutstationär künftig schwerpunktmäßig im Krankenhaus Tirschenreuth oder anderen Einrichtungen der Kliniken Nordoberpfalz AG versorgt. Als erste Anlaufstelle für die ambulante Versorgung bleibt das MVZ weiterhin erhalten.

„Die Stilllegung der akutstationären Versorgung stellt zweifelsohne einen schmerzhaften, aber den negativen Vorgaben folgend, unausweichlichen Einschnitt dar. Unser Dank gilt den Ärzten und dem Pflegepersonal, die sich mit großem Einsatz und Zusammenhalt der Patienten angenommen haben. Zumindest hat die Stilllegung der akutstationären Versorgung keine betriebsbedingten Kündigungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Folge“, betont Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kliniken Nordoberpfalz AG. Ganz im Gegenteil ist es erklärtes Ziel der Klinikleitung, die an den anderen Standorten dringend benötigten, gut qualifizierten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Daher hat die Klinikleitung in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften umfassende Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung erarbeitet.

So erhält jeder betroffene Mitarbeiter die Möglichkeit, seinen neuen Arbeitsplatz innerhalb der Kliniken Nordoberpfalz AG frei zu wählen. Die Kliniken Nordoberpfalz AG kommt dabei mit Ausgleichszahlungen für den Mehraufwand an Fahrtkosten zum neuen Arbeitsplatz auf. Wer bereits vorab von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und sich für eine freiwillige Versetzung eingetragen hat, erhält zudem eine monatliche Prämie von 100 Euro für ein Jahr. Auch zwischenmenschliche Aspekte möchte die Klinikleitung berücksichtigen: „Wir wissen, dass die Qualität der Arbeit und auch die Mitarbeiterzufriedenheit stark von den gut aufeinander eingespielten Teams abhängt“, sagt Josef Götz. „Solche Teams möchten wir nicht auseinanderreißen und daher nach Möglichkeit als Ganzes versetzen.“ Außerdem besteht die Möglichkeit der Altersteilzeit.

„Als kommunales Unternehmen steht die Kliniken Nordoberpfalz AG unverändert in der besonderen Verantwortung, die Versorgung der Bevölkerung in der nördlichen Oberpfalz mit Gesundheitsdienstleistungen sicherzustellen“, so Götz weiter. Das geplante IGZ soll unter Einhaltung des Facharztstandards auch in Zukunft die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztlichen, internistischen und weiteren Angeboten sowie einer erweiterten ambulanten Versorgung sicherstellen. Die Klinikleitung prüft in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und den Kostenträgern mögliche Umsetzungsszenarien. Insbesondere hängt die erfolgreiche Realisierung von der Schaffung einer juristischen Grundlage ab, zu der aktuell noch die Gespräche laufen. „Es gibt positive Signale, die darauf
hindeuten, dass sich eine für alle Parteien rechtssichere Lösung finden lässt“, sagt Josef Götz. Parallel läuft weiterhin die Gewinnung niedergelassener Ärzte, die ihre Praxen in das Gesundheitszentrum verlegen wollen. Hierfür wurden und werden bereits seit längerem Gespräche mit niedergelassenen Ärzten geführt.

Fest steht bereits, dass die orthopädische Rehabilitation in Waldsassen mit finanzieller Unterstützung des Landkreises weiter erhalten bleibt. Derzeit laufen die internen Prüfungen, ob die Strukturanforderungen der Rentenversicherungsträger erfüllt werden können. Ist dies der Fall, können die Verhandlungen zur Schaffung eines Versorgungsauftrags aufgenommen werden. Verlaufen diese Gespräche erfolgreich, ist es möglich, die Kapazitäten der Orthopädischen Rehabilitation zu erweitern.

 

 

Nachhaltig und für den guten Zweck

iDeco GmbH spendet anlässlich des 10-jährigen Nofi-Lauf-Jubiläums 1.000 Euro an Bunten Kreis Nordoberpfalz

In diesem Jahr feiert der Nofi-Lauf sein 10-jähriges Jubiläum. Darüber freut sich auch der Bunte Kreis Nordoberpfalz: denn die Nachsorgeeinrichtung am Klinikum Weiden erhält von der Firma iDeco GmbH aus Neustadt/WN eine Spende über 1.000 Euro, die aus dem Verkauf von Jubiläums-Bechern zum Nofi-Lauf stammen. Jetzt konnte iDeco-Geschäftsführer Manfred Hoyer die Spende an Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreises, übergeben. „Der Bunte Kreis Nordoberpfalz trägt eine große Verantwortung für unsere Region hat. Das ist eine tolle Einrichtung, die wir gerne unterstützen“, so Hoyer.

Anlässlich des Jubiläums des Nofi-Laufs, der am 29. Mai zum insgesamt zehnten Mal stattfindet, hat das Unternehmen aus Neustadt/WN hochwertige Coffee-2-go-Becher aus Porzellan mit einer Echtgoldveredelung produziert. Diese wurden als Giveaway und Erinnerung an die Teilnehmer der Pressekonferenz zum Nofi-Lauf verteilt, können aber auch von den teilnehmenden Firmen bestellt und auf Wunsch personalisiert an die Läufer des eigenen Teams verteilt werden.

50 dieser Becher wurden an NOFI e.V. verkauft. Der Umsatz von rund 500 Euro wurde von Manfred Hoyer auf 1.000 Euro verdoppelt und an den Bunten Kreis Nordoberpfalz gespendet. Marina Frister freute sich natürlich über diesen Betrag: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, weil wir auch dadurch länger in der Nachsorge tätig bleiben können“, so die Leiterin des Bunten Kreises Nordoberpfalz.
Doch der Betrag von 1.000 Euro wird noch weiter anwachsen, erklärt Manfred Hoyer: „Von jedem Becher, den wir verkaufen, gehen zwei weitere Euro an den Bunten Kreis.“ Eine Idee, die auch Thomas Baldauf, Pflegedirektor der Kliniken Nordoberpfalz AG, begeistert: „Wir sind hier auf Spenden angewiesen, die direkt unseren kleinsten Patienten zu Gute kommen.“

Damit wird auch der Bunte Kreis Nordoberpfalz unterstützt, für den die tägliche Arbeit dort beginnt, wo die Betreuung durch die Klinik endet – nämlich zu Hause. Seit Beginn der Nachsorge konnten rund 500 Familien unterstützt werden, zum Teil über einen Zeitraum von drei bis neun Monaten. Um die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können, ist man auf Spendengelder angewiesen, da die Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen oft nicht ausreicht. Durch Spenden kann aber individuell und unbürokratisch geholfen werden – bei therapeutischen Mitteln, der Finanzierung von Babyausstattung oder bei Fahrtkosten.

Firmen, die für die ihre Teilnehmer am Nofi-Lauf oder ganz allgemein als Erinnerung einen der Jubiläumsbecher bestellen wollen, können dies telefonisch unter 09602 / 932 43 28 oder per Mail an *protected email* tun. Damit leisten sie nicht nur einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz, sondern helfen auch noch dem Bunten Kreis Nordoberpfalz – eine Win-Win-Situation für alle Seiten.

 

 

Gemeinsames Zukunftskonzept von Amberg und Weiden für Verbund-Perinatalzentrum Nordostbayern genehmigt

Grünes Licht vom Krankenhausplanungsausschuss! Die Strukturierungspläne für das gemeinsame Verbund-Perinatalzentrum Nordostbayern sind jetzt vollständig genehmigt worden. „Die Versorgung von Risikoneugeborenen in Bayern kann damit weiter ausgebaut werden“, verkündete Bayerns Gesundheitsministern Melanie Huml. In seiner Sitzung am Montag hat der Krankenhausplanungsausschuss dem gemeinsamen Antrag des Klinikums St. Marien Amberg und der Kliniken Nordoberpfalz AG auch für die Frühgeborenenversorgung zugestimmt.

Durch die Zustimmung des Krankenhausplanungsausschusses können sich künftig auch gestufte Perinatalzentren zusammenschließen. Bisher sah das Fachprogramm „Stationäre Versorgung von Risikoneugeborenen in Bayern“ des Bayerischen Krankenhausplans nur die Möglichkeit vor, dass sich mehrere Perinatalzentren Level 1 zu einem Verbund zusammenschließen können. „Wir freuen uns sehr über die Zusage für die Neustrukturierung. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass wir auch zukünftig in der mittleren und nördlichen Oberpfalz Frühgeborene gemeinsam mit dem Klinikum Weiden in einem abgestimmten gestuften System versorgen können. Durch diese Strukturveränderungen können wir den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig für die Bevölkerung weiterhin wohnortnah die Versorgung von Frühgeborenen anbieten“, so Manfred Wendl, Vorstand des Klinikums St. Marien Amberg.

Weiterer Teil des gemeinsamen Konzeptes der beiden Kliniken ist der Aufbau einer Kinderchirurgie mit Standort am Klinikum Weiden. Dafür hatte der Krankenhausplanungsausschuss schon in seiner letzten Sitzung grünes Licht gegeben. In den beiden Kliniken wird jetzt intensiv an den notwendigen Schritten für die Umsetzung des Konzeptes gearbeitet. Bis zur endgültigen Umsetzung des neuen Konzeptes werden weiterhin in Weiden und in Amberg Frühgeborene nach dem Level-I-Standard versorgt. „Sobald die konkreten Zeitpläne vorliegen, werden wir umfassend informieren. Bis zur Umsetzung des neuen Konzeptes wird sich in der Versorgung unserer Patienten aber erst einmal nichts ändern“, so Josef Götz, der Vorstand der Nordoberpfalz AG.
 

 

Ausgezeichneter Ruf

Kliniken Nordoberpfalz AG erhält Siegel für „Höchste Reputation“ von Wirtschaftsmagazin FOCUS MONEY

Für ein Unternehmen ist die Reputation bei seinen Kunden einer der wichtigsten Faktoren – für Krankenhäuser trifft das in gleicher Weise auf seine Patienten zu. Gerade deshalb ist die Kliniken Nordoberpfalz AG stolz auf die Auszeichnung, die es jetzt vom Wirtschaftsmagazin FOCUS MONEY gab: denn aufgrund der überdurchschnittlich guten Bewertungen in verschiedenen Bereichen erhält der Gesundheitsverbund das Siegel „Höchste Reputation“.

„Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung, weil sie unseren Stellenwert für die Gesundheitsversorgung in der nördlichen Oberpfalz unterstreicht. Wir bieten in unserer Region Top-Medizin auf höchstem Niveau. Und das Urteil der Patienten zeigt, dass wir in unserer Region einen ausgezeichneten Ruf genießen“, so Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. Sein besonderer Dank gilt daher vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten: „Das Siegel ‚Höchste Reputation‘ beweist, dass das Engagement und die Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen im medizinischen und pflegerischen Bereich zum Wohle unserer Patienten außerordentlich sind. Darum sind wir stolz, solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Klinikverbund haben zu dürfen.“

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen fünf Themenfelder, aus denen sich die Reputation errechnete: Management, Nachhaltigkeit, Produkt und Service, Leistung als Arbeitgeber und Wirtschaftlichkeit. Die Auszeichnung wurde anhand der erreichten Punktzahl im Gesamt-Ranking vergeben. Die Unternehmen, die in der Gesamtwertung in ihrer Branche mindestens 67 von 100 möglichen Punkten erreicht hatten, erhielten das Prädikat „Höchste Reputation“. Mit etwas mehr als 75 Punkten übertraf die Kliniken Nordoberpfalz AG diesen Wert deutlich und gehört damit zur bundesweiten Topgruppe in der Branche Krankenhäuser.

„Diese Auszeichnung beweist, dass in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG hervorragend gearbeitet wird – und das ist das Wesentliche. Das sollte man auch im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen immer beachten“, betont Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth und Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS MONEY. Erfasst und ausgewertet wurden dabei knapp 18 Millionen Nennungen zu den 5.000 größten Firmen Deutschlands aus mehr als 140 Branchen.
 

 

Dreieinhalb Jahre NeuroRadiologisches Zentrum Nordostbayern (NRZ)

2015 wurde das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern (NRZ) als Kooperation der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Klinikum St. Marien in Amberg gegründet.

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für eine bleibende Behinderung. Die Bezeichnung beruht auf einem „schlagartigen“ Ausfall von Hirnfunktionen, meist ausgelöst durch eine Durchblutungsstörung im Kopf. Diese bewirkt, dass Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und innerhalb weniger Stunden absterben. Die Behandlung muss deshalb möglichst schnell erfolgen und es gilt der Grundsatz „Time is brain! – Zeit ist Gehirn!“.

Bis etwa 2015 wurden Gefäßverschlüsse im Gehirn durch die Gabe eines Medikaments – die sogenannte Thrombolyse – aufgelöst. Diese Behandlung wirkt aber nicht in jedem Fall ausreichend gut. Für solche, meist schwerere Schlaganfälle, steht seit etwa 2015 die Möglichkeit der interventionellen Therapie über einen in die Leiste eingebrachten Katheter zur Verfügung, sie wird Thrombektomie genannt.

Um beide Behandlungsmöglichkeiten den Patienten in der Region Amberg/Weiden anbieten zu können, wurde 2015 das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern (NRZ) als Kooperation der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Klinikum St. Marien in Amberg gegründet. „Dadurch konnte die Schlaganfallversorgung für die Patienten in der Region in den vergangenen dreieinhalb Jahren noch weiter verbessert werden“, so Dr. Frank Huber, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum St. Marien Amberg.

Sowohl am Klinikum Weiden als auch in Amberg werden Schlaganfallspatienten in spezialisierten Stroke-Units behandelt. Durch die Zusammenarbeit im NRZ kann nun seit mehr als 3 Jahren neben der Thrombolyse die hochspezialisierte Katheterbehandlung durch die Kollegen der Neuroradiologie an beiden Kliniken durchgeführt werden. Der große Vorteil für die Patienten: Der Arzt kommt zum Patienten, ihm werden damit eine Verlegung und der damit verbundene Zeitverlust bis zur Behandlung erspart. Der Patient kann an der aufnehmenden Klinik unmittelbar nach der Diagnose zur Thrombektomie vorbereitet werden und der die Behandlung durchführende Experte ohne Verzögerung seine Behandlung beginnen.

Etwa 80 Patienten werden hierbei pro Jahr in den beiden Kliniken mit der Kathetermethode behandelt. „Wir verfügen mittlerweile über ein Team von sieben spezialisierten Radiologen, die einen Dienst rund um die Uhr über 365 Tage abdecken“, betont PD Dr. Thomas Finkenzeller, Neuroradiologe und Leiter des NeuroRadiologischen Zentrums Nordostbayern.

„Unser Ziel mit der Gründung des NRZ war es, unseren Schlaganfall-Patienten in der nordöstlichen Oberpfalz diese hochspezialisierte Behandlung zugutekommen zu lassen“ so der neurologische Chefarzt Dr. Angerer vom Klinikum Weiden. „Dank dieser hochqualitativen Versorgung vor Ort steigen die Chancen der Patienten, den Schlaganfall mit einem möglichst guten Ergebnis zu überstehen. Nebenbei macht die Zusammenarbeit der Spezialisten viel Spaß und läuft hervorragend“, freut sich Chefarzt Dr. Huber.

Unter dem Dach des NeuroRadiologischen Zentrums Nordostbayern finden auch regelmäßig interdisziplinäre Fallkonferenzen statt, um den behandelnden Ärzten die besten Behandlungsempfehlungen geben zu können.

Auch Patienten mit Hirnblutungen, z. B. aus Aussackungen der Hirngefäße (Aneurysmata), können an beiden Standorten sowohl neurointerventionell (Coiling) durch PD Dr. Thomas Finkenzeller oder neurochirurgisch (Clipping) durch PD Dr. Hischam Bassiouni, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie in Amberg und Weiden, behandelt werden.

Die Kliniken sind telemedizinisch miteinander verbunden, so dass auch außerhalb der Regelarbeitszeit oder an Feiertagen eine schnelle Bildbetrachtung und eine umgehende Kommunikation für eine optimale Behandlung jederzeit möglich sind.

Nach 1000 Tagen fällt somit das Fazit der beiden Ärztlichen Direktoren, Dr. Harald Hollnberger (Klinikum St. Marien Amberg) und Dr. Thomas Egginger (Kliniken Nordoberpfalz AG) für das NeuroRadiologische Zentrum Nordostbayern äußerst positiv aus. Patienten mit schweren neurologischen und neurochirurgischen Krankheitsbildern können durch diese beispielhafte, hervorragende Zusammenarbeit in beiden Kooperationskliniken optimal versorgt werden.